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Eine kritische Würdigung der Geschichte der Globalisierung, ihrer Auswirkungen und ihrer Hintergründe (einschl. einer Auseinandersetzung mit den Argumenten der Globalisierungsgegner)

Eine kritische Würdigung der Geschichte der Globalisierung, ihrer Auswirkungen und ihrer Hintergründe (einschl. einer Auseinandersetzung mit den Argumenten der Globalisierungsgegner)
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Viet Anh Nguyen
  • Abgabedatum: Dezember 2005
  • Umfang: 172 Seiten
  • Dateigröße: 4,4 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
  • Bibliografie: ca. 91
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9987-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9987-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9987-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Nguyen, Viet Anh Dezember 2005: Eine kritische Würdigung der Geschichte der Globalisierung, ihrer Auswirkungen und ihrer Hintergründe (einschl. einer Auseinandersetzung mit den Argumenten der Globalisierungsgegner), Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Globalisierung, Globalisierungsgegner, Liberalisierung, Wirtschaft, Geschichte

Diplomarbeit von Viet Anh Nguyen

Problemstellung:

„Globalisierung“ ist ein hochaktuelles Thema: Ende November 2005 trafen sich über 10.000 Teilnehmer von Regierungen, Wirtschaft, Wissenschaft und Umweltverbänden zur Weltklimakonferenz in Montreal zusammen, um über Maßnahmen für den globalen Umweltschutz zu verhandeln. Vom 13. bis 18. Dezember 2005 fand in Hongkong das Ministertreffen der Welthandelsorganisation WTO statt. Vertreter der 149 WTO-Staaten verhandelten über eine weitere Liberalisierung des Welthandels. Am Rande des Treffens kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Globalisierungskritikern und Sicherheitskräften. Über 100 Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Globalisierung mit all ihren Facetten genau zu untersuchen. Folgende Fragen sollen dabei beantwortet werden: Was ist Globalisierung? Was sind die Ursprünge der Globalisierung? Was sind die Einflussfaktoren der Globalisierung? Welche Auswirkungen hat die Globalisierung? Wer sind die Globalisierungsgegner, was wollen sie und in wiefern haben sie mit ihren Argumenten Recht? Anschließend wird eine kritische Würdigung der Globalisierung vollzogen.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit umfasst neun Kapitel (s. Abbildung 1). Nach dem einleitenden Kapitel wird der Begriff „Globalisierung“ im zweiten Kapitel definiert, abgegrenzt und quantitativ erfasst.

Im dritten Kapitel wird die Geschichte der Globalisierung bis zur Industriellen Revolution untersucht.

Ziel ist es, zu zeigen, dass Globalisierung kein neues Phänomen ist, sondern ihre Ursprünge schon in der Antike hatte.

Kapitel Vier befasst sich mit den wichtigsten Treibern und Bremsern der Globalisierung.

In Kapitel Fünf werden ökonomische, ökologische, demographische, soziale sowie kulturelle Auswirkungen der Globalisierung dargestellt.

Kapitel Sechs beschäftigt sich mit den Globalisierungsgegnern sowie deren Argumente.

Diese Argumente gegen die Globalisierung werden im siebten Kapitel den Argumenten der Globalisierungsbefürworter entgegengestellt.

