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Betriebliche Gesundheitsförderung als Wettbewerbsvorteil

Die sozioökonomische Bedeutung von Sport in Unternehmen

Betriebliche Gesundheitsförderung als Wettbewerbsvorteil
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Franziska Naumann
  • Abgabedatum: Januar 2005
  • Umfang: 130 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Universität Leipzig Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9152-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9152-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9152-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Naumann, Franziska Januar 2005: Betriebliche Gesundheitsförderung als Wettbewerbsvorteil, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Betriebssport, Mitarbeiter, Gesundheitsmanagement, Humankapital

Diplomarbeit von Franziska Naumann

Einleitung:

In Zeiten der angespannten Wirtschaftslage ist es für Unternehmen von maßgeblicher Bedeutung, Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenten zu erlangen und diese auszubauen. Betriebliche Sportangebote im Rahmen betrieblicher Gesundheitsförderung stellen eine Investition in das Humankapital dar, was wiederum zu Wettbewerbsvorteilen und somit zum Erfolg eines Unternehmens führen kann. Das Anliegen dieser Arbeit ist es die Effekte betrieblicher Sportprogramme zu analysieren und den Zusammenhang zwischen betrieblichen Sportprogrammen und dem Erfolg eines Unternehmens darzustellen.

Gang der Untersuchung:

Der erste Teil der Arbeit gibt einen Überblick über den derzeitigen wissenschaftlichen Forschungsstand betrieblicher Gesundheitsförderung. Um die Bedeutung der Wirtschaftlichkeit und der Notwendigkeit betrieblicher Gesundheitsförderung einzuordnen, werden verschiedene Einflussfaktoren betrachtet, die zu ihrer Entwicklung beitrugen. Anschließend werden die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Ebene projiziert. Dabei wird herausgestellt, welche immensen Kosteneinsparungen sich ergeben, wenn es gelingt, die Gesundheit der Belegschaft positiv zu beeinflussen und wie diese beiden Faktoren zum Wettbewerbsvorteil werden können.

Der darauf folgende Hauptteil der Arbeit behandelt die sozioökonomischen Aspekte betrieblicher Sportangebote in Unternehmen. Dazu gehören die Kosten sowie die Effekte, die durch betriebliche Sportangebote entstehen, sowie die Methoden, um diese beiden Faktoren im Rahmen von Wirtschaftlichkeitsrechnungen gegenüber zu stellen.

Die anschließende empirische Untersuchung umfasst die Befragung von drei Experten der betrieblichen Gesundheitsförderung in deutschen Großunternehmen mittels Interviews hinsichtlich der Aspekte Kosten, Effekte und der Gegenüberstellung dieser beiden Aspekte hinsichtlich von Wirtschaftlichkeitsrechnungen.

Im Schlussteil der Arbeit werden die erarbeiteten Ergebnisse zusammengefasst und Anregungen für weitere wissenschaftliche Arbeiten auf diesem noch sehr jungen Forschungsgebiet gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS I
Vorwort V
Abbildungsverzeichnis VI
Tabellenverzeichnis VII
1. Einleitung 1
1.1 Methodischer Aufbau der Arbeit 2
1.2 Methodische Instrumentarien 4
1.2.1 Dokumentenanalyse 4
1.2.2 Leitfadeninterview 5
2. Definitionen und Abgrenzungen 6
2.1 Gesundheit- Ein Begriff der Ganzheitlichkeit 6
2.2 Gesundheitsförderung 7
2.3 Betriebliche Gesundheitsförderung 8
2.4 Sport in Unternehmen 8
2.5 Gesundheitsmanagement 9
3. Einflussfaktoren auf die Entwicklung der betrieblichen Gesundheitsförderung 11
3.1 Demographische Veränderungen 12
3.2 Gesellschaftlicher Wandel 13
3.3 Wertewandel 14
3.4 Wandel des Gesundheitsverständnisses 15
3.5 Wandel der Arbeitswelt 17
3.5.1 Exkurs: Die soziologische Betrachtungsweise 18
3.6 Wirtschaftliche Veränderungen 21
3.7 Veränderung der Umweltbedingungen 23
3.8 Politische Einflüsse 23
4. Auswirkungen der veränderten Rahmenbedingungen auf den Gesundheitssektor aus volkswirtschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht 25
4.1 Volkswirtschaftliche Ebene 26
4.2 Betriebswirtschaftliche Ebene 29
4.2.1 Wettbewerbsvorteil: Gesunde Mitarbeiter 32
5. Betriebliche Gesundheitsförderung als Strategie für Unternehmen 36
5.1 Anwendungs- und Aktionsfelder der betrieblicher Gesundheitsförderung 37
5.2 Akteure der betrieblichen Gesundheitsförderung 38
6. Sport in Unternehmen 41
6.1 Kosten betrieblicher Sportprogramme 41
6.1.1 Kostenträger 41
6.1.2 Kostenarten 41
6.2 Betriebswirtschaftlich relevante Auswirkungen des Firmensportes 42
6.2.1 Primäre Effekte 45
6.2.2 Sekundäre Effekte 49
6.2.3 Tertiäre Effekte 50
6.2.3.1 Exkurs: Der potentielle Einfluss des Firmensportes auf die menschliche Arbeitsleistung 51
6.3 Messung der Effekte 60
6.3.1 Traditionelle Wirtschaftlichkeitsrechnungen 63
6.3.2 Erweiterte Wirtschaftlichkeitsanalysen 66
6.3.3 Weitere Wirtschaftlichkeitsrechnungen 71
6.3.4 Probleme der Wirtschaftlichkeitsrechnungen 72
7. Die empirische Untersuchung 74
7.1 Untersuchungsziel 74
7.2 Untersuchungsmethodik 74
7.3 Auswahl der Unternehmen 75
7.4 Zeitlicher Ablauf 77
7.5 Untersuchungsbedingungen 77
7.6 Die Unternehmen 78
7.6.1 Tchibo GmbH 78
7.6.2 Deutsche Post 78
7.6.3 Otto GmbH & Co KG 79
7.7 Die Untersuchungsergebnisse 80
8. Chancen und Risiken bei der Integration von gesundheitsfördernden Projekten 85
8.1 Risiken 85
8.2 Chancen 88
9. Fazit 92
LITERATURVERZEICHNIS 93
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 101
VERZEICHNIS FACHBEGRIFFE 102
ANLAGENVERZEICHNIS 104
Anlage I - Auswirkungen von Sport 105
Anlage II - Kontaktschreiben 106
Anlage III - Leitfaden 107
Anlage IV - 1. Experteninterview 109
Anlage V - 2. Experteninterview 115
Anlage VI - 3. Experteninterview 119
Anlage VII - Organisation 122

Automatisiert erstellter Textauszug:

selbst keine ähnlich günstigen Sportanlagen zur Verfügung stehen. Andererseits können werkseigene Sportanlagen, die einem dringenden Bedürfnis entsprechen und (…) betriebsfremden Sportinteressenten zur Verfügung stehen, der Unternehmung auch Sympathien in der Öffentlichkeit einbringen und ihren Ruf als sozial eingestellter Betrieb aufwerten.“ Viele Industriezweige haben deutlich verspürt, welche Absatzprobleme ihnen in den letzten Jahren im Zeichen stärkeren Gesundheitsund Umweltbewusstseins entstanden sind. Betriebliche Sportangebote als Zeichen von Verantwortung und sozialem Denken sind ein wesentlicher Faktor für Dialoge mit der Zielgruppe eines Unternehmens. Unterschiedliche Marktteilnehmer haben unterschiedliche Eindrücke von dem Betrieb und suggerieren diese in ihrem Kaufverhalten. Durch Gesundheitsförderungsaktivitäten wird das Image des Unternehmens nach außen verbessert. Je gesünder ein Unternehmen in seinem inneren Wirken agiert, desto positiver ist sein Image nach außen. Dieser Effekt macht sich positiv auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten und somit auch bezüglich des Unternehmenserfolges bemerkbar. Das Image wirkt sich nicht nur nach außen aus, sondern auch nach innen in die Reihen der Mitarbeiter. Dort wird das Verhalten der Arbeitnehmer hinsichtlich ihrer Bereitschaft, sich für den Unternehmenserfolg einzusetzen, positiv beeinflusst.90 Personalpolitische Effekte Aufgrund ergeben, der verringerten für die Fehlzeiten Personalpolitik sowie der verringerten Vorteile. Die [...]

Gesundheitsförderungsprogrammen in seinem Unternehmen der derzeitige Krankenstand von 11,5 Prozent um einen Prozentpunkt verringern würde, ließe sich 1 Mio. DM einsparen.87 Für das Unternehmen BT Ignite, ehemals Viag Interkom, hat sich die Investition in die sportliche Rundumbetreuung der Mitarbeiter ausgezahlt. Nach Angaben des CFOs Claudia M. Griffin88, betont den Rückgang der Krankmeldungen im Unternehmen um drei bis vier Tage pro Mitarbeiter pro Jahr seit Einführung der Sportprogramme vor zwei Jahren. Steiner untersuchte die Unterschiede bezüglich der Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage zwischen Nichtmitgliedern und Mitgliedern des SG Stern im Jahr 2003. Im Ergebnis ergab sich bei Nichtmitgliedern des SG Sterns für das Jahr 2003 eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeitsrate von 20, 1 Tagen. Dagegen lag dieser Wert bei Mitgliedern des SG Sterns weit darunter, nämlich bei 16, 1 Tagen. Aus diesen Beispielen wird ersichtlich, dass betriebliche Gesundheitsförderung zu Kosteneinsparungen führen kann, die auf verringerte Fehlzeiten zurückzuführen sind. Verringerung des Absentismus Absentismus im Betrieb bedeutet motivationsbedingte Abwesenheit. Wie in Kapitel 6. 2. 1 beschrieben, führt Sport zu Erhöhung der Motivation. Somit führen Sportangebote im Rahmen betrieblicher Gesundheitsförderung nachweislich zu einem Rückgang von Absentismus im Betrieb.89 Imagefördernde Effekte Im Hinblick auf die Prestigewirkung betrachtet Dürrwächter bereits 1966 die Wirkung betriebseigener Sportanlagen wie folgt: „Diese betriebliche Maßnahme kann von sportlich uninteressierten Betriebsangehörigen als ungerechte Benachteiligung, von der (..) Bevölkerung je nach Umfang der Sportanlagen als kleinlich oder aber als verschwenderisch und überflüssig, (…) empfunden werden, wenn ihnen [...]

Die präventive und rehabilitative Wirkung maßvoller Leibesübungen82 hilft zum einen großen Teil von Bewegungsmangelkrankheiten vorzubeugen und zu lindern. Dies trifft auch auf viele Krankheiten und Gesundheitsschädigungen zu, die durch spezifische Anforderungen einzelner Berufe und Arbeitsformen entstehen können.83 Weiterhin ist die durch sportliches Training erreichbare Abhärtung des menschlichen Körpers geeignet seiner Anfälligkeit gegenüber Erkältungs- und Infektionskrankheiten zu verringern, die oft einen hohen Prozentsatz der betrieblichen Fehlzeiten verursachen. Die dritte Hauptursache, durch die betriebliche Fehlzeiten entstehen, besteht darin, dass sich vor allem vegetativ labile Mitarbeiter für schwer krank halten oder dass geringe gesundheitliche Mängel als Anlass zum „Krankmachen“ dienen.84 Dieses Verhalten wird häufig von sozialpsychologischen Umständen ausgelöst, deren tiefere Wurzeln in einem gestörten Verhältnis des Arbeitenden zu seiner Tätigkeit und der betrieblichen Umwelt liegen. Hier entfaltet der Sport seine sozial- integrierende Wirkung und seine Ausgleichsfunktion zur Arbeit. Diese wie in Kap. 6. 2. 2 beschriebene Effekte schwächen die psychosoziale Fehlzeitenursache ab. Die Senkung der Fehlzeiten führt wiederum zu Kosteneinsparungen für das Unternehmen. In einer Informationsbroschüre der IGA85 wurden finanzielle Auswirkungen von betrieblicher Gesundheitsförderung auf der Grundlage von quasiexperimentellen Studien eingehender beschrieben. Die IGA stellte dazu eine Reihe wissenschaftlicher Bewertungen und Studienergebnisse zusammen. Dazu wurden 400 Studien aus hochrangigen wissenschaftlichen Zeitschriften in 25 Übersichtsartikeln untersucht. Bei der Auswertung ergab sich im Ergebnis eine mit der Reduktion von Fehlzeiten verbundene Kostenverringerung um 34%.86 Ein Automobilhersteller an einem norddeutschen Standort errechnete für seinen Betrieb folgenden Zusammenhang, wenn er in seinem Betrieb Gesundheitsförderung anbieten würde: Wenn sich durch das Angebot von [...]

Arbeit zitieren:
Naumann, Franziska Januar 2005: Betriebliche Gesundheitsförderung als Wettbewerbsvorteil, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Betriebssport, Mitarbeiter, Gesundheitsmanagement, Humankapital

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