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Der motivierte Mitarbeiter

Was kann die Qualität in der Führung zur Motivation beitragen?

Der motivierte Mitarbeiter
Über dieses Buch

Diplomarbeit von Wolfgang Peham

Einleitung:

Die Personalführung gilt unter den Führungspraktikern als die wichtigste Funktion des Personalmanagements. War bei der Führungsdiskussion in den siebziger Jahren das Ziel, die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern, so gewannen danach die ökonomischen Zielsetzungen verstärkt an Bedeutung. Damit wurde die Produktivität der menschlichen Arbeit ins Zentrum des Interesses gerückt. Heute ist man zur Auffassung gelangt, den Mitarbeiter zum Mitunternehmer zu entwickeln und ökonomische und humane Zielsetzungen gleich zu gewichten. In einem wesentlich komplexer, dynamischer und ökonomisch schwieriger gewordenen Umfeld gilt die Unternehmensressource „Personal“ als der strategische Erfolgsfaktor. Dies ist nicht zuletzt darin begründet, dass hoch qualifizierte Mitarbeiter nur schwer zu beschaffen sind und der Umgang mit ihnen spezielles Wissen erfordert. Diese Entwicklung rückt die Rolle des Personalwesens mehr in den Mittelpunkt unternehmerischer Aufgaben.

Zu den entscheidenden Faktoren, die das Leistungspotential von Mitarbeiter beeinflussen, gehören die Arbeitsmotivation und die damit unmittelbar verbundene Arbeitszufriedenheit. Um die Arbeitsmotivation der Mitarbeiter zu steigern, müssen wiederum verschiedene Voraussetzungen gewährleistet sein. Dazu zählen hauptsächlich führungsrelevante Gegebenheiten im Unternehmen, die qualitative Aspekte beinhalten. In diesem Zusammenhang ist das Konzept des Total Quality Management zu erwähnen, das einen wichtigen Beitrag für die Umsetzung mitarbeiterorientierter Führung liefert. Es umschließt die neue Sichtweise innerbetrieblicher Beziehungen, in der der Mitarbeiter als interner Kunde gilt und somit eine Aufwertung erfährt. Auch die Unternehmenskultur trägt zu einer Identifikation des Personals bei und nimmt Einfluss auf das Betriebsklima.

Die zentrale Fragestellung der Arbeit ist, welche führungsrelevanten Qualitätsaspekte vorausgesetzt werden, um die Arbeitsmotivation von Mitarbeitern positiv zu beeinflussen.

Gang der Untersuchung:

Im ersten Kapitel der vorliegenden Arbeit wird der Mitarbeiter als Mensch in den Mittelpunkt des unternehmerischen Leistungsprozesses gestellt. Er ist der Hauptakteur in der Arbeit, deshalb gilt zunächst das Interesse der Analyse der wesentlichen Charakteristika, die den Mitarbeiter im Unternehmen kennzeichnen.

Im zweiten Kapitel wird sich mit der Arbeitmotivation beschäftigt, da sie den Motor jeder Handlung des Menschen darstellt. Ausführlich wird darauf eingegangen, welchen Beitrag die wichtigsten Motivationstheorien zum Verständnis des komplexen Wirkungszusammenhangs geleistet haben.

