Die registergestützte Volkszählung 'Neu' in Österreich und ihre Auswirkungen auf den Datenschutz
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Moritz Plojhar
- Abgabedatum: April 2007
- Umfang: 94 Seiten
- Dateigröße: 559,5 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
- Bibliografie: ca. 91
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0361-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8366-0361-4 P - ISBN (CD) :978-3-8366-0361-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Plojhar, Moritz April 2007: Die registergestützte Volkszählung 'Neu' in Österreich und ihre Auswirkungen auf den Datenschutz, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: E-Government, Public Management, Registerzählung, Bürgerkarte, Statistik Austria
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Diplomarbeit von Moritz Plojhar
Einleitung:
Das Thema dieser Diplomarbeit lautet: Die registergestützte Volkszählung „Neu“ in Österreich und ihre Auswirkungen auf den Datenschutz.
Bisher wurden Volkszählungen mithilfe von Fragebögen durchgeführt, die Zählung aus dem Jahr 2001 sollte aber die letzte dieser Art sein. Mit dem Beschluss des „Registerzählungsgesetzes“ Ende 2005 beginnt nun eine neue Ära auf diesem Gebiet. Die klassische Erhebungsform mittels Fragebogen wird durch die Beschaffung der Daten aus den so genannten Registern ersetzt. Das bedeutet, dass man Daten für die Zählungen verwendet, die in den verschiedenen Verwaltungsbereichen elektronisch abgespeichert wurden. Dies wird durch den Einsatz von moderner Informations- und Kommunikationstechnologie in der Verwaltung und durch E-Government möglich. Man nimmt also die Daten aus den Verwaltungsbereichen, „klebt“ diese zusammen, und erhält sozusagen das Ergebnis der Volkszählung. Dies klingt jetzt alles sehr einfach und gut, aber ganz so leicht ist es dann doch wieder nicht. Eine wichtige Frage ist vor allem: Wie will man diese Daten zusammenführen und was bedeutet das für den Datenschutz. Man stelle sich z.B. vor, man hätte einen einzigen riesigen Datensatz zu jeder Person, in dem alles abgespeichert ist! Dann wäre der „Gläserne Mensch“ bald Realität… Gang der Untersuchung:
Die Arbeit ist in 4 Kapitel aufgeteilt. Im Kapitel „Grundlagen zur Volkszählung in Österreich“ soll ein Überblick über die Volkszählung gegeben werden. Es werden beschrieben: die Ziele und Aufgaben der Volkszählung, ihre Geschichte in Österreich und wer die Zählungen durchführt, was sich technisch im Laufe der Zeit hier verändert hat, was man unter einer Großzählung versteht und welche Vorteile diese mit sich bringt, und was zwischen 2 Zählungen (die ja bis jetzt nur alle 10 Jahre durchgeführt werden) passiert. Gegen Ende des Kapitels erfolgt dann eine kurze Vorschau auf die „neue Methode“ und es wird beschrieben, welche Gründe es überhaupt dafür gibt, eine neue Methode einzusetzen.
Im Kapitel „Die Volkszählung und E-Government“ werden weitere wichtige Grundlagen gelegt. Diese werden benötigt um später verstehen zu können, wie die Volkszählung „Neu“ (auch Registerzählung genannt) funktioniert. Zuerst wird beschrieben, was E-Government ist, welche Ziele dabei verfolgt werden und welche Vorteile dies bringen soll. Danach erfolgt eine Beschreibung des Zentralen Melderegisters (ZMR), welches faktisch die Grundlage für die Zählung und auch für die elektronische Identifikation von natürlichen Personen bildet. Die Stammzahl ist ein weiterer wichtiger Baustein im Konzept der elektronischen Identifikation.
Danach wird die Bürgerkarte beschrieben. Sie ist das elektronische Ausweisdokument im elektronischen Verwaltungsverfahren (so wie z.B. ein Reisepass beim klassischen Amtsweg) und erlaubt neben der eindeutigen Identifikation von Personen auch deren elektronische Unterschrift. Damit wird es möglich Verwaltungsverfahren über das Internet abzuwickeln. Zur Identifikation von Personen in den Registern werden so genannte bereichspezifische Personenkennzeichen (bPK) eingesetzt. Es wird beschrieben was bPK sind und wie sie errechnet werden. Wie der Name schon sagt, sind diese immer nur für einen bestimmten Bereich in der Verwaltung gültig.
Da nun alle Grundlagen gelegt wurden, kann im Kapitel „Die Registerzählung 2010“ beschrieben werden, wie die Zählung nun tatsächlich funktioniert. Die Themen sind: Gegenstand und Merkmale der Erhebung, die Datengrundlagen der Zählung (Register), die Funktionsweise der Qualitätssicherung der Zählung, die Zusammenführung der Daten und deren Auswertung, sowie eine Beschreibung der Probezählung, die bereits 2006 durchgeführt wurde.
Im Kapitel „Die Volkszählung „Neu“ aus der Sicht des Datenschutzes“ erfolgt dann eine Evaluation aus der Sicht des Datenschutzes. Zuerst werden die Security Assets beschrieben, also was alles als schützenswert zu betrachten ist, bzw. aus der Sicht des Datenschutzes erstrebenswert wäre. Es folgen die Security Threats (also die Sicherheitsbedrohungen) und eine Tabelle, in der die Assets und die Threats gegenübergestellt werden. Last but not least werden dann noch die Gegenmaßnahmen beschrieben und diese wieder mit den Threats in Tabellenform gegenübergestellt.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | INHALTSVERZEICHNIS: | 1 |
| 2. | INHALT UND AUFBAU DER ARBEIT | 5 |
| 3. | GRUNDLAGEN ZUR VOLKSZÄHLUNG IN ÖSTERREICH | 7 |
| 3.1 | DIE ZIELE UND AUFGABEN DER VOLKSZÄHLUNG | 7 |
| 3.2 | ADMINISTRATIVE STATISTIK IN ÖSTERREICH | 7 |
| 3.2.1 | VOM STATISTISCHEN BUREAU ZUM ÖSTERREICHISCHEN STATISTISCHEN ZENTRALAMT: 1829-2000 | 7 |
| 3.2.2 | DIE STATISTIK AUSTRIA UND IHRE ROLLE IN ÖSTERREICH | 9 |
| 3.3 | GESCHICHTE UND TECHNISCHE INNOVATIONEN AUF DEM GEBIET DER VOLKSZÄHLUNG | 11 |
| 3.4 | VOLKSZÄHLUNG VERSUS GROßZÄHLUNG | 13 |
| 3.4.1 | BEGRIFF UND NUTZEN | 13 |
| 3.4.2 | DIE GEBÄUDE- UND WOHNUNGSZÄHLUNG | 13 |
| 3.4.3 | DIE ARBEITSSTÄTTENZÄHLUNG | 14 |
| 3.5 | TECHNISCHE INNOVATIONEN UND KOSTEN | 14 |
| 3.6 | WAS PASSIERT ZWISCHEN 2 VOLKSZÄHLUNGEN? | 16 |
| 3.6.1 | DIE JAHRGANGSWEISE FORTSCHREIBUNG UND POPREG | 16 |
| 3.6.2 | DER MIKROZENSUS | 16 |
| 3.7 | DIE BEDEUTUNG DER STATISTIK IM ZEITALTER DER INFORMATIONSGESELLSCHAFT | 18 |
| 3.8 | VORSCHAU AUF DIE REGISTERGESTÜTZTE VOLKSZÄHLUNG „NEU“ IN ÖSTERREICH | 18 |
| 3.8.1 | DIE NACHTEILE DER ALTEN METHODE | 18 |
| 3.8.2 | WAS IST DIE VOLKSZÄHLUNG „NEU“ | 19 |
| 3.8.3 | VORTEILE DER REGISTERZÄHLUNG | 20 |
| 4. | DIE VOLKSZÄHLUNG UND E-GOVERNMENT | 21 |
| 4.1 | WAS IST E-GOVERNMENT | 21 |
| 4.2 | DAS ZENTRALE MELDEREGISTER | 23 |
| 4.2.1 | WAS IST DAS ZMR | 23 |
| 4.2.2 | AKTUALITÄT DER DATEN | 24 |
| 4.2.2.1 | Meldepflicht | 24 |
| 4.2.2.2 | Anmeldung | 25 |
| 4.2.2.3 | Abmeldung | 25 |
| 4.2.2.4 | Ummeldung | 25 |
| 4.2.2.5 | Eintragungen durch die Personenstandsbehörden | 25 |
| 4.2.2.6 | Eintragungen durch die Evidenzstellen | 26 |
| 4.2.3 | DIE EINDEUTIGE IDENTIFIKATION VON PERSONEN | 26 |
| 4.2.4 | WELCHE DATEN WERDEN IM ZMR GESPEICHERT | 26 |
| 4.2.4.1 | Identitätsdaten | 26 |
| 4.2.4.2 | Wohnsitzdaten | 27 |
| 4.2.5 | WER HAT ZUGRIFF AUF DAS ZMR | 27 |
| 4.2.5.1 | Meldebestätigung | 27 |
| 4.2.5.2 | Meldeauskunft | 27 |
| 4.2.5.3 | Zugang | 27 |
| 4.2.6 | DIE VORTEILE DES ZMR | 28 |
| 4.3 | DIE STAMMZAHL | 29 |
| 4.3.1 | DIE STAMMZAHL BEI NATÜRLICHEN PERSONEN | 29 |
| 4.3.2 | DIE STAMMZAHL BEI NICHTNATÜRLICHEN PERSONEN | 30 |
| 4.3.3 | DIE REGISTER DER STAMMZAHLEN | 30 |
| 4.3.4 | DIE STAMMZAHLENREGISTERBEHÖRDE | 30 |
| 4.3.4.1 | Stammzahlenregister | 31 |
| 4.3.4.1.1 | Zentrales Vereinsregister | 31 |
| 4.3.4.1.2 | Firmenbuch | 32 |
| 4.3.4.2 | Ergänzungsregister | 32 |
| 4.4 | DIE BÜRGERKARTE | 32 |
| 4.4.1 | WAS IST DIE BÜRGERKARTE | 32 |
| 4.4.2 | WAS KANN ALLES ALS BÜRGERKARTE VERWENDET WERDEN | 33 |
| 4.4.3 | DAS KONZEPT BÜRGERKARTE | 33 |
| 4.4.3.1 | Die Bürgerkartenumgebung | 34 |
| 4.4.3.2 | Security- Layer, Benutzerschnittstelle und Applikation | 34 |
| 4.4.3.3 | Aktuelle Ausprägungsformen der Bürgerkartenumgebung | 35 |
| 4.4.3.3.1 | Bürgerkarte als Signaturkarte | 35 |
| 4.4.3.3.2 | Bürgerkarte über einen Sicherheitsserver | 35 |
| 4.4.4 | AKTIVIERUNG DER BÜRGERKARTE | 36 |
| 4.4.4.1 | Zertifikate und Personenbindung | 36 |
| 4.4.5 | DIE FUNKTIONEN DER BÜRGERKARTE | 37 |
| 4.4.5.1 | Identifikation | 37 |
| 4.4.5.2 | Elektronische Signatur | 37 |
| 4.4.6 | ABLAUF VON IDENTIFIKATION UND SIGNATUR | 39 |
| 4.4.7 | BEISPIELE FÜR ANWENDUNGEN DER BÜRGERKARTE | 39 |
| 4.4.8 | DIE VORTEILE DER BÜRGERKARTE | 39 |
| 4.5 | DAS BEREICHSPEZIFISCHE PERSONENKENNZEICHEN (BPK) | 40 |
| 4.5.1 | WOZU GIBT ES BPK | 40 |
| 4.5.2 | DIE ERRECHNUNG DES BPK | 40 |
| 4.5.3 | BPK FÜR ORGANWALTER | 41 |
| 4.5.4 | DIE ERRECHNUNG DES WBPK | 42 |
| 4.5.5 | DAS FREMD- BPK | 42 |
| 5. | DIE REGISTERZÄHLUNG 2010 | 45 |
| 5.1 | ERHEBUNGSGEGENSTAND DER REGISTERZÄHLUNG | 45 |
| 5.2 | ERHEBUNGSMERKMALE DER REGISTERZÄHLUNG | 45 |
| 5.3 | DATENGRUNDLAGEN DER REGISTERZÄHLUNG | 50 |
| 5.3.1 | DAS ZMR | 50 |
| 5.3.2 | HVSV, KRANKENFÜRSORGEANSTALTEN (LÄNDER UND GEMEINDEN) UND KAMMERN DER FREIEN BERUFE | 50 |
| 5.3.2.1 | Allgemeines | 50 |
| 5.3.2.2 | Datenverarbeitung in der Sozialversicherung | 51 |
| 5.3.3 | BILDUNGSSTANDREGISTER UND SCHUL- UND HOCHSCHULSTATISTIK | 51 |
| 5.3.4 | STEUERREGISTER | 52 |
| 5.3.5 | AMS | 52 |
| 5.3.6 | UNTERNEHMENSREGISTER | 53 |
| 5.3.7 | GEBÄUDE- UND WOHNUNGSREGISTER | 54 |
| 5.4 | DIE QUALITÄTSSICHERUNG | 55 |
| 5.4.1 | DIE VERGLEICHSDATEN | 55 |
| 5.4.2 | BEI UNVOLLSTÄNDIGKEIT DER DATEN | 57 |
| 5.4.3 | BEI WIDERSPRÜCHLICHKEIT DER DATEN | 57 |
| 5.4.4 | DIE BEFRAGUNG NACH §5 ABS. 5 | 58 |
| 5.4.5 | INFORMATION AN DIE GEMEINDE | 58 |
| 5.5 | DIE ZUSAMMENFÜHRUNG DER DATEN | 58 |
| 5.5.1 | DIE AUSSTATTUNG DER REGISTER MIT BPK | 58 |
| 5.5.2 | DURCHFÜHRUNG DER ERHEBUNG | 61 |
| 5.6 | FESTSTELLUNG DER ZAHL DER ÖSTERREICHISCHEN STAATSBÜRGER UND DER WOHNBEVÖLKERUNG | 63 |
| 5.7 | SONSTIGE AUSWERTUNG DER REGISTERZÄHLUNG | 64 |
| 5.8 | DIE PROBEZÄHLUNG 2006 | 64 |
| 6. | DIE VOLKSZÄHLUNG „NEU“ AUS DER SICHT DES DATENSCHUTZES | 66 |
| 6.1 | SECURITY ASSETS | 66 |
| 6.1.1 | DAS GRUNDRECHT AUF DATENSCHUTZ | 66 |
| 6.1.2 | DIE VERSCHIEDENEN EBENEN DES DATENSCHUTZES | 67 |
| 6.1.3 | TECHNISCHE UND ORGANISATORISCHE SCHUTZMAßNAHMEN | 68 |
| 6.1.4 | DATENSCHUTZ IM WANDEL DER ZEIT | 69 |
| 6.1.5 | ZUSAMMENFASSUNG DER ASSETS | 70 |
| 6.2 | SECURITY THREATS | 70 |
| 6.2.1 | BEDROHUNGEN AUF ERSTER EBENE | 70 |
| 6.2.2 | BEDROHUNGEN AUF ZWEITER EBENE | 71 |
| 6.2.3 | BEDROHUNGEN AUF DRITTER EBENE | 72 |
| 6.2.4 | SONSTIGE BEDROHUNGEN | 73 |
| 6.2.5 | ASSETS UND THREATS IM ÜBERBLICK | 74 |
| 6.3 | GEGENMAßNAHMEN | 75 |
| 6.3.1 | BESCHREIBUNG DER GEGENMAßNAHMEN | 75 |
| 6.3.2 | THREATS UND GEGENMAßNAHMEN IM ÜBERBLICK | 82 |
| 7. | FAZIT UND AUSBLICK | 84 |
| 8. | ABBILDUNGSVERZEICHNIS | 85 |
| 9. | TABELLENVERZEICHNIS | 86 |
| 10. | LITERATURVERZEICHNIS | 87 |
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | INHALTSVERZEICHNIS: | 1 |
| 2. | INHALT UND AUFBAU DER ARBEIT | 5 |
| 3. | GRUNDLAGEN ZUR VOLKSZÄHLUNG IN ÖSTERREICH | 7 |
| 3.1 | DIE ZIELE UND AUFGABEN DER VOLKSZÄHLUNG | 7 |
| 3.2 | ADMINISTRATIVE STATISTIK IN ÖSTERREICH | 7 |
| 3.2.1 | VOM STATISTISCHEN BUREAU ZUM ÖSTERREICHISCHEN STATISTISCHEN ZENTRALAMT: 1829-2000 | 7 |
| 3.2.2 | DIE STATISTIK AUSTRIA UND IHRE ROLLE IN ÖSTERREICH | 9 |
| 3.3 | GESCHICHTE UND TECHNISCHE INNOVATIONEN AUF DEM GEBIET DER VOLKSZÄHLUNG | 11 |
| 3.4 | VOLKSZÄHLUNG VERSUS GROßZÄHLUNG | 13 |
| 3.4.1 | BEGRIFF UND NUTZEN | 13 |
| 3.4.2 | DIE GEBÄUDE- UND WOHNUNGSZÄHLUNG | 13 |
| 3.4.3 | DIE ARBEITSSTÄTTENZÄHLUNG | 14 |
| 3.5 | TECHNISCHE INNOVATIONEN UND KOSTEN | 14 |
| 3.6 | WAS PASSIERT ZWISCHEN 2 VOLKSZÄHLUNGEN? | 16 |
| 3.6.1 | DIE JAHRGANGSWEISE FORTSCHREIBUNG UND POPREG | 16 |
| 3.6.2 | DER MIKROZENSUS | 16 |
| 3.7 | DIE BEDEUTUNG DER STATISTIK IM ZEITALTER DER INFORMATIONSGESELLSCHAFT | 18 |
| 3.8 | VORSCHAU AUF DIE REGISTERGESTÜTZTE VOLKSZÄHLUNG „NEU“ IN ÖSTERREICH | 18 |
| 3.8.1 | DIE NACHTEILE DER ALTEN METHODE | 18 |
| 3.8.2 | WAS IST DIE VOLKSZÄHLUNG „NEU“ | 19 |
| 3.8.3 | VORTEILE DER REGISTERZÄHLUNG | 20 |
| 4. | DIE VOLKSZÄHLUNG UND E-GOVERNMENT | 21 |
| 4.1 | WAS IST E-GOVERNMENT | 21 |
| 4.2 | DAS ZENTRALE MELDEREGISTER | 23 |
| 4.2.1 | WAS IST DAS ZMR | 23 |
| 4.2.2 | AKTUALITÄT DER DATEN | 24 |
| 4.2.2.1 | Meldepflicht | 24 |
| 4.2.2.2 | Anmeldung | 25 |
| 4.2.2.3 | Abmeldung | 25 |
| 4.2.2.4 | Ummeldung | 25 |
| 4.2.2.5 | Eintragungen durch die Personenstandsbehörden | 25 |
| 4.2.2.6 | Eintragungen durch die Evidenzstellen | 26 |
| 4.2.3 | DIE EINDEUTIGE IDENTIFIKATION VON PERSONEN | 26 |
| 4.2.4 | WELCHE DATEN WERDEN IM ZMR GESPEICHERT | 26 |
| 4.2.4.1 | Identitätsdaten | 26 |
| 4.2.4.2 | Wohnsitzdaten | 27 |
| 4.2.5 | WER HAT ZUGRIFF AUF DAS ZMR | 27 |
| 4.2.5.1 | Meldebestätigung | 27 |
| 4.2.5.2 | Meldeauskunft | 27 |
| 4.2.5.3 | Zugang | 27 |
| 4.2.6 | DIE VORTEILE DES ZMR | 28 |
| 4.3 | DIE STAMMZAHL | 29 |
| 4.3.1 | DIE STAMMZAHL BEI NATÜRLICHEN PERSONEN | 29 |
| 4.3.2 | DIE STAMMZAHL BEI NICHTNATÜRLICHEN PERSONEN | 30 |
| 4.3.3 | DIE REGISTER DER STAMMZAHLEN | 30 |
| 4.3.4 | DIE STAMMZAHLENREGISTERBEHÖRDE | 30 |
| 4.3.4.1 | Stammzahlenregister | 31 |
| 4.3.4.1.1 | Zentrales Vereinsregister | 31 |
| 4.3.4.1.2 | Firmenbuch | 32 |
| 4.3.4.2 | Ergänzungsregister | 32 |
| 4.4 | DIE BÜRGERKARTE | 32 |
| 4.4.1 | WAS IST DIE BÜRGERKARTE | 32 |
| 4.4.2 | WAS KANN ALLES ALS BÜRGERKARTE VERWENDET WERDEN | 33 |
| 4.4.3 | DAS KONZEPT BÜRGERKARTE | 33 |
| 4.4.3.1 | Die Bürgerkartenumgebung | 34 |
| 4.4.3.2 | Security- Layer, Benutzerschnittstelle und Applikation | 34 |
| 4.4.3.3 | Aktuelle Ausprägungsformen der Bürgerkartenumgebung | 35 |
| 4.4.3.3.1 | Bürgerkarte als Signaturkarte | 35 |
| 4.4.3.3.2 | Bürgerkarte über einen Sicherheitsserver | 35 |
| 4.4.4 | AKTIVIERUNG DER BÜRGERKARTE | 36 |
| 4.4.4.1 | Zertifikate und Personenbindung | 36 |
| 4.4.5 | DIE FUNKTIONEN DER BÜRGERKARTE | 37 |
| 4.4.5.1 | Identifikation | 37 |
| 4.4.5.2 | Elektronische Signatur | 37 |
| 4.4.6 | ABLAUF VON IDENTIFIKATION UND SIGNATUR | 39 |
| 4.4.7 | BEISPIELE FÜR ANWENDUNGEN DER BÜRGERKARTE | 39 |
| 4.4.8 | DIE VORTEILE DER BÜRGERKARTE | 39 |
| 4.5 | DAS BEREICHSPEZIFISCHE PERSONENKENNZEICHEN (BPK) | 40 |
| 4.5.1 | WOZU GIBT ES BPK | 40 |
| 4.5.2 | DIE ERRECHNUNG DES BPK | 40 |
| 4.5.3 | BPK FÜR ORGANWALTER | 41 |
| 4.5.4 | DIE ERRECHNUNG DES WBPK | 42 |
| 4.5.5 | DAS FREMD- BPK | 42 |
| 5. | DIE REGISTERZÄHLUNG 2010 | 45 |
| 5.1 | ERHEBUNGSGEGENSTAND DER REGISTERZÄHLUNG | 45 |
| 5.2 | ERHEBUNGSMERKMALE DER REGISTERZÄHLUNG | 45 |
| 5.3 | DATENGRUNDLAGEN DER REGISTERZÄHLUNG | 50 |
| 5.3.1 | DAS ZMR | 50 |
| 5.3.2 | HVSV, KRANKENFÜRSORGEANSTALTEN (LÄNDER UND GEMEINDEN) UND KAMMERN DER FREIEN BERUFE | 50 |
| 5.3.2.1 | Allgemeines | 50 |
| 5.3.2.2 | Datenverarbeitung in der Sozialversicherung | 51 |
| 5.3.3 | BILDUNGSSTANDREGISTER UND SCHUL- UND HOCHSCHULSTATISTIK | 51 |
| 5.3.4 | STEUERREGISTER | 52 |
| 5.3.5 | AMS | 52 |
| 5.3.6 | UNTERNEHMENSREGISTER | 53 |
| 5.3.7 | GEBÄUDE- UND WOHNUNGSREGISTER | 54 |
| 5.4 | DIE QUALITÄTSSICHERUNG | 55 |
| 5.4.1 | DIE VERGLEICHSDATEN | 55 |
| 5.4.2 | BEI UNVOLLSTÄNDIGKEIT DER DATEN | 57 |
| 5.4.3 | BEI WIDERSPRÜCHLICHKEIT DER DATEN | 57 |
| 5.4.4 | DIE BEFRAGUNG NACH §5 ABS. 5 | 58 |
| 5.4.5 | INFORMATION AN DIE GEMEINDE | 58 |
| 5.5 | DIE ZUSAMMENFÜHRUNG DER DATEN | 58 |
| 5.5.1 | DIE AUSSTATTUNG DER REGISTER MIT BPK | 58 |
| 5.5.2 | DURCHFÜHRUNG DER ERHEBUNG | 61 |
| 5.6 | FESTSTELLUNG DER ZAHL DER ÖSTERREICHISCHEN STAATSBÜRGER UND DER WOHNBEVÖLKERUNG | 63 |
| 5.7 | SONSTIGE AUSWERTUNG DER REGISTERZÄHLUNG | 64 |
| 5.8 | DIE PROBEZÄHLUNG 2006 | 64 |
| 6. | DIE VOLKSZÄHLUNG „NEU“ AUS DER SICHT DES DATENSCHUTZES | 66 |
| 6.1 | SECURITY ASSETS | 66 |
| 6.1.1 | DAS GRUNDRECHT AUF DATENSCHUTZ | 66 |
| 6.1.2 | DIE VERSCHIEDENEN EBENEN DES DATENSCHUTZES | 67 |
| 6.1.3 | TECHNISCHE UND ORGANISATORISCHE SCHUTZMAßNAHMEN | 68 |
| 6.1.4 | DATENSCHUTZ IM WANDEL DER ZEIT | 69 |
| 6.1.5 | ZUSAMMENFASSUNG DER ASSETS | 70 |
| 6.2 | SECURITY THREATS | 70 |
| 6.2.1 | BEDROHUNGEN AUF ERSTER EBENE | 70 |
| 6.2.2 | BEDROHUNGEN AUF ZWEITER EBENE | 71 |
| 6.2.3 | BEDROHUNGEN AUF DRITTER EBENE | 72 |
| 6.2.4 | SONSTIGE BEDROHUNGEN | 73 |
| 6.2.5 | ASSETS UND THREATS IM ÜBERBLICK | 74 |
| 6.3 | GEGENMAßNAHMEN | 75 |
| 6.3.1 | BESCHREIBUNG DER GEGENMAßNAHMEN | 75 |
| 6.3.2 | THREATS UND GEGENMAßNAHMEN IM ÜBERBLICK | 82 |
| 7. | FAZIT UND AUSBLICK | 84 |
| 8. | ABBILDUNGSVERZEICHNIS | 85 |
| 9. | TABELLENVERZEICHNIS | 86 |
| 10. | LITERATURVERZEICHNIS | 87 |
Textprobe:
Kapitel 6.2.1, Bedrohungen auf erster Ebene:
Weitergabe von Daten einer Person aus einem Register: In diesem Fall wer-den aus einem Register gewisse Daten über eine bestimmte Person unberechtigt weitergegeben. Im Vergleich zu den Erhebungsmerkmalen der Registerzählung sind in den verschiedenen Registern ja noch viel mehr Daten enthalten, welche noch dazu auch viel interessanter sein könnten als jene der Zählung.
Knacken des bPK und Ableitung einer dazugehörigen Stammzahl: Das bPK wird geknackt und man Erhält die Eingangsdaten der Berechnung, also folglich die Stammzahl. Daraus lassen sich dann leicht bPK für andere Bereiche berech-nen, da ja die Berechnungsverfahren veröffentlicht werden müssen.
Knacken des Fremd- bPK (bPK AS): Das verschlüsselte Fremd- bPK wird in den Registern gespeichert. Wenn man dieses entschlüsselt, erhält man das bPK des anderen Bereiches (z.B. das bPK- AS) und könnte die Person in dem anderen Bereich identifizieren.
Stehlen bzw. Weitergabe des privaten Schlüssels für das Fremd -bPK des Bereiches: Die verschlüsselten Fremd- bPK werden von der Stammzahlenregis-terbehörde (BMI ist Dienstleister) erzeugt. Dazu muss jeweils ein öffentlicher Schlüssel für jeden Bereich dort hinterlegt werden. Die bPK lassen sich mit die-sem Schlüssel verschlüsseln, entschlüsselt werden können sie aber nur mehr mit dem privaten Schlüssel. Dieser sollte nur dem zuständigen Bereich bekannt sein (z.B. bPK- AS: der Statistik Austria). Wird dieser weitergegeben bzw. gestohlen, können andere die Fremd- bPK entschlüsseln und erhalten das bPK eines ande-ren Bereiches zur selben Person. (siehe: technische Sicherheit des Fremd- bPK) Kapitel 6.2.2, Bedrohungen auf zweiter Ebene:
Verlust der technischen Sicherheit von Stammzahl, bPK und Fremd- bPK: Die Sicherheit der kryptographischen Verfahren ist auf Grund des technischen Fortschrittes nicht mehr gegeben und die Verfahren können mit adäquatem, rea-listischem Aufwand geknackt werden.
Unerlaubte Ableitung einer Stammzahl: Stammzahlen werden ja beim Bun-desministerium für Inneres, das als Dienstleiter für die Stammzahlenregisterbe-hörde fungiert, berechnet. Diese dürfen dort nicht gespeichert werden. Bei einem Missbrauch können aus der Stammzahl bPK erzeugt werden. Unerlaubte Ableitung von bPK, Fremd- bPK: Für Personen werden unerlaub-terweise bPK oder Fremd- bPK berechnet, um diese dann in anderen Datenban-ken (Registern) identifizieren zu können. Gefälschtes Ansuchen auf Berechnung von bPK, Fremd- bPK: Datenanwen-dungen müssen mit bPK ausgestattet werden. Dazu müssen diese um Errech-nung ansuchen und die Ergebnisse abholen.
Kapitel 6.2.3, Bedrohungen auf dritter Ebene:
Stehlen des Namens eines Betroffenen: Falls es im Rahmen der Qualitätssi-cherung zu einer Befragung nach §5 Abs. 5 kommt, müssen die Inhaber der Ver-waltungsdaten den Namen und die Adresse des Betroffenen bekannt geben. Nun weiß man, wer sich hinter dem bPK verbirgt. Dauerhafte Speicherung des Namens eines Betroffenen: Wie oben, verfügt man nun neben dem bPK der Person auch über diese Daten. Falls dies gespei-chert wird, handelt es sich nicht mehr um nicht personenbezogene, sondern per-sonenbezogene Daten und es gelten andere Regeln im Bezug auf den Daten-schutz. [vgl. Bundesstatistikgesetz 2003 (konsolidierte Fassung) (2003) §3 Z15, URL] Stehlen der SV- Nummer eines Betroffenen: Die Bildungsdaten werden über die Sozialversicherungsnummer geführt. Die Statistik Austria erhält dann vom Hauptverband die zur SV- Nummer passenden verschlüsselten bPK-AS. Sie darf dann ihre SV-Nummern entschlüsseln und mit den bPK matchen. Dabei könnte man eine SV-Nummer und das passende bPK stehlen.
Knacken des bPK, bzw. des Fremd- bPK: Hier gilt oben beschriebenes analog.
Stehlen bzw. Weitergabe des privaten Schlüssels für das Fremd bPK AS: Hier gilt oben beschriebenes analog.
Unerlaubtes Entschlüsseln der SV- Nummer: Man erhält die Bildungsdaten zu einer passenden SV- Nummer.
Verlust der technischen Sicherheit von Verschlüsselungen: Die Verschlüsse-lung von Daten, die nicht unverschlüsselt aufgehoben werden dürfen (Name, SV- Nummer), ist nicht mehr sicher genug und macht einen Missbrauch möglich. Rücklieferung von Daten an die Register: Im Rahmen der Qualitätssiche-rungsmaßnahmen der Registerzählung werden die Ergebnisse dieser an die Re-gister zurückgegeben. Daraus können rechtliche Nachteile für den Betroffenen entstehen. Falsche Veröffentlichung von Daten der Zählung: Daten der Zählung werden nicht gesetzeskonform veröffentlich. Weitergabe von Daten eines Betroffenen: Daten über einen Betroffen werden unrechtmäßig weitergegeben.
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http://www.diplom.de/ean/9783836603614
Arbeit zitieren:
Plojhar, Moritz April 2007: Die registergestützte Volkszählung 'Neu' in Österreich und ihre Auswirkungen auf den Datenschutz, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
E-Government, Public Management, Registerzählung, Bürgerkarte, Statistik Austria




