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Analyse und Bewertung der RFID-Technologie in der Logistik

Analyse und Bewertung der RFID-Technologie in der Logistik
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Kristina Koch
  • Abgabedatum: Juli 2006
  • Umfang: 80 Seiten
  • Dateigröße: 756,9 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9883-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9883-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9883-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Koch, Kristina Juli 2006: Analyse und Bewertung der RFID-Technologie in der Logistik, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Radio Frequenz Identifikation, Logistik, Transponder, RFID-Technologie, RFID-Chips

Diplomarbeit von Kristina Koch

Einleitung:

Der Begriff RFID steht für Radio Frequenz Identifikation und stellt eine Technologie dar, die es ermöglicht Daten aus Transpondern ohne Berührung und Sichtkontakt auszulesen. Vor allem die Handelskonzerne wie Wal-Mart oder Metro treiben RFID voran.

In der Öffentlichkeit ist die Anwendung von RFID meist im Zusammenhang mit den Eintrittskarten der Fußballweltmeisterschaft 2006, den neuen deutschen Reisepässen oder der Metro-Group-Future-Store-Initiative wahrzunehmen. Die Erwartungen an die RFID-Technologie sind hoch. Sie soll aus der chronischen Ertragsschwäche helfen. So ist dieses Thema momentan allgegenwärtig auf Messen, Konferenzen, Diskussionen und in den Fachmedien zu finden.

RFID stellt eine Technologie dar, die sich in einem starken Entwicklungsprozess befindet. Es ergeben sich laufend Veränderungen in der Technik, den Standards sowie dem Datenschutz und diese führen damit zu Abänderungen in der Anwendung dieser Technologie. Diese Diplomarbeit dient dazu, einen Überblick über den aktuellen Stand der RFID-Anwendungen in der Logistik aufzuzeigen.

Um einen aktuellen Stand der RFID-Technologie darstellen zu können, fand eine Umfrage zum Thema „RFID-Technologie in der Logistik“ bei RFID-Anwendern statt. Der Hauptteil der Diplomarbeit besteht aus der Analyse und Bewertung eines entworfenen Fragebogens, wobei jede Frage in einem eigenen Unterkapitel analysiert wird. Der erste Teil umfasst die theoretischen Grundlagen der Radiofrequenztechnologie.

Gang der Untersuchung:

RFID stellt eine Technologie dar, die sich in einem starken Entwicklungsprozess befindet. Es ergeben sich laufend Veränderungen in der Technik, den Standards sowie dem Datenschutz und diese führen damit zu Abänderungen in der Anwendung dieser Technologie. So dient diese Diplomarbeit dazu, einen Überblick über den aktuellen Stand der RFID-Anwendungen in der Logistik aufzuzeigen.

Diese Diplomarbeit gliedert sich in zwei Bereiche. Der erste Teil, der in Kapitel 2 dargelegt ist, umfasst die theoretischen Grundlagen der Radiofrequenztechnologie. Dieser Abschnitt dient dazu theoretisches Wissen über diesen Themenbereich zu erlangen, um die Aussagen im praktischen Teil besser zu erfassen.

Der zweite Teil stellt in dieser Arbeit den Praxisbezug her. Dieser ist im dritten Kapitel als Auswertung des entworfenen Fragebogens dargestellt. Jede Frage wird in einem eigenen Unterkapitel analysiert. Des Weiteren ist eine Einführung vorangestellt und ein Ausblick angeschlossen, so das diese Diplomarbeit insgesamt aus 4 Kapiteln besteht.

Diese Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche, wobei Fachliteratur zu RFID und – um aktuelle Einsichten zu erhalten – im Internet recherchierte Quellen genutzt wurden. Neben dem Literaturstudium fand eine Umfrage zum Thema „RFID-Technologie in der Logistik“ bei RFID-Anwendern statt. Dazu zählen ebenso Unternehmen, die erste Pilotprojekte durchgeführt, jedoch die RFID-Technologie nicht im Einsatz haben.

Insgesamt sind im Rahmen dieser Diplomarbeit 55 Unternehmen kontaktiert worden. Die Daten der Studie resultieren aus telefonischen Interviews und dem eigenständigen Ausfüllen eines Fragebogens durch die RFID-Anwender. Hierbei war mit 15 Ansprechpartnern der angeschriebenen Unternehmen ein Telefoninterview auf der Grundlage eines strukturierten Fragebogens realisierbar.

Bei weiteren 5 Unternehmen wurden die Fragebögen selbständig ausgefüllt. Damit konnten insgesamt 20 Unternehmen an der Befragung zum Thema „RFID-Technologie in der Logistik“ teilnehmen. Der Fragebogen ist in Anhang 1 dargestellt.

Zu den Befragten zählen 17 RFID-Anwender sowie 3 Unternehmen, die Pilotprojekte durchgeführt haben. Von den Befragten stammten 4 aus der Pharmabranche, 3 aus der Automobilindustrie, 7 aus dem Handel, 4 aus der Industrie und 2 aus dem Bereich Logistikdienstleistung. So bietet die Studie einen Eindruck über die aktuelle Situation der RFID-Anwendung in der Logistik.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
1. Einführung 1
1.1 Ziel der Arbeit 3
1.2 Aufbau 3
1.3 Vorgehen 3
2. RFID 5
2.1 Historie der RFID-Technologie 5
2.2 Komponenten eines RFID-Systems 6
2.2.1 Transponder 7
2.2.2 Schreib-/Lesegerät 9
2.3 Funktionsweise, Reichweiten und Frequenzen 10
2.4 Standardisierung von RFID 12
2.4.1 Der Electronic Product Code (EPC) 15
2.4.2 EPC Gen 2 17
2.5 Einsatzmöglichkeiten von RFID in der Logistik 18
3. Auswertung des Fragebogens 20
3.1 Einsatzbereiche von RFID 21
3.2 Nutzen der RFID-Technologie gegenüber dem Barcode 25
3.3 Objektkennzeichnung 28
3.4 Anwendungszeitraum 30
3.5 Dauer der Einführungsphase 32
3.6 Transpondertechnologie 34
3.7 Frequenzbereiche 36
3.8 Projekte 39
3.9 Datenschutz 42
3.10 Standards 45
3.11 Inkompatibilität 46
3.12 Kosten 47
3.13 Hürden 50
3.14 Probleme 52
3.15 RFID oder Barcode 54
3.16 Zukunft 58
4. Ausblick 61
ANHANG 62
Anhang. Fragebogen 62
Literatur- und Quellenverzeichnis 66
Ehrenwörtliche Erklärung 75

Automatisiert erstellter Textauszug:

Abbildung 12: Anwendungszeitraum Quelle: Eigene Darstellung Bei der Frage nach der Dauer der Anwendung von RFID zeigte sich, dass mehr als die Hälfte der Befragten (52,9 Prozent) die RFID-Technologie erst seit ein bis zwei Jahren in ihrem Unternehmen einsetzen. Die bisher kurze Nutzungszeit ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Standards ungeklärt sowie Fragen zu Sicherheit und Datenschutz noch offen sind und die Technologie noch nicht komplett ausgereift ist. Des Weiteren ist die Einführung von RFID mit hohen Investitionskosten verbunden, sodass sich noch viele Unternehmen die Frage stellen, wo der genaue Nutzen dieser Technologie in ihrem Betrieb konkret liegt und wann sich diese Kosten wieder amortisieren. Jedoch wird durch den nun immer größeren Anteil der RFID-Anwender deutlich, wie groß der Konkurrenzkampf einiger Unternehmen ist. Deshalb stellt sich der Unternehmer meist nur die Frage, „wann“ und [...]

