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Die virtuelle Druckerei

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Die virtuelle Druckerei
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Matthias Langer
  • Abgabedatum: Dezember 1997
  • Umfang: 88 Seiten
  • Dateigröße: 3,4 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Hochschule der Medien (ehem. Hochschule für Druck und Medien Stuttgart (FH)) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0832-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0832-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0832-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Langer, Matthias Dezember 1997: Die virtuelle Druckerei, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kernkompetenzen, Kooperationen, Virtuelle Unternehmen, Wertschöpfungsnetzwerk

Diplomarbeit von Matthias Langer

Einleitung:

Noch nie zuvor haben sich die Rahmenbedingungen für Unternehmen derart schnell und umfassend geändert, wie wir das gegenwärtig beobachten können. Die Turbulenz der Unternehmensumwelt spiegelt sich wider im Zusammenbrechen politischer Systeme, dem Rückgang des Absatzmarktes, weltweitem Konkurrenzkampf mit international agierenden, aggressiven Unternehmen, kürzer werdenden Technologie- und Produktlebenszyklen sowie der Verknappung der Ressourcen und der zunehmenden Bedeutung des Umweltschutzes. Auch für die Unternehmen der Druckindustrie haben sich die wirtschaftlichen Umfeldbedingungen grundlegend verändert und zwingen die Unternehmen zu neuen, innovativen Produkten und neuen Organisationsstrukturen, welche besonders durch die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik geprägt werden.

Als eine Antwort auf die neuen Aufgabenstellungen wird immer öfter das Konzept des virtuellen Unternehmens diskutiert. Ein Schlagwort, das sich, trotz eines gewissen Mangels an Definitionsschärfe, ständig wachsender Beliebtheit erfreut. Immer mehr Unternehmen definieren sich somit als virtuell, was den trügerischen Anschein erweckt, daß es überall virtuelle Unternehmen gibt.

Ansatzweise läßt sich die virtuelle Druckerei aus dem Outsourcing-Konzept ableiten, dessen Ziel die Optimierung der Wertschöpfungskette ist. Für jede innerbetriebliche Leistungserstellung wird zu diesem Zweck eine make-or-buy-Entscheidung gefällt. Nur solche Prozesse, deren Ergebnisse sich nicht zu günstigeren Konditionen auf dem freien Markt beschaffen lassen, werden im Unternehmen behalten und bilden die Kernkompetenzen.

Aufgrund dieser Reduktion der Leistungserstellung kristallisieren sich Kompetenzzentren heraus, welche die Bausteine virtueller Unternehmen bilden, in die jeder Partner seine individuellen Qualitäten einbringt, um so ein neues Gesamtwertschöpfungsnetzwerk zu schaffen. Vergleichbar mit einem herkömmlichen Unternehmen, tritt das virtuelle Unternehmen dem Kunden gegenüber als eine Gesamtheit auf.

In Anlehnung an dieses Konzept des virtuellen Unternehmens stellt die virtuelle Druckerei ein speziell für die Druck- und Medienindustrie abgewandeltes Konzept dar. Es beschreibt ein kooperatives, flexibles Netzwerk von rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Unternehmen, das weit über die in der Druckindustrie bekannte Kollegenhilfe hinausgeht.

Gang der Untersuchung:

Ziel dieser Arbeit ist es nun, das Konzept für eine virtuelle Druckerei zu diskutieren, was dabei in drei Schritten vollzogen wird. Zuerst wird der Begriff der virtuellen Druckerei erläutert, anschließend wird die Notwendigkeit für ein solches Konzept untersucht und schließlich wird die Realisierung des Konzepts betrachtet.

Zunächst wird in Punkt 2 der noch diffuse Begriff des virtuellen Unternehmens näher erläutert und gegenüber anderen Kooperationsformen abgegrenzt. Dabei wird auf die Vor- und Nachteile, die Möglichkeiten der Zusammenarbeit und die verschiedenen Kooperationsarten eingegangen. Darauf aufbauend wird die Idee der virtuellen Druckerei beschrieben und die Chancen und Risiken des Konzepts herausgearbeitet.

Punkt 3 klärt die Frage nach der Notwendigkeit für das Konzept der virtuellen Druckerei. Anhand der Geschäftslage, die sich aus der Marktsituation, dem Geschäftsklima und der technologischen Situation ergibt, wird die derzeitige Situation der Druckindustrie aufgezeigt. Nachfolgend werden dann mögliche Wettbewerbsstrategien untersucht, bevor abschließend die Motive zur Bildung einer virtuellen Druckerei nochmals zusammengefaßt dargelegt werden.

Der dritte Schritt, die Realisierung einer virtuellen Druckerei, wird in Punkt 4 behandelt. Hierzu werden die Erfolgsfaktoren Vertrauen, Informationstechnik, Wissen und Unternehmenskultur des beschriebenen Konzepts herausgearbeitet. Nachfolgend werden die einzelnen Entwicklungsstufen, welche die Unternehmen auf dem Weg von der traditionellen zu einer virtuellen Druckerei durchlaufen, erläutert. Damit ergeben sich zum Aufbau und der Durchführung Aufgabenstellungen, die abschließend diskutiert werden.

Zum Abschluß der Arbeit werden in Punkt 5 die Ergebnisse kurz zusammengefaßt und es erfolgt eine abschließende Betrachtung dieses Themas, mit einem kleinen Ausblick auf die Zukunft, die virtuelle Zukunft.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 2
2. Der Begriff der virtuellen Druckerei 5
2.1 Definition von virtuellen Unternehmen 5
2.2 Abgrenzung gegenüber anderen Kooperationsformen 10
2.2.1 Joint-Venture 13
2.2.2 Franchising 14
2.2.3 Outsourcing 15
2.2.4 Strategisches Netzwerk 16
2.2.5 Fraktale Fabrik 17
2.3 Die virtuelle Druckerei 18
2.3.1 Chancen 20
2.3.2 Risiken 22
3. Die Notwendigkeit einer virtuellen Druckerei 24
3.1 Derzeitige Geschäftslage der Druckindustrie 24
3.1.1 Marktsituation 25
3.1.2 Geschäftsklima 28
3.1.3 Technologie 24
3.2 Mögliche Wettbewerbsstrategien 37
3.2.1 Kostenführerschaft 39
3.2.2 Produktführerschaft 41
3.2.3 Konzentration auf Kernbereiche 42
3.3 Motivation zur Bildung einer virtuellen Druckerei 44
4. Die Realisierung einer virtuellen Druckerei 47
4.1 Erfolgsfaktoren 47
4.1.1 Vertrauen 48
4.1.2 Informationstechnik 50
4.1.3 Wissen 52
4.1.4 Unternehmenskultur 53
4.2 Entwicklungsstufen 55
4.3 Aufgabenstellungen 59
4.3.1 Partnerfindung 60
4.3.2 Regulation 67
4.3.3 Kontrolle 70
4.3.4 Führung 70
5. Resümee 72
6. Literaturverzeichnis 75
7. Abbildungsverzeichnis 79

Arbeit zitieren:
Langer, Matthias Dezember 1997: Die virtuelle Druckerei, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kernkompetenzen, Kooperationen, Virtuelle Unternehmen, Wertschöpfungsnetzwerk

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