Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Die temperaturgeführte Logistik in der Lebensmitteldistribution

Die temperaturgeführte Logistik in der Lebensmitteldistribution
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Benjamin Imsirovic
  • Abgabedatum: September 2008
  • Umfang: 93 Seiten
  • Dateigröße: 3,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Kassel Deutschland
  • Bibliografie: ca. 160
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-2211-0
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Imsirovic, Benjamin September 2008: Die temperaturgeführte Logistik in der Lebensmitteldistribution, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Logistik, Lebensmittel, Temperatur, Distribution, Kühlkette

Diplomarbeit von Benjamin Imsirovic

Einleitung:

Der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland unterliegt einem stetigen Wandel. Die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte sinkt beständig und dies wird gleichzeitig von einer steigenden Konzentration auf Unternehmensebene begleitet. Diese Entwicklung führt zu einer erheblichen Änderung der Anbieterstruktur, deren Ursachen und Einflussgrößen vielfältig sind. Mit dem Aufkommen neuer Vertriebsformen wie großen Supermärkten, Einkaufszentren oder Discountern und den veränderten Lebens- und Essgewohnheiten der Verbraucher gingen neue Überlegungen zu der Bereitstellung von Gütern einher. Parallel mit der zunehmenden Sortimentsvielfalt und dem steigenden Absatz von frischen, gekühlten sowie Tiefkühl-Produkten (TK) stiegen auch die Ansprüche der Kunden, was Frische und Qualität der Produkte betrifft. Gleichzeitig wollen die Handelsunternehmen die Distributions- und Lagerkosten senken, allerdings ohne den Lieferservice zu verschlechtern. Man versucht dies über optimal gesteuerte und ausgelastete Supply Chain´s (SC) zu erreichen. Allerdings ist die Gestaltung der Logistikprozesse für temperaturgeführte Lebensmittel weitaus schwieriger als für ungekühlte Waren. Der Transport ist aufwendiger, und die Lebensmittel reagieren viel empfindlicher auf Fehler beim Transport.

Ziel dieser Arbeit ist es einen Überblick über den derzeitigen Stand der Technik im Bereich der temperaturgeführten Logistik und die derzeitigen Möglichkeiten zur Überwachung der Kühl- und Logistikkette zu geben. Ebenfalls wird auf die wachsende Bedeutung von Managementsystemen in der Logistik eingegangen. Der Schwerpunktder Arbeit liegt auf dem Transport vom Hersteller- oder Zentrallager der Unternehmen zum Einzelhandelsgeschäft innerhalb Deutschlands.

