Eine kritische Bestandsaufnahme des Generational Accounting
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Axel Dreher
- Abgabedatum: Juni 1999
- Umfang: 76 Seiten
- Dateigröße: 4,6 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2599-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2599-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2599-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Dreher, Axel Juni 1999: Eine kritische Bestandsaufnahme des Generational Accounting, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Staatsverschuldung, intergenerationelle Ungleichheit, Generationenkonflikt, intertemporale Umverteilung
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Diplomarbeit von Axel Dreher
Einleitung:
Am liebsten hätten Ökonomen und Politiker ein Maß zur Verfügung, das sämtliche Auswirkungen staatlicher Eingriffe auf den privaten Sektor aufzeigt. Da ein solches aber nicht existiert, wird versucht, zumindest Teilaspekte der Fiskalpolitik zu beleuchten.
Hierbei können vier wesentliche Grundfragen der Fiskalpolitik unterschieden werden. Eine davon, nämlich welche Generation, unterschieden nach Geschlecht und Geburtsjahrgängen, für den Staatskonsum bezahlen muss, kann durch Generationenkonten beantwortet werden. Die drei anderen, wieviel der Staat im Zeitablauf konsumiert, die intragenerationelle Verteilung und die durch den Staat ausgelösten Verzerrungen ökonomischer Entscheidungen, können mit Hilfe dieses Ansatzes nicht hinreichend beantwortet werden.
Ausgehend von der Frage nach der Höhe der steuerlichen Nettobelastung verschiedener Alterskohorten werden Generationenkonten zur Beurteilung intergenerativer Verteilungswirkungen verschiedener staatlicher Maßnahmen und ökonomischer Entwicklungen herangezogen. Dabei gilt Fiskalpolitik als intergenerativ ausgewogen, wenn sich künftige Generationen im Durchschnitt einem genauso hohen Nettosteuersatz gegenübersehen wie heutige. Eine solche Politik kann ohne eine Veränderung von Steuern, Transfers und Ausgaben für alle Zeiten aufrechterhalten werden. Im Gegensatz dazu muss bei einer intergenerationell unausgewogenen Politik der Zeitpfad dieser Zahlungsströme letztendlich verändert werden. Wenn diese Politik in großem Ausmaß von künftigen zu heutigen Generationen umverteilt, muss der Nettosteuersatz künftiger Generationen steigen, was Arbeits-, Spar- und Investitionsanreize vermindert und somit die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigt. Liegt hingegen eine Umverteilung zuungunsten heutiger Generationen vor, muss die Nettobelastung künftiger Generationen sinken, um ein ständiges Wachstum des öffentlichen Nettovermögens zu verhindern. Die vorliegende Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Forschung und gewährt Einblicke in bestehende intergenerationelle Ungleichbehandlung.
Inhaltsverzeichnis:
| Symbolverzeichnis | III | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Deficit Accounting vs. Generational Accounting | 1 |
| 1.2 | Zweck des Generational Accounting | 2 |
| 2. | Die ursprüngliche Methode | 3 |
| 3. | Einwände gegen die ursprüngliche Methode | 5 |
| 3.1 | Modellimmanente Kritik | 5 |
| 3.1.1 | Das neoklassische Lebenszyklusmodell und Erbschaftsverhalten | 5 |
| 3.1.2 | Nutzen- vs. zahlungsstromorientierte Berechnung der Konten | 6 |
| 3.1.3 | Die Konstanz heutiger Politik und die Last künftiger Generationen | 7 |
| 3.1.4 | Die Problematik der Durchschnittsbetrachtung | 8 |
| 3.1.5 | Die Messung der intergenerationellen Ungleichheit | 9 |
| 3.1.6 | Normative Aspekte: Die ‚fiscal balance rule' | 10 |
| 3.2 | Kritik an der konkreten Umsetzung | 11 |
| 3.2.1 | Die Erfassung der Zahlungsströme | 11 |
| 3.2.2 | Die Wahl von Diskont- und Wachstumsrate | 13 |
| 3.2.3 | Die demographische Entwicklung | 15 |
| 3.2.4 | Inzidenzannahmen | 16 |
| 3.2.5 | Die Vernachlässigung von Rückwirkungen auf staatliche Eingriffe | 18 |
| 3.2.6 | Die Berücksichtigung von Geldpolitik | 20 |
| 3.3 | Kritik an der Aussagefähigkeit des Generational Accounting | 21 |
| 3.3.1 | Manipulierbarkeit des Generational Accounting | 21 |
| 3.3.2 | Vergleichbarkeit verschiedener Studien | 22 |
| 4. | Jüngere Studien: Verbesserungen und Ergebnisse | 23 |
| 4.1 | Australien | 23 |
| 4.1.1 | Erbschaftsverhalten | 23 |
| 4.1.2 | Die Berücksichtigung von Lebenszeitsteuersätzen | 25 |
| 4.1.3 | Auswirkungen von Migration | 26 |
| 4.2 | Bundesrepublik Deutschland | 27 |
| 4.2.1 | Alternative Maßzahlen für die Messung intergenerationeller Ungleichheit | 28 |
| 4.2.2 | Vereinigungsbedingte Lasten und die Berücksichtigung ostdeutscher Besonderheiten | 29 |
| 4.2.3 | Auswirkungen von Migration | 30 |
| 4.3 | Länderübergreifende Studien für Europa | 31 |
| 4.3.1 | Eine standardisierte Vorgehensweise bei der Datenermittlung | 32 |
| 4.3.2 | Darstellung der Ergebnisse | 33 |
| 4.4 | Länderübergreifende globale Studien | 35 |
| 4.4.1 | Darstellung der Ergebnisse | 36 |
| 4.4.2 | Sensitivitätsanalyse | 38 |
| 4.4.3 | Mögliche Wege zu intergenerationell ausgeglichenen Konten | 38 |
| 5. | Bewertung und Ausblick | 39 |
| Literaturverzeichnis | 44 | |
| Anhang | A1 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832425999
Arbeit zitieren:
Dreher, Axel Juni 1999: Eine kritische Bestandsaufnahme des Generational Accounting, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Staatsverschuldung, intergenerationelle Ungleichheit, Generationenkonflikt, intertemporale Umverteilung



