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Eine kritische Analyse der heutigen Relevanz von traditionellen Modellen der Standortwahl für die Wahl von internationalen Standorten von Handelsunternehmen

Eine kritische Analyse der heutigen Relevanz von traditionellen Modellen der Standortwahl für die Wahl von internationalen Standorten von Handelsunternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Gaby Bruchmann
  • Abgabedatum: September 2000
  • Umfang: 76 Seiten
  • Dateigröße: 562,7 KB
  • Note: 2,7
  • Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2766-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2766-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2766-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bruchmann, Gaby September 2000: Eine kritische Analyse der heutigen Relevanz von traditionellen Modellen der Standortwahl für die Wahl von internationalen Standorten von Handelsunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Standortwahl, Einzelhandel, Marketing, Standort, International

Diplomarbeit von Gaby Bruchmann

Einleitung:

Gegenstand der Arbeit ist eine kritische Analyse der Relevanz von traditionellen Modellen der Standortwahl für die Wahl von internationalen Standorten von Handelsunternehmen.

Seit Ende der achtziger Jahre, insbesondere in den letzten vier Jahren, ist eine Verstärkung der Internationalisierungs-Aktivitäten festzustellen. Internationalisierung bedeutet für die strategische Planung der Unternehmungen, dass länderspezifische Unterschiede in den politischen, rechtlichen, kulturellen, infrastrukturellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden müssen.

Gang der Untersuchung:

Im zweiten Kapitel werden dazu zunächst die relevanten Begriffe näher erläutert und eine Abgrenzung des Untersuchungsbereiches vorgenommen. Insbesondere werden standorttheoretische Begriffe definiert. Dies beinhaltet unter anderem die Darstellung der traditionellen Standortwahlmodelle und die methodischer Vorgehensweise einer internationalen Standortwahl. Bei den Handelsunternehmen wird der Schwerpunkt auf den stationären Einzelhandel gelegt, da die Standortwahl insbesondere für diesen Handelszweig von großer Bedeutung ist.

Im Kapitel drei werden die für die Analyse der Standortwahlmodelle benötigten Informationsgrundlagen dargestellt und hinsichtlich der Internationalisierung näher analysiert. Dies beinhaltet zum einen die relevanten Standortfaktoren und den damit verbundenen Informationsbedarf. Des weiteren werden die Methoden zur Einzugsgebietsabgrenzung beschrieben, welche für einige entscheidungsorientierten Methoden als Grundlage benötigt werden. Hierbei wird insbesondere überprüft, inwieweit diese Methoden in der heutigen Zeit international noch angewendet werden können.

In dem sich anschließenden vierten Kapitel werden die entscheidungsorientierten traditionellen Methoden der Standortwahl anhand ausgewählter Kriterien bewertet. Ziel der Bewertung ist es festzustellen, welche Relevanz die Methoden für die heutige internationale Standortwahl haben können. Dabei werden alle Phasen einer internationalen Standortwahl als Einsatzgebiet für die Methoden in Betracht gezogen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Einführung in die Problemstellung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 3
2. Grundlagen und Begriffsabgrenzungen 5
2.1 Handelsunternehmen 5
2.2 Standortwahl 6
3. Analyse der Informationsgrundlagen von Standortwahlmodellen unter dem Gesichtspunkt der Internationalisierung 11
3.1 Stellenwert der Informationsgrundlage für die Standortwahlmodelle 11
3.2 Standortfaktoren 12
3.2.1 Darstellung klassischer Standortfaktorenkataloge 12
3.2.2 Besonderheiten im Rahmen der Internationalisierung 14
3.3 Methode zur Einzugsgebietsabgrenzung 19
3.3.1 Darstellung klassischer Methoden 19
3.3.2 Relevanz der Methoden im internationalen Kontext 23
4. Analyse der traditionellen Standortwahlmodelle für die internationale Standortwahl 27
4.1 Darstellung der Bewertungskriterien 27
4.2 Bewertung der Standortwahlmodelle 29
4.2.1 Scoring-Verfahren 29
4.2.1.1 Darstellung der Methoden 29
4.2.1.2 Relevanz der Methoden im internationalen Kontext 30
4.2.2 Dynamische Investitionsmodelle 33
4.2.2.1 Darstellung der deterministischen Methode 33
4.2.2.2 Darstellung der stochastischen Methode 34
4.2.2.3 Relevanz der Methoden im internationalen Kontext 35
4.2.3 Regressionsanalyse 39
4.2.3.1 Darstellung der Methode 39
4.2.3.2 Relevanz der Methode im internationalen Kontext 40
4.2.4 Analogmethode 43
4.2.4.1 Darstellung der Methode 43
4.2.4.2 Relevanz der Methode im internationalen Kontext 44
4.2.5 Gravitationsmodelle 46
4.2.5.1 Darstellung der Methoden 46
4.2.5.2 Relevanz der Methoden im internationalen Kontext 47
5. Zusammenfassung und Ausblick 48
Anhang 51
Literaturverzeichnis 59

