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Existenzgründung in der Tourismusbranche

Chancen und Risiken eines dynamischen Marktes

Existenzgründung in der Tourismusbranche
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Stephan Reichelt
  • Abgabedatum: August 2004
  • Umfang: 108 Seiten
  • Dateigröße: 999,5 KB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Universität Potsdam Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9559-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9559-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9559-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Reichelt, Stephan August 2004: Existenzgründung in der Tourismusbranche, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: KKV, Branchenanalyse, Rechtsform, Geschäftsmodell, Branchentrend

Diplomarbeit von Stephan Reichelt

Einleitung:

Seit den 50er Jahren befindet sich die Tourismusbranche in einem stetigen Wachstum. Die verkürzten Arbeitszeiten, das veränderte Freizeitverhalten, die höhere Mobilität sowie der Ausbau der Infrastruktur stimulieren die Reiselust der Urlauber. Aufgrund der vielfältigen Einflussgrößen ist die Tourismusbranche sehr dynamisch geworden. Mit einer Verzögerung gegenüber anderen Wirtschaftszweigen wurde auch der Tourismus von der Konsumflaute eingeholt.

Spätestens seit dem 11. September wissen die Marktteilnehmer, dass die Boomzeiten vorbei sind und dass sie auf die veränderten Bedingungen reagieren müssen.

Die Tourismusbranche ist einem starken Wandel unterworfen. Anders als andere Branchen ist der Tourismussektor stark durch äußere Einflüsse geprägt. Diese spezielle Dynamik macht Existenzgründungen in diesem Markt besonders interessant.

Das Wissen über die Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren des touristischen Marktes soll helfen, auf der einen Seite die Risiken für zukünftige Geschäftsvorhaben zu minimieren und Fehler der Vergangenheit von vornherein zu vermeiden und auf der anderen Seite die Chancen zu erkennen und zielgerichtet zu nutzen.

Gang der Untersuchung:

Im zweiten Kapitel dieser Arbeit wird der Begriff der Dienstleistung näher beleuchtet. Es wird dargestellt, in welcher Art und Weise sich die Tourismusdienstleistung von anderen Dienstleistungen unterscheidet und was das touristische Dienstleistungsprodukt so einzigartig macht.

Das dritte Kapitel bildet den Hauptteil der Arbeit. Ziel dieses Kapitels ist es, die Dynamik der Tourismusbranche zu erfassen und zu erklären. Dargestellt wird, welche Faktoren diese Dynamik bedingen und welche Kräfte eine solche Entwicklung vorantreiben. Die primären Leistungsträger der Branche werden erfasst und ihre Beziehungen zueinander dargestellt. Die aktuellen Trends der Branche werden aufgegriffen und auf ihren Einfluss untersucht.

Im vierten Kapitel werden die Grundlagen der Existenzgründung thematisiert. Es werden die einzelnen Formen von Existenzgründungen aufgezeigt und ihre Anwendbarkeit im Tourismus erörtert. Die Problematik der objektiven Darstellung des Gründungsgeschehens wird aufgezeigt und ein Überblick über die aktuelle Situation in Deutschland vermittelt.

Das fünfte Kapitel widmet sich den Chancen und Risiken, für neue Unternehmen, die sich in diesem Sektor gründen oder ausgründen wollen und den Strategien und Maßnahmen, die erforderlich sind, um im diesem Wettbewerbsumfeld zu bestehen.

Daran anschließend beschäftigt sich das sechste Kapitel mit dem Beispiel eines mittelständischen Spezialisten, der die Marktführerschaft in einer Nische erreicht hat. Dieses erfolgreiche Positionierungskonzept dient jungen Unternehmern als Basis für das Ableiten möglicher Strategien.

Abschließend werden die Ergebnisse im siebten Kapitel zusammengefasst und kommentiert.

