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Die körperschaftssteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft

Kennzeichnung und betriebswirtschaftliche Beurteilung

Die körperschaftssteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Steffen Sondheimer
  • Abgabedatum: Dezember 1996
  • Umfang: 61 Seiten
  • Dateigröße: 3,0 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule Heilbronn Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3313-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3313-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3313-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Sondheimer, Steffen Dezember 1996: Die körperschaftssteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Steffen Sondheimer

Einleitung:

Die Organschaft regelt den Tatbestand, daß eine im Grundsatz zivil- und steuerrechtlich selbständige Kapitalgesellschaft in ein anderes Unternehmen wirtschaftlich, finanziell und organisatorisch eingegliedert ist. Die rechtlich selbständige Kapitalgesellschaft ist wirtschaftlich unselbständig und wird als Organgesellschaft des herrschenden Unternehmens, des Organträgers, bezeichnet. Die Entwicklung der Organschaft ist im wesentlichen ein Werk der Finanzrechtsprechung. Bereits in den zwanziger Jahren hatte der RFH, in Anlehnung an die Rechtsprechung des Preußischen OVG anerkannt, daß auch eine juristische Person ein Organ eines anderen Unternehmens sein kann. Die körperschaftsteuerliche Organschaft wurde erstmalig im Jahre 1969 durch die Einfügung des § 7a in das Körperschaftsteuergesetz gesetzlich geregelt. Der § 7a KStG ist im Zuge der Körperschaftsteuerreform von 1977 durch die bis heute gültigen §§ 14 bis 19 KStG ersetzt worden. Die Rechtsgrundlage für die gewerbesteuerliche Organschaft ist § 2 Abs. 2 S. 2 und 3 GewStG. Daneben existiert noch die Organschaft im Umsatzsteuerrecht. Für andere Steuerarten ist die Organschaft nicht geregelt. Der Begriff Organschaft ist ein steuerliches Rechtsinstitut, das aus der Tatsache, daß rechtlich selbständige Unternehmen wirtschaftlich unter einer einheitlichen Leitung stehen, steuerliche Konsequenzen zieht.

Der gebräuchliche Begriff für eine betriebswirtschaftliche Planungs-, Koordinations- und Entscheidungseinheit ist der Konzern. Gemäß § 18 AktG unterscheidet man nach Unterordnungs- und Gleichordnungskonzernen. Für die Organschaft kommen lediglich Unterordnungskonzerne in Frage, da steuerrechtlich wegen der Eingliederungsvoraussetzungen Abhängigkeit gefordert ist. Diese Art der Konzerne können aus national wie auch aus international zusammengefaßten Unternehmen bestehen.

Da die Rechtswirkungen nur bei doppelter Inlandsbindung eintreten, ist der Begriff Organschaft enger gefaßt als der Begriff Konzern. Die Organschaft ist nur für nationale Unterordnungskonzerne oder Teilkonzerne, die einen Organkreis bilden können, relevant. Für den Geltungs- und Definitionsbereich der Organschaft werden im weiteren die Begriffe synonym verwendet. Betriebswirtschaftlich ermöglichen rechtlich selbständige Unternehmen, die wirtschaftlich unter einheitlicher Leitung stehen, ein breiteres Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten als ein Einheitsunternehmen. Wird ein Organschaftsverhältnis eingegangen, dürfte die unternehmerische Zielfunktion die Minimierung der Gesamtsteuerbelastung sein. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Eingliederungsvoraussetzungen erfüllt und ein Gewinnabführungsvertrag (GAV) abgeschlossen sein. Der GAV, die Eingliederungsvoraussetzungen und die Rechtsfolgen der Organschaft wirken auf die Gestaltungsmöglichkeiten und müssen bei der Planung eines Organschaftsverhältnisses berücksichtigt werden.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einführung 1
2. Kennzeichnung der körperschaftsteuerlichen Organschaft 2
2.1 Voraussetzungen für die körperschaftsteuerliche Organschaft 2
2.1.1 Voraussetzungen beim Organträger 2
2.1.2 Voraussetzungen bei der Organgesellschaft 5
2.1.3 Finanzielle Eingliederung 6
2.1.4 Wirtschaftliche Eingliederung 9
2.1.5 Organisatorische Eingliederung 10
2.1.6 Gewinnabführungsvertrag 13
2.1.7 Zeitliche Voraussetzungen 16
2.2 Rechtsfolgen der körperschaftsteuerlichen Organschaft 18
2.2.1 Getrennte Einkommensermittlung von Organträger und Organgesellschaft 18
2.2.2 Zusammenrechnung der Einkommen beim Organträger 21
3. Kennzeichnung der gewerbesteuerlichen Organschaft 23
3.1 Voraussetzungen der gewerbesteuerlichen Organschaft 23
3.1.1 Voraussetzungen bei der Organgesellschaft und dem Organträger 23
3.1.2 Eingliederungsvoraussetzungen 24
3.2 Rechtsfolgen der gewerbesteuerlichen Organschaft 25
3.2.1 Getrennte Ermittlung der Gewerbeerträge und -kapitalien 25
3.2.2 Zusammenrechnung der Gewerbeerträge beim Organträger 28
4. Betriebswirtschaftliche Beurteilung der Organschaft 29
4.1 Körperschaftsteuerliche Organschaft 29
4.1.1 Ergebniswirkungen der Organschaft 29
4.1.2 Haftungssegmentierung und Organschaft 34
4.1.3 Wirkungen der Garantiedividenden 36
4.1.4 Organisationsgestaltung und Organschaft 38
4.1.5 Vorteile der Organschaft gegenüber der Fusion 43
4.2 Besonderheiten der gewerbesteuerlichen Organschaft 45
5. Zusammenfassung 49
Literaturverzeichnis
Ehrenwörtliche Erklärung

Arbeit zitieren:
Sondheimer, Steffen Dezember 1996: Die körperschaftssteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft, Hamburg: Diplomica Verlag

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