Kapitel Acht widmet sich einer kritischen Würdigung der Globalisierung. Das letzte Kapitel fasst die wichtigsten Aussagen der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick in die Zukunft.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Gang der Untersuchung 1
2. Begriffliche Einordnung 2
2.1 Definition der Globalisierung 2
2.2 Abgrenzung der Globalisierung 7
2.3 Indikatoren und Messung der Globalisierung 9
2.3.1 Internationalisierungsindikatoren 9
2.3.2 Bestimmung der räumlichen Streuung 10
3. Geschichte und Hintergründe der Globalisierung 12
3.1 Antike 12
3.2 Entdeckungen 13
3.3 Merkantilismus 19
3.4 Kolonialismus 25
3.5 Die Industrielle Revolution 30
3.6 Fazit 32
4. Einflussfaktoren der Globalisierung 33
4.1 Treiber der Globalisierung 33
4.1.1 Technologie 33
4.1.2 Internationale Organisationen 42
4.1.3 Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung 49
4.1.4 Finanzmärkte und die Rolle der Banken 55
4.1.5 Internationale Unternehmen 62
4.1.6 Außenhandel und Direktinvestitionen 68
4.1.7 Ende des Ost-West-Konflikts 75
4.1.8 The New Economy 79
4.2 Bremser der Globalisierung 83
4.2.1 Wirtschaftskrisen 83
4.2.2 Handelshemmnisse 83
4.2.3 Kriege 90
4.2.4 Naturereignisse 93
4.2.5 Epidemien und Pandemien 96
5. Auswirkungen der Globalisierung 100
5.1 Auswirkungen auf Unternehmen 100
5.2 Ökologische Auswirkungen 105
5.3 Demographische Auswirkungen 111
5.4 Soziale Auswirkungen 116
5.5 Kulturelle Auswirkungen 120
6. Die Globalisierungsgegner 122
6.1 Globalisierungsgegnergruppen 122
6.2 Argumente gegen die Globalisierung 125
7. Gegenüberstellung der Argumente für und gegen die Globalisierung 127
7.1 Analyse der Argumente für die Globalisierung 127
7.2 Analyse der Argumente gegen die Globalisierung 130
8. Eine kritische Würdigung der Globalisierung 143
8.1 Was muss noch getan werden? 143
8.2 Bewertung der Globalisierung 148
9. Zusammenfassung und Ausblick 149
9.1 Zusammenfassung 149
9.2 Ausblick 150

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Gang der Untersuchung 1
2. Begriffliche Einordnung 2
2.1 Definition der Globalisierung 2
2.2 Abgrenzung der Globalisierung 7
2.3 Indikatoren und Messung der Globalisierung 9
2.3.1 Internationalisierungsindikatoren 9
2.3.2 Bestimmung der räumlichen Streuung 10
3. Geschichte und Hintergründe der Globalisierung 12
3.1 Antike 12
3.2 Entdeckungen 13
3.3 Merkantilismus 19
3.4 Kolonialismus 25
3.5 Die Industrielle Revolution 30
3.6 Fazit 32
4. Einflussfaktoren der Globalisierung 33
4.1 Treiber der Globalisierung 33
4.1.1 Technologie 33
4.1.2 Internationale Organisationen 42
4.1.3 Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung 49
4.1.4 Finanzmärkte und die Rolle der Banken 55
4.1.5 Internationale Unternehmen 62
4.1.6 Außenhandel und Direktinvestitionen 68
4.1.7 Ende des Ost-West-Konflikts 75
4.1.8 The New Economy 79
4.2 Bremser der Globalisierung 83
4.2.1 Wirtschaftskrisen 83
4.2.2 Handelshemmnisse 83
4.2.3 Kriege 90
4.2.4 Naturereignisse 93
4.2.5 Epidemien und Pandemien 96
5. Auswirkungen der Globalisierung 100
5.1 Auswirkungen auf Unternehmen 100
5.2 Ökologische Auswirkungen 105
5.3 Demographische Auswirkungen 111
5.4 Soziale Auswirkungen 116
5.5 Kulturelle Auswirkungen 120
6. Die Globalisierungsgegner 122
6.1 Globalisierungsgegnergruppen 122
6.2 Argumente gegen die Globalisierung 125
7. Gegenüberstellung der Argumente für und gegen die Globalisierung 127
7.1 Analyse der Argumente für die Globalisierung 127
7.2 Analyse der Argumente gegen die Globalisierung 130
8. Eine kritische Würdigung der Globalisierung 143
8.1 Was muss noch getan werden? 143
8.2 Bewertung der Globalisierung 148
9. Zusammenfassung und Ausblick 149
9.1 Zusammenfassung 149
9.2 Ausblick 150

