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Vier wichtige Aktienanalyse-Indikatoren in der Chartanalyse

Zusammensetzung, Anwendung, Interpretation, empirischer Vergleich

Vier wichtige Aktienanalyse-Indikatoren in der Chartanalyse
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thomas Kreuzhuber
  • Abgabedatum: Januar 2001
  • Umfang: 104 Seiten
  • Dateigröße: 781,8 KB
  • Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5189-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5189-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5189-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kreuzhuber, Thomas Januar 2001: Vier wichtige Aktienanalyse-Indikatoren in der Chartanalyse, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Aktienanalyse-Indikatoren, Aktienanalyse, Performance-Vergleich, Chartanalyse, Aktien

Diplomarbeit von Thomas Kreuzhuber

Einleitung:

Interessiert man sich für Aktien, so hört man oftmals von technischen Indikatoren. Sie sollen dazu dienen, die Gewinne von Aktien-Investitionen zu steigern. Folgt man diesen gewissen Handelsanweisungen für den Kauf- oder Verkaufszeitpunkt, so stellt sich aber die Frage, ob sie dies auch wirklich tun. Auf diese Fragestellung wird in den Ausführungen der Diplomarbeit eingegangen.

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit beginnt mit einer kurzen Einführung in die technische Analyse und gibt anschließend einen Überblick über folgende vier technische Aktienanalyse-Indikatoren:

- Momentum.

- Stochastik.

- RSI (Relative-Strength-Index).

- MACD (Moving Average Convergence/Divergence).

Diese vier Indikatoren werden deshalb verwendet, da sie als die in der Praxis am häufigsten verwendeten und aufgrund ihrer einfachen Anwendung für viele technischen Aktienanalysten als sehr aussagekräftig gelten. Es werden dabei ihre Aussagekraft, die Berechnung, eine Interpretation sowie in der Literatur vorhandene Empfehlungen dargelegt.

Im Anschluss wird dann ein empirischer Vergleich durchgeführt. In diesem Performancevergleich werden die vier Indikatoren bei vorgegebenen Kursdaten zuerst in einer jeweils einzelnen und dann in einer gleichzeitigen gemeinsamen Verwendung einer Buy-and-Hold-Strategie gegenübergestellt. Dies ermöglicht einen Überblick darüber, welche Indikatoren, einzeln oder gemeinsam betrachtet, besser geeignet sind. Des weiteren werden Schlüsse über die Reaktionsschnelligkeit für Kauf- und Verkaufssignale der einzelnen Einsatzbereiche gezogen.

Die Arbeit hilft, einen Einblick in das Verhalten und gegenseitige Zusammenspiel dieser Indikatoren zu geben, sowie aufgrund der unterschiedlichen Indikatorensituationen Handelsanweisungen für die jeweils bestehende Kursentwicklung bereitzustellen. Dabei wird aber nicht auf die bestehende Marktstimmung, noch auf fundamentale Ereignisse innerhalb oder außerhalb des Unternehmens Bezug genommen, sondern es wird ausschließlich auf den Kursverlauf und die sich daraus errechneten Indikatoren eingegangen.

Damit werden die Stärken der einzelnen Indikatoren ersichtlich, aber umgekehrt auch ihre Schwächen aufgedeckt.

Inhaltsverzeichnis:

