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Einleitung:
Die Erfassung von Personenzahlen und -frequenzen findet bereits an zahlreichen öffentlichen Bereichen aus Sicherheitsgründen, wie auch für wirtschaftliche Planungen statt.
Diese Diplomarbeit stellt automatische Personenzähleinrichtungen vor, die berührungslos Menschenbewegungen richtungsabhängig erfassen können und verschafft einen Überblick über die eingesetzten Technologien mit ihren Vor- und Nachteilen. Sie soll Interessenten als Grundlagenwissen und als Entscheidungshilfe bei der eventuellen Ausstattung einer Versammlungsstätte mit einem solchen System dienen.
In Fußgängerzonen, Einkaufspassagen oder einzelnen Geschäften werden vorwiegend die Personenfrequenzen gemessen oder die Bewegungsstrecken und Verweildauern der Kunden aufgezeichnet.
Verantwortliche für das Städtemarketing beziehungsweise für Einkaufszentren möchten den Erfolg von durchgeführten Werbemaßnahmen an der Anzahl der Besucher messen; Handelsketten vergleichen, neben dem erzielten Umsatz, die Besucherströme ihrer Filialen gegeneinander; Personalbedarfsplanung lässt sich auf Besucher-, statt auf Umsatzbasis durchführen und nach einer fundierten Standortanalyse können die Mietpreise von Ladenlokalen bewertet werden.
Mittels der Verweildauern wird beispielsweise festgestellt, wie ansprechend die Schaufensterdekoration oder die Werbeplakate sind.
Wenn sich mehrere Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel zu einem Verbund zusammenschließen, werden die Einnahmen und die anfallenden Kosten über das Fahrgastaufkommen gerecht verteilt. Außerdem kann die Auslastung der Fahrzeuge ermittelt und anhand der Daten optimiert werden, um im Wettbewerb mit anderen Anbietern von Verkehrsdienstleistungen erfolgreich zu sein.
Nicht zuletzt seit den Brandkatastrophen im Düsseldorfer Flughafen oder in zahlreichen Discotheken werden verstärkt Anforderungen an die Betreiber gestellt, für das Gebäude zulässige Personenkapazitäten zu kontrollieren. Sicherheitstechnisch fortschrittliche Gebäude werden bei Gefahr dynamisch evakuiert, das bedeutet beispielsweise, dass die Aufzüge nicht automatisch in das Erdgeschoss fahren, sondern sie halten, wenn es dort brennt, in der ersten Etage, beziehungsweise fahren zur Dachebene. Damit Evakuierungspläne im Ernstfall auch eingehalten werden können, ist es wichtig, dass sich nicht zu viele Personen in den einzelnen Brandabschnitten befinden. Die behördlichen Zulassungen für den Gebäudebetrieb mit Publikumsverkehr werden teilweise davon abhängig gemacht, ob die Einhaltung der Versammlungsstättenverordnung nachgewiesen werden kann.
Betreiber von Versammlungsstätten oder Veranstalter von Events sind verpflichtet, die genehmigte Anzahl an Besucherplätzen nicht zu überschreiten. Mittels eines Personenzählsystems kann die Anzahl, sich in einem Saal befindlicher Personen, ständig überwacht werden und bei Bedarf so genannte Überlaufsäle geöffnet werden um weitere Besucher aufzunehmen.
Dies sind nur einige Beispiele, wo durch den Einsatz einer automatischen Personenzähleinrichtung die Sicherheit in Gebäuden erhöht wird. Falls es zu einem Gefahrenfall kommt, haben die Betreiber, die fundierte Daten über die Auslastung ihres Gebäudes liefern, bessere Positionen bei der Prüfung der Schuldzuweisung, als jene, die nur spekulative Werte darbieten können.
Für die Organisatoren von Veranstaltungen ist es auch von Interesse, wie hoch die Anzahl an Besuchern oder Teilnehmern zu welchem Zeitpunkt war und es steht ihnen frei, daraus Rückschlüsse über das dargebotene Programm oder die zeitliche Abfolge zu schließen. Von Interesse ist dies beispielsweise bei parallel stattfindenden Kongressen ohne verbindliche Anmeldung der Teilnehmer, wobei nur schwierig abzuschätzen ist, wie viele Teilnehmer bei den angebotenen Themen erscheinen und immer wieder Räumlichkeiten überfüllt sind und kleine gegen große Säle getauscht werden müssen. Mit einer automatischen Erfassung der Personenzahl kann diese zentral an einem Platz überwacht und bei Bedarf schnell gehandelt werden. Nach Beendigung der Veranstaltung können, mit einer entsprechenden Software, Statistiken über die Besucherzahlen und ihre Verweildauern erstellt werden.
Inhaltsverzeichnis:
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