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Der urbane informelle Arbeitsmarkt in Entwicklungsländern

Der urbane informelle Arbeitsmarkt in Entwicklungsländern
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Katharina Kainz
  • Abgabedatum: November 2003
  • Umfang: 107 Seiten
  • Dateigröße: 781,1 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7955-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7955-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7955-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kainz, Katharina November 2003: Der urbane informelle Arbeitsmarkt in Entwicklungsländern, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Formeller Sektor, Informalität, Förderungspolitik, Beschäftigung, Formalisierung

Diplomarbeit von Katharina Kainz

Zusammenfassung:

Seit rund 30 Jahren existiert der Begriff des „Informellen Sektors“ (IS) im wissenschaftlichen Sprachgebrauch, um ein Phänomen zu erfassen, das weltweit, insbesondere aber in den Entwicklungsregionen, von erheblicher Bedeutung ist:

Ein großer Teil der arbeitsfähigen Bevölkerung in den Entwicklungsländern (EL) erzielt sein Einkommen durch wirtschaftliche Tätigkeiten, die offiziell nicht erfasst werden und sich demnach außerhalb des so genannten „Formellen Sektors“ (FS) befinden. Informelle Beschäftigung, die vor allem als urbane Erscheinung auftritt, umfasst die unterschiedlichsten Berufsbilder – vom Schuhputzer, Müllsammler, Straßenhändler, Haushaltshilfe bis hin zum Kleinunternehmer, der mehrere Angestellte beschäftigt. Diese Tätigkeiten zeichnen sich trotz ihrer heterogenen Ausgestaltung durch die Gemeinsamkeit aus, dass steuer-, arbeits- und sozialrechtliche Normen keine Anwendung finden.

Dass es sich bei informeller Beschäftigung jedoch nicht um ein vernachlässigbares Randphänomen handelt, zeigen Schätzungen, wonach rund ein Viertel der Welterwerbsbevölkerung seinen Lebensunterhalt durch Tätigkeiten in diesem Sektor bestreitet. Vor allem in Lateinamerika, Afrika und Asien sind mehr Menschen dem informellen als dem formellen Sektor zuzuzählen. Zudem wächst seit Beginn der 1990er Jahre informelle Beschäftigung in den meisten EL stärker als formelle, womit diese Thematik auch eine große Relevanz für die Zukunft aufweist. Begründet kann dies v. a. durch die zunehmende Urbanisierung, steigende Bevölkerungszahlen und zu geringer Aufnahmefähigkeit des formellen Sektors werden. Somit fungiert der informelle Sektor als eine Art Auffangbecken für all jene Menschen, die keine offizielle Beschäftigung finden und hat darüber hinaus noch weitere sozioökonomische Funktionen, wie beispielsweise die Versorgung armer Bevölkerungsschichten mit billigen Gütern und Dienstleistungen bzw. die Ausbildung außerhalb des offiziellen Schulsystems. Dennoch muss auch angemerkt werden, dass nur wenige informell Tätige ein Einkommen erwirtschaften, das über dem Existenzminimum liegt, und dass sich viele informelle Aktivitäten durch einen hohen Grad an Unsicherheit und Ausbeutung auszeichnen.

