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Die stationäre Arzneimittelversorgung in Deutschland und den Niederlanden unter Berücksichtigung von Arzneimittelkosten und Arzneimittelsicherheit

Die stationäre Arzneimittelversorgung in Deutschland und den Niederlanden unter Berücksichtigung von Arzneimittelkosten und Arzneimittelsicherheit
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Robert Großmann
  • Abgabedatum: September 2003
  • Umfang: 73 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7361-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7361-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7361-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Großmann, Robert September 2003: Die stationäre Arzneimittelversorgung in Deutschland und den Niederlanden unter Berücksichtigung von Arzneimittelkosten und Arzneimittelsicherheit, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: unit-dose, Einsparungen, Qualitätssteigerung, Krankenhausapotheke, Patientenorientierung

Diplomarbeit von Robert Großmann

Einleitung:

Die „traditionelle“ Arzneimittelversorgung wie sie in den meisten deutschen Krankenhäusern praktiziert wird, ist gekennzeichnet durch Medikationsfehler, daraus resultierenden Mehrkosten der medizinischen Versorgung, sowie einer mangelhaften Qualität und schlechter Dokumentation der pharmazeutischen Therapie. Die meist überlasteten Pflegekräfte der Stationen sind, neben ihren eigentlichen pflegerischen Aufgaben, für die Stellung und Verteilung der Medikamente zuständig. Die benötigten Arzneimittel werden stationsbezogen in der Krankenhausapotheke angefordert, so dass in der einzigen pharmakologischen Instanz, der Krankenhausapotheke, keine Kontrolle der individuellen Arzneimitteltherapien möglich ist und es nicht nachvollziehbar ist, welcher Patient wann welche Medikamente in welcher Form erhält.

In den Niederlanden hingegen ist flächendeckend ein patientenbezogenes Arzneimittelversorgungssystem („unit dose“) implementiert. Zentral in der Krankenhausapotheke werden, entweder von Hand oder mit Hilfe eines installierten Kommissionierautomaten, die verordneten Arznei-mittel für jeden einzelnen Patienten für den ganzen Tag individuell verpackt und von Mitarbeitern der Apotheke an die Patienten verteilt. Dadurch ist eine umfassende pharmakologische Beratung von Patienten, Ärzten und Pflegekräften möglich und Medikationsfehler können vermieden werden. Meist begleitet der Krankenhausapotheker auch die Visite. Oft wird auch mit einer innovativen Verschreibungs- und Dokumentationssoftware gearbeitet. Durch die Kombination eines Kommissionierautomaten mit einer Verschreibungssoftware lässt sich der Medikamentenverbrauch eines Krankenhauses um bis zu 30% reduzieren.

Die Arzneimittelsicherheit kann durch eine Umstellung der Arzneimittelversorgung auf ein patientenindividuelles „unit-dose“-System merklich gesteigert werden. Dadurch und durch das Auflösen von Medikamentenlager auf den Stationen und die Vermeidung von Folgekosten der falschen Medikation können massive Einsparungen realisiert werden. Außerdem wird die Qualität der medizinischen Versorgung gesteigert. In den Niederlanden (und den USA, Großbritannien, Spanien und anderen Ländern) ist der Krankenhausapotheker für die komplette Arzneimitteltherapie und -distribution verantwortlich mit den daraus resultierenden positiven Effekten. Im Gegensatz dazu sind deutsche Krankenhausapotheker nur Einkäufer und Verteiler von Arzneigroßpackungen. Jedoch gibt es mittlerweile auch in Deutschland z.B. im Klinikum Leverkusen oder im Kreiskrankenhaus Gummersbach „unitdose- Versorgungen“. Doch von einer flächendeckenden patientenindividuellen Distribution sind wir noch weit entfernt. Eine neue Generation von Kommissionierautomaten, die im Ausland bereits erfolgreich im Einsatz und den bisherigen Automaten weit voraus ist, wird die Investition in eine automatisierte „unit dose-Versorgung“ noch rentabler machen.

Inhaltsverzeichnis:

Verzeichnis der Tabellen und Abbildungen 2
1. Einleitung 3
2. „Traditionelle“ Arzneimittelversorgung in Deutschland 4
2.1 Sicherheit der „traditionellen“ Methode 6
2.2 Vermeidbare Kosten der „traditionellen“ Methode 9
2.3 Patienten-Compliance 11
2.4 Die Rolle der Krankenhausapotheken in Deutschland 12
3. Patientenorientierte Arzneimittelversorgung 15
3.1 Kennzeichen der patientenindividuellen Versorgung 18
3.2 Vorteile der Patientenorientierung 18
3.2.1 Höhere Arzneimittelsicherheit 19
3.2.2 Geringere Kosten / Einsparpotentiale 20
3.2.3 Qualitätssteigerung 23
3.2.4 Evidence-based-Medicine-Arzneimittel 24
3.2.5 Verbesserte Compliance 25
3.2.6 Erleichterung der Kostenträgerrechnung 26
3.3 „Unit dose“ in den Niederlanden 27
3.3.1 Das Beispiel Arnhem 27
3.3.2 Das Beispiel Tilburg 30
3.4 Zukunft der patientenorientierten Versorgung 32
3.4.1 Die Verschreibungssoftware „Theriak“ 32
3.4.2 Die neue Generation der Kommissionierautomaten 38
4. Vergleich Deutschland / Niederlande 40
4.1 Vergleich der Arzneimittelkosten 45
4.2 Die Gesundheitsreform in den Niederlanden 49
4.3 Die Rolle der Krankenhausapotheken in den Niederlanden 53
5. Übertragung des „unit dose“ Systems auf Deutschland, erste Ansätze 54
5.1 Das Beispiel Leverkusen 55
5.2 Das Beispiel Gummersbach 58
6. Fazit: Verbesserung der Arzneimittelversorgung im Krankenhaus 61
Literaturverzeichnis 64

Arbeit zitieren:
Großmann, Robert September 2003: Die stationäre Arzneimittelversorgung in Deutschland und den Niederlanden unter Berücksichtigung von Arzneimittelkosten und Arzneimittelsicherheit, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
unit-dose, Einsparungen, Qualitätssteigerung, Krankenhausapotheke, Patientenorientierung

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