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Eine Analyse der Angebote, Strategien und Perspektiven von Radio- und Fernsehsendern im Internet

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Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Till Weingarten
  • Abgabedatum: Juli 1999
  • Umfang: 72 Seiten
  • Dateigröße: 464,0 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1850-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1850-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1850-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Weingarten, Till Juli 1999: www.rundfunk.de, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Fernsehen, Mediennutzung, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Online-Angebot, Internet-Nutzung

Diplomarbeit von Till Weingarten

Einleitung:

In Deutschland sind fast 200 Rundfunkunternehmen mit einem eigenen Angebot im Internet vertreten. Die Radio- und Fernsehsender nutzen ihre Online-Auftritte zur Promotionszwecken, aber auch in einem immer stärkeren Maße zur Erschließung eines neuen Geschäftsfeldes. Es entwickelt sich im Internet eine neue Qualität der medial vermittelten Kommunikation, die über die traditionellen Verbreitungswege Radio und Fernsehen nicht möglich ist. Die neuen Möglichkeiten der Online-Kommunikation verändern auch die Muster der bisherigen Mediennutzung in der Gesellschaft. Zwar werden die klassischen Massenmedien Hörfunk und Fernsehen nicht verdrängt, jedoch bleibt die Nachfrage der Nutzer an Medieninhalten von den knappen Ressourcen Geld, Zeit und Aufmerksamkeit abhängig. Nicht zuletzt deshalb versuchen die Rundfunkunternehmen mit unterschiedlichen Strategien ihre Online-Angebote in der Gunst des Nutzers zu etablieren. Während die öffentlich rechtlichen Rundfunkunternehmen aufgrund ihrer publizistischen Kompetenz und medienrechtlicher Beschränkungen Informations-, Nachrichten- und Serviceangebote ins Netz stellen, zielen die privat-kommerziellen Anbieter mit internettypischen Unterhaltungsformaten auf eine schnelle Amortisation der Kosten.

Inhaltsverzeichnis:

Abstract 1
Indexat 1
1. Einleitung 2
1.1 Zielsetzung der Arbeit 3
1.2 Methodik 4
2. Medienrechtliche Grundlage für Rundfunk online 7
2.1 Der Rundfunkbegriff und das Internet 7
2.2 Die Bedeutung der Grundversorgung 8
2.3 Die Bestands- und Entwicklungsgarantie 9
2.4 Rechtliche Kritik an den Internetaktivitäten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkveranstalter 11
2.5 Einschätzung der Lage 13
3. Die Nutzung und Nutzerschaft des Internet 14
3.1 Profil des Online-Nutzers 15
3.2 Motive der Nutzung 16
3.3 Nutzungszeiten 18
3.4 Bedürfnisse und Erwartungen der Nutzerschaft 19
4. Die Rolle des Internets im bestehenden Mediensystem 20
4.1 Das Internet in der medientheoretischen Diskussion 20
4.2 Das Internet versus Radio und Fernsehen 21
4.2.1 Die Endzeitthese 21
4.2.2 Die Komplementärhypothese 22
4.2.3 Die Substitutionshypothese 23
4.3 Konvergenz von Computer und Fernsehen bzw. Radio 23
4.3.1 Stand der Technik von TV und Radio via Internet 23
4.3.2 Probleme der Technik von TV und Radio via Internet 24
4.3.3 Stand der Technik von Internet via TV 25
4.4 Einschätzungen zur Konvergenz- und Substitutionsdiskussion 26
4.5 Komplementärbeziehungen von Internet-, Radio- und Fernsehnutzung 30
5. Die Angebote ausgewählter Radio- und Fernsehveranstalter 37
5.1 Elemente der Internet-Angebote 37
5.2 Exemplarische Betrachtung einzelner Rundfunk-Online-Angebote 39
5.2.1 Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF) 40
5.2.2 Radio Bremen (RB) 42
5.2.3 Norddeutscher Rundfunk (NDR) 43
5.2.4 Südwestrundfunk (SWR) 45
5.2.5 Bayerischer Rundfunk (BR) 48
5.2.6 Sat 1 49
5.2.7 Freier Funk Niedersachsen (FFN) 51
5.2.8 Cyberradio AG 53
6. Perspektiven von Radio- und Fernsehanstalten im Internet 55
6.1 Defizite der Online-Angebote von Rundfunkunternehmen 55
6.2 Neue Trends für Online-Inhalte der Radio- und Fernsehsender 57
7. Schluß 60
8. Literaturverzeichnis 62

Automatisiert erstellter Textauszug:

wicklung entweder von der Technik der Endgeräte bzw. Verbreitungsmedien oder von den Inhalten der Medien abhängig ist. Peter Kabel von der Kabel New Media25 plädiert für letzteres: „Ich kann diese Frage, ob Fernsehen bzw. Radio und Internet miteinander verschmelzen nicht mehr hören. Ich hoffe, daß 1998 das letzte Jahr war, wo diese Frage auf so undifferenzierte Art und Weise gestellt wird. Es ist logischerweise so, daß TV nicht TV ist. Ich glaube, es macht keinen Sinn n-tv mit Premiere zu vergleichen. Das ist ´On-air´ so, und warum sollte das online anders sein. So ist eben auch nicht Radio gleich Radio. Wieso sollen zwei Sender, die nur durch Zufall über dasselbe Verbreitungsmedium senden, nun über ein weiteres Verbreitungsmedium, nämlich dem Internet, gleiche Dinge anbieten ?“ (Kabel, 1998: o.S.) Daran wird deutlich, daß die eigentlich homogenen Medien Fernsehen und Radio im Verlauf ihrer Nutzung völlig verschiedenen Ansprüchen genügen müssen. Diese Differenzierung ist notwendig, wenn die Diskussion weiterkommen soll. [...]

angebaut werden, und es entsteht eine ´Community´, die kaufstark, jung und erfahren im technischen Umgang ist.“22 Zudem vertraut auch er der Technik des Streaming-Verfahrens. Auf der IFA 1999 will Premiere erste Applikationen präsentieren, die interaktive Inhalte über das TVGerät möglich machen. Für die nächsten 3-5 Jahre prognostiziert Odewald jedoch noch keine Konvergenz, aber spätestens dann wird er eine Strategie verfolgen, die speziell auf ein Pay-TV Unternehmen zugeschnitten ist: „Set Top-Boxen werden die TV- und die PC-Welt vereinen. Im Augenblick gibt es analoges Pay-TV und es gibt den PC, der onlinefähig ist. Das sind bereits erschlossene Märkte. Es wird in Zukunft die digitale Box geben, die Interaktion zuläßt, und es wird von der PC-Seite her eine Möglichkeit geben, die sich Web-TV nennt. Es werden also neue Zielgruppen erschlossen. Im dritten Schritt wird es eine neue Gerätegeneration geben in beide Richtungen. Von der digitalen Plattform wird es eine Weiterentwicklung der d-box geben und Web-TV wird zu einem weitverbreiteten Anbieter und damit den Massenmarkt erschließen, indem dann die d-box III die Märkte zusammenführt.“23 Damit nimmt Premiere eine Außenseiterrolle unter allen Befragten Fernsehveranstaltern ein. Selbst die Sender, die wie Premiere bereits über ein digitales Programmbouquet verfügen, gingen nicht auf die Möglichkeiten der Set-Top Boxen für die Entwicklung im Online-Bereich ein. Friese-Greene beteiligt sich nicht an diesen Spekulationen: „Vergessen sie die PCUser. Wir konzentrieren uns auf die 60 % aller Haushalte, die keinen PC haben.“24 Für einen Fernsehgeräte-Hersteller ist diese klare Ausrichtung logisch, ein Rundfunkunternehmen wird sich aber schon in absehbarer Zeit entscheiden müssen, welche Richtung es einschlägt. Vielleicht wird es mittelfristig zwei Versionen seines Online-Angebots anbieten müssen, wobei eine für den PC und die andere mit weniger bunten Icons und Text für den Fernseher konzipiert ist. Die Antworten der Befragung lassen den Schluß zu, daß die Rundfunkunternehmen jeweils auf den aktuellen technischen Stand der Entwicklung reagieren wollen, während Premiere eher initiativ die Entwicklung mitgestalten möchte. Daher kann abschließend für die Konvergenzdiskussion nur festgehalten werden, daß die Ent- [...]

Für die strategische Ausrichtung ließe sich dieser Befund überspitzt ausdrücken in dem Kampf der „Couch Potatoes“ gegen die „Information-Professionals“ ! Kann das aktiv zu nutzende Medium Internet mit den passiv zu nutzenden Medien Radio und Fernsehen konkurrieren ? Viele Antworten tendieren dahin, daß alle Planungen von der Entwicklung der Technik abhängig gemacht werden. Moritz faßt diese Tendenz zusammen: „Eine Konkurrenz entsteht dann, wenn über das Netz ´Video-on-stream´ in guter Bildgröße und Qualität die ´Real-Videos´ablöst und zeitgleich zur Ausstrahlung der Sendung übertragen wird. In 15-20 Jahren wird es selbstverständlich sein, daß man über das TV ins Internet gelangt. Über das Netz selbst werden sich einzelne Programme abrufen lassen.“21 Für den Pay-TV Sender Premiere ist die Frage der möglichen Konvergenz von Internet und Fernsehen schon beantwortet. Lutz Odewald von Premiere-Multimedia registriert bereits heute eine Verschmelzung von Computer und Fernsehen. „Ein schönes Beispiel sind die Computerspiele. Vor dem haben Kinder keine Angst. Computerspiele erobern bereits den TV-Bereich. Die komplexe Fernbedienung für diese Spiele wird von den Kindern spielerisch erfaßt und bedient. Der Fernseher ist nicht mehr länger das Berieselungsinstrument, er wird schon zur interaktiven Kommunikation benutzt. Man stelle sich vor, daß daran Telefonsteckdose und Modem [...]

Arbeit zitieren:
Weingarten, Till Juli 1999: www.rundfunk.de, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Fernsehen, Mediennutzung, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Online-Angebot, Internet-Nutzung

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