In den ersten Kapiteln wird auf die Geschichte des temperaturgeführten Transports, die derzeitige Marktsituation, auf Logistikmanagementansätze und die Bedeutung von modernen IT- und Identsystemen zur Produktidentifikation eingegangen. In den weiteren Kapiteln werden allgemeine und spezielle Distributionssysteme dargestellt und erläutert. Zudem werden verschiedene Qualitätssysteme, die in der temperaturgeführten Logistik eine große Bedeutung haben, vorgestellt. Des Weitern wird erläutert, warum der LKW so wichtig für die Frische- und TK-Distribution ist. Die abschließenden Kapitel behandeln eine Auswahl an technischen und technologischen Entwicklungen und deren Einsatzmöglichkeiten in der temperaturgeführten Distribution. Im Praxis-beispiel wird auf die Unternehmen Edeka und die Edeka-Hessenring-Regionalgesellschaft eingegangen und deren Aufbau beschrieben. Insbesondere wird dabei die Lagerhaltung, die Transportwege und die Produktidentifikation von frischen und gekühlten Produkten bei Edeka-Hessenring dargestellt.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS I
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS III
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
TABELLENVERZEICHNIS V
1. EINLEITUNG 1
2. GRUNDSÄTZLICHE BESONDERHEITEN BEIM TEMPERATURGEFÜHRTEN TRANSPORT VON LEBENSMITTELN 3
3. HISTORISCHE ENTWICKLUNG DER MOBILEN KÄLTETECHNIK 4
4. DIE MARKTSITUATION IN DEUTSCHLAND IM SEGMENT DER TEMPERATURGEFÜHRTEN LOGISTIK 6
4.1 Vom Spediteur zum Logistikdienstleister 7
4.2 Ist das Outsourcen von Logistikdienstleistungen eine Lösung mit Zukunft? 11
5. AUSWAHL MODERNER LOGISTIKMANAGEMENTANSÄTZE 15
5.1 Effizient Consumer Response (ECR) 15
5.2 Supply Chain Management (SCM) 18
6. ELECTRONIC DATA INTERCHANGE (EDI) 22
6.1 Standards für den elektronischen Datenaustausch 23
6.1.1 Kommunikationsstandards für den Datenaustausch 23
6.1.2 Datenformate 24
6.1.2.1 Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport (EDIFACT) 24
6.1.2.2 Extensible Markup Language (XML) 25
6.2 Produktidentifikation im IT-System 26
6.2.1 Internationale Artikelnummer (EAN) - Identsysteme 27
6.2.1.1 Internationale Lokalisationsnummer (ILN) 28
6.2.1.2 Nummer der Versandeinheit (NVE) 29
6.2.1.3 Internationale Artikelnummer (EAN) -13 30
6.2.1.4 Internationale Artikelnummer (EAN)-128 Transportetikett 31
6.2.1.5 Stammdatenmanagement 32
6.2.2 Wertschöpfungspotentiale 32
6.3 Tracking & Tracing 33
6.3.1 Interne und externe Traceability 35
6.3.2 Warenrückrufaktionen 35
7. DISTRIBUTIONSSYSTEME 37
7.1 Warenverteilung in der temperaturgeführten Distribution 39
7.2 Auswahl an Distributionssystemen für den Handel 42
7.2.1 Direkttransport des Herstellers 42
7.2.2 Transport via CD (Cross-Docking) -Umschlagpunkt 43
7.2.3 Transport via Zentrallager 44
8. DIE KÜHLKETTE - BESONDERHEITEN BEIM UMSCHLAG UND TRANSPORT VON TEMPERATURGEFÜHRTEN LEBENSMITTELN 46
8.1 Auswahl an Qualitätsvorschriften und Normen für den temperaturgeführten Transport 47
8.1.1 Europäische und nationale Normen i.V.m. der Verordnung (EG) 178/2002 48
8.1.2 Hazard Analysis and Critical Control Points (HACCP) 49
8.1.3 ATP-Vorschriften, speziell für temperaturgeführte Lebensmittel 49
8.1.4 International Food Standard (IFS) 51
8.1.5 Cool Chain Quality Indicator (CCQI) 52
8.2 Der temperaturgeführte Transport als Teil der Logistikkette 52
8.2.1 Bedeutung des Straßengüterverkehrs für den temperaturgeführten Transport 53
8.2.2 Transportkältesysteme im Straßengüterverkehr 56
8.2.3 Geräte zur Temperaturmessung und -aufzeichnung 57
8.2.4 Der temperaturgeführte Transport mittels LKW 58
8.2.5 Der Umschlagpunkt 60
8.2.6 Alternative Transportmittel für den temperaturgeführten Transport 61
9. TRENDS DER LOGISTIK UND IHRE BEDEUTUNG FÜR DIE TEMPERATURGEFÜHRTE DISTRIBUTION 63
9.1 Radio Frequency Identification (RFID) 63
9.1.1 Die RFID-Technik Grundlagen 65
9.1.2 Vorteile der RFID-Technik und die Einsatzmöglichkeiten in der Logistik 66
9.1.3 Nachteile und derzeitige Probleme der RFID-Technologie 69
9.2 Time-Temperature-Indicator (TTI) 69
9.3 Controlled Atmosphere (CA) & Modified Atmosphere Packing (MAP) 71
10. PRAXISBEISPIEL: EDEKA 72
10.1 Organisation und Aufbau der Edeka Gruppe 72
10.2 Edeka-Handelsgesellschaft-Hessenring mbH 74
10.2.1 Logistik, Lagerhaltung und Warenbeschaffung bei Edeka-Hessenring 75
10.2.2 Lunar-GmbH 77
11. FAZIT 78
12. LITERATURVERZEICHNIS 79
12.1 Bücher 79
12.2 Statistiken 81
12.3 Printmedien 82
12.4 Printmedien aus Wiso-Net 83
12.5 Internetquellen 85

Textprobe:

Kapitel 7.1, Warenverteilung in der temperaturgeführten Distribution:

Grundsätzlich ist ein Lebensmittel nur direkt nach dem Pflücken der Frucht, dem Schlachten des Tieres oder dem Fangen des Fisches als frisch zu bezeichnen. Danach wird viel Aufwand auf allen Prozessebenen betrieben, um diesen Zustand möglichst wenig zu verändern. Ein wesentlicher Prozess ist der Warentransport.

