www.Schmerz-Beschwerden.de
Ein Internet-Informationsportal mit Online-Diagnostik
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Astrid Winkler
- Abgabedatum: Mai 2002
- Umfang: 132 Seiten
- Dateigröße: 2,6 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität Leipzig Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5702-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5702-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5702-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Winkler, Astrid Mai 2002: www.Schmerz-Beschwerden.de, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Beratung, www, Therapie, Befragung, Diagnostik
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Diplomarbeit von Astrid Winkler
Einleitung:
Zunehmend mehr Menschen nutzen das Internet, um Informationen zu Ursachen, Bedingungen oder Behandlungsmöglichkeiten von Schmerzen und Beschwerden zu erhalten. Zielstellung der vorliegenden Studie war es, wissenschaftlich fundierte Informationen in einer auch für Laien verständlichen Form im Internet zur Verfügung zu stellen und mittels eines Online-Fragebogens mit Echtzeit-Feedback eine Selbstbeurteilung der eigenen Schmerzen und Beschwerden zu ermöglichen. Die dabei erhobenen Daten sollten darüber hinaus Aussagen zur Auftretenshäufigkeit von Schmerzen und Beschwerden, zu Beeinträchtigungen und zu Zusammenhängen mit soziodemographischen und weiteren psychologischen Variablen in einer repräsentativen Stichprobe von Internet-Usern ermöglichen.
In die Datenanalyse wurden 1.750 Personen einbezogen. Die Studie zeigt, dass neben Schmerzen auch andere körperliche Beschwerden (insbesondere Juckreiz und Krämpfe) von vielen Menschen als sehr beeinträchtigend erlebt werden. Die Online-Erhebung von Schmerzen und Beschwerden bietet eine gute Möglichkeit zur Rekrutierung vergleichsweise großer Untersuchungsstichproben, deren Repräsentativität für die Allgemeinbevölkerung jedoch fraglich ist. Die Integration der Online-Erhebung in ein Informations-Portal, erscheint als eine gute Möglichkeit, Diagnostik und Intervention stärker zu verknüpfen.
Inhaltsverzeichnis:
| ZUSAMMENFASSUNG | 2 | |
| GLIEDERUNG | 3 | |
| 1. | EINLEITUNG / PROBLEMSTELLUNG | 6 |
| 1.1 | BEDEUTUNG DER THEMATIK SCHMERZEN UND KÖRPERLICHE BESCHWERDEN | 6 |
| 1.2 | AUFGABENSTELLUNG UND HERANGEHENSWEISE | 8 |
| 2. | SCHMERZEN UND KÖRPERLICHE BESCHWERDEN | 9 |
| 2.1 | MERKMALE VON SCHMERZEN | 9 |
| 2.1.1 | Akuter Schmerz | 10 |
| 2.1.2 | Chronischer Schmerz | 10 |
| 2.1.3 | Prozesse der Chronifizierung | 10 |
| 2.1.4 | Schmerzqualitäten | 12 |
| 2.1.5 | Schmerzkomponenten | 13 |
| 2.1.6 | Schmerzbewertung | 15 |
| 2.2 | KÖRPERLICHE BESCHWERDEN | 16 |
| 2.3 | SOMATOFORME STÖRUNGEN | 17 |
| 2.3.1 | Ursachen | 17 |
