Zur sozialen Arbeit im Kontext der Verknüpfung von Suchthilfe und psychiatrischem Gesundheitssystem bei Patienten mit psychischen Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis und Suchtmittelmissbrauch
Patienten mit Doppeldiagnose
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Beatrix Kahn
- Abgabedatum: Oktober 2002
- Umfang: 78 Seiten
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Hochschule Neubrandenburg Deutschland
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7061-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7061-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kahn, Beatrix Oktober 2002: Zur sozialen Arbeit im Kontext der Verknüpfung von Suchthilfe und psychiatrischem Gesundheitssystem bei Patienten mit psychischen Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis und Suchtmittelmissbrauch, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Komorbidität, Case Management, Dopaminhypothese, Rückfallprophylaxe, Gesprächsführung
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Diplomarbeit von Beatrix Kahn
Einleitung:
Das gemeinsame Auftreten von Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis und Suchtmittelmißbrauch beschäftigt die psychiatrische Forschung bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts, als es um die Einteilung der psychotischen Symptomatik ging.
Aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen leiden zunehmend Menschen an den zwei Erkrankungen der Psychose und der Sucht. Die Menschen, bei denen die Untersuchungen zur Doppeldiagnose (Kombination eines Suchtmittelmißbrauchs und einer Psychose) führte, sind die „Problemkinder“ der heutigen Klassifikationssysteme und der vorhandenen Versorgungsstruktur. Durch die strukturelle Trennung von psychiatrischen Einrichtungen und Suchttherapieeinrichtungen tritt das Problem auf, daß Patienten mit einer Doppeldiagnose in der Regel aus dem bestehendem Versorgungssystem herausfallen. Entweder haben sich die Einrichtungen auf die Behandlung von Suchtstörungen oder auf die Behandlung schwerer psychischer Störungen spezialisiert. Somit sind die Sucht- Psychose- Erkrankten in keiner dieser Kliniken behandelbar.
Mit Zunahme der Sucht- Psychose- Diagnose zeichnet sich der beginnende Aufbau eines speziellen Versorgungssystems ab. Es entstehen erste Rehabilitationseinrichtungen mit speziell integrierten Sucht- Psychose- Gruppen, wie beispielsweise im Therapiezentrum „Psychose- Sucht“ in Hamburg Bahrenfeld und im Therapiedorf in Ravensruh (Nähe Wismar). Eine andere hilfreiche Therapieform entstand bereits im Berliner Krankenhaus Spandau. Hier gibt es integrierte Sucht- Psychose- Entzugs- und Behandlungs- Stationen. Im Gemeindepsychiatrischen Zentrum in Hamburg Eimsbüttel sowie in der Fachklinik Parber in Vitense- Parber (Nähe Lübeck) entstehen Doppel- Diagnose- Übergangswohnheimbereiche. Sie alle sind in ihrer Therapieform zukunftsweisend für die Versorgung von Doppeldiagnose- Patienten.
Zielstellung:
Als besonderen Schwerpunkt wird die Erscheinungsform der Doppeldiagnose, speziell unter Betrachtung der psychischen Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis und der Abhängigkeitssymptomatik von Alkohol und Drogen betrachtet und mit Hilfe der statistischen Untersuchung an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Rostock/ Gehlsdorf untermauert. Dabei sollen Zusammenhänge zwischen der primären und sekundären Erkrankung erkannt werden, um eine spezifische Behandlung dieser Erkrankung zu ermöglichen.
In der statistischen Untersuchung wird die primäre und sekundäre Verteilung der Doppelerkrankung „Psychose und Sucht“ erfaßt. Es werden Aussagen über die Dauer der Sucht, den Zeitraum des Ausbruchs der Psychose und den sozialen Kontext (z. B. familiäre Situation, schulischer/ beruflicher Werdegang, Alkohol-/ Drogenkonsum der Eltern) gemacht.
Mögliche Behandlungsmethoden und –ziele, Behandlungskonzepte und die bestehenden Probleme bei der Behandlung von Doppeldiagnose Patienten sind weitere Schwerpunkte dieser Arbeit.
Die Definitionen der Doppeldiagnose und der Komorbidität (als psychiatrisch relevante Störung, welche während des Verlaufs einer Abhängigkeit auftreten kann) konnten nach Sichtung verschiedenster Literatur nicht eindeutig als zwei unterschiedliche Erkrankungen erkannt werden. Deshalb wird der Begriff der Doppeldiagnose, aus sozialpädagogischer Sicht, zur Erklärung des Krankheitszustandes von Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis und des Suchtmittelmißbrauchs verwendet.
