Derivate Finanzinstrumente und ihr Einsatz bei geschlossenen Immobilienfonds
Eine theoretische und empirische Untersuchung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Philip Steinkopff
- Abgabedatum: Februar 2004
- Umfang: 135 Seiten
- Dateigröße: 10,5 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Nürtingen, Außenstelle Geislingen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9830-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9830-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9830-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Steinkopff, Philip Februar 2004: Derivate Finanzinstrumente und ihr Einsatz bei geschlossenen Immobilienfonds, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Fonds, Derivate, Beteiligungsmodell, Swap, FRA
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Diplomarbeit von Philip Steinkopff
Einleitung:
Die Diplomarbeit wirft einen Blick auf die theoretischen Einsatzmöglichkeiten von Derivaten im Tagesgeschäft der geschlossenen Immobilienfonds. Anhand einer Datenerhebung wird im empirischen Teil der Arbeit untersucht, inwieweit Derivate in der Praxis von den Initiatoren der geschlossenen Immobilienfonds eingesetzt werden. Dazu wurden alle Initiatoren geschlossener Immobilienfonds angeschrieben, die im vergangenen Jahr mindestens 10 Mio. € Eigenkapital platzieren konnten.
Die Einsatzmotive für die Derivate werden in der Arbeit ausführlich untersucht und hinterfragt. Die zunehmende Professionalisierung der deutschen Marktteilnehmer wird in Zukunft mit dazu beitragen, dass die vielseitigen Finanzierungsmöglichkeiten, welche die Derivate bieten, bald verstärkte Beachtung finden werden. Dieses scheint jedenfalls ein Konsens auch innerhalb der Branche zu sein.
Die Ablehnungsgründe der Initiatoren sind ebenfalls mannigfaltig und spiegeln den sehr differenzierten Kenntnisstand der Branche wider.
In Gesprächen mit Fondsinitiatoren und auch mit anderen Akteuren der Immobilienbranche konnte immer wieder bestätigt werden, dass Deutschland erst am Anfang eines breiteren Derivateeinsatzes steht. Obwohl wir in Deutschland die weltgrößte Terminbörse haben, die innerhalb von nur 13 Jahren sogar ihre größten amerikanischen Konkurrenten weit hinter sich gelassen hat, scheinen die deutschen Fondsinitiatoren als mögliche Anwender der Terminhandelsprodukte noch lange nicht so weit zu sein, als dass der Umgang mit Derivaten in ihr Tagesgeschäft Einzug gehalten hätte. Vielfach fehlt einfach noch das Produktverständnis bei einigen Initiatoren und auch bei den Endkunden. Einstimmig wird aber die zukünftige Bedeutung der Derivate als „hoch“ eingeschätzt wird, ebenso wie die künftige Anwendungshäufigkeit in den Fondskonstruktionen.
Da es nach dem heutigen Kenntnisstand des Verfassers noch keine empirische Untersuchung zu dem Themenbereich Derivate in geschlossenen Immobilienfonds gibt, soll im Rahmen dieser Diplomarbeit untersucht werden, inwieweit sich derivative Finanzinstrumente für den Einsatz bei geschlossenen Immobilienfonds generell eignen, und in welchem Umfang sie auch tatsächlich von den Initiatoren im Tagesgeschäft eingesetzt werden.
Dieser Fragestellung wird durch eine Erhebung mittels Fragebogen bei den Initiatoren geschlossener Immobilienfonds nachgegangen. Es wurden diejenigen Initiatoren angeschrieben, die im Jahre 2002 mindestens 10 Mio. € Eigenkapital ihrer geschlossenen Fonds platzieren konnten. Als Datengrundlage für diese Erhebung diente die Veröffentlichung von Herrn Stefan Loipfinger mit dem Titel „Marktanalyse der Beteiligungsmodelle 2002“, die in jährlichem Turnus erscheint und zu den Standardwerken in der Branche zählt.
In der wissenschaftlichen Diskussion zum Thema „Derivate“, die in der einschlägigen Fachpresse durchaus kontrovers geführt wird, lässt sich eine große Unsicherheit ablesen bezüglich des Nutzens von derivativen Finanzinstrumenten. Trotz weltweit steigender Umsätze in Derivaten ist die Zahl derer, die dem Einsatz von Derivaten kritisch gegen-überstehen, nicht wesentlich gesunken.