| 2.3.2 | Probleme der Behandlung | 18 |
| 2.4 | DIAGNOSE-KRITERIEN UND -VERFAHREN FÜR SCHMERZEN UND KÖRPERLICHE BESCHWERDEN | 20 |
| 2.4.1 | Diagnose-Kriterien | 20 |
| 2.4.1.1 | Klassifikationssysteme für Schmerzen | 20 |
| 2.4.1.2 | Bio-psycho-soziale Schmerzdiagnostik | 24 |
| 2.4.1.3 | Biographische Anamnese | 25 |
| 2.4.2 | Diagnoseverfahren für Schmerzen und körperliche Beschwerden | 26 |
| 2.5 | ZUSAMMENHÄNGE VON SCHMERZEN UND KÖRPERLICHEN BESCHWERDEN MIT DEM ERLEBEN UND VERHALTEN | 28 |
| 2.5.1 | Schmerz und psychische bzw. psychosoziale Faktoren | 28 |
| 2.5.1.1 | Aufmerksamkeit versus Ablenkung | 28 |
| 2.5.1.2 | Angst, Depression, Hilflosigkeit und Ärger | 29 |
| 2.5.1.3 | Sekundärer Krankheitsgewinn und Verstärker | 29 |
| 2.5.1.4 | Einfluss der Familie | 29 |
| 2.5.1.5 | Einfluss psychosozialer Faktoren allgemein | 29 |
| 2.5.1.6 | Krankheitsattribuierung und Bewältigungsmechanismen | 30 |
| 2.5.1.7 | Kompetenzeinschätzungen (Coping-Mechanismen) | 30 |
| 2.5.1.8 | Schmerzerfahrungen in Kindheit und Jugend | 30 |
| 2.5.1.9 | Schmerz und Alter | 30 |
| 2.5.2 | Gibt es eine Schmerzpersönlichkeit? | 31 |
| 2.6 | EPIDEMIOLOGIE VON SCHMERZEN | 31 |
| 3. | DIAGNOSTIK, SELBSTHILFE, BERATUNG UND THERAPIE IM INTERNET | 34 |
| 3.1 | FORMEN DER HILFE UND SELBSTHILFE IM INTERNET | 34 |
| 3.1.1 | Newsgroups und Mailinglisten | 34 |
| 3.1.2 | Selbsthilfe, Beratung und Therapie per Email oder Chat | 36 |
| 3.1.3 | Psychologische Tests und Selbstdiagnosen | 37 |
| 3.1.4 | Informationsportale | 38 |
| 3.2 | VERGLEICH VON TRADITIONELLER DIAGNOSTIK UND BERATUNG MIT DER DES INTERNETS | 41 |
| 3.2.1 | Besonderheiten der Kommunikation im Internet | 41 |
| 3.2.2 | Besonderheiten der Befragung und Diagnostik über das Medium Internet | 41 |
| 3.2.2.1 | WWW-Umfragen als alternative Datenerhebungstechnik | 41 |
| 3.2.2.2 | Besonderheiten der Online-Diagnostik | 42 |
| 3.2.3 | Besonderheiten der Beratung und Therapie im Internet | 43 |
| 4. | FRAGESTELLUNG UND HYPOTHESEN | 46 |
| 5. | UNTERSUCHUNGSMETHODEN UND UNTERSUCHUNGSABLAUF | 48 |
| 5.1 | ITEM- UND SKALENAUSWAHL | 48 |
| 5.1.1 | Beschreibung von Schmerzen bzw. Beschwerden | 48 |
| 5.1.2 | Psychologische Skalen | 52 |
| 5.1.3 | Anamnese bzw. demographische Daten | 55 |
| 5.2 | AUFBAU DES FRAGEBOGENS UND MULTIMEDIALER ABLAUF | 56 |
| 5.3 | METHODIK DER INTERNETBEFRAGUNG | 60 |
| 5.3.1 | Plattform- und Serverauswahl | 60 |
| 5.3.2 | Programmierung, Design und Interaktivität | 60 |
| 5.3.3 | Testläufe | 61 |
| 5.3.4 | Organisation der Werbung | 61 |
| 5.3.5 | Datensicherung | 61 |
| 5.3.6 | Aufbereitung der Daten und zu lösende Probleme | 62 |
| 5.3.7 | Rückmeldungen und Interaktion während der Untersuchung | 63 |
| 5.4 | GESTALTUNG DES INFORMATIONSPORTALS | 63 |
| 6. | STICHPROBENBESCHREIBUNG | 65 |
| 6.1 | DEMOGRAPHISCHE MERKMALE | 65 |
| 6.2 | PSYCHOLOGISCHE MERKMALE | 67 |
| 7. | ERGEBNISSE DER UNTERSUCHUNG | 70 |
| 7.1 | ABHÄNGIGKEIT DER SCHMERZEN UND BESCHWERDEN VON DEMOGRAPHISCHEN VARIABLEN | 70 |
| 7.1.1 | Abhängigkeit der psychologischen Variablen von soziodemographischen Merkmalen | 71 |
| 7.1.1.1 | Abhängigkeit vom Alter | 71 |
| 7.1.1.2 | Abhängigkeit vom Geschlecht | 72 |
| 7.1.1.3 | Abhängigkeit vom Familienstand | 73 |
| 7.1.1.4 | Abhängigkeit von der Kinderzahl | 74 |
| 7.1.1.5 | Abhängigkeit von Berufstätigkeit und Arbeitsunfähigkeit | 74 |
| 7.1.1.6 | Abhängigkeit von Invalidität sowie dem Auftreten ähnlicher Beschwerden in der Familie | 76 |
| 7.1.2 | Haupteffekte und Wechselwirkungen der demographischen Daten | 77 |
| 7.1.2.1 | Anzahl der Beschwerden | 79 |
| 7.1.2.2 | Einnahme von Medikamenten | 80 |
| 7.1.2.3 | Psychische Gesamtbelastung | 81 |
| 7.1.2.4 | Beeinträchtigung in den verschiedenen Lebensbereichen | 83 |
| 7.1.2.5 | Lebenszufriedenheit | 83 |
| 7.1.2.6 | Stress | 85 |
| 7.2 | HÄUFIGSTE BESCHWERDEQUALITÄTEN UND -REGIONEN | 86 |
| 7.2.1 | Beschwerdequalitäten | 86 |
| 7.2.2 | Beschwerderegionen | 87 |
| 7.2.3 | Zusammenhang von Qualität und Region der Beschwerden | 89 |
| 7.2.4 | Abhängigkeit der Variablen von der Qualität der Beschwerden | 90 |
| 7.3 | BEEINTRÄCHTIGUNGSBEREICHE DURCH SCHMERZEN UND KÖRPERLICHE BESCHWERDEN | 92 |
| 7.4 | ZUSAMMENHANG VON SCHMERZEN UND KÖRPERLICHEN BESCHWERDEN MIT ANDEREN PSYCHOLOGISCHEN VARIABLEN | 100 |
| 7.5 | IDENTIFIZIERUNG SOMATOFORMER STÖRUNGEN IN DER STICHPROBE | 102 |
| 8. | DISKUSSION | 105 |
| 8.1 | DISKUSSION DER ERGEBNISSE AUF GRUNDLAGE DER VORHANDENEN THEORIEN | 105 |
| 8.2 | AUSBLICK | 111 |
| LITERATUR | 113 | |
| ANHANG | 116 | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | 127 | |
| TABELLENVERZEICHNIS | 130 |
Die Abhängigkeit der Medikamenteneinnahme von der Anzahl der Kinder und der Berufstätigkeit ist in Abbildung 31 dargestellt. Die höchste Medikamenteneinnahme schildern NichtBerufstätige mit ein oder zwei Kindern. Die niedrigste Einnahme wird von Berufstätigen mit 3 und mehr Kindern sowie von Nicht-Berufstätigen mit mehr als 4 Kindern angegeben (F = 3.26, df = 3 / 1013, p(F) = .021). Abbildung 32 zeigt die Medikamenteneinnahme in Abhängigkeit von der Anzahl der Kinder sowie dem Auftreten ähnlicher Beschwerden in der Familie. Die meisten Medikamente werden von Eltern mit 1 bis 2 Kindern und ähnlichen Beschwerden in der Familie eingenommen. Am wenigsten Medikamente nehmen Eltern von 3 und mehr Kindern mit ähnlichen Beschwerden in der Familie sowie Eltern mit mehr als 3 Kindern ohne ähnliche Beschwerden in der Familie ein (F = 3.37, df = 3 / 1013, p(F) = .018). [...]
