Die strategische Bedeutung von Kreativität im modernen Management
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sandra Caroline Bock
- Abgabedatum: August 1997
- Umfang: 109 Seiten
- Dateigröße: 7,0 MB
- Note: 1,9
- Institution / Hochschule: Berufsakademie Lörrach - Staatliche Studienakademie Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3758-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3758-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3758-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Bock, Sandra Caroline August 1997: Die strategische Bedeutung von Kreativität im modernen Management, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Innovation, Mitarbeiterausbildung, Ideenfindung, strategisches Management, Kreativitätstechniken
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Diplomarbeit von Sandra Caroline Bock
Einleitung:
Die systematische Erforschung des Phänomens Kreativität auf breiter wissenschaftlicher Ebene ist zwar erst wenige Jahrzehnte alt, hat aber bereits zu einer Reihe stark beachteter Ergebnisse geführt. Hierbei zählen zu den wichtigsten Erkenntniszielen der Kreativitätsforschung die Untersuchung der kreativen Persönlichkeit, der Förderung kreativer Fähigkeiten, der Ergebnisse kreativen Schaffens und der kreativen Prozesse. Der Ursprung des Begriffes „Kreativität` liegt in dem lateinischen Wort „creare" und bedeutet übersetzt: „schöpferisch tätig sein". In diesem Zusammenhang stehen die Begriffe „Phantasie", „Kreativität` und „Innovation" in einem engen Verhältnis zueinander. Dennoch sind die Bezeichnungen Inhalt für verschiedene Aspekte. Voraussetzung für jede Art von Kreativität ist die Phantasie, die Vorstellungskraft aus der eine ästhetische Kreativität als Selbstzweck und eine problemlösende Kreativität als Mittel zum Zweck hervorgehen kann.
Kreativität bedeutet die Fähigkeit, produktiv zu denken und die Ergebnisse dieses Denkprozesses umzusetzen, etwa in Form einer Erfindung oder eines Kunstwerkes. Die Verwirklichung dieser Lösungsansätze wird Innovation genannt, einer Summe aus Ideenfindung und Ideenrealisierung. Der Faktor Innovation nutzt Kreativität für die Umsetzung von Gedanken in ein neues Produkt oder in einen neuen Fertigungsprozeß sowie in neue Verhaltensweisen. Dabei lassen sich Innovationen als Produktinnovationen (Erneuerungen bei den absatzfähigen Leistungen von Unternehmen), Verfahrensinnovationen (Erneuerungen in den unternehmerischen Leistungserstellungsprozessen), Sozialinnovationen (Erneuerungen hinsichtlich menschlicher Qualifikationssteigerung u.a.) definieren und differenzieren. Die verschiedenen Stadien der Kreativität sind im wesentlichen das Aufspüren von Problemen, Mängeln oder der Chance für eine Neuentwicklung, das Definieren entsprechender Fragestellungen, das Formulieren von Hypothesen und das Suchen nach Lösungsmöglichkeiten.
Die Deutung von einzelnen Kreativitätsformen bewegt sich auf verschiedenen Begriffsebenen: Unter der expressiven Kreativität versteht man die spontane Produktion von Einfällen und Gags in Abhängigkeit von der Situation sowie die Formulierung treffsicherer Erkenntnisse, witziger Verfremdungen u.ä. Sie ist die fundamentalste Form der Kreativität und verlangt weder Originalität noch Fertigkeiten, sondern Spontaneität und Freiheit. Die produktive Kreativität beinhaltet die Erzeugung neuer Produkte und Denkmittel auf der Basis vorhandenen Materials, um beispielsweise Verbesserungen und Alternativen auszuarbeiten. Hierzu werden Fertigkeiten benötigt, um eine bessere Kommunikation herzustellen. Die erfinderische Kreativität beschäftigt sich mit dem Umfunktionieren, Verfremden und / oder Verändern von Gegenständen oder Inhalten, um dadurch neue Anwendungen oder Inhalte zu erreichen. Das operative Vorgehen besteht im Mischen verschiedener Komponenten zu neuen, ungewohnten Kombinationen. Die innovative Kreativität hat Neuleistung zum Inhalt, die Bestehendes in elementaren Beziehungen verändert und überwindet. Die Erneuerung im tiefgreifenden Sinne ist der Kern dieser Stufe. Dazu ist ein umfassendes Verständnis der fundamentalen Grundsätze des Problems Voraussetzung. Die emerveentive Kreativität ist die höchste Stufe der Kreativität und bedeutet die Produktion von revolutionär Neuem. Die operationale Kreativität befaßt sich mit Neuerungsprozessen im soziotechnischen System von Firmen und Zweckorganisationen, also mit Produkt-, Verfahrens- und Sozio-Innovationen.
Diese Definitionen lassen im Sinne der Kreativitätsforschung den Schluß zu, daß jeder Mensch kreativ sein kann. Zum einen ist Kreativität ein angeborenes Talent, das in jedem von uns schlummert, und zum anderen gibt es eine Reihe von Techniken, die erlernbar sind und deren man sich bei der Lösung der täglichen Probleme bedienen kann. Für den wirksamen Einsatz von Kreativität müssen jedoch drei persönliche Voraussetzungen erfüllt sein: Vor dem Hintergrund dieser Voraussetzungen stützt sich die Anwendung von Kreativitätstechniken auf drei bedeutende Aspekte: Assoziation (Verknüpfungen zu bereits Bekanntem zu erkennen) Analogie (Ähnlichkeiten zu sehen) Visualisierung (Zusammenhänge strukturiert oder bildhaft darzustellen).
