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Das österreichische Museumsgütesiegel als Beispiel für Qualitätssicherung im Museum

Das österreichische Museumsgütesiegel als Beispiel für Qualitätssicherung im Museum
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Pia Schmidtauer
  • Abgabedatum: August 2003
  • Umfang: 150 Seiten
  • Dateigröße: 1,7 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschul-Studiengang Informationsberufe Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7338-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7338-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7338-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schmidtauer, Pia August 2003: Das österreichische Museumsgütesiegel als Beispiel für Qualitätssicherung im Museum, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Registration System, Museumspreis, Museum, Qualität

Diplomarbeit von Pia Schmidtauer

Einleitung:

Diese Arbeit beschreibt die Entstehung des österreichischen Museumsgütesiegels, die Entwicklung der Standards und zieht durch eine Befragung Bilanz über diese Prozesse. Die Anzahl der Museen steigt europaweit permanent an, trotzdem ist der Begriff „Museum“ nicht gesetzlich geschützt. Ein Grund dafür, dass es immer häufiger zur missbräuchlichen Verwendung der Bezeichnung „Museum“ kommt.

Qualitätssicherung im Museum ist heute ein vieldiskutiertes Thema. Erste europäische Vorstöße gab es schon durch das Registrierungssystem in Großbritannien (registration scheme), in den Achtzigern des 20. Jahrhunderts. Ein weiterer Versuch wurde während der 1990er durch die ISO–Zertifizierung von Museen in Deutschland gestartet. Das österreichische Museumsgütesiegel wurde 2002 eingeführt, das war in Österreich eine entscheidende Maßnahme, um Qualitätssicherung im Museumsbereich zu etablieren.

Gang der Untersuchung:

Nach einer Einführung der Begriffe und Definitionen beschreibt der erste Teil der Arbeit das britische Registrierungssystem (registration scheme), den österreichischen Museumspreis und das Kärntner Museumsgütesiegel in Form eines geschichtlichen Abrisses. Das Registrierungssystem beeinflusste die Entwicklung des österreichischen Museumsgütesiegels erheblich, ebenso wie das Kärntner Museumsgütesiegel. Der österreichische Museumspreis war ein erster Schritt in Österreich, sich dem Thema Qualitätssicherung im Museumsbereich zu nähern.

Der zweite Teil bildet eine Einführung in die Entwicklung des österreichischen Museumsgütesiegels und umreißt die Ergebnisse einer schriftlichen Befragung, die 2003 unter den ausgezeichneten Museen durchgeführt wurde. Die Resultate beschreiben, welche Erwartungen die Museen in das österreichische Museumsgütesiegel setzen.

Weitere Abschnitte der Arbeit setzen das österreichische Museumsgütesiegel durch einen Vergleich mit dem britischen Registrierungssystem in einen europäischen Kontext.

Im letzten Teil zeigt die Arbeit Zukunftsperspektiven für das österreichische Museumsgütesiegel auf und analysiert kritisch dessen Verbesserungspotenzial.

Inhaltsverzeichnis:

KURZREFERAT III
ZUSAMMENFASSUNG (EXECUTIVE SUMMARY) V
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS XI
ABBILDUNGSVERZEICHNIS XII
1. EINLEITUNG 1
2. KONZEPT DER PROBLEMBEARBEITUNG 2
3. STAND DER FORSCHUNG 4
4. ABRISS DER PRINZIPIEN MUSEALER ARBEIT 6
4.1 DEFINITIONEN DES MUSEUMS 6
4.2 AUFGABEN DES MUSEUMS 8
4.3 WEITERE BEGRIFFSDEFINITIONEN 10
4.3.1 Musealität 10
4.3.2 Museologie 10
4.3.3 Das Objekt - die Musealie 11
4.3.4 Museumssammlung 12
4.3.5 Besucher 12
4.3.6 Qualitätsmanagement (QMS) 13
4.3.7 Zertifikat 14
4.3.8 Der Kodex der Berufsethik 14
4.4 MUSEUMSARBEIT IN ÖSTERREICH 15
4.4.1 Preise und Auszeichnungen im Überblick 15
4.4.2 Verbände in Österreich 16
4.4.2.1 ICOM Österreich 16
4.4.2.2 Österreichischer Museumsbund 17
4.4.2.3 Zusammenarbeit ICOM - ÖMB 18
4.4.2.4 Landesverbände der Museen in Österreich 18
5. QUALITÄTSSICHERUNG IM MUSEUM 20
5.1 GESCHICHTE 20
5.2 MUSEUMSREGISTRIERUNG IN GROßBRITANNIEN 21
5.2.1 Geschichte 21
5.2.2 Ablauf 24
5.2.2.1 Bewerbung 24
5.2.2.2 Die Jury und das Bewertungsverfahren 25
5.2.3 Hauptelement der Richtlinien 27
5.2.4 Bilanz 2003 29
5.2.5 Zukunftsaussichten des Registrierungssystem 30
5.2.6 Designierung 30
5.3 ÖSTERREICH 33
5.3.1 Allgemeines 33
5.3.2 Der österreichische Museumspreis 34
5.3.2.1 Allgemeines 34
5.3.2.2 Die Bewerbung 35
5.3.2.3 Die Jury und Bewertung 36
5.3.3 Das Kärntner Museumsgütesiegel 37
6. DAS ÖSTERREICHISCHE MUSEUMSGÜTESIEGEL 41
6.1 VORARBEITEN BIS ZUR ERSTMALIGEN VERLEIHUNG DES GÜTESIEGELS 41
6.2 ZIELSETZUNG 43
6.3 ABLAUF 44
6.3.1 Bewerbung 44
6.3.2 Die Jury und der Evaluierungsvorgang 44
6.4 BILANZ SOMMER 2003 46
6.5 ZUKUNFTSAUSSICHTEN 47
6.6 FRAGEBOGEN ZUM ÖSTERREICHISCHEN MUSEUMSGÜTESIEGEL 52
6.6.1 Kapitel 1 des Fragebogens: Allgemeines 55
6.6.1.1 Gründungszeitraum 55
6.6.1.2 Finanzierung 55
6.6.1.3 Mitgliedschaft 56
6.6.1.4 Mit dem Museumsgütesiegel ausgezeichnete Museen und der Museumspreis 57
6.6.2 Kapitel 2 des Fragebogens: Bewerbung 58
6.6.2.1 Gründe für die Bewerbung 58
6.6.2.2 Erwartungen an das österreichische Museumsgütesiegel 59
6.6.3 Kapitel 3: Entwicklung der Richtlinien 62
6.6.3.1 Teilnahme an den Seminaren und Recht auf Mitsprache 62
6.6.4 Kapitel 4: Bilanz 63
6.6.4.1 Vorteile durch das Museumsgütesiegel 63
6.6.4.2 Aushang der Plakette und Reaktion der Besucher 64
6.6.4.3 Museumsgütesiegel als Werbeträger 64
6.6.4.4 Qualitätsverbesserung im Museum schon vor der Verleihung? 65
6.6.4.5 Nochmalige Bewerbung 66
6.6.4.6 Stärkung der Museumsgemeinschaft und Zukunftsaussichten 66
6.6.4.7 Information zur Umfrage 68
6.6.4.8 Bemerkungen und Anregung seitens der Befragten 68
7. ANALYTISCHER VERGLEICH DES ÖSTERREICHISCHEN MUSEUMSGÜTESIEGELS MIT DEM REGISTRIERUNGSSYSTEM IN GROßBRITANNIEN 70
7.1 PROFIL DER REGISTRIERTEN/AUSGEZEICHNETEN MUSEEN IM VERGLEICH 70
7.2 ENTSTEHUNGSGESCHICHTE IM VERGLEICH 71
7.3 ENTWICKLUNG DER BEWERTUNGSKRITERIEN IM VERGLEICH 72
7.4 DIE BEWERBUNG IM VERGLEICH 73
7.5 JURY IM VERGLEICH 75
7.6 ÜBERPRÜFUNG DER VEREINBARTEN STANDARDS 76
8. ERGEBNISSE 78
9. LITERATURVERZEICHNIS 82
10. ANHANG 91
10.1 BEWERBUNGSBOGEN FÜR DAS REGISTRIERUNGSSYSTEM IN GROßBRITANNIEN 91
10.2 BEWERBUNGSFORMULAR FÜR DEN ÖSTERREICHISCHEN MUSEUMSPREIS 103
10.3 BEURTEILUNGSFORMULAR DES ÖSTERREICHISCHEN MUSEUMSPREISES 109
10.4 BEWERBUNGSFORMULAR FÜR DAS KÄRNTNER MUSEUMSGÜTESIEGEL 110
10.5 BEWERBUNGSFORMULAR FÜR DAS ÖSTERREICHISCHE MUSEUMSGÜTESIEGEL 116
10.6 FRAGEBOGEN ZUM ÖSTERREICHISCHEN MUSEUMSGÜTESIEGEL 122
10.7 FRAGEBOGEN - DATEN 128
10.7.1 Allgemeines 128
10.7.2 Bewerbung 130
10.7.3 Entwicklung der Richtlinien 131
10.7.4 Bilanz 132

Automatisiert erstellter Textauszug:

Über 1869 Museen sind bereits Teil des Registrierungssystems und über 90 Prozent erfüllen alle Standards. 52 % der registrierten Museen werden von privaten Fördereinrichtungen geleitet, 38 % von Kommunen, 5 % sind Universitätsmuseen, 4 % sind von der Regierung gegründete Nationale Museen und Heritage Organisationen. Das System ist bereits am Ende der Phase 2 angelangt, die im Jahr 1995 eingeleitet wurde. Resource arbeitet gerade an den Neuerungen der Richtlinien für die nächste Phase. Eine Studie von Resource bestätigte, dass nicht nur die Museen von dem System profitieren, sondern auch die Besucher von den Museen. Die Besucher wissen, dass sie mit einem bestimmten Niveau rechnen können, wenn sie ein Museum besuchen, das Teil dieses Registrierungssystems ist. Außerdem wird das Registrierungssystem von der europäischen Union und der nationalen Klassenlotterie als Indikator für die Vergabe von finanziellen Mitteln betrachtet. Eine definitive Schwachstelle des Systems ist nach Underwood (2002: 21), dass die Standards oft falsch interpretiert werden und Inkonsistenz bei der Bewertung aufweisen. Das liegt teilweise an diesem Aspekt des Systems, der auch als Stärke gesehen wird: die Standards sind sehr weit gesteckt sind und bieten viel Interpretationsspielraum. Leary (2001: 57) analysiert, warum die Akzeptanz des Registrierungssystems so groß ist: 1. Der Ruf nach Qualitätsrichtlinien kam von den Museen selbst, die Regeln wurden nicht von außen übergestülpt. Sehr viele Museen sind Befürworter des Registrierungssystems. 2. Das Registrierungssystem beruht auf bereits etablierten Regeln und Kodizes. 3. Der Standard ist ein minimaler Level, damit allen Museen eine Registrierung ermöglicht wird. 4. Der Standard betrifft das ganze Museum, nicht nur einzelne Abteilungen. 5. Resource arbeitet mit AMCs und den Ras zusammen, um das System zu koordinieren. [...]

5. Die Vorlage einer Sammelstrategie bzw. ein Sammlungskonzept ist obligatorisch. 6. Falls Defizite in der Dokumentation aufscheinen, muss zu deren Behebung ein Konzept erstellt werden. 7. Passende Vorkehrungen sollen die Erhaltung, die Konservierung und die Sicherheit der Sammlung gewährleisten. Obligatorisch ist dabei ein Disasterplan – sowohl für die Evakuierung von Besuchern und Personal, als auch von der Sammlung bei Wasser, Feuer oder anderen Katastrophen. Dieser Plan muss alle fünf Jahr überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht werden. 8. Öffnungszeiten sollen besucherfreundlich sein, es gibt jedoch kein Mindestmaß an Öffnungszeiten. 9. Präsentations-, Forschungs- und Bildungskonzepte müssen vorgewiesen werden. Dazu gehören auch (wenn möglich für unterschiedliche Besuchergruppen angepasste) Führungen durch die Sammlung. 10. Infrastruktur für Besucher (Toiletten und Wickelmöglichkeit, Garderobe, Beschilderung, Parkmöglichkeiten) ist überlebensnotwendig für ein Museum. Diese Einrichtungen sind maßgebend für den ersten Eindruck des Besuchers und spielen eine wichtige Rolle, ob sich ein Besucher im Museum wohl und willkommen fühlt. Wichtig ist auch, dass für ein behindertengerechtes Museum gesorgt wird; dazu soll vor allem das Personal einen Teil dazu beitragen. 11. Seitens des Museums darf in keiner Weise ungesetzlich gehandelt werden; dazu muss durch das Museum eine Erklärung unterschrieben werden. Außer diesen obligatorischen Bedingungen (must – Vorgaben) gibt es noch zusätzliche Vorgaben (should – Vorgaben), die der Kandidat nicht zwingend erfüllen muss. Die Erfüllung dieser zusätzlichen Vorgaben kommt zu tragen, wenn um eine Aberkennung des registrierten Status bzw. eine Erweiterung zum designierten Status diskutiert wird. Unterstützung dafür finden die Museen durch zahlreiche Publikationen von Resource. Viele können kostenlos direkt von der Homepage (http://www.resource.gv.uk) bezogen werden. [...]

den AR, die Möglichkeit ihren Status zu ändern z. B: von provisorischer Registrierung zu voller Registrierung. Eventuell werden die ARs künftig von random visits abgelöst werden – das wird sich nach der jetzigen Revisionsrunde zeigen. Museen können sowohl Fortschritte als auch Rückschritte in ihrer Entwicklung machen, deshalb ist es auch möglich, dass „fully registered“ Museen ihren Status aberkannt bekommen oder nur mehr provisorisch registriert werden. Auf Wunsch des Museums kann die Institution auch gänzlich von der Registrierungsliste gestrichen werden. Beschwerden über Jury-Entscheidungen werden den AMCs bzw. den dort zuständigen Registrierungsmanager mitgeteilt. Wenn die Probleme nicht bereinigt werden könnten, wird das ganze Verfahren nochmals mit der Jury durchgegangen. Da sich die Richtlinien und Vorgaben gerade durch die zweite Revision im Umbruch befinden, diente der Entwurf für die neuen Richtlinien, der nach der Kommentierung der Museen nochmals überarbeitet wird, als Grundlage für diese Arbeit. Für diese Übergänge der verschiedenen Revisionsphasen des Registrierungssystems müssen die Museen sich innerhalb einer Zeitspanne von drei Jahren neu bewerben, um wieder ihren ursprünglichen Status „des alten Systems“ zu erlangen. [...]

Arbeit zitieren:
Schmidtauer, Pia August 2003: Das österreichische Museumsgütesiegel als Beispiel für Qualitätssicherung im Museum, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Registration System, Museumspreis, Museum, Qualität

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