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Die touristische Entwicklung von San Agustin (Kolumbien) im Spannungsfeld von Politik, Geschichte und Gewalt

Die touristische Entwicklung von San Agustin (Kolumbien) im Spannungsfeld von Politik, Geschichte und Gewalt
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Manuel Federau
  • Abgabedatum: Dezember 2001
  • Umfang: 139 Seiten
  • Dateigröße: 9,2 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Kempten Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5427-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5427-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5427-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Federau, Manuel Dezember 2001: Die touristische Entwicklung von San Agustin (Kolumbien) im Spannungsfeld von Politik, Geschichte und Gewalt, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Tourismus, Touristik, Entwicklung, Politik, Mittelamerika

Diplomarbeit von Manuel Federau

Einleitung:

Die Reisebranche boomt. Auch das südamerikanische Land Kolumbien, dessen großes touristisches Potential aufgrund von Guerilla-Aktivitäten, ständigem Kampf gegen Drogenkartelle, Bestechungsskandalen, aber auch recht einseitiger Medienberichterstattung bis dato kaum ausgeschöpft werden konnte, will wieder mehr in das touristische Interesse rücken. Nach Angabe des Ministerio de Desarollo Económico ist der Tourismus einer der Sektoren, welcher am meisten durch die Rezession und die Probleme in der öffentlichen Ordnung betroffen ist. Nichtsdestotrotz ist gerade der Tourismus ein wichtiger Bestandteil zur Schaffung von Arbeitsplätzen.

Im Departement Huila, im Süden des Landes, liegt eines der überraschendsten Reiseziele Kolumbiens - das kleine Dorf San Agustín mit seinen umliegenden archäologischen Ausgrabungsstätten. Diese zählen zu den außergewöhnlichsten präkolumbianischen Zeremonialzentren ganz Lateinamerikas.

Gang der Untersuchung:

Meine Arbeit will sich mit der touristischen Entwicklung dieser Stätte befassen und die Probleme und Hemmnisse des Tourismus nach San Agustín und auch Kolumbien aufzeigen. Abschließend werden diese im Rahmen einer Fragebogenaktion analysiert.

Das folgende Kapitel soll einen ersten Überblick über die Position des Tourismus in Kolumbien geben. Die Analyse des touristischen Ist-Zustands (Ausgangslage) San Agustíns und der Ruinen in dessen unmittelbarer Umgebung ist Inhalt des dritten Kapitels der Arbeit.

Im Rahmen einer Fragebogenaktion wurde umfangreiches Datenmaterial erhoben, welches neben der Sekundäranalyse Grundlage für meine Untersuchung über zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten des Ortes ist.

Im letzten Teil werden Vorschläge gemacht, wie nach Meinung des Autors die Prioritäten bei der Durchführung der erklärten und beschriebenen Ziele zu setzen sind.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis VI
I. Zielsetzung der Arbeit 1
II. Position des Tourismus in Kolumbien 3
A. Kolumbien - ein kurzer Überblick 3
B. Die Wirtschaft des Landes 4
C. Wirtschaftsfaktor Tourismus 8
D. In- und ausländische Reisetätigkeit 11
E. Beeinträchtigende Faktoren 13
F. Generelle Strategien für die Zukunft 18
III. Situationsanalyse (Ist-Zustand) San Agustíns 23
A. Präkolumbianische Kulturen 23
1. Definition 23
2. Präkolumbianischen Kulturen in Kolumbien 23
B. Die Kultur(en) San Agustíns 26
1. Forschungsstand 26
2. Historische Entwicklung 27
C. Wirtschaftliche Bedeutung San Agustíns 29
1. Kolumbiens Bedeutung im Tourismus zu präkolumbianischen Kulturen 29
2. San Agustíns Rolle im kolumbianischen Tourismus 30
D. Ursprüngliches touristisches Angebot 31
1. Natürliches Angebot 31
2. Soziokulturelles Angebot 32
E. Abgeleitetes touristisches Angebot 32
1. Archäologischer Park 32
2. Hotellerie 35
3. Gastronomie 35
4. Reiseberatung und Reiseorganisation 36
5. Touristisches Transportwesen / Verkehrsanbindung 37
a. Flugzeug 37
b. Straße 37
6. Allgemeine Infrastruktur 38
7. Freizeitinfrastruktur 39
8. Dachorganisationen bzw. touristisches Management 40
9. Weitere touristische Angebote 41
F. Umfang, Herkunft und Jahresablauf des Fremdenverkehrs 43
1. Besucherzahlen 43
2. Herkunft der Besucher 44
3. Durchschnittliche Aufenthaltsdauer 45
4. Saisonale Verteilung 46
5. Beschäftigungssituation 47
G. Marketingaktivitäten 48
1. Werbung, Public Relations und Öffentlichkeitsarbeit 48
2. Verfügbarkeit des touristischen Leistungsangebotes 48
IV. Primärerhebung relevanter Daten 51
A. Untersuchungsgegenstand 51
B. Methodik 54
1. Grundgesamtheit (sachlich) 54
2. Zeitraum und Ort der Studie 54
3. Stichprobengröße 55
C. Probleme bei der Durchführung 55
V. Datenauswertung und Ergebnisinterpretation 57
A. Soziodemographische Daten 57
1. Herkunft 58
2. Geschlecht 60
3. Altersgruppe 61
4. Schul- / Ausbildungsabschluss 61
5. Berufsgruppe 62
B. Allgemeine Destinationsanalyse 63
1. Hauptgründe für die Auswahl des Reiseziels Kolumbien 63
2. Motivation für den Besuch der Destination San Agustín 65
3. Reisepreis und Reiseroute 68
4. Marketing / Bekanntheitsgrad 69
5. Häufigkeit und Dauer des Besuchs 73
C. Touristisches Angebot 75
1. Hotellerie und Unterkunft 75
a. Generelle Betrachtung des Beherbergungsmarktes 75
b. Das Hotel Yalconia und die weiteren Unterkünfte im Detail 76
c. Verbesserungsmöglichkeiten 79
2. Restaurants 83
3. Programm und Betreuung vor Ort 86
4. Touristisches Transportwesen und Verkehrsanbindung 88
a. Anreise 88
b. Verbesserungsmöglichkeiten 90
5. Touristische Sehenswürdigkeiten und Anziehungspunkte 92
a. Bedeutung sowie Eindruck auf die Besucher 92
b. Verbesserungsmöglichkeiten 96
6. Freizeitinfrastruktur 100
D. Sicherheit 104
1. Sicherheit in Kolumbien 104
2. Sicherheit in San Agustín 105
3. Guerilla 107
VI. Prioritäten bei der Verwirklichung 109
Anhang / Fragebögen 116
Literaturverzeichnis 128
Erklärung 131