Einige Artikel stellen den Nutzen generell in Frage, andere stehen dem Thema wiederum sehr aufgeschlossen gegenüber. Mehr schlecht als recht scheint indes die Fachkenntnis einiger Autoren zu sein, die Derivate prinzipiell als „Spielerei“ bzw. Spekulantentum in ihren Kommentaren in der Tagespresse abkanzeln.
Diese Diplomarbeit wirft mittels der Erhebung einen Blick auf die Anwendung von derivativen Finanzinstrumenten bei den Initiatoren geschlossener Immobilienfonds und versucht, einen Überblick über den aktuellen Stand abzugeben. Die Umfrageergebnisse werden analysiert in Bezug auf die Häufigkeit in der Anwendung von Derivaten in geschlossenen Immobilienfonds und die Gründe für eine möglicherweise ablehnende Haltung der Initiatoren. Dem empirischen Teil vorangestellt ist die theoretische Einführung, die dem Leser einen Überblick vermitteln soll, welche Arten von Derivaten generell für den Initiator eines geschlossenen Immobilienfonds interessant sein könnten.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | 0II | |
| Abbildungsverzeichnis | VI | |
| Tabellenverzeichnis | VII | |
| Abkürzungsverzeichnis | VIII | |
| I. | Zielsetzung der Arbeit und Gegenstand der Untersuchung | 1 |
| II. | Theoretischer Teil | 3 |
| 1. | Finanztermingeschäfte | 3 |
| 1.1 | Definition Geschlossener Immobilienfonds | 3 |
| 1.2 | Definition Derivat | 4 |
| 1.3 | Kassageschäfte, Termingeschäfte, Derivate | 4 |
| 1.4 | Historische Entwicklung von Finanzinnovationen | 7 |
| A. | Derivate gegen Zinsänderungsrisiken | 9 |
| 1. | Exkurs Erklärungsansätze zu Zinssatzänderungen | 10 |
| 1.1 | Phänomen Mean Reversion | 11 |
| 2. | Begrenzungsmöglichkeiten für das Zinsänderungsrisiko | 14 |
| 2.1 | Festzinsvereinbarung | 14 |
| 2.2 | Gleitzinsvereinbarung | 15 |
| 2.3 | Zinsbindungsfristen | 15 |
| 3. | Innovative Instrumente der Zinssicherung | 16 |
| 3.1 | Cap | 16 |
| 3.2 | Floor | 17 |
| 3.3 | Collar | 17 |
| 3.4 | Exkurs Anleihen als Underlying für Termingeschäfte | 18 |
| 3.5 | Zinsoptionen | 19 |
| 3.6 | Zinsforwards und Zinsfutures | 22 |
| 3.6.1 | Geldmarktzinsfutures | 23 |
| 3.6.2 | Kapitalmarktzinsfutures | 24 |
| 3.7 | Zinsswaps | 25 |
| 3.8 | Swaption | 30 |
| 3.9 | Forward Rate Agreement | 32 |
| B. | Derivate gegen Währungsrisiken | 35 |
| 1. | Exkurs Wechselkursbildung und Erklärungsmodelle | 35 |
| 2. | Begrenzungsmöglichkeiten für das Wechselkursrisiko | 38 |
| 2.1 | Natural Hedge als traditionelles Instrument | 38 |
| 2.2 | Innovative Instrumente der Wechselkurssicherung | 39 |
| 2.2.1 | Devisenkassageschäfte | 39 |
| 2.2.2 | Devisentermingeschäfte | 39 |
| 2.2.3 | Devisenoptionen | 40 |
| 2.2.4 | Devisenfutures | 41 |
| 2.2.5 | Währungsswaps | 41 |
| 3. | Vor- und Nachteile von OTC- und börsengehandelten Derivaten | 43 |
| 3.1 | OTC Derivate | 43 |
| 3.2 | Börsengehandelte Derivate | 44 |
| 4. | Risiken im Derivategeschäft | 45 |
| 4.1 | Börsengehandelte Produkte | 45 |
| 4.2 | OTC Produkte | 46 |
| 5 | Exemplarische Risiken im Swapgeschäft | 46 |
| 5.1 | Bonitätsrisiko | 46 |
| 5.2 | Liquiditätsrisiko | 47 |
| 5.3 | Terminrisiko | 47 |
| 5.4 | Sicherheitenrisiko | 47 |
| 5.5 | Transferrisiko | 48 |
| 5.6 | Betriebsrisiko | 48 |
| 5.7 | Rechtsrisiko | 49 |
| 6 | Exemplarische Maßnahmen zur Risikoreduktion bei Swaps | 49 |
| 6.1 | Diversifikation | 49 |
| 6.2 | Syndizierung | 50 |
| 6.3 | Swaplimits | 50 |
| 6.4 | Risikoprämien | 50 |
| 6.5 | Dokumentation | 50 |
| C. | Konstruktionsmerkmale von geschlossenen Immobilienfonds | 51 |
| 1. | Eigenkapital- und Fremdkapitalfonds | 51 |
| 2. | Möglichkeiten zum Derivateeinsatz | 52 |
| 2.1 | Spekulation | 52 |
| 2.2 | Absicherung | 52 |
| 2.3 | Arbitrage | 53 |
| 3. | Voraussetzungen zum Derivatehandel | 53 |
| 4. | Zulässigkeit eines Derivateeinsatz | 54 |
| 5. | Empfehlung eines Derivateeinsatzes | 55 |
| III. | Empirischer Teil | 58 |
| 1. | Datenerhebung | 58 |
| 1.1 | Konstruktionsmerkmale des Fragebogens | 59 |
| 1.2 | Auswahl der Probanden | 59 |
| 1.3 | Teilnehmer | 60 |
| 1.4 | Analyse der Rückläuferquote | 61 |
| 1.5 | Quantitatives Ergebnis der Befragung | 62 |
| 2. | Beschreibung der Teilnehmer | 65 |
| 3. | Vorgehensweise bei der Auswertung | 65 |
| D. | Auswertung des Derivateeinsatzes | 66 |
| 1. | Rahmendaten | 66 |
| 2. | Performance | 67 |
| 3. | Generelle Motive zum Derivateeinsatz | 68 |
| 4. | Spezielle Motive zum Derivateeinsatz | 69 |
| 5. | Eingesetzte Finanzinstrumente | 75 |
| 5.1 | Zeitpunkt des Einsatzes | 76 |
| 5.2 | Umfang des Einsatzes | 76 |
| 6. | Präferenzgründe der eingesetzten Derivate | 77 |
| 7. | Selten verwendete Derivate | 79 |
| 8. | Bemerkungen zum Derivateeinsatz | 84 |
| E. | Analyse der Ablehnungsgründe | 85 |
| 1. | Einwände gegen den Derivateeinsatz | 85 |
| 1.1 | Einwand: Zu hohe Transaktionskosten | 86 |
| 1.2 | Einwand: Aufwändiges Risikocontrolling | 87 |
| 1.3 | Einwand: Tracking- und Pflegeaufwand | 88 |
| 1.4 | Einwand: Unübersichtlicher Markt | 89 |
| 1.5 | Einwand: Kosten- /Nutzenrelation | 90 |
| 1.6 | Einwand: Geschäftspolitische Bedenken | 91 |
| 1.7 | Einwand: Ungenügende Bankberatung | 91 |
| 1.8 | Einwand: Beschränkung auf Fondsebene | 92 |
| 1.9 | Einwand: Zu geringes Fondsvolumen | 93 |
| 1.10 | Einwand: Gesetzliche Beschränkungen | 93 |
| 1.11 | Diverse Einwände | 94 |
| 1.11.1 | Einwand: Marktmanipulationen | 94 |
| 1.11.2 | Einwand: Know-how im Derivatehandel | 96 |
| 1.11.3 | Einwand: Vorteilhaftigkeit | 97 |
| 1.11.4 | Einwand: Anlegerverständnis | 97 |
| 1.11.5 | Einwand: Prospektdarstellung | 98 |
| 1.11.6 | Einwand: Zinsbindung | 100 |
| 1.11.7 | Einwand: Kompatibilität | 100 |
| 1.11.8 | Einwand: Sinnhaftigkeit | 101 |
| 1.11.9 | Einwand: Opportunitätskosten | 101 |
| Auswertung: Nutzen der Derivate | 102 | |
| Auswertung: Einschätzung der zukünftigen Relevanz | 104 | |
| Auswertung: Zu beseitigende Einsatzhemmnisse | 105 | |
| Einschätzung Know-how | 106 | |
| Zukunftsausblick | 107 | |
| IV. | Zusammenfassung | 111 |
| Literaturverzeichnis | 113 | |
| Anhang I. Fragebogen zur Erhebung des Derivateeinsatzes | 122 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832498306
Arbeit zitieren:
Steinkopff, Philip Februar 2004: Derivate Finanzinstrumente und ihr Einsatz bei geschlossenen Immobilienfonds, Hamburg: Diplomica Verlag
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