Um eine möglichst hohe Zahl an Versuchsteilnehmern zu werben und gleichzeitig die Möglichkeit der Information bezüglich psychologischer Aspekte von Schmerzen und körperlichen Beschwerden zu geben, wurden in einer 3monatigen Ausarbeitung alle wichtigen Informationen zum Thema zusammengetragen und in Form von Text und Abbildungen für das Internet umgesetzt. Wichtige Informationsbereiche des Portals sind: 1. Krankheit versus Gesundheit 2. Stress 3. Somatoforme Störungen 4. Schmerzen 5. Spezifische Informationen zu Kopfschmerzen, Migräne und Rückenschmerzen 6. Psychologische Schmerztherapie auf der Basis von Entspannungsmethoden Alle Informationen sollten so allgemeinverständlich wie möglich dargestellt werden, so dass auch Patienten die Möglichkeit haben, eigene Schlussfolgerungen aus den Ausführungen zu ziehen. Anhand von ausführlichen Beispielen konnten Interessenten selbst bestimmte Übungen oder Entspannungsansätze direkt vor dem Bildschirm ausprobieren. Über eine Suchfunk- [...]
5.3.6 Aufbereitung der Daten und zu lösende Probleme Zur Auswertung mussten die gesicherten Daten aufbereitet werden. Aufgrund der Begrenzung der über den Browser gleichzeitig übermittelbaren Daten, waren mehrere Dateien zur Sammlung der Daten angelegt worden. In einer Datei wurden z.B. die Beschwerden mit allen Merkmalen erfasst, in einer anderen Datei die Werte der SES und in einer dritten die Werte des FPI. Insgesamt entstanden fünf Dateien, in denen jeweils durch das entsprechende PERLSkript die Daten in die entsprechende Datei eingefügt wurden. Da die Möglichkeit bestand, dass mehrere Personen gleichzeitig bzw. in einer unterschiedlichen Geschwindigkeit den Fragebogen ausfüllten und damit Daten absendeten, musste eine eindeutige Zuordnung der Daten der verschiedenen Dateien am Ende möglich sein. Dies wurde mittels einer Erfassung der IPAdresse (welche jeweils immer nur einmal im Internet vorhanden ist) vorgenommen. Im Nachhinein betrachtet wäre eine Vergabe laufender Nummern günstiger gewesen, da es manchmal vorkam, dass während der Beantwortung des Fragebogens die Internetverbindung unterbrochen wurde und nach der Neueinwahl dem Nutzer eine andere IP-Adresse zugeordnet war, was die spätere Zusammenführung der Daten komplizierte. Ein weiteres Problem bei der Datenerfassung war die Übermittlung der Daten in unterschiedlicher Reihenfolge. Wurde z.B. eine Frage am Ende der Seite vor einer Frage am Anfang der Seite beantwortet, erfolgte die Übermittlung der zuerst beantwortete Frage zum Server auch an einer früheren Position. Somit waren die Variablen in den Dateien teilweise unsortiert. Auch das Nicht-Beantworten von Fragen erwies sich bei der Konvertierung als problematisch. Ließ der Nutzer Fragen unbeantwortet, wurde auch die Variable nicht zum Server übermittelt. Somit war es notwendig, eine Möglichkeit der Sortierung zu finden, die eine spätere Konvertierung in Excel und SPSS problemlos möglich machte. Die Variablen mussten in eine bestimmte Reihenfolge gebracht werden und für nicht-beantwortete Fragen mussten Platzhalter für die späteren leeren Excelfelder eingefügt werden. Hierzu programmierte die Autorin ein PERL-Skript, welches diese Konvertierungen vornahm, so dass die Daten am Ende problemlos in Excel und später in SPSS importiert werden konnten. Eine Handsortierung wäre bei der Zahl der Variablen und der Anzahl der Untersuchungsteilnehmer mit einem unvertretbar hohem Aufwand verbunden gewesen (138 Variablen bei ca. 1.750 Teilnehmern). Die Daten wurden danach nochmals von Hand gefiltert. Teilnehmer mit hauptsächlich leeren Variablen (haben den Fragebogen nur durchgeklickt, ohne Angaben zu machen) bzw. Datensätze mit nur extremen Ausprägungen (z.B. alles auf die höchsten Werte gesetzt) wurden herausgefiltert. Weiterhin wurden Datensätze mit deutlich unseriösen Antworten aussortiert (z.B. 12Jähriger mit 99 Kindern oder 199Jähriger). [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832457020
Arbeit zitieren:
Winkler, Astrid Mai 2002: www.Schmerz-Beschwerden.de, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Beratung, www, Therapie, Befragung, Diagnostik