Automatisiert erstellter Textauszug:

Diese Aufstellung gibt aber (wie schon die prozentuale Verteilung im vorangegangenen Absatz) nicht die tatsächliche Aufteilung der Besucher nach Geschlecht wieder. Grund hierfür ist neben der Datenerhebung außerhalb des Parks selber, dass bei Ehepaaren meist nur ein Partner einen Fragebogen ausgefüllt hat und zudem die Stichprobengröße zu gering ist, um vollkommen repräsentativ zu sein. Somit lassen sich hieraus keine direkten Schlüsse über die Verteilung nach Geschlechtern ziehen. Auch die Besucherstatistik des Parks weist keine Trennung nach männlichen und weiblichen Besuchern aus. Bezogen auf diese Studie ist die Geschlechterverteilung der Besucher ohnehin nur von untergeordneter Bedeutung, sollte der Vollständigkeit halber an dieser Stelle Erwähnung finden. [...]

1. Herkunft Wie nicht anders zu erwarten war und auch die Statistiken des Parks zeigen, kommt ein Großteil, nämlich 50% der Befragten, aus Kolumbien. Entsprechend stammt die andere Hälfte aus dem Ausland. Die folgende Abbildung 14 auf der nächsten Seite zeigt, wie sich die Besucher auf die verschiedenen Länder verteilen. Es wurden weiterhin die Anteile in Prozent angegeben, die die Besucher aus den unterschiedlichen Ländern in Bezug auf die gesamte Stichprobengröße von 170 Personen1 darstellen. Ein Vergleich mit den Anteilen der Besucher aus den jeweiligen Ländern an den Gesamtbesuchern ist nicht sinnvoll, da diese bei allen Ländern weit unter 1% liegen. Deutschland ist hier mit ca. 0,5% und absoluten 219 Besuchern im Jahr 2000 Spitzenreiter.2 [...]

Zu Beginn der Datenauswertung möchte ich den letzten Punkt des zu Grunde liegenden Fragebogens stellen - die persönlichen bzw. soziodemographischen Daten der Befragten. Dies soll dem Leser einen ersten allgemeinen Überblick über die Stichprobe geben. Im Laufe der Analyse werden die in diesem Abschnitt erwähnten Zahlen nochmals aufgegriffen und detaillierter besprochen. Die Reihenfolge der auf die Auswertung der persönlichen Daten folgenden Punkte entspricht in etwa der Gliederung der Fragebögen. In den jeweiligen Themenblöcken werden nach einigen allgemeinen einführenden Sätzen und den generellen Angaben die Verbesserungsvorschläge und Kritikpunkte, die mir wichtig erschienen, aufgegriffen und auf ihre Verwirklichungsmöglichkeit und Sinnhaltigkeit analysiert. Zu den Verbesserungsmöglichkeiten und der Diskussion um deren Durchführbarkeit gilt es festzustellen, dass diese mitunter auf der Annahme basieren müssen, dass sich die Sicherheitslage im Land und dessen Bild im Ausland verbessert. Es muss entsprechend vorausgesetzt werden, dass weitaus mehr Touristen ins Land kommen als dies im Moment der Fall ist. Würde hiervon nicht ausgegangen werden, wäre es wenig sinnvoll zu versuchen, das touristische Angebot in einer kleinen Region des Landes zu verbessern, ohne die notwendigen Rahmenbedingungen für eine wieder starke Tourismuswirtschaft im ganzen Land zu schaffen. [...]

Arbeit zitieren:
Federau, Manuel Dezember 2001: Die touristische Entwicklung von San Agustin (Kolumbien) im Spannungsfeld von Politik, Geschichte und Gewalt, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Tourismus, Touristik, Entwicklung, Politik, Mittelamerika

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