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Die technische Revolution der Musikwelt im zwanzigsten Jahrhundert

Die technische Revolution der Musikwelt im zwanzigsten Jahrhundert
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Friedrich Saffer
  • Abgabedatum: März 2001
  • Umfang: 27 Seiten
  • Dateigröße: 284,4 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Akademie für Musik, Kunst und Berufsausbildung in Göppingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4258-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4258-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4258-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Saffer, Friedrich März 2001: Die technische Revolution der Musikwelt im zwanzigsten Jahrhundert, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Keyboards, Midi, Sequenzer, Tasteninstrumente, Synthesizer

Diplomarbeit von Friedrich Saffer

Einleitung:

Die rasante technische Entwicklung im letzten Jahrhundert sowohl in der Elektronik als auch in der Digitaltechnik, hat in der Musikwelt zu erheblichen Veränderungen geführt. Auf dem Gebiet der Klanggestaltung und der Komposition sind viele neue Möglichkeiten entstanden, so daß eigene musikalische Ideen mit Hilfe der heutigen Technik leichter umgesetzt werden können als zu früheren Zeiten. Besonders im Bereich der Musikschulung kann der heutige Stand der Technik sehr hilfreich sein.

Gang der Untersuchung:

In den einzelnen Gliederungsabschnitten wird vor allem gezeigt, wie die heutigen technischen Hilfsmittel in der Musiklehre sinnvoll eingesetzt werden können. Dabei werden zugleich auch nicht geläufige Begriffe wie beispielsweise „MIDI“ oder „Sequenzer“ erklärt. Zum Schluß wird aber festgestellt, daß die Technik einen guten Musiklehrer nicht ersetzen kann. Die Technik wird wie immer nur ein Hilfsmittel bleiben, da jeder Schüler individuell geschult werden muß. Doch es wird auch erörtert wie wichtig es ist, daß ein guter Musiklehrer auch über den technischen Stand in der Musikwelt beratend sein kann.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort
aus Gegenwart und Geschichte 2
Hauptteil
I.) Synthesizer - unbegrenzte Klangwelt 3
II.) Sampler - Klangaufnahmen spielbar machen 5
III.) MIDI - Steuerung der Klangereignisse 6
IV.) Sequenzer - Editor der Musik 8
V.) Keyboards - Sammelbegriff für bestimmte Tasteninstrumente
a) Masterkeyboards 12
b) Workstation - Keyboards 14
c) Remote - Keyboards 15
d) Portable - Keyboards 15
VI.) Modifizierung akkustischer Instrumente und Stimmen
a) Tasteninstrumente 18
b) Saiteninstrumente 19
c) Saxophon und Bläser 20
d) Vocoder 20
Schlußwort
Stellenwert der instrumentalen Technisierung und Ausblick in die Zukunft 21
Quellenverzeichnis der Hilfsmittel 22

Automatisiert erstellter Textauszug:

Heutzutage kann man drei Sequenzertypen unterscheiden: Sequenzer-Software, HardwareSequenzer und Drumcomputer. Eine Sonderform bilden die integrierten Sequenzer in Workstation-Keyboards. Die Sequenzersoftware ist ein bestimmtes Programm für einen Computer. Je nach Anforderung gibt es hierfür verschiedene Preisklassen von ca. 150.- DM bis zu 2000.- DM. Aber auch schon in den unteren Preisklassen erhält man Sequenzer-Programme, die fast keine Wünsche offen lassen. Zum Beispiel "XG Works" von der Fa. Yamaha. 100 Midi Spuren können dabei gleichzeitig angesprochen werden, das sollte für ein Arrangement ausreichen. Aber es sind auch noch andere gute Programme zu nennen wie zum Beispiel "Logic", "Cubase VST" oder "Cakewalk". Als spezielles, preisgünstiges und gutes Notationsprogramm wäre hier noch "PrintMusic" von der Fa. Coda zu nennen, mit dem ich bis jetzt selbst gute Erfahrungen gemacht habe. Je umfangreicher ein Programm ist, desto länger dauert die Einarbeitungszeit. Hierzu gibt es Bücher und Schulungen. Über eine solche Schulung habe ich vor kurzem erst im Internet erfahren. Näherer unter der Adresse "http://home.t-online.de/home/Clemens.Kurtz" oder über die E-Mail: "Clemens.Kurtz@t-online.de". Im Angebot stehen Musik mit Midi, Keyboard und PC, Hotline, Workshops und Schulungen. Hardware-Sequenzer besitzen ein Betriebssystem das in einem nicht löschbaren Speicher enthalten ist. Diese Computer sind nur für den Einsatz als Sequenzer geeignet. Nachteilig ist, dass man die Hard- und Software nicht mehr aufrüsten kann. Neuere Geräte lassen es aber zu, dass man verbesserte Versionen der Systemsoftware nachladen kann. Ein Computer ist daher flexibler und hat zudem eine größere Bildschirmoberfläche. Der Drumcomputer ist heute schon fast bedeutungslos geworden. Er besteht aus einem einfachen Hardware-Sequenzer, der nach dem Pattern/Song-Schema funktioniert. Die Klangerzeugung basiert auf der Basis von Drumsamples. Die Drumcomputer wurden im Laufe der Zeit von Workstations und Samplern in Verbindung mit Sequenzern verdrängt. Es gibt aber noch Geräte, die sich bis heute einen legendären Ruf erhalten haben, wie beispielsweise die "Simmons-Electronic-Drums" oder die "TR-808" und "TR-909" der Fa. Roland. Die TR-909 wird heute sogar zu höheren Preisen gehandelt als wie vor wenigen Jahren. Dies ist aber vorwiegend der Techno- und Dancefloorbewegung zu verdanken Workstation-Keyboards,Hardware-Sequenzer und Drumcomputer werden aber noch oft bei Live-Auftritten eingesetzt, da deren Hardwarekonfiguration besonders auf den Anwendungszweck zugeschnitten ist. [...]

