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Erschließung des südafrikanischen Marktes für deutsche Unternehmen am Beispiel der Western Cape Region

Eine Übersicht unter Berücksichtigung des Black Economic Empowerment

Erschließung des südafrikanischen Marktes für deutsche Unternehmen am Beispiel der Western Cape Region
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Marc Kaiser
  • Abgabedatum: Dezember 2004
  • Umfang: 77 Seiten
  • Dateigröße: 4,7 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule Niederrhein, Abt. Mönchengladbach Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9540-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9540-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9540-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kaiser, Marc Dezember 2004: Erschließung des südafrikanischen Marktes für deutsche Unternehmen am Beispiel der Western Cape Region, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: BEE, Kapstadt, WM 2010, Auslandsmarkterschließung, AHK

Diplomarbeit von Marc Kaiser

Einleitung:

Diese Diplomarbeit über die Erschließung des südafrikanischen Marktes entstand im Rahmen eines Auslandspraxissemesters bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer für das Südliche Afrika im Regionalbüro Kapstadt.

Der Verfasser unternimmt nicht den Versuch, eine Normstrategie für ein bestimmtes deutsches Unternehmen oder einen bestimmten deutschen Industriezweig zu entwickeln.

Vielmehr versteht sich diese Arbeit als eine Sicht auf die Möglichkeiten der Markterschließung im Südafrika von 2004. Sie soll solche Unternehmen, die eine Niederlassung in Südafrika/ Western Cape Region erwägen, in ihrer Entscheidung unterstützen. Südafrika ist noch immer gleichzeitig Industrieland und Entwicklungsland.2 Es wird hauptsächlich auf die Chancen und Risiken des Marketingumfeldes der Western Cape Region Bezug genommen. Das macht etwaige Marketingentscheidungen fundierter und sicherer. In der Provinzhauptstadt Kapstadt findet sich neben großem wirtschaftlichem Wachstum3 gleichzeitig der Parlamentssitz der Republik Südafrika.

Das bewirkt, dass Kapstadt oft im Blickpunkt der Öffentlichkeit und damit auch im Blickpunkt potenzieller Investoren steht. Diese Region um das Kap ist bekannt für seine Weinregionen, seine Textil- und Nahrungsmittelindustrie, sowie für seine wachsende Film, -IT- , - und Telekommunikationsindustrie. Das ist einer der Gründe, weshalb sich die deutsche Handelskammer im Jahr 2000 dazu entschlossen hat, neben der Hauptzentrale in Johannesburg ein weiteres Regionalbüro zu eröffnen.5 Frankreich hatte schon 19976 ein Regionalbüro neben dem Johannesburger Headoffice eröffnet, 2003 eröffnete das Niederländische Regionalbüro und im Jahr 2004 entstand dazu ein italienisches Pendant. Griechenland plant in den nächsten Monaten ebenfalls die Eröffnung einer Handelsvertretung. Man überlegt die Eröffnung einer europäischen IHK.7 Bei Betrachtung dieser Vorgänge verdeutlicht sich, dass sich die Western Cape Region in Südafrika neben Johannesburg zu einem zweiten Punkt von größerem wirtschaftlichem Interesse für Deutschland und Europa entwickeln wird.

Vor diesem Hintergrund beleuchtet die vorliegende Arbeit Möglichkeiten zur Erschließung des südafrikanischen Marktes aus deutscher Sicht und klärt über mögliche Probleme auf.

Problemstellung:

Untersuchungsgegenstand ist die Western Cape Region und die verschiedenen Chancen und Risiken für deutsche Unternehmen, in diesem Markt einzutreten. Für eine genaue Beurteilung der Lage sind folgende Fragen von besonderem Interesse:

- Wie sind die Sozioökonomischen Rahmenbedingungen in Südafrika im Jahr 2004?

- Welche Bedeutung hat Südafrika für die Markterschließung im übrigen Afrika?

- Welche Abkommen mit Südafrika gibt es?

- Was verbirgt sich hinter Black Economic Empowerment? Welche möglichen Auswirkungen kann BEE auf das Investitionsklima haben?

- Was ist steuerrechtlich und in Bezug auf den Wechselkurs im Rahmen eines Überblicks wissenswert?

- Welche südafrikanischen Organisationen können deutschen Unternehmen Hilfestellung bei der Markterschließung geben?

- Welche Deutschen Organisation können Hilfestellung bei der Markterschließung Südafrikas geben?

- Welche Möglichkeiten der Markterschließung bietet die Literatur?

- Welche Rechtsformen für Direktinvestitionen gibt es? Welche Vor und Nachteile bieten sie?

- Wie ist die arbeitsrechtliche Seite der Markterschließung?

- Welche Subventionsprogramme beider Seiten gibt es?