1. ALLGEMEINE EINFÜHRUNG 6
2. FUNDAMENTALE VERSUS TECHNISCHE AKTIENANALYSE 8
2.1 FUNDAMENTALE AKTIENANALYSE 8
2.2 TECHNISCHE AKTIENANALYSE 9
2.2.1 Die Konstruktion von Charts 15
2.2.1.1 Linienchart 15
2.2.1.2 Balkenchart 16
2.2.1.3 Kerzenchart 17
2.2.1.4 Point & Figure-Chart 18
2.2.2 Skalierungen bei Charts (arithmetisch, halblogarithmisch) 19
2.2.3 Trendanalyse 21
2.2.4 Formationen in der Chartanalyse 23
2.2.4.1 Grundlegende Formationen 23
2.2.4.2 Trendumkehrformationen 25
2.2.4.3 Trendbestätigungsformationen 28
3. VIER WICHTIGE AKTIENANALYSE-INDIKATOREN 30
3.1 GLEITENDE DURCHSCHNITTE 30
3.1.1 Einfache gleitende Durchschnitte 30
3.1.2 Gewichtete gleitende Durchschnitte 31
3.1.3 Exponentiell gleitende Durchschnitte 31
3.2 OSZILLATOREN 32
3.2.1 Momentum 34
3.2.1.1 Aussagekraft 34
3.2.1.2 Berechnung 35
3.2.1.3 Interpretation 36
3.2.1.3.1 Überkauft und überverkauft – die Extrembereiche des Momentums 36
3.2.1.3.2 Momentum zur Untersuchung von Divergenzen 37
3.2.1.3.3 Momentum zur Signalgenerierung 38
3.2.1.4 Empfehlung 40
3.2.2 Relative Strength Index (RSI) 41
3.2.2.1 Aussagekraft 41
3.2.2.2 Berechnung 42
3.2.2.3 Interpretation 43
3.2.2.3.1 RSI zur Untersuchung von Divergenzen 44
3.2.2.3.2 Failure Swings 44
3.2.2.3.3 RSI zur Analyse nach charttechnischen Kriterien 45
3.2.2.3.4 RSI zur Signalgenerierung 45
3.2.2.3.5 Berechnung des Moving Averages 46
3.2.2.4 Empfehlung 46
3.2.3 Stochastik 47
3.2.3.1 Aussagekraft 47
3.2.3.2 Berechnung 48
3.2.3.3 Interpretation 49
3.2.3.3.1 Die Suche nach Divergenzen 51
3.2.3.3.2 Kreuzung der %K mit der %D 51
3.2.3.3.3 Kreuzung in den Extremzonen der %K und der %D 51
3.2.3.3.4 Die Art der Divergenzen 52
3.2.3.3.5 Die Art der Überkreuzungen 52
3.2.3.3.6 Die Reaktion nach der Überkreuzung 53
3.2.3.3.7 Umgekehrte Divergenzen bzw. Konvergenzen 53
3.2.3.4 Kritik und Tipps 53
3.3 TRENDFOLGER 54
3.3.1 MACD (Moving Average Convergence / Divergence) 54
3.3.1.1 Aussagekraft 55
3.3.1.2 Berechnung 55
3.3.1.3 Interpretation 56
3.3.1.3.1 Der MACD als Trendanzeiger 58
3.3.1.3.2 Der MACD als Signalgeber (Trendfolger) 58
3.3.1.3.3 Der MACD zur Untersuchung von Divergenzen 58
3.3.1.3.4 Der MACD als Histogramm 58
3.3.1.4 Empfehlung 59
4. EMPIRISCHER VERGLEICH ANHAND VON CHARTS VON 10 DOW-WERTEN (KAUF-/ VERKAUFSSIGNALE) ÜBER EINEN GEWISSEN ZEITRAUM 61
4.1 DER AUFBAU VON HANDELSSYSTEMEN 61
4.2 EXKURS: GRUNDSÄTZLICHES ZUM DOW JONES 64
4.3 GETESTETE AKTIEN 64
4.4 DER TESTZEITRAUM 66
4.5 1.TEIL: PERFORMANCE DURCH BUY-AND-HOLD (B&H) UND DURCH DIE EINZELNEN INDIKATOREN 66
4.5.1 Die B&H-Strategie 66
4.5.2 Der individuelle Indikator-Test 67
4.5.2.1 Momentum 69
4.5.2.2 RSI 70
4.5.2.3 Stochastik 71
4.5.2.4 Der MACD 72
5. RESULTATE / AUSWERTUNG 74
5.1 DER PERFORMANCE-VERGLEICH 74
5.1.1 Momentum 74
5.1.2 Slow Stochastik 76
5.1.3 RSI 77
5.1.4 MACD 78
5.1.5 Resumee der Performance-Analyse 79
5.2 VERGLEICH DER GETÄTIGTEN TRADES 79
5.3 FEHLSIGNALE 81
5.3.1 Kauf-Fehlsignale 81
5.3.2 Verkaufs-Fehlsignale 83
5.4 ZUSAMMENFASSUNG 85
5.5 ENTWICKLUNG EINES GESAMTHANDELSPLANS 86
6. ZUSAMMENFASSUNG 90
7. Anhang 93