Des Weiteren ist der Begriff der Sucht und der Abhängigkeit genannt, da beide im Zusammenhang mit dem Konsum psychotroper Substanzen, wie Alkohol, Medikamente und Drogen von Bedeutung sind.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | Einleitung | 3 |
| I.I | Zielstellung | 4 |
| II. | Allgemeiner Teil | 5 |
| 1. | Definitionen/ Begriffsbestimmungen | 5 |
| 1.1 | Psychose | 5 |
| 1.2 | Sucht/ Abhängigkeit | 6 |
| 1.3 | Doppeldiagnose | 8 |
| 1.4 | Komorbidität | 8 |
| 2. | Die diagnostische Einordnung der Erkrankung der Doppeldiagnose nach dem Klassifikationssystem ICD-10 | 9 |
| 3. | Epidemiologie der Doppeldiagnose von Psychose und Sucht | 10 |
| 3.1 | Prävalenz von Doppeldiagnosen | 12 |
| 4. | Doppeldiagnose: Psychose und Sucht | 12 |
| 4.1 | Betrachtungen im Kontext von Drogen und Psychose | 16 |
| 4.2 | Die „moderne“ Diagnose von Cannabis und Psychose | 18 |
| 4.3 | Betrachtungen im Zusammenhang von Alkohol und Psychose | 19 |
| 4.4 | Die Alkoholhalluzinose: eine Doppeldiagnose? | 21 |
| 4.5 | Der Aspekt der Selbstmedikation bei Menschen mit der Diagnose von Psychose und Sucht | 24 |
| 4.6 | Suizidalität im Kontext mit der Doppeldiagnose | 24 |
| 5. | Die Hypothese der Stoffwechselstörung im Gehirn: die Dopaminhypothese | 25 |
| 6. | Behandlungsziele und –methoden bei Patienten mit der Doppeldiagnose aus sozialpädagogischer Sicht | 30 |
| 6.1 | Zum Umgang mit Doppeldiagnose- Patienten | 32 |
| 6.2 | Motivierende Gesprächsführung | 32 |
| 6.3 | Case Management | 35 |
| 7. | Behandlungskonzepte und Therapierichtlinien bei Patienten mit einer Doppeldiagnose | 39 |
| 7.1 | Konzeption des Therapiezentrums „Psychose und Sucht“ in Hamburg/ Ochsenzoll | 45 |
| 7.2 | Die ambulante Betreuung bzw. die Nachsorge von Doppeldiagnose- Patienten | 48 |
| 7.3 | Rückfallprophylaxe: Bedeutung und Umgang mit Rückfällen | 49 |
| 7.4 | Beispiel eines Therapieprogramms zur Vorbeugung von Rückfällen | 51 |
| 8. | Besondere Probleme bei Doppeldiagnose- Patienten | 51 |
| III. | Statistische Untersuchung | 53 |
| 1. | Zielsetzung und Aufbau der Untersuchung | 53 |
| 2. | ICD- 10 Klassifikation | 53 |
| 3. | Verteilung der primären und sekundären Erkrankung | 54 |
| 4. | Häufigkeit von Alkohol- und Drogenmißbrauch | 55 |
| 5. | Erstmanifestation | 56 |
| 6. | Geschlecht und Familienstand | 56 |
| 7. | Schulischer/ beruflicher Werdegang | 57 |
| 8. | Alkoholismus/ Drogenkonsum der Eltern | 57 |
| 9. | Zusammenfassung der Erkenntnisse der Untersuchung | 58 |
| IV. | Schlußfolgerungen | 60 |
| V. | Anhang | 62 |
| 1. | Abbildungsverzeichnis | 62 |
| 2. | Tabellenverzeichnis | 62 |
| 3. | Statistik zur Untersuchung | 63 |
| VI. | Literaturverzeichnis | 72 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832470616
Arbeit zitieren:
Kahn, Beatrix Oktober 2002: Zur sozialen Arbeit im Kontext der Verknüpfung von Suchthilfe und psychiatrischem Gesundheitssystem bei Patienten mit psychischen Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis und Suchtmittelmissbrauch, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Komorbidität, Case Management, Dopaminhypothese, Rückfallprophylaxe, Gesprächsführung