Noch leere Blockspuren werden als "neu" geladen. Sie sind dann noch leer, enthalten also noch keine Notendarstellungen. Jetzt ist als nächstes die Tonart und die Taktart festzulegen. Tonart und Taktart können innerhalb des Musikstückes jederzeit ab einen neuen Takt neu eingegeben werden. In den Takten ist es möglich verschiedene Raster für Noten und Pausen fetstzulegen, wie Viertel, Achtel, Sechzehntel, u.s.w. Danach können durch Auswahl die einzelnen Noten und Pausen durch Anklicken mit der Maustaste eingegeben werden. Es sind alle Notennotierungen möglich, auch punktierte Noten oder Triolen. Dabei ertönt die Klanghöhe der Note über die PC-Lautsprecher, was eine erhebliche Erleichterung beim Schreiben einer Komposition bedeutet. Es ist auch noch möglich selbst einen entsprechenden Text über die Noten zu schreiben. In kürzester Zeit kann man also mit einem guten Sequenzerprogramm eine Komposition in bester Druckqualtität schreiben. Für professionelle und umfangreiche Notation sind aber spezielle Notenprogramme vorteilhafter - siehe hierzu Seite 11. Eine andere Möglichkeit der Noteneingabe ist es, die Noten direkt mit einem Tasteninstrument einzuspielen, daß mit dem PC verbunden ist. Hier spricht man von Echtzeiteingabe. Eventuelle Fehler können auch noch danach in den einzelnen Spuren per ComputerMausklick ausgebessert werden. Hat man jetzt eine Spur bespielt, so kann man diese ablaufen lassen und dabei gleichzeitig eine andere Spur mit aufnehmen. Dies kann man so lange wiederholen, bis alle erforderlichen Instrumente eingespielt sind. Man erhält hiermit auf einfachste Weise ein Arrangement nach seinen eigenen Vorstellungen. Eigene musikalische Ideen werden also auf einfachste Weise verwirklicht. Für Aufnahmen von schwierigen Passagen, die man selbst mit verringertem Tempo nicht spielen kann, bietet sich die sogenannte Step-Eingabe an. Also eine schrittweise Eingabe von bestimmmten Noten ohne Zeitzwang. Man gibt die Tonhöhe entweder über eine MidiTastatur, einer PC-Maus, oder einem MIDI-Keyboard ein und ordnet den Noten eine Länge zu. Eine weitere Interessante Aufnahmemöglichkeit ist auch die "Punch-In/Punch-Out"- Aufnahme. Diese ist auch bei vielen Keyboards möglich. Eine bestimmte Passage, Start- und Endpunkt, wird innerhalb einer Spur zum ausbessern markiert, bzw. festgelegt. Wenn bei der Wiedergabe der Startpunkt erreicht wird, schaltet sich automatisch der Aufnahmemodus ein und die Töne können neu eingespielt werden. Beim Erreichen des Endpunktes wird automatisch wieder in den "Play-Modus" umgeschaltet. Beim Cycle-Replace-Modus werden vor Beginn einens neuen Durchganges die alten Noten gelöscht und es kann neu eingespielt werden. Eine ähnliche Möglichkeit bietet der Cycle-Overdub Modus. Ein Teilstück wird automatisch wiederholt, während man die Einzelnoten oder Stimmen nacheinander in Echtzeit einspielt. Im nächsten Durchgang kann man sie wieder neu einspielen. Die älteren Noten werden dabei immer wieder von den neueren ersetzt. Dieses System stammt noch von den früheren Drum-Computern und wird auch heute noch in den meisten Keyboards verwendet beim Bearbeiten von Rhytmen, bzw. bei der Aufnahme von Begleitsequenzen von Schlagzeugspuren oder Melodiephrasen. [...]

