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Was zertifiziert ein Öko-Audit gemäß EG-Richtlinie im Hinblick auf realen Umweltschutz?

Was zertifiziert ein Öko-Audit gemäß EG-Richtlinie im Hinblick auf realen Umweltschutz?
Über dieses Buch
  • Art: Seminararbeit
  • Autor: Carsten Zarp
  • Abgabedatum: Januar 1995
  • Umfang: 122 Seiten
  • Dateigröße: 7,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3952-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3952-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3952-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Zarp, Carsten Januar 1995: Was zertifiziert ein Öko-Audit gemäß EG-Richtlinie im Hinblick auf realen Umweltschutz?, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Seminararbeit von Carsten Zarp

Einleitung:

Es ist unbestritten, daß die bisherigen Umgangsformen mit den natürlichen Ressourcen eine Situation geschaffen haben, die (aus ökologischer Sicht gesehen) eine Dimension von erschreckendem Ausmaß erreicht hat und ständig voranschreitet. Tatsache ist ebenso, daß diese Problematik eine intensive Auseinandersetzung mit den Ursachen der ökologischen Krise - verbunden mit konkreten Lösungsansätzen und Handlungsempfehlungen - erfordert. Diese Erkenntnis wächst mit der Zeit sowohl bei Verbrauchern als auch bei Produzenten.

Es ist bislang nur strittig, wie dieses langfristig erreicht werden soll. Die Dramatik, mit der sich Unternehmen oder gar ganze Branchen der Umweltproblematik widmen, macht deutlich, daß eine intensive Auseinandersetzung mit den ökologischen Problemen bislang vielfach versäumt worden ist. Strategische Weitsicht - etwa die einseitige Messung betrieblicher Tätigkeiten an Größen wie Wachstum und Ertrag - in ökonomischer Sicht war offenbar mit ökologischer Kurzsichtigkeit verbunden, so daß die derzeitige Umweltsituation erst hat entstehen können. Im anfänglichen Stadium der Umweltbewußtseinsentwicklung orientierten sich die Unternehmen an typischen reaktiven end-of-pipe-Lösungen wie Abfallentsorgung oder Recycling. Später kamen umweltorientierte Produktionsverfahren hinzu - jedoch lediglich auf technischer Basis. Um jedoch - schon mit Blick auf die Kosten und umweltrechtliche Haftungskriterien - wirtschaftlich und funktionsfähig zu bleiben, ist es unverzichtbar, den Umweltschutz als vernetzte betriebliche Aufgabe zu betrachten, die nur durch das Management gelöst werden kann. Viele technische Maßnahmen sind nur darauf gerichtet, die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens/Störfalls zu reduzieren, nicht aber darauf, das Schadenspotential abzusenken (im Rahmen von sog. 'begin-of-pipe'- Lösungen). Hier sind ganzheitliche Lösungsansätze erforderlich, die im strategischen Management beginnen müssen. Der Umfang und die Dynamik des Umweltschutzbereiches erfordern eine permanente Anpassung der betrieblichen Umweltpolitik (und deren Kontrolle) an veränderte Gegebenheiten, um eine jeweils aktuelle Darstellung von internen und externen Chancen und Risiken zu erhalten. Dieser neue Anspruch geht aber weit über die Möglichkeiten technischer Lösungen hinaus.

Voraussetzung für einen Erfolg im Umweltschutz ist ein strukturiertes, zielorientiertes und diszipliniertes Management, das nach bestimmten Grundsätzen handelt und das in der Lage ist, die einzelnen Maßnahmen effizient zu koordinieren. Ansätze zum Management betrieblicher Risiken sind nicht neu, denn unternehmerisches Handeln ist generell mit Risiken verbunden, die effizient gestaltet werden müssen. Umweltschutz-Audits sind ein aktuelles Ergebnis der Handhabung umweltökonomischer Risiken. Bereits seit Ende der siebziger Jahre entstanden - insbesondere in den USA - Managementpraktiken und hierbei bevorzugt Auditverfahren, welche ursprünglich nichts anderes darstellten, als umweltbezogene Betriebsprüfungen. Hieraus entwickelten sich leistungsfähige und umfassende Methoden, die nicht nur der Erfassung umweltbezogenen Risikopositionen, sondern auch der Darstellung des Nutzenpotentials dienten. Die Entwicklung findet ihren derzeitigen Höhepunkt in dem allgemeinen Harmonisierungsbestreben der Europäischen Gemeinschaft. Ergebnis ist die Verordnung (EWG) Nr. 1836/93 des Rates vom 29. Juni 1993 über die freiwillige Beteiligung gewerblicher Unternehmen an einem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (im folgenden kurz Verordnung oder EG-Verordnung bzw. EG-Audit-Verordnung genannt). Praktizierte Audittechniken und -ideen wurden in dieser Verordnung formalisiert, mit dem Ziel, den betrieblichen Umweltschutz zu erhöhen. Hier stellt sich jetzt zwangsläufig die Frage, ob und inwieweit diese Verordnung tatsächlich zu einer Verbesserung des Umweltschutzes beitragen kann und was bspw. eine Zertifizierung bzw. Bewertung wert sein kann. Diesen Fragen gilt es im folgenden nachzugehen.

Gang der Untersuchung:

Zuvor jedoch soll mit einer Begriffsabgrenzung die Aufgabenstellung konkretisiert werden. Anschließend werden die Grundzüge eines Umweltschutz-Audits dargestellt, das die Grundlage für die Entwicklung der EG-Verordnung gebildet hat. Managementsysteme sind die Prüfobjekte eines Audits. Der Abschnitt 2.2. dieser Arbeit soll deshalb einen Überblick über Umweltmanagementsysteme bringen und Auskunft darüber geben, ob und wie sie helfen können, den betrieblichen Umweltschutz zu verbessern. Abschließend erfolgt die Zusammenführung dieser Punkte in der Analyse des EG-Audit-Verfahrens.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitendes Zitat II
Thesenpapier III
Inhaltsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis V
Anhangverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VII
1. Vorbemerkungen I
1.1 Einführung 1
1.2 Motivation der Betriebe, sich am Umweltschutz zu beteiligen 3
1.3 Öko-Audits in Verbindung mit dem Umweltschutzbeitrag eines Betriebes 5
2. Interne Öko-Audits als Teil eines Umweltmanagementsystems 7
2.1 Gegenstand von internen Öko-Audits 7
2.1.1 Intention und Arten von Öko-Audits 7
2.1.1.1 Ursprung und Zweck 7
2.1.1.2 Arten von Öko-Audits 8
2.1.1.3 Betriebswirtschaftlicher Nutzen von Öko-Audits 9
2.1.2 Definitionsversuch der Internationalen Handelskammer (ICC) 10
2.1.3 Konzeption eines Umweltschutz-Audits der ICC 11
2.1.4 Audit-Team und Audit-Bericht 13
2.1.5 Europäischer Anwendungs- und Entwicklungsstand von internen Öko-Audits 14
2.2 Betrieblicher Umweltschutz durch ein Umweltmanagementsystem 15
2.2.1 Gegenstand und Ansatzpunkte eines Umweltmanagementsystems 16
2.2.1.1 Definition, Ziele, Anforderungen - 16
2.2.1.2 Umweltschutz als betriebliche Querschnittsaufgabe 17
2.2.2 Strategische Ausrichtung des Umweltmanagementsystems 18
2.2.3 Umweltschutz als Führungsaufgabe 20
2.2.3.1 Grundsatzentscheidung durch eine umweltorientierte Unternehmenskultur 20
2.2.3.2 Organisationsfragen des Umweltmanagementsystems 21
2.2.3.3 Umweltschutzorientiertes Personalwesen 22
2.2.4 Umweltmanagementsysteme als Garanten für realen betrieblichen Umweltschutz 24
2.3 Umweltschutz-Audits und Umweltmanagementsysteme 25
2.3.1 Dokumentation des Umweltmanagementsystems 25
2.3.2 Umweltmanagementsysteme als Prüfobjekte von Umweltschutz-Audits 26
2.4 Beitrag von internen Öko-Audits zum realen Umweltschutz 28
3. Das Umweltschutz-Audit gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 1836/1993 des Rates vom 29. Juni 1993 über die freiwillige Beteiligung gewerblicher Unternehmen an einem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung als neues Instrument des betrieblichen Umweltschutzes
3.1 Inhalte und Bausteine des Öko-Audits gemäß der EG-Verordnung 29
3.1.1 Hintergrund und Begriffsbestimmungen 29
3.1.2 Zielrichtung und Zielgruppe 31
3.1.3 Schritte zur Zertifizierung 32
3.1.3.1 Formulierung der Umweltpolitik 33
3.1.3.2 Erst-Audit: Die Umweltprüfung 33
3.1.3.3 Umweltinstrumentarium 34
3.1.3.4 Eigentliches Umweltschutz-Audit: Die interne Umweltbetriebsprüfung am Standort 35
3.1.3.5 Validierung der Umwelterklärung 36
3.1.3.6 Registrierung mit Testat 36
3.1.3.7 Außenwirkung der Teilnahmeerklärung 37
3.2 Leistungen und Grenzen 38
3.2.1 Problematik der Verordnung 38
3.2.1.1 Verbleibender Regelungsbedarf 38
3.2.1.2 Inhaltliche Restriktionen 39
3.2.1.2.1 Standortbezug 39
3.2.1.2.2 Branchenbezug 40
3.2.1.2.3 Ausgrenzung kleiner und mittlerer Unternehmen 41
3.2.1.2.4 Fehlender Produktbezug 42
3.2.1.2.5 Referenzmuster „gute Managementpraktiken" 42
3.2.1.3 Erfassungsproblematik bei der Umwelterklärung 43
3.2.1.4 Standardisierung statt ökologischer Wettbewerb 43
3.2.1.5 Umweltschutzniveau und Wettbewerbsverzerrungen 45
3.2.1.6 Gutachterabhängigkeit 46
3.2.1.7 Ökonomischer Nutzen für Gutachter und Prüfer 47
3.2.1.8 Freiwillige Zwang als ökonomischer Anreiz der Teilnahmeerklärung 48
3.2.2 Informationswert des Testates für die Adressaten 50
3.2.3 Vergleich der EG-Öko-Audits mit den internen Umweltschutz-Audits 52
3.2.3.1 Externe versus interne Umweltschutzprüfung 52
3.2.3.2 Übereinstimmung mit den Vorteilen des ICC-Entwurfs 53
3.3 Auswirkungen der Aussagefähigkeit auf den realen betrieblichen Umweltschutzbeitrag 54
3.3.1 Maßstab: Ökologische Betroffenheit 54
3.3.2 Maßstab: Umweltdokumentation 55
3.3.3 Maßstab: Umweltschutz auf technischer und operativer Ebene 56
3.3.4 Maßstab: Umweltmanagementsystem 56
3.4 Mögliche Ergänzungen 58
4. Abschließende Beurteilung 61
Quellenverzeichnis
Anhang

Arbeit zitieren:
Zarp, Carsten Januar 1995: Was zertifiziert ein Öko-Audit gemäß EG-Richtlinie im Hinblick auf realen Umweltschutz?, Hamburg: Diplomica Verlag

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