Das dritte Kapitel beinhaltet jene zentralen Erkenntnisse, die zur Entstehung und Erhaltung von Arbeitsmotivation vorausgesetzt werden. Dazu wird die Notwendigkeit von Qualitätsaspekten in der Mitarbeiterführung herausgestrichen, ein internes Beziehungsmanagement im Unternehmen konstruiert, die Gestaltung der Arbeitsumgebung beleuchtet und schließlich auf die Kultur des Unternehmens Bezug genommen.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 5
2. „ARBEITSMITTEL MENSCH“ – DER MITARBEITER IM ZENTRUM DES UNTERNEHMENS 8
2.1 DAS BILD DES MENSCHEN IM UNTERNEHMEN 8
2.2 BEWERTUNGSMERKMALE DES STELLENINHABERS 10
2.2.1 Status 10
2.2.2 Position und Rolle 11
2.2.3 Prestige 12
2.3 ANFORDERUNGEN AN DEN MITARBEITER 13
2.4 ENTSCHEIDENDE PERSÖNLICHKEITSMERKMALE 15
3. ARBEITSMOTIVATION, GRUNDLEGUNG UND BEDEUTUNG 17
3.1 GRUNDLAGEN 18
3.1.1 Begriffsbestimmungen 18
3.1.2 Einführung in die Thematik 20
3.2 THEORIEN ZUR MOTIVATION 23
3.2.1 Inhaltstheorien der Arbeitsmotivation 24
3.2.2 Prozesstheorien der Arbeitsmotivation 29
3.3 BEDEUTUNG DER ARBEITSMOTIVATION 42
3.4 ZUSAMMENFASSENDE BEMERKUNGEN ÜBER ARBEITSMOTIVATION 43
4. QUALITÄT IN DER MITARBEITERFÜHRUNG ALS VORAUSSETZUNG DER ARBEITSMOTIVATION 45
4.1 MITARBEITERFÜHRUNG 48
4.1.1 Führungsbegriff 48
4.1.2 Führungsprinzipien und -theorien 50
4.1.3 Der Personalführungsprozess 53
4.1.4 Führungsstile 57
4.1.5 Effiziente Personalführung 59
4.1.6 Führungsaufgaben im Wandel 61
4.2 QUALITÄTS- UND BEZIEHUNGSMANAGEMENT 64
4.2.1 Einführung in das Qualitätsmanagement 65
4.2.2 Total Quality Management und Mitarbeiterführung 69
4.2.3 Quality Function Deployment in der Mitarbeiterführung 78
4.2.4 Qualitätsnormen und -auszeichnungen in der Mitarbeiterführung 82
4.2.5 Mitarbeiterorientierung und innerbetriebliche Beziehungen 85
4.2.6 Die Kunden-Lieferanten-Sichtweise 93
4.2.7 Kunden- bzw. Mitarbeiterbindung 99
4.3 UNTERNEHMENSKULTUR 102
4.3.1 Entstehung und Debatte 102
4.3.2 Zusammenhänge 104
4.3.3 Schlussfolgerung zur Unternehmenskultur 108
4.4 ZUSAMMENFASSENDE BEMERKUNGEN ÜBER DIE VORAUSSETZUNGEN DER ARBEITSMOTIVATION 109
5. RESÜMEE 111
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 114
LITERATURVERZEICHNIS 115

Automatisiert erstellter Textauszug:

Mitunternehmern avancieren zu lassen, muss es zentrale Führungsaufgabe sein, breite Schichten der Belegschaft mit unternehmerischen Kompetenzen und vor allem Motivation auszustatten. (Wunderer 1997, S. 44ff.) Aufgrund des härter werdenden wirtschaftlichen Konkurrenzkampfes, sind die Forderungen an Unternehmen reichhaltig: Nicht nur die Rentabilität und Produktivität der Betriebe müssen gesteigert werden, sondern auch die ökonomisch-soziale Effizienz der arbeitstätigen Menschen muss wachsen. Dieser Wandel in der Führung setzt jedoch die Akzeptanz der Betroffenen voraus. Das bedeutet eine Änderung der Einstellung und des Verhaltens vor allem seitens des Managements und der Führungskräfte. Schließlich fordern Experten sogar die Neudefinition der Führung, indem der Mensch im Betrieb stärker einbezogen und eingebunden wird. Wenn Arbeit immer mehr kostet, können ausreichende Erträge nicht mehr durch quantitativ mehr Leistung erzielt werden, sondern nur noch dadurch, dass der Beitrag des einzelnen qualitativ anders und besser ermöglicht wird. (DGFP 1996, S. 13f.) Ein weiterer Aspekt, der die Veränderung des Personalmanagements begründet, ist die Tatsache, dass die Bindungstreue zwischen Unternehmen und Mitarbeitern abnimmt. Zum einen können Unternehmen keine lebenslange Beschäftigung garantieren und zum anderen nimmt auch die Loyalität der Arbeitnehmer zu ihren Arbeitgebern immer mehr ab. Da dies die Gefahr des Verlustes von schwer ersetzbaren Mitgliedern in sich birgt, stellen sich dadurch zusätzlich erhöhte Ansprüche an eine effiziente Personalführung. (Scholz 1995, S. 260) Den sozialen Zusammenhalt, den Unternehmen als soziale Systeme zur Erstellung von Leistung und damit zur eigenen Bestandssicherung benötigen, sieht Becker dadurch erschwert, dass infolge konjunktureller Engpässen oder Rationalisierungsmaßnahmen das Mitarbeitergefüge in Ungleichgewicht gebracht wird. Beispielsweise durch Strategien zur Verbesserung der internen Kommunikation kann die [...]