Textprobe:

Kapitel 3.4 Kolonialismus: Der Begriff Kolonialismus bezeichnet die auf Erwerb und Ausbau von Kolonien gerichtete Politik unter dem Gesichtspunkt des wirtschaftlichen, militärischen und machtpolitischen Nutzens für das Mutterland bei gleichzeitiger politischer Unterdrückung und wirtschaftlicher Ausbeutung der abhängigen Völker. Eine andere Definition von Kolonialismus findet sich bei Reinhard W.: Kolonialismus ist „die Kontrolle eines Volkes über ein fremdes unter wirtschaftlicher, politischer und ideologischer Ausnutzung der Entwicklungsdifferenz zwischen beiden“.

Der Begriff Kolonialismus ist mit Imperialismus verwandt. Imperialismus bedeutet im engen Sinne „die marxistisch-leninistische Bezeichnung für das letzte Stadium des Kapitalismus seit ca. 1900“. Im weiten Sinne beinhaltet der Imperialismus „jede Art von Expansions- und Herrschaftswillen eines Gemeinwesens“. Imperialismus ist als eine Weiterentwicklung der Ideologie des Kolonialismus zu verstehen. Die Ära des modernen Imperialismus (vor allem 1882 bis 1914) gehört zu den zentralen Epochen, in denen die Europäer und ihr Einfluss über die Erde expandierten. Vor dieser Ära herrschten – insgesamt gesehen – eher „informell-indirekte Herrschaftsformen und eine vergleichsweise koloniale Zurückhaltung“.

Der Kolonialgedanke ist insbesondere nach der Wiederentdeckung Amerikas durch Kolumbus aufgekommen. Insbesondere europäische Staaten eroberten und beuteten andere Kontinente wie Afrika, Asien, Amerika und Australien aus. Die Kolonisatoren transportierten Rohstoffe (z. B. Rohrzucker und Edelmetalle) aus den kolonialisierten Ländern, in der Regel ohne angemessene Gegenleistung, in ihre Heimatländer. Der Kolonialismus war vor allem gekennzeichnet durch Gewalt und Unterdrückung gegenüber den „Ureinwohnern“ der kolonialisierten Kontinente. So wurden u. a. Sklaven aus Afrika in den neuen Kolonien in Amerika eingesetzt (s. auch 3.3.).

Automatisiert erstellter Textauszug:

einher mit einem Anstieg der Volatilität: So hatte sich im historischen Vergleich die Volatilität des Nasdaq-Composite-Index von 1999 bis 2000 nahezu verdoppelt.159 Das Ansteigen der Aktienkurse beruhte jedoch größtenteils auf Fantasien und Visionen der Anleger. Fundamentaldaten wurden tendenziell vernachlässigt. Die meisten Aktien waren deutlich überbewertet.160 Schließlich platzte im März 2000 die Blase an den Aktienmärkten. Die oberen zwei Abbildungen verdeutlichen die Kursverluste an den internationalen Aktien- und Private-Equity-Märkten. Das Platzen der Blase an den weltweiten Aktienmärkten stellt einen Bremser der wirtschaftlichen Globalisierung dar: Der Kursverfall ging einher mit einem sehr großen Kapitalabluß an den internationalen Finanzmärkten. Die Weltkonjunktur litt deutlich unter dem Börsencrash: Verlieren Investoren Geld an den Börsen, können sie in der Regel weniger ausgeben, die verbraucherorientierten Unternehmen verdienen dadurch weniger, Unternehmen müssen sparen und Mitarbeiter entlassen, die Arbeitslosigkeit steigt und die Menschen geben noch weniger aus. Somit wird die Wirtschaft insgesamt abgeschwächt. Das Vertrauen der Anleger wurde aufgrund des Börsencrash zerstört. Zusätzlich haben die Bilanzskandale von Enron und Worldcom etc. die Investoren noch mehr verunsichert, so dass die diese risikoaverser geworden sind. Der Börsencrash ist aber auch als eine Chance zu betrachten: Die Anleger haben (erneut) gelernt, dass man an den Börsen nicht nur gewinnen kann. Die Unternehmen werden nach dem Crash zu realistischeren Preisen bewertet. Unternehmen sowie Anleger legen ihr Geld vorsichtiger an. Und schließlich wurde der Markt von unseriösen Unternehmen gereinigt, die etwa ihre Bilanzen manipulierten. Den Fundamentaldaten und die Richtigkeit der Bilanzen der Unternehmen wurde seitdem eine viel höhere Bedeutung beigemessen, was u. a. durch die Verabschiedung des Sarbanes-Oxley-Acts161 in 2002 belegt wird.162 Man hat erkannt, dass bei den Unternehmen die Vermögensseite effizient eingesetzt werden muss, damit die Kapitalseite nicht droht, zusammenzubrechen.163 [...]

Economy gingen immer mehr Unternehmen, insbesondere junge Technologieunternehmen, an die Börse (NASDAQ in New York, New Market in London, Nouveau marché in Frankreich, Neuer Markt in Frankfurt). Diese Firmen erhielten immer mehr Kapital von internationalen Investoren und konnten somit schnell wachsen. So stieg die Marktkapitalisierung des Neuen Marktes in nur zwei Jahren nach der Gründung in 1997 von 9,6 auf 54 Milliarden DM an; der Index ist im selben Zeitraum um 600 Prozent gestiegen.154 Der Umfang, in dem Eigenkapital an den Aktienmärkten im Euroraum aufgenommen wurde, stieg von 130 Milliarden EUR in 1998 auf 320 Milliarden EUR in 2000. Das Verhältnis zwischen der Marktkapitalisierung und dem nominalen Bruttoinlandsprodukt im Euroraum ist zwischen 1990 und 2000 etwa um das Vierfache gestiegen.155 Das Volumen der NASDAQ betrug in 1998 5,8 Billionen US-$ und konnte somit um fast 30% zum Vorjahr steigen. Das durchschnittliche Tagesvolumen der NASDAQ in gehandelten Stück betrug in 1997 648 Millionen und in1998 802 Millionen Aktien.156 Abbildung 65 und 66 verdeutlichen den rasanten Anstieg an den Börsen und auf dem Beteiligungskapitalmarkt insbesondere in den 1990er Jahren. [...]

kopiert werden können, ohne sich zu verbrauchen und unabhängig davon, wie viel Arbeit bei ihrer Herstellung aufgewendet wurde.151 Das Besondere an der New Economy ist die Preissetzung der Güter. Während bei klassischen Wirtschaftstheorien die Knappheit der Güter deren Preis bestimmt, steigt meistens der Preis eines Gutes in der New Economy erst, wenn es universell bzw. zumindest für eine kritische Schwellenmenge verfügbar ist. Die Güter der New Economy bestimmen ihren Wert also vor allem durch ihren Verbreitungsgrad. Bei den Gütern der New Economy handelt es sich vor allem um Kommunikationsmittel wie z. B. Handy, E-Mail, Internet und Internet-Telefonie, die erst sinnvoll nutzbar sind, wenn möglichst viele Menschen Zugang dazu haben.152 Tabelle 24 stellt die Charakteristika der alten Ökonomie und der New Economy gegenüber. Insgesamt ist die New Economy flexibler, dynamischer und innovativer als die alte Ökonomie. [...]

Arbeit zitieren:
Nguyen, Viet Anh Dezember 2005: Eine kritische Würdigung der Geschichte der Globalisierung, ihrer Auswirkungen und ihrer Hintergründe (einschl. einer Auseinandersetzung mit den Argumenten der Globalisierungsgegner), Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Globalisierung, Globalisierungsgegner, Liberalisierung, Wirtschaft, Geschichte

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