Die zukünftige Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS
Darstellung und kritische Analyse ausgewählter Problembereiche der Phase II des Projekts „Business Combinations“
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Patrick Liedtke
- Abgabedatum: Dezember 2003
- Umfang: 104 Seiten
- Dateigröße: 1,3 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Ruhr-Universität Bochum Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7875-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7875-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7875-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Liedtke, Patrick Dezember 2003: Die zukünftige Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Rechnungslegung, Konzern, Full Goodwill Method, Kapitalkonsolidierung, International Accounting Standards
In den Warenkorb
74,00 €
Diplomarbeit von Patrick Liedtke
Einleitung:
Die Kapitalkonsolidierung gehört nach wie vor zu den am intensivsten diskutierten Problembereichen der Konzernrechnungslegung. Im Anschluss an grundlegende Änderungen der Kapitalkonsolidierung nach US-GAAP, insbesondere im Bereich der Goodwill-Bilanzierung, hat erwartungsgemäß auch das IASB die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen (erneut) auf seine Projektagenda gesetzt. Das Projekt „Business Combiantions“ ist bedingt durch seinen Umfang sowie seine Komplexität sogar in zwei Phasen gesplittet worden. Die erste Phase wurde Anfang April 2004 mit der Veröffentlichung von IFRS 3 „Business Combinations“ vorläufig abgeschlossen. Phase II befindet sich noch nicht in einem vergleichbaren Stadium. Im Frühjahr 2003 hat das IASB zunächst die ersten wichtigen Beschlüsse für die zweite Projektphase veröffentlicht. Darin werden spezielle Problemfelder aufgegriffen, die auf den IFRS-Entwürfen der ersten Phase aufbauen. Die Beschlüsse führen zu einer weitgehenden Umsetzung der Einheitstheorie in der Konzernrechnungslegung und enthalten teilweise neue Konzepte der Kapitalkonsolidierung.
Aufgabe von Herrn Liedtke war es, ausgewählte Problembereiche der Phase II des Projekts „Business Combinations“ - nämlich die Bilanzierung sukzessiver Anteilserwerbe sowie die sog. Full Goodwill Method - darzustellen und vor dem Hintergrund des Zweckes des IFRS-Jahresabschlusses kritisch zu würdigen. Dabei ist dem Verfasser das Kunststück gelungen, eine hochgradig praxisrelevante Arbeit zu schreiben und dabei gleichzeitig die theoretische Fundierung der Rechnungslegung nicht außer Acht zu lassen - wie es leider in vielen Diplomarbeiten der Fall ist. Die Argumente des Verfassers sind durchweg überzeugend und werden durch ausführliche Beispiele illustriert; die Arbeit besticht zudem durch ihren systematischen Aufbau. Zudem geht insbesondere die kritische Würdigung über den derzeitigen Diskussionsstand in der Literatur hinaus und weist insofern wissenschaftliche Eigenständigkeit auf. Der Arbeit ist eine gute Aufnahme zu wünschen.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| Darstellungsverzeichnis | VI | |
| Symbolverzeichnis | VII | |
| 1. | Einführung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung und Aufbau | 2 |
| 2. | Grundlagen | 4 |
| 2.1 | Rechnungslegung nach IAS/IFRS | 4 |
| 2.1.1 | Principal-Agent-Problematik als Basis der Rechnungslegung | 4 |
| 2.1.2 | Entscheidungsnützlichkeit der Informationen als Ziel | 7 |
| 2.1.3 | qualitative Anforderungen | 9 |
| 2.2 | Konzernabschluss | 12 |
| 2.2.1 | Theorien | 12 |
| 2.2.2 | Pflicht zur Aufstellung | 13 |
| 2.2.3 | Konsolidierungskreis | 14 |
| 2.2.4 | vorbereitende Maßnahmen | 15 |
| 2.2.5 | Vollkonsolidierung | 16 |
| 3. | Gegenstand des Projekts Business Combinations | 17 |
| 3.1 | Phase I | 18 |
| 3.1.1 | Festlegung der Konsolidierungsmethode | 18 |
| 3.1.2 | Ansatz und Bewertung immaterieller Vermögenswerte | 19 |
| 3.1.3 | Ansatz und Bewertung von Eventualverbindlichkeiten und Restrukturierungsrückstellungen | 19 |
| 3.1.4 | Goodwillbilanzierung | 20 |
| 3.2 | Phase II | 23 |
| 3.2.1 | Ansatz und Bewertung von Vermögenswerten und Schulden | 23 |
| 3.2.2 | Ermittlung der Anschaffungskosten | 25 |
| 3.2.3 | Goodwillbewertung | 26 |
| 3.2.4 | Ausweis von Minderheitsanteilen | 26 |
| 3.2.5 | Anteilstransaktionen nach erfolgter Übernahme | 27 |
| 4. | sukzessiver Beteiligungserwerb | 27 |
| 4.1 | Definition des Anwendungsbereiches | 27 |
| 4.2 | Möglichkeiten zur Folgebewertung von Beteiligungen im Einzelabschluss | 28 |
| 4.2.1 | Anschaffungskosten | 30 |
| 4.2.2 | erfolgsneutrale Neubewertung | 30 |
| 4.2.3 | erfolgwirksame Neubewertung | 31 |
| 4.2.4 | Equity-Methode | 31 |
| 4.3 | Konsolidierung von sukzessiven Beteiligungserwerben | 32 |
| 4.3.1 | Verrechnung kumulierter Anschaffungskosten | 32 |
| 4.3.2 | separierte Konsolidierung von Anteilserwerben nach IAS 22 | 34 |
| 4.3.3 | zukünftige Bilanzierung nach Phase II | 39 |
| 4.3.3.1 | Bestimmung des Beteiligungszeitwertes | 40 |
| 4.3.3.2 | Korrektur des Beteiligungswertes | 40 |
| 4.4 | kritische Würdigung | 49 |
| 4.4.1 | Informationstauglichkeit der Bilanzposten | 49 |
| 4.4.2 | Informationstauglichkeit der Gewinngröße | 52 |
| 4.4.3 | spezifische Probleme des Beteiligungszeitwertes | 53 |
| 4.4.4 | Gesamtbeurteilung | 55 |
| 5. | die Full Goodwill Methode | 56 |
| 5.1 | Definition und Bestandteile des Goodwill | 56 |
| 5.2 | Durchführung der Kapitalkonsolidierung | 58 |
| 5.2.1 | Ermittlung der Anschaffungskosten | 58 |
| 5.2.2 | Ansatz und Bewertung erworbener Vermögenswerte und Schulden | 59 |
| 5.2.3 | Verteilung der Anschaffungskosten | 60 |
| 5.3 | Bilanzierung des Goodwills | 61 |
| 5.3.1 | Ansatz und Bewertung nach ED 3 | 62 |
| 5.3.2 | Ansatz und Bewertung nach Planungen der Phase II | 63 |
| 5.3.2.1 | direkte Methode | 65 |
| 5.3.2.2 | indirekte Methode | 68 |
| 5.4 | kritische Würdigung | 70 |
| 5.4.1 | Einheits- versus Interessentheorie | 70 |
| 5.4.2 | Full Goodwill als Informationsinstrument | 74 |
| 5.4.3 | Probleme bei der Goodwillbewertung | 77 |
| 5.4.4 | Gesamtbeurteilung | 81 |
| 6. | Schlussbetrachtung | 84 |
| Literaturverzeichnis | 86 | |
| Verzeichnis internationaler Rechnungslegungsvorschriften | 93 | |
| Versicherung | 94 |
4.2.4 Equity-Methode Eine Beteiligung ist beim erstmaligen Ansatz mit den Anschaffungskosten in der Bilanz anzusetzen.167 Im Gegensatz zu den anderen Methoden hat der Beteiligungserwerber bei Anwendung der Equity-Methode im Zeitpunkt des Anteilserwerbs anteilige stille Reserven und Lasten in den Vermögenswerten und Schulden des assoziierten Unternehmens aufzudecken und den Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Reinvermögen zu bestimmen.168 Der Buchwert der folgenden Periode ergibt sich durch Anpassung der Anschaffungskosten um:169 • • • • Hinzurechnung/Abzug eines anteiligen Gewinnes/Verlustes, Hinzurechnung/Abzug der Auflösung von aufgedeckten stillen Lasten/Reserven, Abzug der Abschreibung eines positiven Unterschiedsbetrages (Goodwill) und Abzug der vereinnahmten Dividendenzahlungen. Die aufgeführten Anpassungen sind mit Ausnahme der vereinnahmten Dividendenzahlungen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. [...]
Ein Mutterunternehmen, das Anteile an anderen Unternehmen erworben hat, muss diese Anteile in seinem Einzelabschluss ansetzen und bewerten. Um die zukünftige Bilanzierung eines sukzessiven Beteiligungserwerb im Rahmen der Kapitalkonsolidierung nachvollziehen und beurteilen zu können, sind zunächst die Möglichkeiten, die das Mutterunternehmen bezüglich der Folgebewertung von Anteilen an anderen Unternehmen im Einzelabschluss hat, darzustellen. Hierbei muss beachtet werden, dass diese Möglichkeiten von der Art der Beteiligung und dessen Zuordnung abhängig sind. Es ist zwischen • • • • Anteilen an assoziierten Unternehmen gemäß IAS 28 Accounting for Investments in Associates, Anteilen an Tochterunternehmen gemäß IAS 27 Consolidated Financial Statements and Accounting for Investments in Subsidiaries, Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen gemäß IAS 31 Financial Reporting of Interests of Joint Ventures und Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 Financial Instruments: Recognition and Measurement zu unterscheiden. Die gewährten Wahlrechte ermöglichen dem Mutterunternehmen allerdings einen erheblichen Ermessensspielraum bezüglich der Anwendung einer Bilanzierungsmethode.159 Die Zulässigkeit der Bilanzierungsmethoden in Abhängigkeit von der Klassifizierung und Zuordnung der Beteiligung ist in Darstellung 6 [...]
3.2.5 Anteilstransaktionen nach erfolgter Übernahme Nach aktueller Rechtslage sind (weitere) Anteile eines Tochterunternehmens, die das Mutterunternehmen erwirbt, gemäß IAS 22.36 zu konsolidieren, woraus eine Aufwertung des Firmenwertes resultieren kann.150 Da Minderheitsanteile zukünftig Bestandteil des Konzerneigenkapitals sind, wird der Erwerb von Anteilen eines Tochterunternehmens wie der Erwerb eigener Anteile bilanziert. Hierbei sind die erworbenen Anteile vom Minderheitsanteil des Eigenkapitals abzusetzen.151 Soweit durch eine Veräußerung von Anteilen eines Tochterunternehmens nicht die Kontrolle über dieses verloren geht, ist diese analog der Vorgehensweise eines Anteilserwerbes zu behandeln.152 Geht die Kontrolle über das Tochterunternehmen verloren, ist im Rahmen der Entkonsolidierung die Differenz zwischen dem Veräußerungserlös und dem anteiligen neubewerteten Nettovermögenswerten abzgl. dem Zeitwert einer verbleibenden Beteiligung als Gewinn bzw. Verlust der laufenden Periode zu erfassen.153 [...]
In den Warenkorb
74,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832478759
Arbeit zitieren:
Liedtke, Patrick Dezember 2003: Die zukünftige Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Rechnungslegung, Konzern, Full Goodwill Method, Kapitalkonsolidierung, International Accounting Standards



