Bachelor + Master Publishing
875 Bachelorarbeiten, 0 Masterarbeiten, 10.108 Diplomarbeiten

Zukunft des Drei-Säulen-Systems der deutschen Kreditwirtschaft

Zukunft des Drei-Säulen-Systems der deutschen Kreditwirtschaft
Über dieses Buch
  • Art: Studienarbeit
  • Autor: Alexander Croonen
  • Abgabedatum: Juli 2006
  • Umfang: 90 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Darmstadt Deutschland
  • Bibliografie: ca. 147
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9907-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9907-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9907-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Croonen, Alexander Juli 2006: Zukunft des Drei-Säulen-Systems der deutschen Kreditwirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kreditwirtschaft, Banken, Konsolidierung, Großbanken, Fusionen

Studienarbeit von Alexander Croonen

Einleitung:

Im Vergleich zum Ausland existiert in Deutschland weiterhin die starre Aufteilung des Bankensektors in die drei Säulen aus Kreditbanken, öffentlich-rechtlichen und genossenschaftlichen Kreditinstituten. Dieses System wird auf seine Leistungsfähigkeit und Existenzberechtigung überprüft. Dabei werden einige Diskussionsbeiträge von EU-Kommission, DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung), Sachverständigenrat, KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau)-Bankengruppe und dem DSGV (Deutsche Sparkassen- und Giroverband) beleuchtet.

Insbesondere für das bankbasierte Finanzsystem in Deutschland mit der Schlüsselstellung bei der Vergabe von Krediten ist ein zukunftsfähiges Banksystem notwendig und rechtfertigt damit auch die aktuelle Diskussion über mögliche Veränderungen. Die bereits in den letzten Jahren getroffenen Maßnahmen haben inzwischen zu einer Verbesserung der Ertragslage geführt, trotzdem ist Deutschland im Vergleich zum Ausland ein gefesseltes Land, da hier verdeutlichen wird, dass mit dem öffentlich-rechtlichen Sektor ein Großteil des Bankenmarkts in der jetzigen Form für eine Konsolidierung nicht zur Verfügung steht und außerdem der zunehmende Wettbewerbsdruck von ausländischen Anbietern ein Handeln erforderlich macht.

Im zweiten Kapitel werden daher die aktuelle Struktur, die bestehenden Probleme und die schon erfolgten Lösungsversuche durch Kooperationen und Fusionen beschrieben.

Nach dieser Ist-Analyse wird im Kapitel 3 zuerst auf die Veränderungen durch den Wegfall der staatlichen Haftungsgarantien eingegangen und es wird erläutert, warum eine weitere Veränderung insbesondere mit Blick auf das Ausland notwendig ist.

Der letzte und umfangreichste Teil dieses Kapitels befasst sich ausführlich mit den möglichen Perspektiven der einzelnen Säulen aufgrund unterschiedlicher Anpassungsmöglichkeiten der Gesetze, bevor abschließend im Kapitel 4 das wahrscheinlichste und sinnvollste Szenario für die Konsolidierung in Deutschland und Europa vorgestellt wird.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis
I. Abkürzungsverzeichnis III
II. Abbildungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Aktuelle Bankenstruktur in Deutschland 2
2.1 Finanzlandschaft in Deutschland – Das Drei-Säulen-System 3
2.1.1 Kreditbanken 3
2.1.1.1 Großbanken 3
2.1.1.2 Regionalinstitute und sonstige Kreditbanken 4
2.1.1.3 Zweigstellen der ausländischen Banken 6
2.1.2 Öffentlich-rechtliche Kreditinstitute 6
2.1.3 Genossenschaftliche Kreditinstitute 7
2.1.4 Spezialbanken 9
2.2 Aktuelle Probleme der Bankenstruktur 10
2.2.1 Fragmentierung des Markts 10
2.2.2 Hohe Staatsquote 12
2.2.3 Konjunkturelle Situation 13
2.2.4 Preiskampf und Verhaltenswandel der Kunden 14
2.2.5 Allgemeine Ertragsschwäche 15
2.3 Bereits bestehende – säulenübergreifende – Kooperationen 16
2.4 Ausgewählte Fusionen in Deutschland 17
2.5 Öffnungsversuche der Säulenstruktur durch die Großbanken 19
3. Zukunft des Bankensystems 21
3.1 Ein Jahr ohne Haftungsgarantien 21
3.2 Ist eine weitere Veränderung notwendig? 23
3.3 Vergleich mit dem Ausland 26
3.4 Initiativen zur Veränderung der deutschen Bankenlandschaft 30
3.4.1 Abwägung der Notwendigkeit des öffentlichen Auftrages 30
3.4.2 Rechtliche Rahmenbedingungen 32
3.4.3 Bankgesellschaft Berlin 34
3.5 Konsolidierung innerhalb Deutschlands 36
3.5.1 Weitere – säulenübergreifende – Kooperationen des Back Office 38
3.5.2 Kein Zugang privater Investoren zum öffentlich-rechtlichen Sektor 43
3.5.2.1 Perspektiven der Kreditbanken 43
3.5.2.2 Perspektiven der öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute 48
3.5.2.3 Perspektiven des genossenschaftlichen Sektors 53
3.5.3 Öffnung des öffentlich-rechtlichen Sektor 57
3.5.3.1 Änderungsanforderungen der Gesetze 57
3.5.3.2 Teilprivatisierungen 59
3.5.3.3 Komplette Öffnung des öffentlich-rechtlichen Sektors 61
3.6 Konsolidierung innerhalb Europas 63
4. Schlussfolgerungen 66
4.1 Wahrscheinlichstes Szenario in Deutschland 66
4.2 Euroland – Auf dem Weg zum einheitlichen Bankenmarkt? 70
5. Fazit 72
III. Literaturverzeichnis 73
III.I Bücher 73
III.II Sammelwerke 73
III.III Zeitschriften 74
III.IV Zeitungen 78
III.V Gutachten 80
III.VI Vorträge / Reden 81
III.VII Geschäfts- und Presseberichte 81
III.VIII Statistisches Material 81
III.IX Gesetze 82

Automatisiert erstellter Textauszug:

übergreifende Wertpapierabwicklung durch die DWP-Bank und das Betreiben von gemeinsamen SB-Filialen178 sind Beispiele für die Kooperationen sowohl bei Commodity Prozessen als auch bei den Infrastrukturen. Die in Kapitel 2.3 beschriebenen lokalen Kooperationen bei der Beschaffung und der Gebäudereinigung zwischen genossenschaftlichen Kreditinstituten und den Sparkassen zeigt, dass auch Kooperationen in den allgemeinen Geschäftsprozessen angestrebt werden. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Überlegungen zum Out-, In- oder Co-Sourcing vorangetrieben werden, denn dabei kann, wie die nächsten Ausführungen belegen werden, noch ein erhebliches Optimierungspotential erreicht werden. Dieses ist besonders bei den Commodity Prozessen und dort speziell bei der Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung der Fall, da eine Kooperation in diesen Bereichen am einfachsten realisiert werden kann und gerade hier Economies of Scale und Economies of Scope erzielt werden können. Die Abwicklung dieser Aufgaben bietet zudem kein Differenzierungspotential und wird erst mit hohen Volumina aufgrund hoher Fixkosten sowie niedriger Grenzkosten rentabel. [...]

Seit der Entwicklung des Theorems komparativer Kostenvorteile durch David Ricardo ist bekannt, dass zwei Wirtschaftssubjekte ihren gemeinsamen Wohlstand erhöhen bzw. davon profitieren können, wenn beide sich auf das konzentrieren, was sie vergleichsweise am besten können.175 Diese soll zum Anlass genommen werden, auf mögliche säulenübergreifende Kooperationen und die Spezialisierungstendenzen in Deutschland einzugehen. Zusätzlich wird bei Fusionen in Deutschland darauf verwiesen, dass hohe Kosten für die Angleichung der kompletten Systeme notwendig sind und darum befürworten einige Manager den Weg der Kooperation als mögliche Vorstufe einer Fusion. Zwar zeigt die Wachovia in den USA mit ihren inzwischen 140 Übernahmen und Fusionen, dass kleine Einheiten sehr gut von einem größeren Konzern übernommen werden können,176 trotzdem ist aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen momentan nur eine Zusammenarbeit im Back Office säulenübergreifend möglich. [...]

eine Übernahme der Kunden und Konten einer Sparkasse theoretisch trotzdem durchgeführt werden könnte wird im Abschnitt 3.5.2.3 als Möglichkeit für die genossenschaftlichen Kreditinstitute beschrieben. Neben IWF, EU, DIW, Deutsche Bundesbank und Sachverständigenrat forderte der Präsident des BdB auf dem XVIII. Bankentag erneut eine Änderung der Sparkassengesetze. Gleichzeitig verwies er darauf, dass keine Kommune durch eine solche Änderung gezwungen würde, ihre Sparkasse zu verkaufen, allerdings „müssten sie in der Lage sein, frei zu entscheiden, wann, wie und an wen verkauft werden solle, wenn sie es denn wünschten.“171 Zudem wächst allmählich der Druck auch von Seiten der Kommunen und einigen Politikern auf die jeweiligen Landesregierungen, dass eine Änderung der Sparkassengesetze durchgeführt werden sollte. Neben den jetzt geplanten Änderungen durch die CDU-Regierung in Hessen forderte Barbara Hendricks als Finanzstaatssekretärin des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder, der das Drei-Säulen-System immer verteidigt hat, schon Ende Februar 2005 eine Beteiligung privater Investoren an öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten.172 Bisher wurden aber alle Vorstöße in diese Richtung entweder von der Bundesregierung oder von den Sparkassenverbänden im Keim erstickt. Trotzdem scheint der Fall des Drei-Säulen-Systems nicht mehr so sakrosankt.173 Gerade durch säulenübergreifenden Kooperationen und Fusionen lassen sich die wesentlichen Synergien durch Senkung der Vertriebskosten, Reduzierung der Produktentwicklungskosten sowie der Schöpfung von Economies of Scale (Volumenvorteile) und Economies of Scope (Spezialisierungsvorteile) z.B. durch die Verbindung von aktiv- und passivlastigen Kreditinstituten, erzielen.174 Die Notwendigkeit einer Konsolidierung wird von keinem der verschiedenen Lager bestritten, weil das Ausland zeigt, dass mit zunehmendem Marktanteil die durchschnittliche Profitabilität steigt. Es ergeben sich drei zukünftige Szenarien, die sich teilweise ergänzen und unterschiedlich von den gesetzlichen Rahmenbedingungen abhängen. In den Kapiteln 3.5.1 und 3.5.2 wird dargestellt, welche Möglichkeiten die Kreditinstitute bei unveränderten Gesetzen durch säulenübergreifende Kooperationen und säuleninterne Konzentrationen haben. Durch Änderungen der Gesetze, worauf im Kapitel 3.5.3.1 eingegangen wird, ergeben sich die zwei weiteren Szenarien einer Teilprivatisierung oder einer kompletten Öffnung des öffentlich- [...]

Arbeit zitieren:
Croonen, Alexander Juli 2006: Zukunft des Drei-Säulen-Systems der deutschen Kreditwirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kreditwirtschaft, Banken, Konsolidierung, Großbanken, Fusionen

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2013, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren