Leitfaden zur Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems in Arztpraxen auf Basis der DIN EN ISO 9000:2000 ff.
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Alexandra Ernst
- Abgabedatum: Januar 2006
- Umfang: 165 Seiten
- Dateigröße: 48,2 MB
- Note: 1,8
- Institution / Hochschule: Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (ehemals FH Nürtingen) Deutschland
- Bibliografie: ca. 124
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9890-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9890-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9890-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Ernst, Alexandra Januar 2006: Leitfaden zur Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems in Arztpraxen auf Basis der DIN EN ISO 9000:2000 ff., Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Gesundheitswesen, ISO-Norm, Zertifizierung, Qualitätsmanagement, Arztpraxis
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Diplomarbeit von Alexandra Ernst
Zusammenfassung:
Das deutsche Gesundheitswesen erfährt derzeit einen tiefgreifenden Strukturwandel. Leistungserbringer, Patienten sowie Kostenträger befinden sich in einem Prozess stetiger Neuorientierung auf Grund gesetzlicher und ökonomischer Vorgaben.
Die Arztpraxis muss heute einer Vielzahl von Ansprüchen gerecht werden. Fortschritte in der Medizin sind zu berücksichtigen, die wirtschaftliche Situation wird schwieriger und die Beeinflussung durch Gesetze und Verordnungen nimmt zu. Die Rahmenbedingungen werden zudem durch die Gesundheitsreformen ständig geändert.
Des Weiteren hört man immer öfter die Kritik, dass die medizinische Versorgung in Deutschland zu schlecht, zu wenig effektiv, zu wenig effizient und zu teuer sei. Unter, Über und Fehlversorgung sind auffallend, das Vertrauen der Patienten in das Gesundheitswesen sinkt. Außerdem spielen der Wettbewerb unter den Arztpraxen, die Zufriedenheit der Patienten, welche gesteigerte Erwartungen an die Dienstleistungsqualität einer Arztpraxis haben und zunehmend mehr Informationen über das Gesundheitssystem fordern sowie der Nachweis der geleisteten Qualität eine immer größere Rolle.
Zum 01. Januar 2004 trat nun das Gesundheits-Modernisierungs-Gesetz (GMG) in Kraft. Der Gesetzgeber schreibt hier die Einführung und Weiterentwicklung eines QM-Systems sowie die Teilnahme an Qualitätssicherungsmaßnahmen vor (§135aund§136aSGBV). Weder Inhalt noch Form oder Ausmaß dieser Maßnahmen sind festgelegt, trotzdem ist nun jede Arztpraxis gesetzlich verpflichtet, sich mit dem Thema QM auseinander zu setzen.
Dies bedeutet zusätzliche Anforderungen und Kosten sowie einen erheblichen zusätzlichen Zeitaufwand für den Arzt und sein Praxisteam.
Ziel der Arbeit ist es, einen Einblick in die momentane Situation und den aktuellen Stand der Qualitätsforderung im Gesundheitswesen zu geben. Die Arbeit soll dem Leser ausreichende Eindrücke vermitteln, was Qualitätsmanagement bedeutet, welche Forderungen an ein QM-System gestellt werden und was dessen Vor-und Nachteile sind.
Sowohl die Beschreibung eines Projektplanes zur Einführung eines QM-Systems, als auch Umsetzungsbeispiele in Form von Auszügen aus dem QM-Handbuch einer Arztpraxis und Auszügen aus Muster-QM-Handbüchern (Arbeits- und Verfahrensanweisungen, Formblätter und Checklisten) sowie Fragenkataloge, sollen eine Vorstellung vermitteln und Hilfestellung sein, wie die wichtigsten Punkte eines QM-Systems in der eigenen Arztpraxis umgesetzt werden können.
Neben vielen verschiedenen QM-Systemen, deren Erläuterung nicht Teil dieser Arbeit sein soll, ist das international bekannteste QM-System ein System, das nach den Normenforderungen der DIN EN ISO 9000:2000ff. eingeführt wurde.
Die gesamte Arbeit stützt sich auf dieses QM-System, dessen Konzeptionen und Zielsetzungen in der Arbeit detailliert vorgestellt und erläutert werden.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | ||
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | IV | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | V | |
| TABELLENVERZEICHNIS | VI | |
| 1. | EINFÜHRUNG | 1 |
| 1.1 | Auswahl des Themas der Arbeit | 1 |
| 1.2 | Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit | 2 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit | 3 |
| 2. | GRUNDLEGENDE BEGRIFFE | 4 |
| 2.1 | Der Qualitätsbegriff | 4 |
| 2.2 | Qualitätsmanagement und TQM | 6 |
| 2.3 | Qualitätsmanagement-System | 11 |
| 2.4 | Qualitätssicherung | 12 |
| 2.5 | Zertifizierung und Zertifizierungsverfahren | 14 |
| 3. | DAS GESUNDHEITSWESEN IN DEUTSCHLAND | 17 |
| 3.1 | Aktuelle Situation des Gesundheitswesens | 17 |
| 3.1.1 | Allgemeine Situation | 17 |
| 3.1.2 | Die Gesellschaftsstruktur und deren Auswirkung auf das Gesundheitswesen | 18 |
| 3.1.3 | Finanzielle Situation des Gesundheitswesens | 21 |
| 3.1.4 | Das solidarische Grundprinzip | 22 |
| 3.2 | Situation der Ärzte | 23 |
| 3.3 | Rechtlicher Rahmen des QM | 25 |
| 4. | QM IN DER ARZTPRAXIS | 28 |
| 4.1 | Entwicklung des Qualitätsverständnisses für den Gesundheitssektor | 28 |
| 4.2 | Gründe für QM in einer Arztpraxis und dessen Nachteile | 30 |
| 5. | DIE NORMENREIHE DIN EN ISO 9000:2000 FF. | 35 |
| 5.1 | Qualitätsmanagementsysteme | 35 |
| 5.2 | Die Entstehung der DIN EN ISO 9000:2000 ff. | 36 |
| 5.3 | Gliederung und Inhalte der Normenreihe DIN EN ISO 9000:2000 ff. | 37 |
| 5.4 | Der prozessorientierteAnsatz der ISO 9001:2000 | 40 |
| 5.5 | Zertifizierung nach DIN EN ISO 9000:2000 ff. | 43 |
| 6. | KONZEPTIONEN EINES QM-SYSTEMS | 46 |
| 6.1 | Forderungen der DIN EN ISO 9001:2000 an Arztpraxen | 46 |
| 6.1.1 | ISO-Norm Kapitel 4: QM-System | 47 |
| 6.1.2 | ISO-Norm Kapitel 5: Verantwortung der Leitung | 50 |
| 6.1.3 | ISO-Norm Kapitel 6: Ressourcenmanagement | 52 |
| 6.1.4 | ISO-Norm Kapitel 7: Produktrealisierung | 53 |
| 6.1.5 | ISO-Norm Kapitel 8: Messung, Analyse und Verbesserung | 56 |
| 6.2 | Aufbau und Realisierung eines funktionsfähigen QM-Systems nach DIN EN ISO 9000:2000 ff. | 60 |
| 6.2.1 | Erstellung eines Projektplanes | 61 |
| 6.2.2 | Vorbereitungsphase | 62 |
| 6.2.3 | Planungsphase | 67 |
| 6.2.4 | Dokumentationsphase | 67 |
| 6.2.5 | Implementierungsphase | 69 |
| 6.2.6 | Probephase | 69 |
| 6.2.7 | Zertifizierungsphase | 70 |
| 7. | WICHTIGE METHODEN UND INSTRUMENTE DES QM | 71 |
| 7.1 | Methoden des QM | 71 |
| 7.1.1 | Qualitätsindikatoren und Benchmarking | 71 |
| 7.1.2 | Evidence-based Medicine und Leitlinien | 74 |
| 7.2 | Instrumente des QM | 81 |
| 7.2.1 | Das QM-Handbuch nach der DIN EN ISO 9000:2000 ff. | 82 |
| 7.2.1.1 | Inhalt / Aufbaueines QM-Handbuches | 82 |
| 7.2.1.2 | Leitbild, Qualitätspolitikund Qualitätsziele einer Arztpraxis | 83 |
| 7.2.2 | Arbeits- und Verfahrensanweisungen | 89 |
| 7.2.3 | Formulare und Checklisten | 91 |
| 7.2.4 | Patientenbefragungen zur Messung der Patientenzufriedenheit | 93 |
| 7.2.4.1 | Sinn und Zweck von Patientenbefragungen | 93 |
| 7.2.4.2 | Empfehlungen für die Organisation undDurchführung von Patientenbefragungen | 95 |
| 7.2.5 | Patientenorientierte Kommunikation und Information | 99 |
| 7.2.6 | Fehler- und Beschwerdemanagement | 102 |
| 7.2.7 | Internes Qualitätsaudit | 104 |
| 7.2.8 | Teambesprechungen | 105 |
| 7.2.9 | Qualitätszirkel | 107 |
| 8. | SCHLUSSBETRACHTUNG | 110 |
| Anlagenverzeichnis | 112 | |
| Anlage 1 | Ziele für eine einheitliche Qualitätsstrategie im Gesundheitswesen | 113 |
| Anlage 2 | Fragebogen mit Auswertung zum Thema QM | 114 |
| Anlage 3 | QM-Handbuch: Managementbewertung | 115 |
| Anlage 4 | Kontinuierlicher Verbesserungsprozess | 116 |
| Anlage 5 | QM-Handbuch: Inhaltsverzeichnis 1 | 117 |
| Anlage 6 | QM-Handbuch: Inhaltsverzeichnis 2 | 120 |
| Anlage 7 | QM-Handbuch: Zuordnungsmatrix | 121 |
| Anlage 8 | QM-Handbuch: Qualitätspolitik | 123 |
| Anlage 9 | Verfahrensanweisung 1 bis3 | 126 |
| Anlage 10 | Arbeitsanweisung 1 und 2 | 130 |
| Anlage 11 | Formblatt 1 bis 3 | 132 |
| Anlage 12 | Checkliste 1 bis 3 | 135 |
| Anlage 13 | Aufbau und Leitfaden eines Praxis-Qualitätsberichts | 138 |
| Anlage 14 | Fragebogen zur Messung der Patientenzufriedenheit | 139 |
| Anlage 15 | Zuweiser- und Mitarbeiterbefragung | 140 |
| Anlage 16 | Reaktionen des Patienten auf Handlungsweisen des Arztes und ihre Deutung | 144 |
| Anlage 17 | Checkliste Arzt-Patienten-Kommunikation | 145 |
| Anlage 18 | Erfahrungsbericht: Qualitätsmanagement in einer gynäkologischen Praxis | 146 |
| Literaturverzeichnis | 148 | |
| Erklärung | 156 |
Checklisten werden, wie im Kapitel 6 (Punkt 6.2.4) bereits erwähnt, eingesetzt, um die notwendigen Einzelschritte eines Prozesses oder eines komplexen Ablaufs vollständig zu erfassen, d.h. Arbeitsabläufe detailliert und nachvollziehbar zu beschreiben. Außerdem werden in Checklisten Zuständigkeiten und Verhaltensweisen eindeutig geregelt.281 Die Erstellung und Verwendung von Checklisten in einer Arztpraxis führt zu einer deutlichen Transparenz der Arbeit sowie zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Arbeitsbereich. Sowohl effektives Arbeiten als auch die Aufdeckung von Schwachstellen und die Sicherung von Qualitätsstandards, werden durch den Einsatz von Checklisten gewährleistet. Ein großer Vorteil von Checklisten ist auch, dass diese jederzeit an die individuellen Gegebenheiten der Arztpraxis angepasst und unmittelbar eingesetzt werden können.282 Auch eine Integration neuer Mitarbeiter des Praxisteams kann schnell und mit geringem Aufwand erfolgen.283 [...]
In der Werbung ist die Rede von einem Slogan als Markenzeichen. Ein solcher persönlicher Praxis-Slogan (oder Praxis-Motto) ist ein Indikator / Kontrollinstrument, ob sich die Dienstleistungen der Praxis an den Bedürfnissen der Patienten orientieren. Das Leitbild beschreibt außerdem die Botschaft der Arztpraxis und kann auch konkrete Aussagen zu Verhalten und Service enthalten.253 Es geht darum Antworten auf folgende Fragen zu finden: • • • • • • Welche Voraussetzungen / Grundlagen sind für unsere Arbeit vorhanden? Was ist unsere Aufgabe und was wollen wir als Praxisteam? Was sind unsere speziellen Lösungen? Von welchen Ideen werden wir geleitet? Welche Methoden wenden wir an? Welches Menschenbild beschreibt uns?254 [...]
Ein solches QM-Handbuch enthält ein Praxisleitbild, eine Praxis-/Qualitätspolitik, die Praxis-/Qualitätsziele sowie die Leitgedanken zum QM und zu den einzelnen Kapiteln der ISO-Norm. Ergänzend (häufig auch separat) sind im Handbuch Verfahrens- und Arbeits-/Handlungsanweisungen enthalten sowie Formblätter und Checklisten. Das Handbuch hat verbindlichen Charakter und dient als Handlungsvorgabe im Praxisalltag. Für das Praxisteam ist das QM-Handbuch ein Hilfsmittel zur Strukturierung der Arbeit. Wird eine Zertifizierung angestrebt ist das QM-Handbuch Grundlage sowohl für ein internes Audit als auch für ein externes Audit. Auditoren verschaffen sich über die Aussagen des Handbuches einen Einblick in das QM-System der Praxis und überprüfen die Umsetzung der Maßnahmen zur Qualitätssicherung vor Ort.248 [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832498900
Arbeit zitieren:
Ernst, Alexandra Januar 2006: Leitfaden zur Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems in Arztpraxen auf Basis der DIN EN ISO 9000:2000 ff., Hamburg: Diplomica Verlag
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Gesundheitswesen, ISO-Norm, Zertifizierung, Qualitätsmanagement, Arztpraxis




