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Die ökonomische Bedeutung des Mineralöls im Zeichen des globalen Welthandels

Die ökonomische Bedeutung des Mineralöls im Zeichen des globalen Welthandels
Über dieses Buch
  • Art: Staatsexamensarbeit
  • Autor: Robin Labitzke
  • Abgabedatum: November 2001
  • Umfang: 189 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5752-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5752-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5752-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Labitzke, Robin November 2001: Die ökonomische Bedeutung des Mineralöls im Zeichen des globalen Welthandels, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Erdöl, Globalisierung, Ölpreis, Mineralkonzerne, Unternehmenspolitik

Staatsexamensarbeit von Robin Labitzke

Gang der Untersuchung:

Welche ökonomische Bedeutung hat das Erdöl für die Volkswirtschaften?

Welche Strategien verfolgen staatliche und private Ölunternehmen in Zeiten einer verstärkten Öffnung der Energiemärkte weltweit und wie stellen sich diese Konzerne auf den schärfer werdenden Wettbewerb auf einem globalen Markt ein?

Ausgangspunkt der Arbeit ist die Situation der hohen Rohölpreise der Jahre 1999 und 2000. Um die Auswirkungen hoher Ölpreise auf das Wirtschaftswachstum aufzuzeigen, nehme ich zunächst im 1. Kapitel: „Die weltweite Ölmarkt-Situation und der Einfluss der Preise“ einen historischen Bezug auf die Ölpreiskrisen in den 70er Jahren. Die Auswirkungen der hohen Ölpreise der Jahre 1999/2000 auf die heutige globale Wirtschaft sollen anschließend geklärt werden.

Weiter befasse ich mich im 1. Kapitel mit allgemeinen Informationen, um grundlegende Fakten darzustellen. Um die Wichtigkeit des Rohstoffs Öl für unsere Gesellschaft und Wirtschaft zu verdeutlichen, empfinde ich es als angebracht, kurz auf die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des Mineralöls einzugehen. Weiter präsentiere ich die Faktoren, aufgrund derer sich die Preise für Rohöl bzw. für Mineralölprodukte bilden.

Als nächstes erscheint es mir notwendig, statistische Daten über die Situation der Ölreserven, Ölförderung und des Energie- bzw. Mineralölverbrauchs anzugeben. Zunächst gebe ich anhand der Reserven- und Förderungsstatistiken einen Überblick über die Anbieterseite. Hier soll geklärt werden, in welchen Regionen bzw. Ländern die Ölvorkommen konzentriert sind und somit als Anbieter auf dem globalen Ölmarkt in Erscheinung treten. Nach der Betrachtung der Exporteure wird die Nachfragerseite näher beleuchtet. Unter diesem Punkt zeige ich, welche Länder vor allem den Energieträger Mineralöl zur Deckung ihres Energiebedarfs benötigen. Die Betrachtung der statistischen Reichweite der Ölreserven, der weltweiten Raffineriekapazitäten und der Handelsströme des Öls runden den Statistikteil ab.

Abschließen werde ich das 1. Kapitel, indem ich das Verhalten der Regierungen und des Anbieterkartells OPEC erläutere. Aufgrund der Gefahren, die Versorgungsengpässe beim Öl verursachen können, gehe ich zunächst auf die von den Regierungen geschaffenen Krisenmechanismen ein. Anschließend beleuchte ich das Verhalten der Politik bezüglich des Energiemarktes in Zeiten der Globalisierung. Zum Abschluss dieses Kapitels beschäftige ich mich mit den Strategien der OPEC auf einem globalen Markt mit der Zielsetzung, den Einfluss dieser Organisation auf das Ölangebot zu verdeutlichen.

Das 2. Kapitel: „Die Unternehmenspolitik der (privaten) Mineralölkonzerne“ und das 3. Kapitel: „Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Öls und die Veränderungen in Zeiten der Globalisierung“ stellen den Schwerpunkt der Arbeit dar. In diesen beiden Kapiteln sollen die Strategien der privaten und staatlichen Mineralölkonzerne bzw. der Länder als Ganzes in Zeiten einer globalisierten Wirtschaft thematisiert werden.

Das 4. Kapitel: „Die längerfristige Entwicklung im Zeichen von Wettbewerb und Umwelt“ beschäftigt sich neben der Klimapolitik mit der zukünftigen Bedeutung und Entwicklung des Energieträgers Mineralöl.

Bei der Klimapolitik gehe ich zunächst auf die Klimafolgen ein, die bei dem Verbrauch fossiler Energieträger entstehen und global wirken. Der zweite Teil beschäftigt sich mit den Verursachern und den ergriffenen Maßnahmen, die diese Folgen einschränken sollen. Ich zeige unter diesem Punkt auf, dass ein Umdenken in der Energiepolitik wegen der Klimafolgen zwingend erforderlich ist.

Beim Themenbereich „Substitutionsmöglichkeiten des Mineralöls“ gebe ich eine Überblick über die Alternativen des Mineralöls im Verkehrssektor. Ich beschränke mich auf den Verkehrssektor, da dieser Bereich fast ausschließlich vom Mineralöl gedeckt wird und eine Einschränkung der Ölabhängigkeit nur durch die Entwicklung alternativer Kraftstoffe erfolgen kann. Die Betrachtung alternativer Kraftstoffe erfolgt unter den Aspekten der Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und technischen Anwendbarkeit dieser Alternativen.

Das Potential an unkonventionellen Ölvorkommen wird am Beispiel Kanada, das riesige Vorkommen besitzt, beurteilt. Hierfür wird zunächst eine Betrachtung der Entwicklung, Wirtschaftlichkeit und Zukunft der unkonventionellen Ölreserven vorgenommen. Zum Schluss folgt eine kritische Betrachtung dieser Reservenpotentiale. Ich gehe hierunter der Frage nach, ob unkonventionelle Ölvorkommen, die vielfach als großer Hoffnungsträger gelten, das Reservenproblem beseitigen können. Abschließen werde ich die Arbeit mit einer Prognose der zukünftigen Entwicklung des Mineralöls als Energieträger. Die Beurteilung geschieht unter Beachtung der Punkte des zukünftigen weltweiten Rohölangebots und der Nachfrage nach diesem Rohstoff. Aufgrund dieser beiden Punkte ziehe ich dann Rückschlüsse auf den zukünftigen Ölpreis.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 1
Abbildungsverzeichnis 6
Prolog 9
1. Problemstellung 10
2. Einführung 14
2.1 Die Ölpreissituation 15
2.1.1 Gründe der hohen Ölpreise 16
2.1.2 Fazit 18
3. Die weltweite Ölmarkt-Situation und der Einfluss der Preise 19
3.1 Ölpreiskrisen 19
3.2 Einfluss der Ölpreise auf die globale Wirtschaft 21
3.2.1 Auswirkungen hoher Ölpreise 22
3.2.1.1 Fazit 24
3.2.2 Entkoppelung von Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum 24
3.2.2.1 Fazit 26
3.3 Verwendung des Erdöls 26
3.4 Preisbildung 27
3.4.1 Preishistorie 28
3.5 Reserven 29
3.5.1 Reserven und Ressourcenpotential 30
3.5.2 Verteilung der Ölreserven nach Ländern und Regionen 32
3.5.3 Fazit 35
3.6 Produktion 36
3.6.1 Produktion nach Ländern und Regionen 36
3.6.2 Ausblick 38
3.7 Verbrauch 39
3.7.1 Energieverbrauch 39
3.7.2 Ölverbrauch nach Ländern und Regionen 41
3.7.3 Fazit 44
3.8 Statistische Reichweite 45
3.8.1 Fazit 46
3.9 Raffinerien 47
3.9.1 Raffineriekapazitäten nach Ländern und Regionen 47
3.9.2 Fazit 48
3.10 Öl als Handelsgut 49
3.10.1 Energieträgerwahl 49
3.10.2 Internationaler Handel 49
3.11 Versorgungssicherheit 50
3.11.1 Fazit 52
3.12 Politische Handlungen 52
3.13 OPEC 54
3.13.1 Ziele und Politik der OPEC 55
3.13.2 Politik in Zeiten der Globalisierung 58
3.13.3 Fazit 59
4. Einführung Globalisierung 60
5. Die Unternehmenspolitik der (privaten) Mineralölkonzerne 61
5.1 Entwicklungen auf dem Ölmarkt 61
5.1.1 Die Zeit der sieben Schwestern 61
5.1.2 Die Verstaatlichungswelle in den OPEC-Ländern 62
5.1.3 Unternehmenspolitik nach der Verstaatlichung 64
5.1.4 Veränderungen durch die Verstaatlichung 64
5.2 Unternehmenspolitik auf einem globalen Markt 67
5.2.1 Marktteilnehmer 67
5.2.2 Veränderungen der Weltwirtschaft 68
5.2.3 Unternehmenspolitik 69
5.2.3.1 Zusammenarbeit und Teilfusionen 70
5.2.3.2 Fusionen 70
5.2.4 Weitere Marktteilnehmer 74
5.2.5 Ziele 75
5.2.6 Geschäftsbereiche 75
5.2.7 Gewinne 77
5.2.8 Fazit 78
6. Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Öls und die Veränderungen in Zeiten der Globalisierung 79
6.1 Die Marktverhältnisse und Importabhängigkeit der großen Verbraucherländer 79
6.1.1 Deutschland 79
6.1.1.1 Volkswirtschaftliche Daten 79
6.1.1.2 Upstreamsektor 80
6.1.1.2.1 Produktion 80
6.1.1.3 Energieimporte 82
6.1.1.4 Verbrauch 85
6.1.1.5 Einnahmen des Staates aus dem Ölgeschäft 87
6.1.1.6 Downstreamsektor 89
6.1.1.6.1 Raffinerien (Verarbeitung) 89
6.1.1.6.2 Tankstellensektor (Vertrieb) 92
6.1.1.6.3 Vertrieb anderer Mineralölprodukte 99
6.1.1.7 Deutsche Energiekonzerne 99
6.1.2 USA 101
6.1.2.1 Verbrauch 102
6.1.2.2 Reserven 103
6.1.2.3 Raffinerien 103
6.1.2.4 Produktion 104
6.1.2.5 Ölimporte 104
6.1.2.6 Ölsektor 105
6.1.2.7 Fazit 105
6.1.3 Gegenstrategien der Verbraucherländer 106
6.1.3.1 Fazit 107
6.1.4 Asien 108
6.1.4.1 China 108
6.2 Die Marktverhältnisse und Öffnungsbereitschaft der großen Ölförderländer 113
6.2.1 Naher Osten 114
6.2.1.1 Saudi-Arabien 115
6.2.1.2 Kuwait 118
6.2.1.3 Vereinigte Arabische Emirate und Iran 121
6.2.1.4 Irak 123
6.2.1.5 Fazit Naher Osten 125
6.2.2 Südamerika 126
6.2.2.1 Venezuela 128
6.2.3 Afrika 131
6.2.3.1 Libyen 131
6.2.3.2 Nigeria 133
6.2.4 GUS 136
6.2.4.1 Russland 136
6.2.5 Europa 142
6.2.5.1 Norwegen 142
7. Die längerfristige Entwicklung im Zeichen von Wettbewerb und Umwelt 147
7.1 Klimapolitik 147
7.1.1 Klimafolgen 147
7.1.2 Verursacher 149
7.1.3 Kyoto-Protokoll 150
7.1.4 Fazit 151
7.1.5 Spezifische Umweltbelastungen durch das Erdöl 152
7.2 Substitutionsmöglichkeiten des Mineralöls 153
7.2.1 Alternative Kraftstoffe 153
7.2.2 Antriebstechniken 155
7.2.3 Fazit 155
7.3 Unkonventionelle Ölreserven 156
7.3.1 Potential an unkonventionellen Ölreserven 156
7.3.2 Zweifel an den unkonventionellen Ölreserven 157
7.3.3 Fazit 158
7.4 Zukünftige Entwicklungen 159
7.4.1 Weltenergieangebot 159
7.4.1.1 Fazit 162
7.4.2 Weltenergienachfrage 163
7.4.2.1 Fazit 165
7.4.3 Auswirkungen auf den Ölpreis 165
7.4.4 Fazit 167
Literaturverzeichnis 168

