Blended E-Learning
Strategie, Konzeption, Praxis
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Inna Schmidt
- Abgabedatum: Juli 2005
- Umfang: 102 Seiten
- Dateigröße: 400,9 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg, Standort Sankt Augustin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9801-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9801-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9801-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schmidt, Inna Juli 2005: Blended E-Learning, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Weiterbildung, Entwicklung, Motivation, Untersuchung, Qualifikation
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Diplomarbeit von Inna Schmidt
Einleitung:
Zwei wesentliche Entwicklungen beeinflussen die Bildungsstrukturen der Unternehmen: Die Notwendigkeit des kontinuierlichen Lernens, um den wachsenden Anforderungen in der Informationsgesellschaft gerecht zu werden und die Fortschritte in den Informations- und Kommunikationstechnologien, die neue Formen des Lernens ermöglichen. Folgendermaßen beschäftigen sich Unternehmen häufig mit der Frage, wie die neuen Technologien zur effektiven Weiterbildung und zum Wissensmanagement im eigenen Unternehmen beitragen können.
Ziel dieser Arbeit besteht darin, einen Beitrag zur Beantwortung dieser Frage zu leisten und darüber hinaus zu untersuchen, welche Erwartungen deutsche Unternehmen an das elektronische Lernen haben und welche Risiken sie damit verbinden. Zugleich untersucht die Verfasserin die Verbreitung des elektronischen Lernens und die damit verbundenen Erfahrungen in den Unternehmen.
Das Themenspektrum der beruflichen Bildung unter dem Einsatz des elektronischen Lernens ist groß und die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig. Aus diesem Grund ist die thematische Eingrenzung der Arbeit notwendig: Die Verfasserin konzentriert sich in ihrer Arbeit auf Blended Learning als eine Gestaltungsform des elektronischen Lernens. Weiterhin hat sie aufgrund der steigenden Bedeutung des kontinuierlichen Lernens den Fokus ihrer Arbeit auf die betriebliche Weiterbildung gelegt. Das bedeutet, dass Blended Learning in dieser Arbeit als eine Methode zur Weiterqualifizierung bereits ausgebildeter Mitarbeiter betrachtet wird.
Auf der Grundlage der Ergebnisse der Arbeit beabsichtigt die Verfasserin schließlich Aussagen sowohl über die Eignung, als auch über die Akzeptanz und den Verbreitungsgrad der Lernform Blended Learning in der betrieblichen Weiterbildung der deutschen Unternehmen zu treffen und einen Ausblick auf die Bedeutung der Lernform Blended Learning in der Zukunft zu geben.
Gang der Untersuchung:
Vorangehend sind in Anbetracht der Entwicklungen in der beruflichen Bildung das Forschungsziel und die Aufgabenstellung der Arbeit erläutert worden. Das Untersuchungsgebiet ist thematisch eingegrenzt worden.
Das zweite Kapitel liefert den theoretischen Hintergrund zum Thema „Blended Learning“. Es erfolgt die Betrachtung dieser Lernform, wobei die Verfasserin die Entstehung, die Zielsetzungen und den Lernprozess darstellt. Weiterhin werden die Vor- und Nachteile der Lernform Blended Learning in der betrieblichen Weiterbildung diskutiert. Die Ergebnisse dieses Kapitels verdeutlichen die Besonderheiten des Blended Learnings und lassen Schlüsse über die Eignung dieser Lernform in der beruflichen Weiterbildung ziehen.
Gegenstand des dritten Kapitels ist der Umsetzungsprozess von Blended Learning im Unternehmen. Die ausführliche Darstellung des Umsetzungsprozesses erachtet die Verfasserin aus mehreren Gründen für wichtig: Bei Blended Learning handelt es sich um eine relativ neue Lernform und es besteht ein Mangel an ganzheitlichen Konzepten zur Einführung und Umsetzung dieser Lernform. In diesem Teil der Arbeit wird die Aufarbeitung der Bedingungen für den erfolgreichen Einsatz von Blended Learning und der damit verbundenen Maßnahmen bei der Einführung und Umsetzung angestrebt.
Weiterhin wird der Leser der Studie durch die ausführliche theoretische Auseinandersetzung mit dieser Thematik umfassend und kontextbezogen über das inhaltliche Gesamtgebiet der Forschungsarbeit unterrichtet, da die Forschungsarbeit auf den Ergebnissen der theoriegestützen Arbeit aufbaut.
Im vierten Kapitel stellt die Verfasserin ihr Forschungskonzept vor. Dabei erläutert sie die Gründe für ihre Methodenwahl und ordnet ihr Forschungskonzept in einen übergeordneten Kontext der empirischen Forschung ein.
Im fünften Kapitel erfolgen die Darstellung und die Interpretation der Ergebnisse der Forschungsarbeit. Das sechste Kapitel schließt mit einer Zusammenfassung der Forschungsergebnisse und gibt einen Ausblick auf die Zukunftsaussichten des Blended Learnings in der beruflichen Weiterbildung. Dabei stützt sich die Verfasserin auf die Ergebnisse der gesamten Arbeit.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 6 |
| 1.1 | Ziel und Aufgabenstellung der Arbeit | 6 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 7 |
| 2. | Blended Learning – Einführung und Grundlagen | 8 |
| 2.1 | Begriff und Entstehung | 8 |
| 2.2 | Blended Learning Prozess | 10 |
| 2.3 | Entwicklungstendenzen in der betrieblichen Weiterbildung | 13 |
| 2.4 | Kritische Würdigung von Blended Learning | 15 |
| 2.4.1 | Erwartete Vorteile von Blended Learning | 15 |
| 2.4.1.1 | Selbstständiges Lernen | 16 |
| 2.4.1.2 | Lerneffektivität durch persönliche Betreuung | 17 |
| 2.4.1.3 | Handlungsorientiertes Lernen | 19 |
| 2.4.2 | Mögliche Schwächen von Blended Learning | 21 |
| 2.4.2.1 | Ungeeignete Lernprogramme | 21 |
| 2.4.2.2 | Mangelnde Akzeptanz bei den Lernenden | 23 |
| 2.4.2.3 | Fehlende Erfahrungen bei Konzeption und Einführung | 24 |
| 3. | Umsetzungsprozess von Blended Learning im Unternehmen | 26 |
| 3.1 | Analyse | 26 |
| 3.1.1 | Bedarfsermittlung und Anforderungsanalyse | 27 |
| 3.1.2 | Identifikation unternehmensinterner Barrieren | 28 |
| 3.1.3 | Zielkonflikte beim Einsatz von Blended Learning | 30 |
| 3.2 | Konzeption | 32 |
| 3.2.1 | Motivationsmaßnahmen | 32 |
| 3.2.2 | Auswahl der Lernmethoden | 34 |
| 3.2.3 | Kosten-Nutzen-Aspekte | 36 |
| 3.3 | Umsetzung | 38 |
| 3.3.1 | Integration des Blended Learnings im Untenehmen | 39 |
| 3.3.2 | Aufgaben des Bildungsmanagements | 40 |
| 3.4 | Evaluation | 41 |
| 3.4.1 | Notwendigkeit des Bildungscontrollings | 42 |
| 3.4.2 | Learning Scorecard | 44 |
| 4. | Befragung der Unternehmen | 47 |
| 4.1 | Gegenstand der Untersuchung | 47 |
| 4.1.1 | Methodik | 47 |
| 4.1.1.1 | Grundlagen der empirischen Forschung | 48 |
| 4.1.1.2 | Forschungskonzept | 50 |
| 4.1.2 | Fragebogen | 53 |
| 4.1.2.1 | Fragebogenaufbau | 53 |
| 4.1.2.2 | Fragebogeninhalt | 55 |
| 4.1.3 | Rücklauf | 57 |
| 5. | Darstellung und Interpretation der Ergebnisse | 58 |
| 5.1 | Allgemeine Weiterbildungssituation | 58 |
| 5.1.1 | Stellenwert der Weiterbildung | 59 |
| 5.1.2 | Einsatz der Lernformen | 60 |
| 5.1.3 | Ziele des Lernformeinsatzes | 62 |
| 5.2 | Lernkultur | 64 |
| 5.2.1 | Stellenwert der Mitarbeitermotivation | 65 |
| 5.2.2 | Motivationsmaßnahmen | 66 |
| 5.2.3 | Werte der Lernkultur | 67 |
| 5.2.4 | Schwerpunkt des Bildungscontrollings | 69 |
| 5.3 | Effektivität von E-Learning | 71 |
| 5.3.1 | E-Learning-Potentiale | 71 |
| 5.3.2 | E-Learning-Risiken | 72 |
| 5.4 | Effektivität von Blended Learning | 74 |
| 5.4.1 | Blended Learning-Potentiale | 74 |
| 5.4.2 | Blended Learning-Risiken | 75 |
| 5.5 | Effizienz von E-Learning | 76 |
| 5.5.1 | E-Learning-spezifische Kostentreiber | 77 |
| 5.5.2 | Einsparungspotentiale | 78 |
| 5.5.3 | Beurteilung gegenüber klassischen Lernmethoden | 79 |
| 5.6 | Effizienz von Blended Learning | 80 |
| 5.6.1 | Blended Learning-spezifische Kostentreiber | 81 |
| 5.6.2 | Beurteilung gegenüber E-Learning | 82 |
| 5.7 | Erfahrungen mit Blended Learning | 83 |
| 5.8 | Argumentationen gegen Blended Learning | 84 |
| 6. | Fazit und Ausblick | 84 |
| Anhang | 87 | |
| Literaturverzeichnis | 96 |
Weitere Probleme bestehen auf der Seite der Lernenden: Blended Learning erfordert eine hohe Selbstlernbereitschaft und –fähigkeit bei den Teilnehmern. Traditionelle und formelle Lernformen zeichnen sich jedoch überwiegend durch Lenkung und Steuerung von außen aus. Mit der Einführung elektronischer Lernformen besteht die Gefahr, dass den Mitarbeitern nicht nur die Selbstlernkompetenz im Sinne der selbstständigen Gestaltung und Regulierung der Lernprozesse und der Selbstmotivation,107 sondern auch die Fähigkeit den eigenen Weiterbildungsbedarf zu erkennen und zu spezifizieren fehlt. Diese Fähigkeit ist jedoch die unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg von Selbstlernphasen, in denen die Lerninhalte und –tiefen weitgehend von den Lernenden selbst bestimmt werden. Diese Problematik wird gesteigert, wenn die Inhalte des computergestützten Lernens nicht ausreichend an den Arbeitsprozessen der Lernenden ausgerichtet sind.108 Der Lernende kann dann nur schwer die Verbindung zwischen seiner Wissenslücke und den erforderlichen Bildungsmaßnahmen erkennen. [...]
dafür sind ausgeprägte Hierarchien und festgelegte Stellenbeschreibungen.97 Im Hinblick auf Blended Learning liegen die Probleme insbesondere in fehlenden „Zeitfenster[n]“98 für das Lernen am Arbeitsplatz und in der fehlenden „Verknüpfung informeller und organisierter Bildungsangebote“99, denn informelles Lernen im Unternehmen setzt eine offene Organisationsstruktur voraus. Unzulängliche Informations- und Kommunikationsstrukturen zeigen sich in ausgeprägter Kontrolle und ungenügender Informationenbereitstellung.100 Der daraus resultierende Transparenzmangel der Strategie behindert die Integration von Blended Learning, denn Maßnahmen erscheinen in diesem Fall als praxisfern und ungeeignet.101 Weiterhin ist die Entwicklung innerhalb des Unternehmens durch eine innovationsscheue Führung gefährdet. Im Hinblick auf Blended Learning beziehen sich die Befürchtungen der Entscheidungsträger oft auf hohe Investitionskosten für elektronische Lernsysteme. Auch die beschriebene Unsicherheit aufgrund fehlender Erfahrungen bei der Einführung elektronischer Lernsysteme spielt dabei eine große Rolle.102 An diese Stelle ist zu betonen, dass das „Commitment der Leitung“103 für eine erfolgreiche Einführung von Blended Learning unabdingbar ist. Blended Learning stellt eine Veränderung der Weiterbildung und des Wissensmanagements im Unternehmen dar und muss unbedingt im Zusammenhang mit einer von der Führung gestützten Personalpolitik gesehen werden.104 Eng damit verbunden ist die Notwendigkeit einer adäquaten Lernkultur. Die Auswirkungen der Lernkultur werden jedoch häufig unterschätzt und die Bemühungen, Blended Learning als Leitbild zu verankern erweisen sich als unzureichend bis gar nicht vorhanden.105 Auf die Kernpunkte der entsprechenden Lernkultur geht die Verfasserin im weiteren Verlauf der Arbeit detailliert ein. Zu den Hauptbarrieren gehört das völlige Fehlen von Weiterbildungsmaßnahmen. Unternehmen, die keine Weiterbildungsmaßnah- [...]
Zusammenfassend lässt sich der Ablauf der Bedarfsermittlung und Anforderungsanalyse vor der Einführung neuer Lernformen wie folgt beschreiben: Zunächst sind die Umweltentwicklungen und die Situation des Unternehmens im Rahmen einer Ist-Analyse zu klären, wobei Anforderungen an die betriebliche Weiterbildung abgeleitet werden sollen. Im Unternehmen müssen die Fragen nach den bestehenden Weiterbildungsangeboten und –strategien sowie deren Wirksamkeit beantwortet werden. Schwachstellen im betrieblichen Bildungsmanagement sind zu beleuchten. Im nächsten Schritt ist eine Soll-Konzeption aufzustellen. Die Konzeption des Soll-Zustandes muss sich immer an den Problemen und den Anforderungen der Nutzer richten und im Einklang mit den übergeordneten Unternehmenszielen stehen. Der Veränderungsbedarf ergibt sich schließlich aus dem Vergleich des Ist- und dem Soll-Zustand.96 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832498016
Arbeit zitieren:
Schmidt, Inna Juli 2005: Blended E-Learning, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Weiterbildung, Entwicklung, Motivation, Untersuchung, Qualifikation




