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Der moderne Mythos und wie man ihn vermarktet - Am Beispiel der Star Wars-Trilogie

Der moderne Mythos und wie man ihn vermarktet - Am Beispiel der Star Wars-Trilogie
Über dieses Buch
  • Art: Seminararbeit
  • Autor: Kay Eichner
  • Abgabedatum: Mai 1996
  • Umfang: 180 Seiten
  • Dateigröße: 7,9 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität der Künste Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3388-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3388-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3388-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Eichner, Kay Mai 1996: Der moderne Mythos und wie man ihn vermarktet - Am Beispiel der Star Wars-Trilogie, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marketing, Merchandising, Licensing, Star Wars, Werbung

Seminararbeit von Kay Eichner

Einleitung:

A long time ago, in a galaxy far far away...

Als diese Worte am 25. Mai 1977 zum erstenmal über die Leinwand des Chinese Theaters in Los Angeles flimmerten war noch niemandem bewusst, welche weitreichenden und unglaublichen Folgen das nun folgende cineastische Märchen haben sollte.

Allein in der ersten Woche brach der Film „Star Wars“ alle bisher gekannten Besucher- und Einspielrekorde um ein Vielfaches. In einer Zeit, in der der Science Fiction- und Fantasy-Film schon totgeglaubt war, erhob sich der „Krieg der Sterne“ (deutscher Verleihtitel) über alles bisher dagewesene zum erfolgreichsten Film aller Zeiten. Sowohl Kinder als auch Erwachsene aller Schichten und jeden Alters strömten in die Kinos. Aber nicht nur ein-, sondern mehrmals. Die USA fielen ins „Star Wars-Fever“ und sie steckten (fast) die ganze Welt mit an. Kein bunter Hund hätte bekannter sein können als die Welten und Kreaturen von George Lucas, dem Erfinder, Produzenten und Regisseur vom Krieg der Sterne. Jeder kannte den Schurken Darth Vader, den Heroen Luke Skywalker und das Roboterpaar C3-PO und R2-D2.

Und jeder wollte ein Stück von ihnen haben. Eine Vermarktung von bis dahin ungeahnter Größe nahm ihren Anfang: von der Seife bis hin zum T-Shirt - jedes Produkt mit dem Star Wars-Emblem wurde ein Renner. Einen nicht unerheblichen Anteil an diesem Erfolg hatte George Lucas, der über jede Lizenzvergabe wachte und nur Produkte zuließ, die seinen hohen Qualitätsansprüchen für Star Wars-Produkte gerecht wurden.

Die Euphorie hielt noch Jahre weiter an, in denen 1980 der zweite Teil der Trilogie „Star Wars: the Empire strikes back“ (Das Imperium schlägt zurück) und 1983 der bis heute letzte Teil der „Star Wars-Saga“ „Return of the Jedi“ (Die Rückkehr der Jedi-Ritter) folgten. Diese 3 Filme wurden zu der bis heute erfolgreichsten Filmserie aller Zeiten.

Doch auch der Stern von Star Wars sank langsam und ab 1986 wurde es still um die Jedi-Ritter, nachdem Lucas ankündigte, die Saga nicht mehr fortsetzen zu wollen. Und es blieb still, bis 1991 der Roman „Star Wars: Heir of the Empire“ von dem renommierten SF-Autor Timothy Zahn in den USA veröffentlicht wurde und innerhalb weniger Wochen auf Platz 1 der Bestseller Liste schoss und über 50 Wochen in ihr blieb. Von nun an ging es Schlag auf Schlag: weitere Romane folgten mit ähnlichem Erfolg, es wurden Videospiele in bester Technik herausgebracht und das CD-Rom Spiel „Star Wars: Rebell Assault“ wurde zur meistverkauften CD-Rom der Welt. Neue Comic-Adaptionen mit den bekannten Helden setzten neue Maßstäbe und mit der Zeit rückten immer neue Star Wars-Artikel nur so auf den Markt. Und das, obwohl die Filme seit über einem Jahrzehnt nicht mehr auf der Leinwand präsent sind.

Wie kommt es, dass „Star Wars“ zu solch einem Mythos werden konnte, der nach so langer Zeit von sowohl alten als auch neuen Anhängern gleichermaßen angenommen und weitergetragen wird? Wieso fasziniert Star Wars heute, in der Zeit von MTV und medialer Reizüberflutung, noch oder wieder so, dass sich erneut eine ganze Branche auf diesem Fundament errichten kann? Wieso werden Star Wars-Produkte quasi ohne Massenwerbung von den Konsumenten regelrecht durch den Markt gezogen? Wie sorgen die Verantwortlichen auf der Unternehmerseite dafür, dass Star Wars als Mythos faszinierend und attraktiv bleibt?

Diesen Fragen soll in dieser Arbeit nachgegangen werden. Es wird untersucht, ob Star Wars wirklich ein Mythos unserer Zeit ist, und wenn ja, welche konstituierenden Elemente dazu beitragen. Darüber hinaus sollen die Möglichkeiten eines möglichen „Mythos-Marketings“ observiert, analysiert und kritisiert werden.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung 6
1. Der Mythos 8
1.1 Was ist ein Mythos? 8
1.1.1 Klassischer Mythos 10
1.1.2 Moderner Mythos 14
1.1.3 Abgrenzung von Kult und Mythos 21
1.2 Wozu dient der Mythos? 23
1.3 Wie generiert man einen Mythos? 26
1.4 Kommunikation und Mythos 30
1.5 Fazit 35
2. Star Wars: Der Krieg der Sterne 36
2.1 Was ist die Star Wars-Saga? 39
2.1.1 Die Charaktere 39
2.1.2 Die Filme - eine kurze Inhaltsangabe 45
2.1.3 Das Design 50
2.2 Fazit: Wieso spricht Star Wars ein so breites Publikum an? 52
3. Die Entwicklung vom Film zum Mythos 57
3.1 Die zeitliche Entwicklung von Star Wars 58
3.2 Der Fandom - die MythosanhŠnger 60
3.3 Star Wars als Mythos 66
3.3.1 Der klassische Mythos 66
3.3.2 Der moderne Mythos 71
3.4 Fazit 76
4. Die Vermarktung des Star Wars-Mythos 78
4.1 Begriffsdefinition von Licensing und Merchandising 80
4.2 Die Unternehmung Lucasfilm: Das Imperium - Der Konzern und sein Aufbau 84
4.3 Wie wurde und wird Star Wars vermarktet? 90
4.3.1 Die Unantastbarkeit von Star Wars: Die Wächter des Imperiums 94
4.3.2 Das Licensing und die Entwicklung des Merchandising 96
4.3.3 Die Lizenz- und Produktpolitik und das Qualitätsdiktat von Lucasfilm 102
4.3.4 Übersicht über die Lizenznehmer von 1977 bis heute 104
4.4 Die Produkte: Von der Zahnbürste zum Sammelteller 107
4.5 Die Konsumenten der Star Wars-Produkte 112
4.6 Die Zukunft der Vermarktung: das multimediale Projekt Shadows of the Empire 116
4.7 Fazit 121
5. Die Kommunikation des Star Wars-Mythos 123
5.1 Die Grundsätze der Star Wars-Kommunikation 124
5.2 Die Star Wars-THX-Videoedition 1995 126
5.2.1 Klassische Kommunikationsmaßnahmen 127
5.2.2 Kommunikation im Internet 131
5.3 Star Wars-Kommunikation in den USA und Deutschland 137
5.3.1 Kommunikationsmaßnahmen von Lucasfilm 137
5.3.2 Anzeigenbeispiele Deutschland 141
5.3.3 Anzeigenbeispiele USA 150
5.4 Fazit 165
6. Schlußbetrachtung 168
6.1 Zusammenfassung 168
6.2 Die Vermarktung des Star Wars-Mythos- Segen oder Ausbeutung? 172
7. Anhang 175
7.1 Danksagung 176
7.2 Quellennachweise 177
7.3 Erklärung zur Diplomarbeit 181

Arbeit zitieren:
Eichner, Kay Mai 1996: Der moderne Mythos und wie man ihn vermarktet - Am Beispiel der Star Wars-Trilogie, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marketing, Merchandising, Licensing, Star Wars, Werbung

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