Diese Arbeit soll einen Überblick über die Tourismusbranche geben und als Orientierungshilfe für potenzielle Neueinsteiger in diesem Markt dienen. Hauptsächlich beschäftigt sich die vorliegende Ausarbeitung mit dem Sektor der Reiseveranstalter.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort V
Abkürzungsverzeichnis VI
Abbildungsverzeichnis VIII
1. Einleitung 1
2. Dienstleistung 3
2.1 Dienstleistung heute 3
2.2 Abgrenzung der Tourismusdienstleistung 5
3. Tourismus 6
3.1 Differenzierte Betrachtung des Tourismusbegriffs 6
3.2 Überblick über die Tourismusbranche 8
3.2.1 Marktabgrenzung im Tourismus 9
3.2.2 Der touristische Markt 10
3.2.3 Marktlebenszyklus 14
3.2.4 Marktsegmentierung 18
3.2.5 Trends des Tourismusmarktes 20
3.2.5.1 Wellnesstourismus 21
3.2.5.2 Expeditions-, Trekking- und Wandertourismus 22
3.2.5.3 Seniorentourismus 23
3.2.5.4 Kundenverhalten 24
3.2.5.5 Konzentration und Kooperation 24
3.2.5.6 Globalisierung 26
3.3 Leistungsträger der Tourismusbranche 26
3.3.1 Reiseveranstalter 27
3.3.2 Reisevermittler 31
3.3.3 Verkehrsträger 32
3.3.4 Destinationen 33
3.3.5 Beherbergungs- und Gaststättengewerbe 34
3.3.6 Sonstige 35
3.4 Einflussfaktoren 35
3.4.1 Staatliche Einflüsse 37
3.4.2 Ökonomische Einflüsse 39
3.4.3 Gesellschaftliche Einflüsse 41
3.4.4 Ökologische Einflüsse 43
3.4.5 Einflüsse der Anbieter 45
3.4.6 Individuelle Einflüsse 50
4. Existenzgründung 54
4.1 Grundmuster der Existenzgründung 56
4.1.1 Gründungspersönlichkeit 57
4.1.2 Geschäftsidee 58
4.1.3 Marktanalyse 58
4.1.4 Unternehmensplanung 58
4.1.5 Finanzierung 59
4.1.6 Geschäftsplan 59
4.1.7 Gründung des Unternehmens 61
4.2 Rechtsformen 61
4.2.1 Einzelunternehmen 62
4.2.2 Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR) 62
4.2.3 Offene Handelsgesellschaft (OHG) 63
4.2.4 Kommanditgesellschaft (KG) 64
4.2.5 Partnergesellschaft (PartG) 64
4.2.6 Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) 65
4.2.7 Aktiengesellschaft (AG) 65
4.2.8 GmbH & Co. KG 66
4.2.9 Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) 66
4.3 Formen der Existenzgründung 67
4.3.1 Betriebsneugründung 67
4.3.2 Unternehmensausgründung 67
4.3.3 Kooperationen 68
4.3.3.1 Franchising 70
4.3.3.2 Strategische Allianzen 71
4.3.3.3 Joint Ventures 72
4.3.3.4 Kapital- und Unternehmensbeteiligungen 72
4.3.4 Unternehmensübernahmen 72
4.3.4.1 Familiennachfolge 73
4.3.4.2 Kauf des Unternehmens 74
4.3.4.3 Pacht 74
4.3.4.4 MBO/ MBI 74
4.3.5 Freie Berufe 75
4.4 Risiken von Existenzgründung 75
4.5 Dienstleistungsorientierte Ventures in Deutschland 77
5. Chancen und Risiken für Neugründer 78
5.1 Chancen-/ Risikenanalyse 78
5.2 Chancen 78
5.2.1 Der internationale, integrierte Touristik Konzern 80
5.2.2 Der fokussierte Reiseveranstalter 80
5.2.3 Der virtuelle Reiseveranstalter 81
5.3 Risiken 83
6. Erfolgreiche Positionierungsstrategien im touristischen Markt 84
6.1 Das Unternehmen 85
6.2 Positionierung im Markt 85
6.3 Das Produkt 86
6.4 Vom KKV zur USP 88
6.5 Die Organisation 89
6.6 Vertriebswege 89
6.7 Kundenprofil 90
6.8 Die aktuelle Unternehmenslage 90
7. Zusammenfassung 91
Literaturverzeichnis 93
Eidesstattliche Erklärung 103

Automatisiert erstellter Textauszug:

46 teme (Start, Apollo und Galileo) wesentliche Erleichterungen für die Leistungsanbieter brachten. Seit mehreren Jahren werden diese Systeme erfolgreich auf der Anbieterseite zwischen den einzelnen Produzenten, Groß- und Einzelhändlern als Kommunikationsmittel eingesetzt. Der Kunde, als Endabnehmer, hat zu diesen Systemen keinen Zugang. Vielmehr begründet sich unter anderem in der Beherrschung solcher Reservierungssysteme der Mehrwert einer Leistung, die ein Reisemittler vollbringt. Aber auch der Kunde profitiert von den Verbesserungen in der Medienlandschaft. Ein vielfältiges Informationsangebot bringt heute die Urlaubsregionen mehr und mehr zu den Kunden nach Hause. Weiterhin können Reservierungen vom Kunden direkt bei den Leistungsträgern via Internet getätigt werden. Der ungeheuer große Technologieschub der 1980er und 1990er Jahre viel mit der weltweiten Neoliberalisierung von Wirtschaftsprogrammen zusammen. Die 1990er Jahre dieses Jahrhunderts sind geprägt von einem starken Preisverfall, einhergehend mit einer hoher Entwicklungsdynamik der PC-Technik und der daraus resultierenden großen Verbreitung von Endgeräten in privaten Haushalten bei gleichzeitiger Öffnung der Märkte, Deregulierung und Privatisierung der staatlichen Telekommunikationsgesellschaften, der Produktionsverlagerung und der internationalen Arbeitsteilung. Steigende Übertragungsgeschwindigkeiten und immer günstigere Zugangsmöglichkeiten zu Netzwerkbetreibern bewirken einen massiven Anstieg von Nutzern der Informations- und Kommunikationssysteme, wie dem Internet. Dieser breite Einsatz digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien wird als der Anfang der New Economy bezeichnet. Der Begriff New Economy steht als Synonym für junge Gründer die mit ihren Start-ups die Wirtschaftswelt veränderten. Diese Gründer unterscheiden sich von herkömmlichen Existenzgründungen durch ihre unternehmerische Kreativität und innovative Geschäftsmodelle. Die New Economy erlebte einen rasanten Aufschwung. Während traditionelle Unternehmen über reale Steigerungen des Umsatzes und des Gewinns beurteilt wurden, waren die Bemessungsgrundlagen für die neuen Online-Geschäftsmodelle auf der zeitweiligen Euphorie aufgebaut. Analysten spekulierten über einen Sieg der Neuen über die Alte Ökonomie121. Im World Wide Web (WWW) sind derzeit ca. 2,5 Mrd. Webseiten zugänglich. Jeden Tag kommen ca.7 Mio. hinzu. Täglich werden hunderte Mio. E-Mails verschickt122. Das Medium Internet erlaubt dem Kunden sich aktiv an der Umsetzung seiner Reisevorstellungen zu beteiligen. Diese veränderten Bedingungen sind nun zum Ausgangspunkt für eine Umstrukturierung der Tourismusbranche geworden. Die Umgehung traditioneller Vertriebswege bei zunehmender Markttransparenz wird für den Konsumenten zu preislichen Vorteilen führen. [...]

Eine ebenfalls vorwiegend ökonomische Größe ist der Einfluss der Anbieter. Im Laufe der Jahre hat sich eine eigene Tourismusindustrie entwickelt, die mit ihren vielfältigen Angeboten die touristische Nachfrage bei weitem übersteigt. Man spricht davon, dass sich der Nachfragemarkt zu einem Angebotsmarkt gewandelt hat. Entsprechend spielt das betriebliche Marketing auch im Tourismus eine immer größer werdende Rolle. Dabei bilden die sich schnell verändernden und wachsenden technologischen Mittel eine entscheidende Rolle für die Anbieter. Ohne die rasche Entwicklung und rasante Zunahme der Kommunikationsmöglichkeiten, hätte es kein so starkes Wachstum in der Tourismusbranche geben können. Telefon, Telex, Fax waren bereits wichtige Einrichtungen, bis Internet und computergestützte Reservierungssys117 118 [...]

45 hat gemeinsam mit der Weltgesundheitsbehörde (WHO) Sicherheitshinweise für die betroffenen Regionen herausgegeben. Fluggesellschaften und Veranstalter versuchen teilweise Ihre Kunden umzurouten um keine kompletten Ausfälle zu haben. Zusätzliche Kosten verursachten auch die schärferen Kontrollen an Flughäfen, Häfen oder beim Zoll. Aufgrund der SARS-Seuche hatte die asiatische Tourismusbranche einen Umsatzrückgang von etwa 60% zu verzeichnen. Besonders in China wurden dramatische Einbußen verursacht. Aber auch für die europäischen Reiseveranstalter hat SARS erhebliche Umsatzeinbußen bedeutet. Einige der Veranstalter zeigten sich kulant und gaben den Kunden die zeitlich befristete Option des kostenlosen Umbuchens oder Stornierens. Von Rechtswegen sind die Veranstalter nur bei Reisewarnungen des AA zu diesem Service verpflichtet. Es gibt bei den Veranstaltern jedoch keine einheitliche Regelung, sondern nur unterschiedliche Detaillösungen. Die Mehrzahl der Veranstalter verwies die Kunden auf die vertraglich geregelten Stornierungsgebühren117. Viele Destinationen wurden gesperrt oder aus Angst vor einer möglichen Erkrankung nicht weiter besucht118. Als im September 2003 erneut ein Fall von SARS in Singapur gemeldet wurde stockte der Branche der Atem. Die WHO sah darin jedoch nur einen Einzelfall und gab Entwarnung. Singapur hatte seit dem auftritt der Seuche ein Minus von 70% zu verzeichnen. Ein erneutes auftreten von SARS würde der Tourismusbranche in der Sommersaison schwer zusetzen119. Generell wird die SARS Krise bei den Leistungsträgern jedoch nicht so dramatisch bewertet wie etwa der Irak Krieg oder die weltweiten Terroranschläge120. [...]

Arbeit zitieren:
Reichelt, Stephan August 2004: Existenzgründung in der Tourismusbranche, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
KKV, Branchenanalyse, Rechtsform, Geschäftsmodell, Branchentrend

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