Industrie, Handel und Logistikdienstleister müssen den steigenden Ansprüchen der Verbraucher Rechnung tragen. So werden in den letzen Jahren immer mehr gekühlte oder tiefgekühlte Convenience-, Halbfertig und Fertigprodukte von den Verbrauchern nachgefragt. Solche Produkte sind hochempfindliche Waren, bei denen schon geringe Abweichungen von der Solltemperatur zu erheblichem Schaden führen können.

Um den Verbraucher mit hochwertigen Produkten zu versorgen, bedarf es eines guten Schnittstellenmanagements und der Implementierung von IT-, Warenverfolgungs- und Qualitätssicherungssystemen entlang der gesamten SC. Somit lassen sich der Lieferservice verbessern, die Distributionszeiten verkürzen und die Umsätze des Handels erhöhen.

Weitere Besonderheiten beim temperaturgeführten Transport von Lebensmitteln gegenüber dem Trockensortiment liegen in der Haltbarkeit, der Empfindlichkeit, den Hygieneanforderungen, der Verpackung und den großen Unterschieden von Produktions-, Chargen- und Verpackungsgrößen. Die Auftragsgrößen sind i.d.R. geringer und heterogener als beim Trockensortiment. Zudem sind die Lagerflächen und Einlagerungsmengen im Geschäft geringer. Daraus ergibt sich eine höhere Belieferungsfrequenz. Oft sind sogar gar keine Lager für Frische- oder TK-Produkte in den Geschäften vorhanden. Heute werden bei machen Handelsunternehmen die frischen Waren sogar täglich, auch am Samstag angeliefert.

Die wesentlichen Faktoren beim Distributionssystem für temperaturgeführte Waren sind die hohe Belieferungsfrequenz und möglichst kurze sowie unterbrechungsfreie Anlieferungswege, um die Waren in hoher Qualität liefern zu können. Während sich schnelle Taktfrequenzen heutzutage ohne weiteres umsetzen lassen, sieht das bei den kurzen Anlieferungswegen schon anders aus. Das Zentrallagerkonzept setzt sich trotz steigender Treibstoffkosten immer mehr durch. Dadurch werden die Anlieferungswege länger, und es müssen mehr Warenumschlagplätze oder Zentrallager eingerichtet werden, um die Waren effektiv verteilen zu können (siehe Abbildung 13). Daher ist noch mehr auf die Einhaltung der Kühlkette und auf die exakte Tourenplanung zu achten. Aufgrund der hohen Qualitätsansprüche der Kunden und den hohen Anlieferungsfrequenzen mit gleichzeitig wenigen frischen und tiefgekühlten Produkten in den Lagern der Lebensmittelgeschäfte ist eine Just-in-Time-Logistik mit mehrmaliger Anlieferung pro Woche fast unvermeidbar.

Auswahl an Distributionssystemen für den Handel:

Direkttransport des Herstellers:

Direkttransport bedeutet, dass die Ware direkt vom Hersteller bzw. dessen Lager ohne weitere Umladung oder Warenmanipulation zum Einzelhandelsgeschäft transportiert wird. So ist es möglich die Solltemperatur der Ware ohne Probleme einzuhalten, da keine weitere Umladung der Ware nötig ist.

Dieses System kann nur regional oder in Kombinationen mit dem CD-System angewendet werden, um wenige Geschäfte zu beliefern, da sonst die Fahrwege und Anfahrtszeiten zu lang werden. Zudem ist die Ladung, wenn sie direkt vom Hersteller kommt, sehr homogen, was wiederum große Abnahmemengen der Geschäfte und viele Anlieferungen von unterschiedlichen Herstellern zur Folge hat. Für Trockengüter oder Non-Food-Artikel ist so eine Belieferungsform möglich, nicht aber für frische Waren. Ein Beispiel, wo der Direkttransport auch für frische Waren angewendet wird, ist der Transport von regionalen Bio-Produkten.

Arbeit zitieren:
Imsirovic, Benjamin September 2008: Die temperaturgeführte Logistik in der Lebensmitteldistribution, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Logistik, Lebensmittel, Temperatur, Distribution, Kühlkette

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren