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Die prüfungsrelevanten Aspekte des KonTraG und die Auswirkungen auf den risikoorientierten Prüfungsansatz

Die prüfungsrelevanten Aspekte des KonTraG und die Auswirkungen auf den risikoorientierten Prüfungsansatz
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andreas Plack
  • Abgabedatum: März 1998
  • Umfang: 101 Seiten
  • Dateigröße: 979,2 KB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0869-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0869-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0869-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Plack, Andreas März 1998: Die prüfungsrelevanten Aspekte des KonTraG und die Auswirkungen auf den risikoorientierten Prüfungsansatz, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: wirtschaftliche Lage, Risikoorientierter Prüfungsansatz, KonTraG, Risikomanagement, Analyseinstrumente

Diplomarbeit von Andreas Plack

Gang der Untersuchung:

Am 5.3.1998 beschloß der Bundestag das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG). KonTraG regelt u.a. für die Abschlußprüfung relevante Vorschriften im HGB neu.

Inhalt der Arbeit ist zunächst das Aufzeigen der für die Abschlußprüfung relevanten Gesetzesänderungen und deren kritische Würdigung.

Gegenstand der Untersuchung ist im dritten Kapitel die Frage, inwieweit der derzeit praktizierte risikoorientierte Prüfungsansatz diesen Anforderungen genügt. Als Ergebnis der Untersuchung läßt sich festhalten, daß sich der Abschlußprüfer mehr denn je mit der wirtschaftlichen Lage und der künftigen Entwicklung des Unternehmens auseinanderzusetzen hat. Der risikoorientierte Prüfungsansatz muß um betriebswirtschaftliche Aspekte erweitert werden.

Kapitel vier stellt folglich verschiedene Analyseinstrumente vor und untersucht sie bezüglich ihrer Eignung, den Abschlußprüfer entsprechend zu unterstützen.

Als Gesamtfazit der Arbeit läßt sich festhalten, daß der risikoorientierte Prüfungsansatz bei sorgfältiger Anwendung die KonTraG-Anforderungen weitgehend erfüllt. Es wird deutlich, daß die wirtschaftliche Lage zunehmend in den Betrachtungshorizont des Abschlußprüfers fällt. Der risikoorientierte Prüfungsansatz wird verstärkt um betriebswirtschaftliche Analysen erweitert werden müssen.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis VI
Abbildungsverzeichnis VIII
Tabellenverzeichnis IX
1. Einführung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Gang der Arbeit 2
2. Prüfungsrelevante Aspekte des KonTraG 3
2.1 Neue Pflichten für Unternehmen 3
2.1.1 Lagebericht und Anhang 3
2.1.2 Risikomanagement und Überwachungssystem 7
2.2 Neuerungen für die Abschlußprüfung 11
2.2.1 Gegenstand und Umfang der Abschlußprüfung 11
2.2.1.1 Problemorientierung 11
2.2.1.2 Lageberichtsprüfung 12
2.2.1.3 Risikomanagement und Überwachungssystem 13
2.2.2 Prüfungsbericht 15
2.2.3 Bestätigungsvermerk 17
2.2.4 Zusammenarbeit von Abschlußprüfer und Aufsichtsrat 19
2.2.4.1 Auftragserteilung und Honorarvereinbarung 19
2.2.4.2 Aushändigung des Prüfungsberichts 19
2.2.4.3 Bilanzsitzung 20
2.2.5 Unabhängigkeit des Abschlußprüfers 21
2.2.5.1 Umsatzabhängigkeit 21
2.2.5.2 Interner Prüferwechsel 21
2.2.6 Verantwortlichkeit des Abschlußprüfers 22
2.3 Prüfungsbezogene Ziele von KonTraG 23
3. Auswirkungen von KonTraG auf den risikoorientierten Prüfungsansatz 26
3.1 Vorstellung des risikoorientierten Prüfungsansatzes 26
3.1.1 Darstellung der Risikoarten 26
3.1.1.1 Fehlerrisiko 26
3.1.1.1.1 Inhärentes Risiko 26
3.1.1.1.2 Kontrollrisiko 27
3.1.1.2 Entdeckungsrisiko 28
3.1.1.2.1 Analytisches Risiko 29
3.1.1.2.2 Risiko von Einzelfallprüfungen 29
3.1.2 Das Prüfungsrisikomodell 29
3.1.2.1 Entwicklung zum Prüfungsrisikomodell 29
3.1.2.2 Wesentlichkeitsbestimmung 31
3.1.3 Modellkritik 32
3.2 Untersuchung im Hinblick auf Anforderungen von KonTraG 33
3.2.1 Problemorientierung 33
3.2.2 Risiken der künftigen Entwicklung 34
3.2.3 Risikomanagement und Überwachungssystem 35
3.3 Rückwirkung auf die Determinanten des risikoorientierten Prüfungsansatzes 36
3.4 Zwischenergebnis 38
4. Analyse der wirtschaftlichen Lage 39
4.1 Verpflichtung zur Prüfung der wirtschaftlichen Lage und zur Einschätzung der künftigen Entwicklung 39
4.2 Auswahl von betriebswirtschaftlichen Analyseinstrumenten 41
4.2.1 Quantitative Analyse 41
4.2.1.1 Traditionelle Bilanzanalyse 41
4.2.1.1.1 Analyse der Vermögenslage 41
4.2.1.1.2 Analyse der Finanzlage 43
4.2.1.1.3 Analyse der Ertragslage 48
4.2.1.1.4 Kennzahlensysteme 52
4.2.1.2 Diskriminanzanalyse und künstlich neuronale Netze 52
4.2.1.3 Plausibilitätsprüfung der Unternehmensplanung 55
4.2.2 Qualitative Analyse 56
4.2.2.1 Branchenstrukturanalyse 56
4.2.2.2 Produkt-Lebenszyklus-Analyse 57
4.2.2.3 Portfolioanalysen 58
4.2.3 Balanced Scorecard Analyse 61
4.3 Entwicklung eines Scoringmodells 64
5. Geschäftsprozeßorientierter Prüfungsansatz 67
5.1 Gegenüberstellung bisheriges und fortentwickeltes Konzept der Abschlußprüfung 67
5.2 Untersuchung im Hinblick auf Anforderungen von KonTraG 69
6. Zusammenfassung der Ergebnisse 70
Anhang X
Quellenverzeichnis XII

Automatisiert erstellter Textauszug:

Vorstand nach § 91 Abs. 2 E-AktG einzurichtenden Risikomanagementsystems mit dem zugehörigen Überwachungssystem beurteilen.166 Die dritte Neuerung ist die Überprüfung der Darstellung der Risiken der künftigen Entwicklung im Lagebericht.167 3.2.1 Problemorientierung Gegenstand des Kapitels ist die Untersuchung, ob der bisher praktizierte risikoorientierte Prüfungsansatz die neuen Anforderungen durch KonTraG erfüllt oder inwieweit er um zusätzliche Prüfungshandlungen erweitert werden muß. Bezüglich der Forderung, daß die Prüfung problemorientiert anzulegen ist, gibt der Gesetzgeber die Antwort selbst. In der Gesetzesbegründung wird angeführt, daß in der Praxis die Prüfung bereits in einer nicht unerheblichen Zahl von Fällen auf das Erkennen von Unrichtigkeiten und Verstößen ausgelegt ist.168 Diese vom Gesetzgeber geforderte Problemorientierung entspricht dem Wesen des risikoorientierten Prüfungsansatzes. Prüfungsfelder werden bezüglich ihres innewohnenden Risikos und Kontrollrisikos beurteilt und entsprechend ihrer Fehlerwahrscheinlichkeit ergebnisorientierten Prüfungshandlungen unterzogen und somit die Gefahr einer Falschaussage im Testat minimiert.169 Es wird deutlich, je mehr ein Prüffeld für Unrichtigkeiten und Verstöße anfällig ist und je schlechter die diesbezüglichen unternehmensinternen Kontrollen sind, desto stärker wird das Prüffeld mit analytischen und Einzelfallprüfungen bedacht.170 Der Abschlußprüfer ist bereits durch das Fachgutachten 1/1988 verpflichtet, vor jeder Prüfung eine Prüfungsplanung anzufertigen, unter Berücksichtigung der Risiken des Geschäftsumfeldes und der Geschäftstätigkeit sowie des Rechnungswesens und des internen Kontrollsystems des Unternehmens, also einer Bestimmung des Fehlerrisikos, bestehend aus inhärentem Risiko und Kontrollrisiko.171 Das Erkennen von Unrichtigkeiten und Verstößen stellt somit für den Abschlußprüfer bei Anwendung des risikoorientierten Prüfungsansatzes keine neue Anforderung dar. Es entspricht der gesetzlichen Festschreibung der in der Praxis bereits vorherrschenden Risikoorientierung.172 [...]

3.1.3 Modellkritik Das Prüfungsrisikomodell wird bezüglich unterschiedlicher Faktoren kritisiert. Häufig angeführter Kritikpunkt ist die multiplikative Verknüpfung der Einzelkomponenten. Hierbei unterstellt das Modell die stochastische Unabhängigkeit der Risiken.158 Dies ist vor allem bei inhärentem Risiko und Kontrollrisiko nicht immer anzunehmen.159 Einen weiteren Anlaß zur Kritik stellt die subjektive Quantifizierung der einzelnen Risikokomponenten durch den Prüfer dar.160 Das Prüfungsrisikomodell beschränkt sich zudem auf das Beta-Risiko und vernachläßigt das Alpha-Risiko.161 Diese Beschränkung ist allerdings vertretbar, da im Falle eines Alpha-Fehlers das Unternehmen den Abschlußprüfer darauf hinweisen wird, daß das Prüffeld nicht mit wesentlichen Fehlern behaftet ist.162 Das non-sampling-risk ist auf die Person des Prüfers bezogen. Es beinhaltet die Risiken, daß der Abschlußprüfer Prüfungshandlungen falsch auswählt, ausübt oder aus den Erkenntnissen falsche Schlußfolgerungen zieht.163 Kritik am Prüfungsrisikomodell wird weiterhin bezüglich der Aggregation von Einzelurteilen zum Gesamturteil, dem Bestätigungsvermerk, geübt.164 3.2 Untersuchung im Hinblick auf Anforderungen von KonTraG Durch den Gesetzentwurf ergeben sich für die Jahresabschlußprüfung drei neue Prüfungsanforderungen. Die Prüfung ist künftig problemorientierter durchzuführen, d.h. es sollen Unrichtigkeiten und Verstöße gegen Gesetz, Gesellschaftervertrag oder Satzung erkannt werden.165 Des weiteren muß der Abschlußprüfer bei einem börsennotierten Unternehmen die Angemessenheit des vom [...]

3.1.2 Das Prüfungsrisikomodell 3.1.2.1 Entwicklung zum Prüfungsrisikomodell Durch den amerikanischen Berufsstand wurde das Prüfungsrisikomodell SAS No. 39 „Audit sampling“ festgelegt. In SAS No. 47 wird das inhärente Risiko in das Prüfungsrisikomodell aufgenommen.148 Das Prüfungsrisiko kann durch folgende Formel ausgedrückt werden: AR = IR x CR x ARR x TD Das Prüfungsrisiko ist nach diesem Modell das Produkt aus dem inhärenten Risiko, dem Kontrollrisiko, dem Risiko aus analytischen Prüfungshandlungen und dem Risiko aus Stichprobenprüfungen. Ziel des Modells ist die Festlegung des erforderlichen Stichprobenumfangs. Dazu muß der Abschlußprüfer das maximal einzugehende Prüfungsrisiko bestimmen und inhärentes Risiko, Kontrollrisiko und das Risiko aus analytischen Prüfungshandlungen bestimmen. Nach Auflösen der o.g. Formel nach dem Risiko aus Einzelfallprüfungen kann dieses ermittelt werden und damit die Anzahl der nötigen Stichproben festgelegt werden.149 AR IR x CR x AP [...]

Arbeit zitieren:
Plack, Andreas März 1998: Die prüfungsrelevanten Aspekte des KonTraG und die Auswirkungen auf den risikoorientierten Prüfungsansatz, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
wirtschaftliche Lage, Risikoorientierter Prüfungsansatz, KonTraG, Risikomanagement, Analyseinstrumente

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