Allgemeine und besondere Funktionsweisen des menschlichen Gehirns beschäftigen die Forschung seit Jahrhunderten (Anlage Nr. 3). Der griechische Philosoph Hippokrates (400 v. Ch.) war einer der ersten, die behaupteten, daß der Mensch mit zwei Gehirnhälften ausgestattet sei. Die beiden Zentren, so meinte Hippokrates, nähmen unterschiedliche Funktionen wahr. Die neuere Hirnforschung hat während der letzten Jahrzehnte großartige Einblicke eröffnet in die strukturelle und funktionelle Organisation von Nervensystemen. Experimente innerhalb dieses Forschungsgebietes bestätigten, daß die linke und rechte Hälfte des menschlichen Gehirns (auch Hemisphären genannt) unterschiedliche Funktionen wahrnehmen (Anlage Nr. 1). Die linke Gehirnhälfte ist spezialisiert auf verbale und numerische Informationen, die linear verarbeitet werden. Sie ist primär verantwortlich für Logik, Sprache und mathematische Überlegungen. Die rechte Gehirnhälfte ist vorrangig mit Phantasie, Gefühlen, Intuitionen und ganzheitlichem Erfassen verbunden. Für die „kreative" Erarbeitung von Lösungsalternativen sind beide Gehirnhälften notwendig, da sie sich mit ihren verschiedenen Funktionen im Problemlösungsprozeß idealerweise ergänzen. Um die rechte Gehirnhälfte, die „phantasievolle" Seite, stärker an diesem Prozeß teilhaben zu lassen, gibt es verschiedene Methoden und Techniken. Die oben beschriebenen Fähigkeiten, d.h. der Aspekt der Assoziation, der Analogie und der Visualisierung, werden aus diesem Grund von der systematischen Methode der Ideensuche ergänzt. Die Folge ist, daß Eigenschaften der rechten Gehirnhälfte, beispielsweise durch die Intuition, und der linken Gehirnhälfte, beispielsweise durch die Systematik, gefördert werden. Entscheidend für die Kreativität ist, daß die besten Ergebnisse erst durch das Zusammenwirken der beiden Gehirnhälften erzielt werden. Ein positives Ergebnis stellt sich durch den synergetischen oder sogar überadditiven Effekt ein (Anlage Nr. 2). Neben der biologischen Begründung hat die menschliche Kreativität auch als wirtschaftlicher Faktor an Bedeutung' gewonnen. Eine Vielzahl von Initiativen zur Förderung von Kreativität bestimmen zunehmend das Wirtschafts- und Betriebsleben (Anlage Nr. 4).
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort | 1 | |
| Anlagenverzeichnis | IV | |
| 1. | DAS PHÄNOMEN KREATIVITÄT | 1 |
| 2. | DER PROZEß DER KREATIVEN IDEENFINDUNG | 4 |
| 3. | DIE WICHTIGSTEN KREATIVITÄTSTECHNIKEN IM ÜBERBLICK | 9 |
| 3.1 | ASSOZIATIONS-TECHNIKEN | 9 |
| 3.1.1 | Brainstorming | 9 |
| 3.1.2 | Brainwriting - Methoden | 12 |
| 3.1.2.1 | Methode 6-3-5 | 12 |
| 3.1.2.2 | Kärtchenumlauf-Technik | 13 |
| 3.1.2.3 | Kollektives Notizbuch | 14 |
| 3.2 | ANALOGIE-TECHNIKEN | 15 |
| 3.2.1 | Klassische Synektik | 15 |
| 3.2.2 | Visuelle Synektik | 17 |
| 3.2.3 | Bildmappen-Brainwriting | 18 |
| 3.3 | KONFRONTATIONS-TECHNIKEN | 19 |
| 3.3.1 | Reizwortanalyse | 19 |
| 3.3.2 | Lexikon-Methode | 20 |
| 3.4 | SYSTEMATISCHE VARIATION | 20 |
| 3.4.1 | Osborn-Checkliste | 20 |
| 3.4.2 | Eigenschaften-Liste | 21 |
| 3.4.3 | Morphologische Matrix | 22 |
| 3.5 | MAPPING-TECHNIKEN | 24 |
| 3.5.1 | Clustering | 24 |
| 3.5.2 | Moderationsmethode | 24 |
| 3.5.3 | Metaplan-Technik | 26 |
| 3.5.4 | Mind Mapping | 27 |
| 3.5.5 | Brainstorm-Mapping | 28 |
| 3.6 | COMPUTERGESTÜTZTE METHODEN DER IDEENFINDUNG | 29 |
| 4. | DER EINSATZ VON KREATIVITÄTSTECHNIKEN IM MANAGEMENTPROZEB | 31 |
| 4.1 | KREATIVITÄTSFÖRDERUNG ALS UNTERNEHMERISCHER ERFOLGSFAKTOR | 31 |
| 4.2 | ABBAU VON KREATIVITÄTS-BLOCKADEN | 33 |
| 4.2.1 | Das kreative Unternehmen | 33 |
| 4.2.2 | Förderung eines betrieblichen Vorschlagswesens | 35 |
| 4.2.3 | Einführung von "Quality Circles" | 37 |
| 4.3 | DAS KREATIVE MANAGEMENT DER ZUKUNFT | 38 |
| 5. | SCHLUßBETRACHTUNG | 40 |
| Literaturverzeichnis | V1 | |
| Ehrenwörtliche Erklärung | Xi |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832437589
Arbeit zitieren:
Bock, Sandra Caroline August 1997: Die strategische Bedeutung von Kreativität im modernen Management, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Innovation, Mitarbeiterausbildung, Ideenfindung, strategisches Management, Kreativitätstechniken