weiter genutzt wird und zusätzlich eine höhere Warensicherung und in Folge dessen die Senkung der Kosten mit dem Einsatz von RFID möglich ist.42 Demzufolge ist es am wahrscheinlichsten, dass sich bei niedrigpreisigen Konsumgütern wie Lebensmitteln die Ladeeinheitenebene durchsetzt. Je hochwertiger und diebstahlgefährdeter das Produkt ist, desto eher wird auf die Produktebene gesetzt. In der Logistik ist es zum momentanen Stand der Technik zunächst empfehlenswerter auf der Ebene von Paletten, Behältern und Umverpackungen den RFID-Einsatz zu testen, um dort die größten Potenziale herauszufinden. Durch diese Erfahrungen kann dann die Anwendung auf der Produktebene erprobt und eine bessere Umsetzung erfolgen, denn diese Ebene birgt höhere Anforderung an die Prozesse und IT-Systeme.43 All dies kann durch die Befragung bestätigt werden. Es zeigte sich, dass die Kennzeichnung der einzelnen Produkte mit 8 Prozent einen sehr geringen Teil einnimmt. Der Hauptteil der Nennungen lag in den Bereichen Boxen (32 Prozent) und Paletten (28 Prozent), woraus zu schließen ist, dass momentan in der Logistik die erste Ebene (Ladeeinheitenebene) Vorrang hat. Der Nutzen und die Chancen von RFID steigen daher mit dem Übergang von Paletten- auf Verpackungsebene und von Verpackungs- auf Produktebene an. Jedoch benötigt die RFID-Nutzung mit steigender Ebene immer größere Entwicklungszeiten. Die RFID-Kennzeichnung auf Paletten bietet beispielsweise Schutz vor Diebstahl, bessere Produktplanung, schnellere Warenannahme und Wareneinlagerung, schnellere Inventur und Lagerkontrolle sowie die Kontrolle der Lieferungen in Echtzeit. Radiofrequenztechnologie bietet auf der Verpackungsebene die Möglichkeit bessere Bestands- und Nachfrageplanungen sowie Vermeidung von Fehlbeständen im Handel zu koordinieren. Des Weiteren sind ein effizienterer Diebstahlschutz, die Kennzeichnung von Subunternehmen und die sofortige Mengenerfassung und der unverzügliche Mengenabgleich möglich. Das größte Potenzial liegt in der Produktebene, die jedoch noch Entwicklungszeit benötigt. Auf Artikelebene sind mit der Anwendung von RFID das automatische Bezahlen, Gewährleistungsansprüche, Rückrufaktionen, Verringerung des Produktdiebstahls und sogar Preisund Werbeaktionen möglich.44 [...]

Abbildung 11: Was haben Sie mit RFID-Datenträgern gekennzeichnet? Quelle: Eigene Darstellung Die Kennzeichnung von Objekten mit RFID ist in drei Ebenen unterteilt. Die erste Ebene stellt die Paletten bzw. Ladeeinheitenebene dar, darauf folgt die Verpackungsebene und die dritte Ebene ist die Produktebene. Auf der Produktebene soll jedes einzelne Teil mit einem RFID-Tag ausgestattet sein. Dieser Einsatz würde sich vor allem in Supermärkten oder allgemein im Einzelhandel anbieten, da in diesen Bereichen viele Artikel einzeln zu kennzeichnen sind. Jedoch birgt die Kennzeichnung auf Produktebene vor allem die Problematik, dass die Preise der RFID-Tags noch zu hoch sind um jedes einzelne Teil zu kennzeichnen. Denn diese Kosten wirken sich auf die Produktpreise aus und der Kunde im Supermarkt ist noch nicht bereit diesen Preis zu zahlen. Daher ist der Einsatz von RFID-Transpondern momentan nur auf qualitativ hochwertigen Produkten sinnvoll, da dort ein paar Cent oder Euro mehr nicht das Kaufverhalten verändern. Ein weiteres Problem, welches auch viele Befragte (41,2 Prozent) angaben, stellt die Leserate bei der Pulkerfassung dar. Letztendlich ist der Einsatz beispielsweise im Handel am Warenausgang noch nicht sicher durchführbar, so lange nicht garantiert ist, dass die Leserate immer 100 Prozent beträgt. Denn es besteht das Risiko, dass einzelne Artikel nicht erfasst werden und somit die Ware unbezahlt den Betrieb verlässt. Auch der Verbraucherschutz spielt in dieser Ebene eine Rolle, solange keine Akzeptanz der Verbraucher für diese Technologie gegeben ist. Nützlich ist beispielsweise die Kombination von Preisetiketten mit RFID, wodurch das bisherige Barcode-System [...]

Arbeit zitieren:
Koch, Kristina Juli 2006: Analyse und Bewertung der RFID-Technologie in der Logistik, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Radio Frequenz Identifikation, Logistik, Transponder, RFID-Technologie, RFID-Chips

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