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Einführung einer elektronischen Vorgangsbearbeitung im Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information

Einführung einer elektronischen Vorgangsbearbeitung im Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Fabian Middelhoff
  • Abgabedatum: Januar 2005
  • Umfang: 180 Seiten
  • Dateigröße: 8,8 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Dortmund Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8590-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8590-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8590-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Middelhoff, Fabian Januar 2005: Einführung einer elektronischen Vorgangsbearbeitung im Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: DOMEA-Konzept, Aktenplan, Schriftgutverwaltung, Dokumentenmanagement, Registratur

Diplomarbeit von Fabian Middelhoff

Einleitung:

IT-gestützte Vorgangsbearbeitung und Schriftgutverwaltung wie sie in dieser Diplomarbeit vorgestellt werden, sind ein äußerst komplexes und vielschichtiges Thema. Denn vom Einsatz leistungsfähiger Dokumentenmanagement- und Workflowprodukte wird ein wesentlicher Beitrag zur Rationalisierung und Modernisierung der öffentlichen Verwaltung und damit auch im DIMDI erwartet. Insbesondere die mit dem Medium Papier verbundenen Nachteile bei die Bearbeitung, Weiterleitung, Ablage und Suche von Vorgängen sollen vermieden werden. Die Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung hat hier mit dem DOMEA-Konzept (Dokumentenmanagement und elektronische Archivierung im IT-gestützten Geschäftsgang) einen entsprechenden Rahmen geschaffen.

Inhalt dieser Diplomarbeit ist die Beschreibung und Erklärung der Vorgehensweise zur Einführung einer elektronischen Vorgangsbearbeitung im DIMDI aus Sicht eines Projektleiters. Im ersten Kapitel wird das DIMDI als Behörde und die Ausgangsituation der Schriftgutverwaltung bzw. der Registratur vorgestellt. In diesem Zusammenhang wird in Kapitel 2 die für eine Behörde sehr fortschrittliche Projektsteuerung und -organisation durch die Instrumente Soll/Ist-Planungs-Meeting und Projektantrag bezogen auf die Einführung einer elektronischen Vorgangsbearbeitung kurz beschrieben.

Aktenordnung - dieser Begriff scheint sich im Zeitalter der IT-gestützten Vorgangsbearbeitung erledigt zu haben. Wozu ordnen, wenn mittels Volltextrecherche behördeninterne Vorgänge spielend wiedergefunden werden können?

Erfahrungen mit leistungsfähigen IT-Lösungen in Behörden sind aber oftmals ernüchternd: Vorhandene Suchparameter sind nicht geeignet, um einen Vorgang zu finden. Die Recherche läuft ins Leere oder hat eine Vielzahl an Treffern zum Ergebnis. Aber gerade die moderne Schriftgutverwaltung kann auf Ordnung nicht verzichten. Ohne einheitliche Standards in Form einer Aktenordnung ist IT-gestützte Vorgangsbearbeitung kaum möglich. Die Recherche nach elektronischen Dokumenten muss nach eindeutigen Suchparametern erfolgen: Wichtiges Recherchekriterium ist dabei auch künftig das Aktenzeichen - zentrales Element der Aktenordnung ist ein einheitlicher Aktenplan.

Der „Inhalt“ des dritten Kapitels lässt sich daher wie folgt zusammenfassen:

Im Rahmen der Aktualisierung bzw. Neuerstellung des Aktenplans im DIMDI und bei Regelungen zur Schriftgutverwaltung wurde festgestellt, dass das vormals im Zuge der Ausbildung vermittelte bzw. weitertradierte Wissen um die Vorteile und das Handwerkszeug des vorgangsbezogenen Arbeitens oft verschüttet ist. Ziel war es daher, die wichtigsten Werkzeuge und Begriffe des vorgangsbezogenen Arbeitens darzustellen.