Bei der Wiedergabe werden dann zu jedem Zeittakt jeweils nur die Daten ausgegeben, welche die entsprechende Zeitinformationen enthalten. Die Daten können gespeichert, bearbeitet und wiedergegeben werden. Seit 1991 wurde das Konzept allerdings so weit entwickelt, daß es inzwischen Programme gibt, die auch noch zusätzlich Audiodateien aufnehmen können. Audiodaten werden also digitalisiert und als eine sogenannte Wave-Dateien abgespeichert. Diese können zum Beispiel Aufnahmedateien aus Gesang sein, die dann parallel zu den MIDI-Spuren ablaufen. Die äußere Erscheinungsform eines Sequenzers auf einem Computerbildschirm ist rein grob erklärt, die Aufteilung der einzelnen MIDI-Kanälen in Blockspuren, die bei den meisten Computerprogrammen waagerecht angeordnet sind. Diese können beim Abspielen des Sequenzers stumm oder auch solo geschaltet werden. Die einzelnen Blockspuren können je nach Bearbeitungsanforderung als Notationsfenster, als Pianorollfenster, als Schlagzeugfenster oder als Masterfenster dargestellt werden. Das Notationsfenster stellt die einzelnen Blöcke mit den entsprechenden Noten dar, diese können jederzeit ausgedruckt werden. Im Pianorollfenster werden die einzelnen Klänge durch Rechteckbalken dargestellt. Die unterschiedlichen Längen dieser Balken geben Auskunft über die Tonlänge und deren Anordnungen in den verschiedenen Höhenstufen lassen die Lagen der verschiedenen Tonhöhen erkennen. Zur Kontrolle ist links daneben noch einmal eine Klaviatur angebracht, deren einzelnen Tasten mit der PC-Maus angeklickt und die Töne dadurch hörbar gemacht werden können. Im Masterfenster sind alle Events (Ereignisse) nochmals wertmäßig protokolliert. Ansonsten gibt es noch eine Schaltfläche, die der eines Tonbandgerätes ähnelt. Wie zum Beispiel die Befehle abspielen, Vor-, Rückwärts -oder Schnelldurchlauf und der Aufnahmeschalter. Mit dem Play-Schalter startet man die Wiedergabe des Songs. Ein senkrechter Faden wandert dabei nach rechts und durchläuft alle Blöcke gleichzeitig. Die Position an welcher der Faden sich befindet ist die Position an welcher gegenwärtig die entsprechende Note erzeugt wird. Die Geschwindigkeit des Ablaufs ist natürlich je nach Bedarf einstellbar. Die Blockspuren können alle für sich bearbeitet werden, wie zum Beispiel bestimmte Bereiche kopieren, ausschneiden, wieder verbinden, verschieben und löschen. Auch können die Spuren mit anderen Instrumentenklängen neu belegt werden. Wenn ein MIDI-File aufgerufen wird, werden automatisch die einzelnen Spuren mit Blöcken belegt. Jeder Block enthält eine bestimmte Melodie mit einem bestimmten Klang (Programmname). Der Klang kann für jede Spur geändert werden. Auch andere Parameter wie Anschlagstärke, Echo, Chorus u.s.w. können für jede Spur getrennt bearbeitet werden. So kann das komplette Musikstück nach eigenen Ideen und Vorstellungen neu abgemischt werden. Auch hier ist wieder Kreativität gefragt. [...]

Arbeit zitieren:
Saffer, Friedrich März 2001: Die technische Revolution der Musikwelt im zwanzigsten Jahrhundert, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Keyboards, Midi, Sequenzer, Tasteninstrumente, Synthesizer

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