Die Abgrenzung der beiden Bereiche kann jedoch nicht eindeutig vorgenommen werden, da einzelne Unternehmen die Grenze je nach Kontrolldichte und Sanktionsdruck unterschiedlich setzen. Zusätzlich spielt die Einstellung zur Arbeit, die Motivationsbereitschaft und die Wertehaltung eine große Rolle. Zusammenfassend ist die Abbildung 6 folgendermaßen zu verstehen: Das Ziel effizienter und moderner Personalführung besteht darin, Mitarbeiter im Prozess der betrieblichen Leistungserstellung so zu führen, dass sie das in ihnen angelegte Leistungspotential, das sie ohne Gefährdung ihrer Gesundheit auf Dauer ausbringen können, auch ausbringen wollen und somit eine optimale Arbeitsleistung erbringen. (Richter 1999a, S. 19ff.) Auf die oben angeführte Definition von Effizienz umgelegt, bedeutet dies, dass motivierte Mitarbeiter Goodwill-Leistungen erbringen, die alle gestellten Organisationsziele maximal und optimal erfüllen. Mit dem Wissen über die Auswirkung einer Effizienzsteigerung in der Personalführung auf die Arbeitsleistung wurde das Bestreben nach einem Wandel in der Personalführung ausgelöst. Zusätzlich wurde dieser Wandel in der Vergangenheit durch den steigenden Wettbewerbsdruck beschleunigt wodurch sich das Führungsbild ständig änderte. [...]

Da nun bereits ausführlich die Ziele und Aufgaben der Personalführung beschrieben wurden und zuvor erklärt wurde, dass die Leistungsergebnisse der Geführten im wesentlichen von der Mitarbeitermotivation abhängen, geht es im nächsten Schritt darum, die Effizienz der Personalführung zu beleuchten. Die betriebswirtschaftliche Effizienz des Führungsanspruchs ergibt sich aus dem Vergleich der Organisationsziele mit den Reaktionen bzw. Leistungsergebnissen der Geführten. (Reber 1992, S. 985) Um Überlegungen, die Effizienz der Personalführung zu steigern, anstellen zu können, ist es notwendig, die bisherige Arbeitseinstellung zu überdenken. Verstand man noch vor kurzem unter „geforderter Leistung“ nur eine fehlerlose und disziplinierte Erfüllung seiner Aufgabe, so wurde übersehen, dass Aufgabenträger den Blick über den eigenen Bereich hinaus auch auf den Kunden, die Prozesse und sonstige Leistungen zu richten haben. Effizienz verlangt also von jedem Unternehmensmitglied das maximale Ausnutzen seines Potentials. (Richter 1999a, S. 12f.) Für die Führung von Mitarbeiter lassen sich wichtige Erkenntnisse zeigen, wenn man die Arbeitsleistung der Arbeitnehmer nach dem Gesichtspunkt des Pflichtbewusstseins bzw. der Freiwilligkeit betrachtet. Abbildung 6 stellt die Struktur der Arbeitsleistung mit ihren Muss-, Pflicht- und GoodwillKomponenten dar. [...]

Arbeit zitieren:
Peham, Wolfgang Dezember 2000: Der motivierte Mitarbeiter, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Führungsqualität, Personalführung, Arbeitsmotivation, Internes Beziehungsmanagement, Total Quality Management (TOM)

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