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die erste Spalte der Tabelle 3 beinhaltet die Kürzel der getesteten Aktien. In der zweiten Spalte sind die Resultate der B&H-Strategie dargestellt. Man sieht, daß jede Aktie eine positive Performance über diesen Zeitraum aufweist. Bei DuPont konnte man dabei „nur“ einen Gewinn von 34,6% erzielen, mit Microsoft hingegen 429,3%. Die durchschnittliche Performance aller getesteten Aktien bei der B&H-Strategie beträgt 225,9%. Aus den nebenstehenden Spalten wird nun das Performance-Verhalten bei den unterschiedlichen Anwendungen des Momentums ersichtlich. Alle orange-farbig markierten Felder zeigen Resultate, bei denen der Einsatz einer MomentumStrategie eine bessere Performance als B&H brachte. Auffällig ist hier die Aktie von Caterpillar, bei denen man in sechs Fällen besser als mit B&H performt hat. Die höchsten Gewinne ergeben sich dabei bei den weit gesetzten Extremzonen von 75/125 und 70/130 (ca. doppelter Ertrag gegenüber B&H). Diese Performance ist insofern als gut zu betrachten, da Handelssignale in diesem Bereich selten auftreten und sehr markant sind (siehe Tabellen in den Kapiteln 5.2, 5.3 und 5.4). Handelt man immer bei einer Überkreuzung des Momentums direkt um die 100-er Linie, treten teilweise sogar fatale Verluste auf, während sich gleichzeitig mit B&H sehr hohe Gewinne erzielen lassen. Betrachtet man dabei die Ergebnisse aller zehn analysierten Aktien, so performt jede(!) Aktie mit der Überkreuzung des Momentums schlechter als B&H. Auch die durchschnittliche Performance aller Aktien kann in diesem Anwendungsbereich als sehr schlecht bezeichnet werden. Beim Einsatz eines Filterbereiches um die 100-er Linie läßt sich erkennen, daß eigentlich nur bei Caterpillar akzeptable Performance-Werte erzielt werden. Alle anderen können als sehr schlecht bezeichnet werden. Der Filter 94/106 liefert im Durchschnitt sogar den schlechtesten Wert aller Momentum-Anwendungen. Trägt man Extremzonen rund um die Mittellinie (Verwendung des Momentums als Kontra-Indikator) auf, so erhält man beim Einsatz des Momentums die durchschnittlich besten Ergebnisse. Die blau gekennzeichneten Felder (k.S. ... keine Signale, d.h. Performance ist 0%) sind Felder, wo es zu keinen Trades gekommen ist. Diese fließen auch nicht in die darunter berechneten Durchschnitte mit ein. Keine Handelssignale treten vor allem dann auf, je weiter sich die Extremzonen von der [...]

b) Momentum zur Signalgenerierung (3.2.1.3.3 - Punkt 1) - Antragen von neutralen Zonen (Filterwirkung gegen kleine Schwankungen rund um die Mittellinie) • • Mit folgenden neutralen Zonen des Momentums wird getestet: 98 - 102; 96 - 104; 94 - 106; 92 - 108; 90 - 110. Kaufsignal: Schneidet das Momentum die untere Linie (im ersten Fall 98) von unten nach oben, so liegt ein Kaufsignal vor. • Verkaufssignal: Schneidet das Momentum die obere Linie (im ersten Fall 102) von oben nach unten, so liegt ein Verkaufssignal vor. c) Momentum zur Signalgenerierung (3.2.1.3.3) - Antragen von Extremzonen (Anwendung als Kontra-Indikator) • • Mit folgenden Extremzonen des Momentums wird getestet: 85 - 115; 80 - 120; 75 - 125; 70 - 130. Kaufsignal: Schneidet das Momentum die untere Linie (im ersten Fall 85) von oben nach unten, so liegt ein Kaufsignal vor. • Verkaufssignal: Schneidet das Momentum die obere Linie (im ersten Fall 115) von unten nach oben, so liegt ein Verkaufssignal vor. [...]

Jeder einzelne Indikator liefert verschiedene Kauf- und Verkaufssignale. Diese werden für jeden Indikator separat definiert. Um keine Verfälschungen zu generieren, sind Annahmen über den Zeitraum am Anfang und am Schluß des Tests zu treffen. Die Performance wird mit dem gleichen Ablauf der Berechnung (wie oben dargestellt) gemessen. Weiters ist aber folgendes für ein neuerliches Investment zu berücksichtigen: Der ausbezahlte Wert wird jedes Mal wieder in vollem Umfang reinvestiert. Würde jedes Mal ein 10%-iger Kursgewinn verrechnet werden und dabei die Spesen vernachlässigt, ergibt sich bei einem Basisinvestment von 100 US$ folgende Zahlungsreihe: 100; 110 (= 100 x 1,1); 121 (= 110 x 1,1); 133,1 (= 121 x 1,1); 146,41; etc. Fortsetzung des Rechenbeispiels (Reinvestition mit Spesenverrechnung): Ausbezahlter Wert 199,6 US$ / (1 + 0,2% Kaufspesen ) = / 1,002 = Kurswert der gekauften Aktie 199,2016 US$ [...]

Arbeit zitieren:
Kreuzhuber, Thomas Januar 2001: Vier wichtige Aktienanalyse-Indikatoren in der Chartanalyse, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Aktienanalyse-Indikatoren, Aktienanalyse, Performance-Vergleich, Chartanalyse, Aktien

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