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Entwicklung einer kompetenzbasierten Kommunikationsstrategie für die C&E GmbH

Entwicklung einer kompetenzbasierten Kommunikationsstrategie für die C&E GmbH
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andrea Reichold
  • Abgabedatum: Juni 2004
  • Umfang: 258 Seiten
  • Dateigröße: 4,3 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Chemnitz Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8946-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8946-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8946-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Reichold, Andrea Juni 2004: Entwicklung einer kompetenzbasierten Kommunikationsstrategie für die C&E GmbH, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Unternehmenskompetenz, Managementkompetenz, Technologie, Resource, Beratung

Diplomarbeit von Andrea Reichold

Einleitung:

„In einem Zeitalter, in dem Wirtschaft und Gesellschaft einem beständigen Wandel unterliegen, Erfolg und Zukunftsfähigkeit an internationalen Maßstäben gemessen werden, gewinnt der Einsatz von wissenschaftlichem und technischem Know-How ständig an Bedeutung.“ Aus Sicht der Marketingwissenschaft stellt die Vermittlung von wissenschaftlichem und technischem Know-How eine Frage der Kompetenzvermarktung dar. Im Fall von Beratungsleistungen, wie sie von der X GmbH angeboten werden, gewinnt die Kommunikation der Unternehmens- und Mitarbeiter-Kompetenzen entscheidend an Bedeutung. Ursächlich hierfür ist, dass es sich bei den zu vermarktenden Leistungen vorrangig um stark individualisierte, komplexe und hochwertige Leistungen handelt. Überdies sind Beratungsleistungen zum Zeitpunkt der Auftragsspezifikation gegenständlich nicht beurteilbar.

Der Auftraggeber sieht sich in besonders hohem Maße mit großen Unsicherheiten aufgrund der vorhandenen Informationsasymmetrien konfrontiert. Er muss also wesentliches Vertrauen in den Anbieter haben, damit eine Auftragsvergabe stattfindet. Angesichts der sich aus dieser Definition ergebenden eingeschränkten Qualitätsbeurteilung und der Vertrauensproblematik ziehen Konsumenten mit Blick auf eine konsequente Risikoreduzierung vor Vertragsabschluß Ersatzinformationen heran. Neben Referenzen stellt auch die Kompetenz des Beratungsunternehmens ein solches Informationssurrogat dar. Sie verdeutlicht dem Auftraggeber, ob ein potentieller Geschäftspartner leistungsfähig und leistungswillig genug ist, die spezifizierten Anforderungen zu erfüllen und darüber hinaus auch in Zukunft als kompetenter Partner zur Verfügung stehen wird. Angesichts der bezeichneten Konstellation können Anbieter von Consultingleistungen ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern, indem sie sich im Rahmen ihres Unternehmensmarketings mit dem Konstrukt „Kompetenz“ auseinandersetzen und adäquate kompetenzbasierte Vermarktungsstrategien entwickeln.

Damit potentielle Auftraggeber an die Kompetenzbeweise gelangen, müssen entsprechende kommunikative Austauschprozesse zwischen ihnen und den anbietenden Unternehmen stattfinden. In diesem Kontext ist Kommunikation bestimmend für das, was potentielle Auftraggeber als „Wirklichkeit“ empfinden. Die Erfassung der nachfragerseitigen Kompetenzerwartungen gewinnt vor diesem Hintergrund eine zentrale Schlüsselstellung. Denn nur wenn „... die Anbieterkompetenz den bewussten und noch nicht erkannten Kompetenzansprüchen der Abnehmer...“ entspricht, kann Kompetenzkongruenz erzeugt werden. Diese ist zwingend notwendig, um die Nachfrager zu einer Auftragsvergabe zu veranlassen. Es müssen also genau die Kompetenzen kommuniziert werden, die vom Abnehmer als relevant erachtet werden. Die Ermittlung der nachfragerseitig erwarteten Kompetenzen stellt den Ausgangspunkt des Untersuchungsgegenstandes dar. Das Ziel der Diplomarbeit ist die Entwicklung einer kompetenzbasierten Kommunikationsstrategie für die X GmbH. Als Grundlage für die Untersuchung dient ein Modell, welches aus der Operationalisierung des Kompetenzkonstruktes gebildet wird.

Die Messung von Diskrepanzen (sogenannten Gaps) im Kommunikationsprozess zwischen den Kunden der X GmbH und des Unternehmens selbst ist dabei Schwerpunkt der Untersuchung. Diese Diskrepanzen dienen der Entwicklung einer kompetenzbasierten Kommunikationsstrategie. Ziel der Untersuchung ist es, Ansatzpunkte für eine operative Zielsetzung zu nennen, um diese Diskrepanzen zu schließen, wesentliche und fehlende Kompetenzbereiche auszubauen und diese auch mit geeigneten Kommunikationsmitteln umzusetzen.

Kapitel zwei dient der Darstellung des Untersuchungsobjektes, die X GmbH. Danach erfolgt eine Einordnung der spezifizierten Leistungen zu der Gruppe der Kontraktgüter. Daraus abgeleitet wird in Kapitel 2.3 die besondere Vermarktungskonstellation der X GmbH, das Auftraggeber-Auftragnehmer Verhältnis. Kapitel 3. widmet sich theoretischen Grundlagen der Kompetenzvermarktung, indem das Konstrukt Kompetenz definiert und im Rahmen der Marketingwissenschaft dargestellt wird. Weiterhin erfolgt die Untersuchung einer kompetenzbezogenen Kommunikationspolitik in Teil 3.2, bevor in Kapitel 4 dieser Arbeit die Entwicklung einer kompetenzbezogenen Vermarktungsstrategie für die X GmbH stattfindet. Im Rahmen dessen wird ein Modell zur Messung von Kompetenz entwickelt und die empirische Untersuchung dargelegt. Daraus folgend werden Gestaltungsvorschläge für eine kompetenzbezogene Vermarktungsstrategie der X GmbH erarbeitet. Kapitel fünf dient der Schlussbetrachtung.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS II
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
ABBILDUNGSVERZEICHNIS V
TABELLENVERZEICHNIS VII
ANHANGSVERZEICHNIS X
1. EINFÜHRUNG 1
2. DARSTELLUNG DES UNTERSUCHUNGSOBJEKTES:DIE X GMBH 3
2.1 Das Unternehmensprofil der X GmbH 3
2.2 Die X GmbH als Consulting- Unternehmen 4
2.2.1 Einordnung in die Charakteristika von Kontraktgütern 4
2.2.2 Einordnung des Leistungsspektrums der X GmbH anhand der Klassifizierung von Kontraktgütern 11
2.3 Die besondere Vermarktungskonstellation der X GmbH- Auftraggeber-Auftragnehmer Beziehung 13
3. THEORETISCHE GRUNDLAGEN DER KOMPETENZVERMARKTUNG 17
3.1 Das Kompetenz-Konstrukt als zentraler Gegenstand der Vermarktungsstrategie 17
3.1.1 Der Kompetenz-Begriff 17
3.1.2 Das Kompetenz-Konstrukt als Gegenstand der Marketingwissenschaft 24
3.1.2.1 Ansätze zur Messung des nachfragerseitig wahrgenommenen Kompetenzeindrucks 24
3.1.2.2 Zum strategischen Management-Ansatz der Kernkompetenzen 30
3.1.2.3 Zum Kompetenz-Transferansatz 37
3.2 Die kompetenzbezogene Kommunikationspolitik als konzeptionelle Basis für eine systematische Kompetenzvermarktung 44
3.2.1 Zum Begriff der kompetenzbezogenen Kommunikationspolitik 44
3.2.2 Der Kommunikationsprozess im Consultingbereich 46
3.2.3 Die Elemente der kompetenzbezogenen Kommunikationspolitik 46
3.2.3.1 Ziele der Kompetenz-Kommunikation 46
3.2.3.2 Zielgruppen der Kompetenz-Kommunikation 49
3.2.3.3 Kompetenzbezogene Kommunikationsinhalte 50
3.2.3.4 Instrumente und Maßnahmen der Kompetenz-Kommunikation vor dem Hintergrund der klassischen Kommunikationsinstrumente im Consultingbereich 52
3.2.3.5 Erfolgskontrolle der Kompetenz-Kommunikation 58
3.3 Ein Zwischenfazit: Die kompetenzbasierten Kommunikationsinhalte als erfolgsversprechende Zielgröße 60
4. ENTWICKLUNG EINER KOMPETENZBASIERTEN VERMARKTUNGSSTRATEGIE FÜR DIE X GMBH 61
4.1 Konzeption eines Modells zur Erfassung der kompetenzbasierten Kommunikationsinhalte 61
4.1.1 Die nachfragerseitige Kompetenzerwartung als komplexe Zielgröße 61
4.1.2 Methodische Grundlagen der Operationalisierung komplexer Konstrukte 63
4.1.3 Ziele und Vorgehensweise der Konstrukterfassung im Überblick 66
4.1.4 Konzeption des Modells zur Erfassung von nachfragerseitigen Kompetenzerwartungen auf der personenübergreifendenEbene 67
4.1.4.1 Das Modell von Turner/Crawford (1994) als Grundlage der Operationalisierung 67
4.1.4.2 Vorstellung der verwendeten Ansätze als Grundlage der Modellbildung 72
4.1.4.3 Sammlung sekundärstatistisch ermittelbarer personenübergreifender Kompetenzfaktoren und –Indikatoren im Falle der Unternehmenskompetenz 87
4.1.4.4 Sammlung sekundärstatistisch ermittelbarer personenübergreifender Kompetenzfaktoren und -indikatoren im Falle der Managementkompetenz 101
4.1.4.5 Sammlung sekundärstatistisch ermittelbarer personenübergreifende Kompetenzfaktoren und -indikatoren im Falle der Technologiekompetenz 119
4.1.5 Strukturierung der Ergebnisse und Ableitung eines (Teil- ) Modells der personenübergreifenden Kompetenzerwartungen 138
4.2 Die empirische Untersuchung zur Überprüfung des (Teil-)Modells 139
4.2.1 Ziele und Vorgehensweise 139
4.2.2 Methodik 151
4.2.3 Entwicklung der Leitfragen 157
4.2.4 Zur Erfolgskontrolle der Kompetenz-Kommunikation 162
5. SCHLUSSBEMERKUNG 162
LITERATURVERZEICHNIS 164
ANHANG 177
EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG 247

Automatisiert erstellter Textauszug:

ermöglichen.165 Dafür eignen sich vor allem Referenzen, welche auch im Rahmen von Broschüren verwendet werden können. Aufgrund der größeren Objektivität und der daraus abgeleiteten Seriosität des Abnehmers nutzen viele Hersteller im Bereich Beratungsleistung Fachpublikationen oder Vorträge.166 Dem Faktor Mulitmedia, oder speziell der unternehmenseigenen Website, kommt in vielerlei Hinsicht eine große Bedeutung zu. „Multimedia ist die computergestütze Integration digitatlisierter statischer und dynamischer Medien in Verbindung mit verschiedenen Ein- und Ausgabekomponenten, die einen interaktiven und multimodalen Dialog zwischen Mensch und elektronischem Medium erlauben.“167 Somit erfüllt sie verschiedenste Funktionen gleichzeitig. Erstens gilt sie als zentrales Instrument im modernen (elektronischen) Marketing-Mix. Zweitens ist sie selbst Produkt des Unternehmens, welches es gilt, weiter zu entwickeln, inhaltlich zu aktualisieren und zu pflegen, als auch zu bewerben. Drittens gilt sie als zusätzlicher Vertriebskanal.168 Neben einem gut inszenierten Internetauftritt sorgen auch Onlinebestellungen von Broschüren oder eine schnelle und unkomplizierte Informationsübertragung via e-mail oder Download für eine gelungene Kompetenzdemonstration. Dabei kommt besonders dem Layout, dem Inhalt und Aufbau der Homepage eine besondere Rolle zu. Neben einem technisch einwandfreien Auftritt und einer schnell zu überblickenden Struktur der Webseite steht dabei vor allem die Vermarktung von Referenzen im Mittelpunkt. Mittels Internetauftritt ist eine Ansprache aller Zielgruppen möglich, wobei in der Praxis überwiegend eine Fokussierung auf den (potenziellen) Kunden stattfindet.169 Öffentlichkeitsarbeit bezeichnet die „planmäßig zu gestaltende Beziehung zwischen der Unternehmung und den verschiedenen Teilöffentlichkeiten (zum Beispiel Kunden, Aktionären, Lieferanten, Arbeitnehmern, Institutionen, Staat) mit dem Ziel, bei diesen Teilöffentlichkeiten Vertrauen und Verständnis zu gewinnen beziehungsweise aufzubauen.“ kommen der Öffentlichkeitsarbeit folgende Funktionsbereiche zu: [...]

Vorteile als auch Nachteile dieser Kommunikationsinstrumente sollen im Folgenden mit Hinblick auf die spezifischen Anforderungen im Beratungsgeschäft erörtert werden. User Groups ermöglichen durch Veranstaltungen wie Tage der offenen Tür, Hausmessen oder Ähnliches das Zusammentreffen von Auftraggebern und Mitarbeitern, wodurch ein reger Gedankenaustausch unter dem Gesichtspunkt der Kompetenzkommunikation gefördert wird.161 Innerhalb dieser User Groups spielen auch oft Referenzunternehmen eine wichtige Rolle. Durch sie kann eine Schilderung ihrer Erfahrungen mit diversen Projekten erfolgen. Bei einer gezielten Auswahl der Referenzunternehmen geht dies mit einer hohen Glaubwürdigkeit einher. Die vorhandene Kompetenz des anbietenden Unternehmens wird somit aktiv an einem abgeschlossenen Projekt verdeutlicht.162 Voraussetzung für ein positives Feedback ist jedoch die sorgsame Auswahl und Betreuung der Referenzunternehmen.163 Referenzobjekte sowie mögliche Begehungen dieser dienen ebenfalls als Kommunikationsmittel im Rahmen der Kompetenzkommunikation. Eine vorhandene Vielzahl von Referenzobjekten ermöglicht den Kunden den Vergleich mit dem eigenen Projekt und lässt damit auf die Kompetenz des Anbieters schließen. Die Begehungen dieser fördern Glaubwürdigkeit und Transparenz und somit auch die wahrgenommen Kompetenz des Anbieters. „Mediawerbung ist der Transport und die Verbbreitung werblicher Informationen über die Belegung von Werbeträgern mit Werbemitteln im Umfeld öffentlicher Komm. Gegen ein leistungsbezogenen Entgelt, um eine Realisierung unternehmensspezifischer Kommziele zu erreichen.“164 Mit ihren verschiedenen Subinstrumenten muss sie im Rahmen des Kontraktgütermarketings differenziert betrachtet werde, da hier nicht einzelne Güter beworben werden, sondern das Unternehmen selbst ins Blickfeld rückt. Außerdem werden nicht wie beim Konsumgütermarketing eine Vielzahl von Personen angesprochen, sondern der Abnehmerkreis beschränkt sich auf eine kleinere Gruppe. Hier spielen aufgrund der Vertrauens- und Risikoproblematik nicht die gängigen Instrumente der Anzeigenwerbung oder Direktmarketingaktivitäten eine Rolle. Stattdessen sollten Instrumente eingesetzt werden, welche eine adäquate, dem Vertrauens- und Risikocharakter der Güter entsprechende, Kompetenzkommunikation [...]

Wie bereits in Kapitel 2.2.1 erörtert, dient der Aufbau von Reputation und Image am Markt dem Abbau des durch die Nachfrager wahrgenommenen Risikos und dem Aufbau von Vertrauen. Vertrauen konnte als zentrales Mittel zum Abbau von Risiko identifiziert werden. Es kann nur aufgebaut werden, wenn Nachfrager auch die entsprechenden Signale erhalten. Um Signale an den Abnehmer zu bringen, bedarf es einer kommunikationspolitischen Umsetzung im Rahmen des Unternehmensmarketings. Vor dem Hintergrund der erwähnten Bedingungen an eine Unternehmenskommunikation in Kapitel 3.2.3.3 ist es notwendig, Kommunikationsinstrumente einzusetzen, die besonders in der Lage sind, rationale Argumentationstechniken zu transportieren, Glaubwürdigkeit auszustrahlen als auch komplexe Funktionszusammenhänge informativ und verständlich darzustellen. In diesem Zusammenhang ist den Kommunikationsinstrumenten Messen, persönliche Kommunikation, User Groups und Referenzunternehmen als auch der unternehmenseigenen Website und Öffentlichkeitsarbeit die größte funktionale Bedeutung beizumessen.159 Als Kommunikationsmaßnahmen werden sämtliche Aktivitäten gesehen, die von einem kommunikationstreibenden Unternehmen bewusst zur Erreichung kommunikativer Zielsetzungen eingesetzt werden. Kommunikationsinstrumente wiederum repräsentieren das Ergebnis einer gedanklichen Bündelung von Kommunikationsmaßnahmen nach ihrer Ähnlichkeit.160 [...]

Arbeit zitieren:
Reichold, Andrea Juni 2004: Entwicklung einer kompetenzbasierten Kommunikationsstrategie für die C&E GmbH, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Unternehmenskompetenz, Managementkompetenz, Technologie, Resource, Beratung

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