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 5
1. Einführung 7
1.1 Gegenstand der Untersuchung und Fragestellungen der Arbeit 8
2. Sozioökonomische Rahmenbedingungen in Südafrika im Jahre 2004 8
2.1 Politische Faktoren 10
2.2 Ökonomische Faktoren 12
2.3 Rechtliche Faktoren 13
2.4 HIV/ AIDS und Kriminalität 14
2.5 Mentalität und kulturelle Rahmenbedingungen 17
3. Abkommen zwischen Südafrika und Deutschland 18
3.1 Abkommen zwischen Südafrika und Anderen 18
3.2 Abkommen zwischen Südafrika und der europäischen Union 19
3.3 Fazit 19
4. Black Economic Empowerment (BEE) 20
4.1 Juristische Grundlagen 21
4.2 Einstellung der Investoren und der Regierung 25
5. Ausblick auf die Zukunft Südafrikas 26
6. Western Cape Überblick 27
6.1 Politische Faktoren 28
6.2 Ökonomische Faktoren 28
7. Südafrikanische Institutionen und Organisationen im Western Cape 32
7.1 Wesgro 33
7.2 Cape Town Regional Chamber 33
7.3 Department of Trade and Industry (DTI) 34
7.4 Trade and Investment South Africa (TISA) 35
7.5 Industrial Development Corporation (IDC) und Khula 35
8. Institutionen und Organisationen Deutschlands 37
8.1 Auslandhandelskammer (AHK) 37
8.1.1 Regionalbüro Kapstadt 38
8.2 Afrika-Verein 38
8.3 Südliches Afrika Initiative der deutschen Wirtschaft (SAFRI) 38
9. Möglichkeiten zur Markterschließung 39
9.1 Markterschließung ohne Bearbeitung des ausländischen Marktes 39
9.1.1 Indirekter Export 40
9.1.2 Lizenzvergabe 40
9.1.3 Franchising 40
9.1.4 Vertretersuche durch Stellen in Südafrika 40
9.2 Markterschließung mit eigener Bearbeitung des ausländischen Marktes 40
9.2.1 Direkter Export 41
9.2.2 Auslandsdirektinvestition 41
9.2.3 Kontraktproduktion 41
9.3 Kooperation mit wechselseitiger Unterstützung 42
10. Rechtsformen bei Direktinvestitionen und ihre wesentlichen Vor- und Nachteile 42
10.1 Private Company (Pty) 42
10.2 Public Company (Plc) 43
10.3 Close Corporation (CC) 43
10.4 Partnership 44
10.5 Trust 44
11. Arbeitsrechtliche Ansicht 46
11.1 Arbeitszeit 46
11.2 Mindestlohn 46
11.3 Lohnfortzahlung 47
11.4 Kündigungsschutz 47
11.5 Pausen, Ruhezeiten und Urlaub 47
12. Steuerliche Gesichtspunkte 48
13. Wechselkurs und Währungsrisiken 50
14. Subventionsprogramme und Finanzierungshilfen von südafrikanischer Seite 53
14.1 IDC-Programme 53
14.2 Small and Medium Enterprise Development Programme (SMEDP) 54
14.3 Foreign Investment Grant (FIG) 56
14.4 Skills Support Programme (SSP) 56
14.5 Competitiveness Fund 56
14.6 Support Programme for Industrial Innovation (SPII) 57
14.7 International Tourism Marketing Assistance Scheme (ITMAS) 57
14.8 Strategic Industrial Projects 58
14.9 Critical Infrastructur Fund (CIF) 58
14.10 Weitere Programme 60
15. Subventionsprogramme und Unterstützungen von deutscher Seite 60
15.1 Veranstaltungen des Bundeswirtschaftministeriums im Jahre 2004 61
15.2 Vermarktungshilfeprogramme (VHP) 62
15.3 IHK-Firmenpools 63
16. Fazit 64
Abbildungsverzeichnis 65
Tabellenverzeichnis 66
Literaturverzeichnis 67
Bücher 67
Dissertationen und Habilitationsschriften 67
Aufsätze und Beiträge 67
Broschüren, Geschäftsberichte, Sonderhefte, statistisches Material 68
Webseiten 70
Verzeichnis der Fallbeispiele und Exkurse 75
Versicherung 76

Automatisiert erstellter Textauszug:

38 8.1.1 Regionalbüro Kapstadt Das Regionalbüro Kapstadt wurde im Jahr 2000 als Reaktion darauf gegründet, als sich abzeichnete, dass das wirtschaftliche Geschehen -bezogen auf Deutschland und seine Unternehmen- auch in Zukunft in der Kapprovinz eine größere Rolle spielen würde. So werden auch von Kapstadt aus Unternehmenskontakte in der Region hergestellt, Besucher für den Messestandort Deutschland vermittelt, oder Events, Seminare oder Delegationen organisiert. Das Büro arbeitet stark mit Wesgro und mit den anderen europäischen bilateralen Kammern, sowie den Diplomatischen Vertretungen zusammen.112 8.2 Afrika-Verein Der Afrika-Verein bezeichnet sich selbst „als Außenwirtschaftsverband der deutschen Unternehmen und Institutionen mit wirtschaftlichen Interessen an den Staaten des afrikanischen Kontinents“.113 Durch ihn werden Statistiken und Zahlen und für Mitglieder ein umfangreiches Dienstleistungsangebot zur Verfügung gestellt. Dazu gehört neben Ausschreibungen ein Newsletter, Veröffentlichungen zu deutsch-(süd)afrikanischen Wirtschaftbeziehungen sowie individuelle Beratung für Firmen. Daüberhinaus erscheint eine Art Onlinezeitung, die von den Mitgliedern eingesehen werden kann. Gleichzeitig vertritt der Afrika-Verein die Wirtschaftinteressen der Mitglieder sowohl in Brüssel als auch in Berlin. 8.3 Südliches Afrika Initiative der deutschen Wirtschaft (SAFRI) Die SAFRI114 wurde 1995 als ein Zusammenschluss aus Afrika-Verein, Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und Deutschen Industrie-und Handelskammertag (DIHT) gegründet. Durch die SAFRI werden Geschäftsbeziehungen zwischen Deutschland und den SADC Staaten erleichert und damit die wirtschaftliche Entwicklung im südlichen Afrika gefördert. So hat die SAFRI in Zusammenarbeit mit anderen115 einen fast 400seitigen Investitionsführer für das südliche Afrika zusammengestellt. Dort werden die Themen Politik und Wirtschaftentwicklung sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen der einzelnen Staaten umfangreich dargestellt. [...]

Es gibt eine Anzahl unterschiedlicher deutscher Organisationen, die sich dem Ziel verschrieben haben, die wirtschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und Südafrika- teilweise auch dem gesamten südlichen Afrika- zu intensivieren und zu vertiefen. Die geschieht mit dem Ziel, den Unternehmen beider Seiten neue Möglichkeiten und Märkte zu eröffnen. 8.1 Auslandhandelskammer (AHK) Die deutschen Auslandshandelskammern sind ein Netzwerk von über 120 Büros in über 80 Ländern der Erde. Sie sind eine bilaterale Einrichtung, die sich größtenteils aus den Eigeneinnahmen aus den Erlösen ihrer Dienstleistungen finanziert.110 Die AHK stellt unter anderem spezielle Wirtschaftinformationen zur Verfügung, beantwortet Anfragen, vermittelt Geschäftskontakte. Sie berät Unternehmen, ist Vetriebstelle für deutsche Messen und begleitet Delegationen. In der Hauptgeschäftsstelle der deutschen Industrie-und Handelskammer für das südliche Afrika in Johannesburg steht ein 26 köpfiges Team dafür zur Verfügung, den Handel und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Südafrika und dem südlichen Afrika zu fördern. Im Jahre 2002 feierte die Kammer ihr 50 jähriges Jubiläum.111 [...]

35 7.4 Trade and Investment South Africa (TISA)103 Die TISA ist die offizielle Investititionsfördergesellschaft Südafrikas. Sie steht unter dem Schirm des Department of Trade and Industry, hat aber als Hauptaufgabe das Anziehen von Direktinvestititionen für Schlüsselmärkte aus dem Ausland. (heimische Chemie, Mineralien und Metalle, Agrarverarbeitung, Textilien, IT)104 Sie sorgt dafür, dass Südafrika für ausländische Investoren attraktiver wird, indem sie zwischen Regierung und Investoren vermittelt und vorhandene Hindernisse ausräumt.105 So sitzen in über 50 südafrikanischen diplomatischen Vertretungen in der Welt Mitarbeiter der TISA. Das erleichtert Marktforschung von Deutschland aus, da TISA so als Deutsch sprechende Anlaufstelle Südafrikas vermitteln kann. Die TISA ist über die Website vom DTI zu erreichen, eine eigene Seite ist aber in Aufbau. www.tisa.org.za. 7.5 Industrial Development Corporation (IDC) und Khula 106 Die IDC Ltd ist eine, 1940 gegründete, staatliche Gesellschaft, die formell und finanziell unabhängig agiert. Hier findet der potenzielle ausländische Investor Finanzhilfen für kleine, mittelständische und große Unternehmen. Dies geschieht in Form von Darlehen mit unterschiedlicher Laufzeit zu Zinssätzen die weit unterhalb des Marktzinzes liegen. Wichtig ist, dass die Ziele der Finanzierung langfristig der Wirtschaft Südafrikas dienen. So wurden im letzten Jahr durch Finanzierungen von IDC 17.000 neue Jobs geschaffen.107 Im späteren Verlauf der Arbeit gehe ich noch auf die verschiedenen Programme ein. Die Website der IDC informiert über die wirtschaftspolitisch wichtigen Themen wie z.B. BEE. ( siehe Abbildung 9) [...]

Arbeit zitieren:
Kaiser, Marc Dezember 2004: Erschließung des südafrikanischen Marktes für deutsche Unternehmen am Beispiel der Western Cape Region, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
BEE, Kapstadt, WM 2010, Auslandsmarkterschließung, AHK

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