Automatisiert erstellter Textauszug:

Quelle: eigene Darstellung (Zahlen aus: Mineralölwirtschaftsverband – MineralölZahlen 2000. Hamburg 2001, S. 17) Angesichts der zu erwartenden weiteren rückläufigen Nachfrage nach Mineralölprodukten von 120 auf 104 Mio. Tonnen bis zum Jahr 2020 sind in Deutschland nach Schätzungen noch 3.000 bis 4.000 Stationen zu viel am Markt.258 Vor allem die Tankstellen, die von Einzelhandelskonzernen betrieben werden, machen mit einem Marktanteil von 12-13% den Mineralölkonzernen mit niedrigen Benzinpreisen auf Basis von Mischkalkulationen das Leben schwer.259 Daneben ist der Bestand von Tankstellen vor allem in Grenzregionen gefährdet. In grenznahen Gebieten besteht die Gefahr, dass durch unterschiedliche Mineralöl- und Mehrwertsteuersätze Preisdifferenzen zwischen den einzelnen Ländern bestehen. Dieser praktizierte „Tanktourismus“ führt zu enormen Absatzeinbußen.260 [...]

Über viele Jahre führte eine Zunahme der Motorisierung zu einem Wachstum des Kraftstoffbedarfs in Westdeutschland. Seit zehn Jahren stagniert trotz weiter steigender zugelassener Fahrzeuge der jährliche Ottokraftstoffverbrauch in Deutschland bei rund 39 Mio. Litern. Lediglich beim Dieselkraftstoffverbrauch ist ein leichter Anstieg auf rund 7.2 Mio. Liter zu verzeichnen. Ursächlich für diese Entwicklung ist der sinkende Durchschnittsverbrauch je PKW von 9,4 l/100 km im Jahr 1990 auf 8,6 l/100 km im Jahr 1999.256 Ende 1968 gab es in Westdeutschland rund 46.700 Tankstellen für rund 12 Mio. PKW. Seitdem setzte ein kontinuierlicher Konzentrationsprozess auf rund 16.400 Tankstellen für rund 42 Mio. PKW ein.257 [...]

Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Öls und die Veränderungen in Zeiten der Globalisierung zwangsweise zu einer rückläufigen Nachfrage nach Mineralölprodukten und so zu Überkapazitäten. Um die Wirtschaftlichkeit im Raffineriesektor zu verbessern, führten die Raffinerien Schließungen, Rationalisierungsmaßnahmen, Neustrukturierungen, Maßnahmen wie Produktanpassungen an die Nachfrage und eine höhere Flexibilität der Verarbeitungsanlagen durch. Zudem wird stärker grenzüberschreitend zusammengearbeitet, strategische Allianzen und Zusammenschlüsse sind die Folge.249 So stellen beispielsweise in Ingolstadt BP, Mobil Oil, Ruhr Oel (Veba) und Agip einen Produktionsverbund. In Karlsruhe haben unter dem Firmennamen „Mineralölraffinerie Oberrhein GmbH & Co. KG“ Esso, Dea, Ruhr Oel und Conoco ihre Kapazitäten durch Zusammenlegung reduziert. Dadurch lassen sich jährlich Kosteneinsparungen von 50-70 Mio. DM in den neu gebildeten Raffinerieverbünden erzielen.250 [...]

Arbeit zitieren:
Labitzke, Robin November 2001: Die ökonomische Bedeutung des Mineralöls im Zeichen des globalen Welthandels, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Erdöl, Globalisierung, Ölpreis, Mineralkonzerne, Unternehmenspolitik

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