Automatisiert erstellter Textauszug:

3.3.2. Relevanz der Methoden im internationalen Kontext Die heuristischen Modelle beinhalten als Annahme die nearestcenter-Hypothese , die besagt, „dass Güter und Dienstleistungen nur dort nachgefragt werden, wo sie in der geringsten Distanz zum Wohnort angeboten werden“.72 Fraglich ist inwieweit diese Annahme heute noch Bestand hat. Untersuchungen in Deutschland haben ergeben, dass das Einkaufsverhalten sich nicht mehr durch die nearest-center-Hypothese erklären lässt. Zurückzuführen ist dies auf die steigende Mobilität der Konsumenten und auf die Kopplung mehrerer Tätigkeiten. Einkäufe werden zeitlich und räumlich mit anderen Tätigkeiten verbunden. Insbesondere die zunehmende Berufstätigkeit der Frauen führt zu einem veränderten Konsummuster.73 Eine Umfrage der Forschungsstelle für Handel in Berlin hat für den Standort Welden ergeben, dass Lebensmitteleinkäufe zu 49% mit der Arbeit gekoppelt werden.74 Zu beachten ist, dass diese Entwicklungen länderspezifisch sind. So herrschen insbesondere in den Entwicklungs- und Schwellenländern aufgrund kultureller Unterschiede andere Konsum- und Lebensgewohnheiten. Hinsichtlich der Mobilität kann als Kennziffer das Fahrzeugaufkommen herangezogen werden. In der Abb. 4 wird deutlich, dass diesbezüglich erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern bestehen können. [...]

Abb. 3: Gesetz der Einzelhandelsgravitation66 Der Parameter λ ist empirisch zu ermitteln und gibt den Aufwand an, den der Konsument bereit ist für einen Einkauf aufzuwenden. Je größer λ ist, desto kleiner wird das Einzugsgebiet.67 In den meisten Fälle sollte nach Reilly für λ der Wert 2 verrechnet werden. Durch Umformungen dieser Formel berechnete Converse die Grenzlinie zwischen zwei Einzugsgebieten konkurrierender Städte oder Orte. Das Einzugsgebiet wird dann durch die Grenzlinie bestimmt, auf der die Orte liegen, deren Umsatzabfluss zum zentralen Ort i und zum zentralen Ort j gleich groß ist.68 d ( A, B ) = 1+ d p( A) p( B ) [...]

kurrierenden Unternehmen. Die Zeitdistanzmethode verwendet den effektiven Zeitaufwand, der zum Besuch des Geschäftes notwendig ist und schließt natürliche Hindernisse und Grenzen mit ein . Die ökonometrische Methode kann als Weiterentwicklung der Zeitdistanzmethode angesehen werden. Neben den natürlichen Grenzen werden auch die logischen Grenzen einbezogen, die durch die Anziehungskraft der benachbarten Zentren entstehen. Das Zonographverfahren stellt ebenfalls eine Erweiterung der Zeitdistanzmethode dar, in dem sie innerhalb der Distanzzonen die Verteilung der Haushalte und die Standorte der Konkurrenzbetriebe berücksichtigt. 63 2. Gravitationsmodelle Die Gravitationsmodelle wurden in Anlehnung an das Gravitationsgesetzt von Newton entwickelt und analog auf die räumlich sozialen Interaktionen übertragen. Die Grundaussage des übertragenen sozialen Gesetzes besagt: „Die Anzahl der Interaktionen der Bewohner des Ortes i mit den Nachbargebieten j ist um so größer, je größer die Bevölkerung der Nachbargebiete j und je geringer die Entfernung dij zu diesen Gebieten ist.“64 Reilly hat diese Überlegungen auf das Einkaufsverhalten der Konsumenten übertragen, und das Gesetz der Einzelhandelsgravitation kreiert:65 Abb. 3 stellt den formalen Ansatz des Gesetzes dar. [...]

Arbeit zitieren:
Bruchmann, Gaby September 2000: Eine kritische Analyse der heutigen Relevanz von traditionellen Modellen der Standortwahl für die Wahl von internationalen Standorten von Handelsunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Standortwahl, Einzelhandel, Marketing, Standort, International

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