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Die strategische Früherkennung von Chance-/Risiko-Potentialen mittels integrierter EVA- und Balanced Scorecard-Konzepte vor dem Hintergrund der KonTraG-Erfordernisse

Die strategische Früherkennung von Chance-/Risiko-Potentialen mittels integrierter EVA- und Balanced Scorecard-Konzepte vor dem Hintergrund der KonTraG-Erfordernisse
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Stefan Löffler
  • Abgabedatum: Mai 2000
  • Umfang: 115 Seiten
  • Dateigröße: 757,5 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Hohenheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2848-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2848-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2848-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Löffler, Stefan Mai 2000: Die strategische Früherkennung von Chance-/Risiko-Potentialen mittels integrierter EVA- und Balanced Scorecard-Konzepte vor dem Hintergrund der KonTraG-Erfordernisse, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: wertorientierte Unternehmensführung, Früherkennung, KonTraG, Balanced Scorecard, Economic Valued Added

Diplomarbeit von Stefan Löffler

Einleitung:

Betreffend die Abgrenzung der Themenstellung müssen insbesondere folgende Punkte Erwähnung finden:

- Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der (Früh-)Identifikation von Chance- und Bedrohungspotentialen. Damit mag der Untersuchungsbereich der Arbeit den expliziten Anspruchsbereich des KonTraG überschreiten.

- Die Untersuchung dieser Arbeit bewegt sich auf strategischer, nicht operativer - d. h. erfolgs- und liquiditätsbezogener - Ebene. Damit einhergehend steht das vielfach operativ orientierte Risikomanagement - auch bezüglich der Implikationen durch das KonTraG - nicht im Mittelpunkt.

- Bei der Darstellung der beiden Konzepte „Economic Value Added“ und „Balanced Scorecard“ wird der Schwerpunkt auf deren konzeptionelle Anwendbarkeit zur Früherkennung im Sinne des KonTraG gelegt. Daher stehen detaillierte Berechnungsalgorithmen bei ersterem oder die Auswahl von konkreten Kennzahlen bei letzterem nicht im Vordergrund. Die Darstellung der beiden Konzepte erfolgt in enger Anlehnung an die jeweilige Standardliteratur. Für die Themenstellung relevante, kritische Stellungnahmen anderer Literaturquellen werden - ohne den Anspruch auf Vollständigkeit - an entsprechender Stelle eingearbeitet.

- Was die Integration der Konzepte angeht, so unterbleibt eine ausführliche bzw. detaillierte Diskussion; die konkrete Auswahl von Kennzahlen oder Berechnungsalgorithmen stehen nicht an.

Gang der Untersuchung:

In Kapitel 2 erfolgt - nach der Darstellung der Vorgaben des § 91 II AktG - ein Überblick über die Konzeption der Früherkennung. Dabei werden nach Überlegungen zur Einordnung und Notwendigkeit der Früherkennung insbesondere verschiedene Ausgestaltungsformen betrachtet.

Kapitel 3, 4 und 5 schaffen mit einer zielorientierten Darstellung der Management-Konzepte „Balanced Scorecard“ (BSC) und „Economic Value Added“ (EVA) sowie eines integrierten Gesamtkonzepts aus beiden das Fundament für die sich in Kapitel 6 anschließende Beurteilung deren Eignung zur strategischen Früherkennung.

In Kapitel 3 wird die BSC zunächst als Ansatz des „Performance Measurement“ identifiziert, ehe ihre Anwendung als ein System strategieorientierter Kennzahlen und überdies als Handlungsrahmen im strategischen Managementprozess beschrieben wird.

Kapitel 4 charakterisiert den EVA -Ansatz als Instrument zu einer wertorientierten Unternehmensführung. Nach der Darstellung der Ermittlung von EVA-Werten wird das betriebliche Anwendungsfeld des Konzeptes als Rahmen für das Finanzmanagement beleuchtet.

Kapitel 5 gibt anhand theoretischer sowie exemplarischer Überlegungen einen Überblick über ein integriertes Gesamtkonzept aus EVA- und BSC-Ansätzen und sensibilisiert für dessen wesentliche Eigenschaften.

Der Schwerpunkt und Hauptbeitrag der Arbeit findet sich in Kapitel 6. Hier erfolgen zunächst Vorüberlegungen bezüglich eines Untersuchungskonzepts, ehe anhand dessen der Beitrag des integrierten Gesamtkonzepts aus EVA- und BSC-Ansätzen zu einer strategischen Früherkennung im Sinne des KonTraG untersucht und beurteilt wird.

Kapitel 7 beschließt die Arbeit mit einem Ausblick.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VII
Tabellenverzeichnis VII
Verzeichnis der Beispiele VIII
1. Einleitende Betrachtungen 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Abgrenzung der Themenstellung 4
1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit 5
2. Die strategische Früherkennung vor dem Hintergrund der KonTraG -Erfordernisse 7
2.1 Die KonTraG-Erfordernis eines Risikofrüherkennungssystems 7
2.1.1 Die Vorgaben des § 91 Abs. 2 AktG 7
2.1.2 Zu wichtigen korrespondierenden Gesetzesänderungen 9
2.1.3 Zwischenfazit: Bewertung der Regelungen 10
2.2 Zur Konzeption der strategischen Früherkennung 11
2.2.1 Begriffsbestimmungen 11
2.2.2 Einordnung: Die Früherkennung als integraler Bestandteil der strategischen Unternehmensführung 13
2.2.2.1 Zum Begriff der Strategie 13
2.2.2.2 Zur strategischen Unternehmensführung 14
2.2.3 Notwendigkeit und Leitidee der Früherkennung 17
2.2.4 Zur Bestimmung von Beobachtungsbereichen mit strategischem Frühinformationscharakter 19
2.2.5 Zum Prozess der strategischen Früherkennung 21
2.2.6 Entwicklungsstufen der Früherkennung 23
2.2.6.1 Früherkennung auf der Basis von Kennzahlen und Hochrechnungen 23
2.2.6.2 Früherkennung auf der Basis von Indikatoren 24
2.2.6.3 Früherkennung als „Strategisches Radar“ 26
3. Das Konzept der Balanced Scorecard (BSC) 28
3.1 Die Philosophie des „Performance Measurement“ und die BSC 28
3.2 Die BSC als ein strategieorientiertes System von Kennzahlen 30
3.2.1 Zum Aufbau des Kennzahlensystems 31
3.2.2 Darstellung des BSC-Basisvorschlags 34
3.3 Die BSC als Handlungsrahmen im strategischen Management 38
3.3.1 Darstellung der gestützten Managementprozesse 38
3.3.2 Bewertung und Nutzen des Konzepts 42
4. Das Konzept des Economic Value Added (EVA) 45
4.1 EVA als Instrument zur wertorientierten Unternehmensführung 45
4.2 Zur Ermittlung von EVA - Werten 46
4.2.1 Residualgewinnorientierte Generierung des EVA-Wertes 46
4.2.2 Überblick über die Konversionen des Accounting Model 48
4.3 Betriebliche Anwendungsfelder des EVA-Konzepts 53
4.3.1 Ansatz zur Unternehmenssteuerung 53
4.3.2 Bewertungsmethode 56
4.3.3 EVA als Basis eines Incentivesystems 58
4.3.4 Exkurs: Kritik am EVA-Ansatz 60
5. Zur Integration von EVA- und BSC-Konzepten 63
5.1 Überlegungen zum Aufbau einer Werttreiberhierarchie im Rahmen einer wertorientierten Unternehmensführung 63
5.2 Exemplarische BSC-perspektivenübergreifende Operationalisierung der EVA-Bestimmungsgrößen 66
6. Strategische Früherkennung im Sinne des KonTraG mittels integrierter EVA- und BSC-Konzepte 69
6.1 Vorüberlegung: Arten der „Früherkennung“ im Sinne des KonTraG 69
6.2 Würdigung des Beitrags des integrierten Gesamtkonzepts zu einer strategischen Früherkennung im Sinne des KonTraG 71
6.2.1 Früherkennung i.w.S. mittels Finanzkennzahlen 71
6.2.2 Früherkennung i.e.S. mittels vorlaufender Indikatoren 72
6.2.2.1 Zum Beitrag vonseiten des EVA-Konzepts 72
6.2.2.2 Zum Beitrag vonseiten des BSC-Konzepts 73
6.2.2.3 Zur Realisierbarkeit einer strategischen Kontrolle anhand der strategieorientierten Indikatoren des integrierten Gesamtkonzepts 77
6.2.2.4 Zwischenfazit 80
6.2.3 Früherkennung i.e.S. mittels „Strategischem Radar“ 81
6.2.3.1 Zum Beitrag vonseiten des BSC-Konzepts 81
6.2.3.2 Zum Beitrag vonseiten des EVA-Konzepts: Das EVA-basierte Incentivesystem 82
6.2.3.3 Zwischenfazit 84
6.2.4 Zusammenfassung des Beitrags des integrierten Gesamtkonzepts zur strategischen Früherkennung im Sinne des KonTraG 84
7. Schlussbemerkung 88
Literaturverzeichnis IX
Erklärung XXII