Primäres Ziel der vorliegenden Literaturarbeit ist es, den urbanen informellen Arbeitsmarkt in den Entwicklungsländern umfassend zu analysieren und auf seine quantitative und qualitative Bedeutung für die Bevölkerung in diesen Regionen einzugehen. Darüber hinaus erfolgt eine Auseinandersetzung mit den zahlreichen Definitionen und Erklärungsansätzen sowie mit der Abgrenzung zwischen formellen und informellen Sektor. Zudem wird auch die Thematik der Förderung bzw. Formalisierung des Sektors und seiner Angehörigen erörtert.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis iii
Tabellenverzeichnis iii
Abkürzungsverzeichnis iv
1. EINLEITUNG 1
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG 1
1.2 AUFBAU DER ARBEIT 3
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN 4
2.1 DER BEGRIFF „INFORMELLER SEKTOR“ 4
2.2 DEFINITIONEN UND CHARAKTERISTIKA DES INFORMELLEN SEKTORS 6
2.3 NEUERE SICHTWEISEN 14
2.4 ERKLÄRUNGSANSÄTZE DES INFORMELLEN SEKTORS 16
2.4.1 Strukturalistischer Ansatz 16
2.4.2 Neo-marxistischer Ansatz 17
2.4.3 Legalistischer Ansatz 18
2.4.4 „Microenterprise Development“ Ansatz 19
2.4.5 „Schattenwirtschaft des Weltmarkts“ als Erklärungsansatz 19
2.5 WECHSELBEZIEHUNGEN ZWISCHEN FORMELLEM UND INFORMELLEM SEKTOR 20
2.5.1 Das Verhältnis zwischen formellem und informellem Sektor 20
2.5.1.1 Der „positive“ Ansatz 20
2.5.1.2 Der „untergeordnete“ Ansatz 21
2.5.2 Abgrenzungskriterien 23
2.5.3 Beschaffungsmarkt 25
2.5.4 Produktionsseite 26
2.5.5 Absatzmarkt 29
3. URBANER INFORMELLER ARBEITSMARKT 31
3.1 EINLEITUNG 31
3.2 CHARAKTERISTIKA UND BESTIMMUNGSFAKTOREN 32
3.2.1 Zur Formung des urbanen informellen Arbeitsmarkts 32
3.2.1.1 Bevölkerungswachstum 32
3.2.1.2 Land-Stadt-Migration 33
3.2.1.3 Ökonomische Probleme des formellen Sektors 36
3.2.1.4 Urbane Arbeitslosigkeit 37
3.2.2 Empirische Bedeutung 38
3.2.3 Merkmale der Beschäftigung 43
3.2.3.1 Branchen und Aktivitäten 43
3.2.3.2 Formen der Beschäftigung 45
3.2.3.3 Informelles Arbeitsangebot 48
3.2.3.4 Frauen 50
3.2.3.5 Kinderarbeit 53
3.2.3.6 Einkommen 56
3.2.3.7 Lebenssituation im urbanen informellen Sektor 61
3.3 SOZIOÖKONOMISCHE BEDEUTUNG 64
3.3.1 Armutsüberwindung 64
3.3.2 Ausbildungsfunktion 66
3.3.3 Versorgungsfunktion 68
3.3.4 Recyclingsfunktion 68
4. STRATEGIEN FÜR DEN URBANEN INFORMELLEN ARBEITSMARKT 70
4.1 WIRTSCHAFTSPOLITISCHE OPTIONEN 70
4.2 FÖRDERUNGSPOLITIK 73
4.2.1 Träger von Förderungsmaßnahmen 74
4.2.2 Zielgruppen 75
4.2.3 Zielgebiete 76
4.2.4 Arten und Maßnahmen 77
4.2.4.1 Angebots- und nachfrageseitige Maßnahmen 77
4.2.4.2 Humankapitalbildung 78
4.2.4.3 Verbesserung des Zugangs zu Krediten 79
4.2.4.4 Verbesserung der Infrastruktur 81
4.2.4.5 Kritik 82
4.3 FAKTOREN UND STRATEGIEN ZUR FORMALISIERUNG 84
4.3.1 Kosten und Nachteile der Informalität 84
4.3.2 Kosten des Zugangs zur Formalität 87
4.3.3 Kosten des Verbleibs in der Formalität 88
4.3.4 Formalisierungsstrategien 89
5. SCHLUSSFOLGERUNGEN 92
6. LITERATURVERZEICHNIS 95

Arbeit zitieren:
Kainz, Katharina November 2003: Der urbane informelle Arbeitsmarkt in Entwicklungsländern, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Formeller Sektor, Informalität, Förderungspolitik, Beschäftigung, Formalisierung

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