Automatisiert erstellter Textauszug:

tionen empfiehlt sich die sog. Sinking-Fund Abschreibung, die ökonomisch unbegründete Verzerrungen des EVA zu vermeiden hilft.226 S TEWART begegnet verschiedentlich geäußerter Kritik betreffend die Abschreibungen des EM mit dem Hinweis darauf, daß auch bei der Verwendung von Cashflow -orientierten Meßverfahren eine Abschreibung implizit Verwendung findet: "[D]epreciation is simply buried in the mathematics of solving for the return"227. § Finanzanlagen des Umlaufvermögens: Da diese für die operative Tätigkeit i.d.R. keine Bedeutung haben, bleiben sie bei der Ermittlung von Periodenerfolgs- bzw. -kapitalgrößen im EM unberücksichtigt. 228 § Nichtkonsolidierte Beteiligungen: Hier gilt es zu prüfen, ob diese Positionen für das operative Geschäft relevant sind oder nicht; im negativen Fall werden diese - analog den Finanzanlagen im Umlaufvermögen - im EM nicht berüc ksichtigt.229 § Eigene Aktien: Aktivierte Aktien des eigenen Unternehmens im Eigenbestand stellen im EM nicht-betriebsnotwendiges Vermögen dar und bleiben bei der Berechnung der EVA-Kapitalgrößen unberücksichtigt.230 § Anlagen im Bau: Diese finden so lange keine Berücksichtigung im EM (und werden "off-the-books" gehalten), bis sie für den operativen Betriebsprozeß zur Verfügung stehen.231 [...]

[Markt -]Kapitalisierung und eingesetztem Kapital bezeichnet und somit die Effizienz der Kapitalverwendung bewertet“203 , bildet das strategische Oberziel der Unternehmung. Die operationale Finanzkennzahl EVA sei in der Lage, eine Orientierung der Unternehmensentscheide am MVA des Unternehmens zu konkretisieren. 204 Die Bedeutung der Größe EVA für den Marktwert eines Unternehmens wird von deren starker Korrelation mit der Marktwertperformance des Unternehmens abgeleitet; STERN S TEWART & CO. weisen in empirischen Kapitalmarktuntersuchungen nach, daß der EVA ein überaus signifikanter Bestimmungsfaktor für den MVA darstellt: "[C]hanges [Hervorhebung nicht im Original] in ... EVAs over a five -year period account for nearly 50 % of the changes in ... MVAs recorded over that same time"205. In der Studie beschreibt die zweitbeste Regressionsgröße, der Return on Equity, lediglich 32 % der MVA-Änderungen.206 Die Tatsache, daß auch der EVA "nur" 50 % der MVA-Änderungen erklären kann, wird damit gerechtfertigt, [...]

43 Überdies kann die BSC zur Methodensicherheit bei der Wertsteigerungsanalyse beitragen und etwa mit Residualgewinnkonzepten195 und Kapitalwertmethoden verbunden werden. So werden Leistungsfaktoren wie zufriedene Kunden, motivierte Mitarbeiter, Innovationen, Wettbewerbsvorteile und Wachstum als en tscheidende Größen auch eines Wertmanagement-Konzeptes gesehen. Da die BSC derartige Werttreiber in ihr Design einschließt, kann sie zu einem Bewußtsein für ganzheitliche Wertsteigerung im Unternehmen beitragen und so einen wesentlichen Teil eines Shareholdervalue-orientierten Managements fördern.196 Durch das Messen und Steuern derartiger Leistungsindikatoren ermöglicht die BSC somit ein "gekonntes Management der werttreibenden Einflußgrößen"197. Die Akzeptanz des Shareholdervalue-Ansatzes, dessen Vorteile vielfach schwer zu kommunizieren und zu operationalisieren sind, kann durch ein BSCorientiertes Managementkonzept verbessert werden. Die BSC macht durch die explizite Berücksichtigung der Interessen anderer wichtiger Stakeholder neben den Anteilseignern - etwa die der Kunden und Mitarbeiter - eine wertorientierte Unternehmensführung "erheblich konsensfähiger als 'pure' ShareholdervalueKonzepte"198 . Das BSC-Konzept greift auch das Konzept der Nutzwertanalyse auf, ohne jedoch die in letzterem inhärente Forderung nach der Quantifizierung des Nutzwertes einer Investition zu übernehmen.199 In der Literatur wird schließlich auch auf verschiedene Schwachstellen des Konzepts hingewiesen:200 So wird etwa bemängelt, daß der Ansatz letztlich "(alt)bekannte und auch an anderer Stelle postulierte Erkentnisse und Ideen" zusammenführt, "zahlreiche undifferenziert normative Gestaltungsempfehlungen" gibt sowie "wesentliche Elemente der strategischen Führung", wie etwa ungerichtete Kontrollelemente oder das "klassische Dilemma der Kontrolle" vernachlässigt. An der Kritik ansetzend bescheinigen W EBER und SCHÄFFER [...]

Arbeit zitieren:
Löffler, Stefan Mai 2000: Die strategische Früherkennung von Chance-/Risiko-Potentialen mittels integrierter EVA- und Balanced Scorecard-Konzepte vor dem Hintergrund der KonTraG-Erfordernisse, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
wertorientierte Unternehmensführung, Früherkennung, KonTraG, Balanced Scorecard, Economic Valued Added

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