Wege, Irrwege, Vorgehensweisen, Ideen, Gesichtspunkte, etc. … zur Verbesserung der Schriftgutverwaltung und der Überarbeitung des Aktenplans zu präsentieren und zu dokumentieren.

Denn: Eine elektronische Vorgangsbearbeitung kann immer nur so gut sein wie der Aktenplan bzw. die Schriftgutverwaltung, die in der Software abgebildet werden soll. Die Zeit und die Arbeit, die in eine Aktenplanrevision und die Optimierung der Schriftgutverwaltung investiert wird, sind also nicht „verloren“, sondern werden sich mittelfristig durch kürzere Suchzeiten und eine „funktionierende“ elektronische Vorgangsbearbeitung auszahlen.

Das vierte Kapitel enthält das Organisationskonzept (anlog DOMEA 2.0) zur Einführung einer elektronischen Vorgangsbearbeitung im DIMDI. Neben der Darstellung von grundlegenden Anforderungen an IT-Vorgangsbearbeitungsysteme in der öffentlichen Verwaltung und eines Einführungsszenarios werden auch die Anforderungen an den IT-gestützten Geschäftsgang im DIMDI ausführlich beschrieben.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 6
1.1 Vorbemerkung 6
1.2 Das DIMDI – Aufgaben und Ziele 8
1.2.1 Medizininformation – umfassend und unabhängig 9
1.2.2 Die Organisation des DIMDI 10
1.3 Vorgangsbearbeitung und Schriftgutverwaltung im DIMDI - Beschreibung der Ausgangssituation und des Mengengerüstes 11
2. Einführung einer elektronischen Vorgangsbearbeitung als Projekt im Rahmen des SIP-Meetings im DIMDI 17
2.1 Aufgaben des Projektleiters 18
2.2 Die Projektgruppe „Vorgangsbearbeitung“ 19
2.3 Verhaltensregeln über den Umgang miteinander im Projekt 19
2.4 Projektsteuerung und Projektberichterstattung 20
2.5 Beschreibung der Ziele dieses Projekts 21
3. Vorgangsbearbeitung und Schriftgutverwaltung im DIMDI 22
3.1 Vorbemerkung 22
3.2 Grundsätze 22
3.3 Vorgangsbezogenes Arbeiten 24
3.4 Die Grundelemente 25
3.4.1 Das Schreiben 25
3.4.2 Werkzeuge der Sachbearbeitung: Vermerke und Verfügungen 27
3.4.3 Der Vorgang 29
3.4.4 Ablaufsteuerung 29
3.4.5 Die Akte 30
3.5 Der Rahmen - Begriffsbestimmung Aktenplan 30
3.6 Zweck und Bedeutung des Aktenplans 32
3.7 Folgerungen zur Bedeutung des Aktenplans 33
3.8 „Baustelle“ Schriftgutverwaltung 34
3.8.1 „Tote“ Akten bzw. Aktenzeichen 34
3.8.2 Aussonderungsfristen 36
3.8.3 Organisatorische Regelungen zur Schriftgutverwaltung 37
3.8.4 Dateinamenkonvention 38
3.9 Vorgehensweise bei der Überarbeitung des Aktenplans 41
3.10 Einzelakten (3. und 4. Gliederungsstufe) 43
3.11 Neustrukturierung Aktenplanabschnitt „Datenbanken“ 46
3.12 Ausblick – Welche Hilfestellung und Möglichkeiten wird eine DOMEA-konforme Software im Hinblick auf die weitere Überarbeitung des Aktenplans bieten? 49
4. Elektronische Vorgangsbearbeitung 51
4.1 Ziel 51
4.2 Anforderungen an ein IT-Vorgangsbearbeitungsystem in der öffentlichen Verwaltung (DOMEA-Konzept) 52
4.3 Nutzen eines Vorgangsbearbeitungssystems 55
4.4 Organisationskonzept 57
4.5 Strukturierte und unstrukturierte Vorgänge 58
4.5.1 Der strukturierte Vorgang 60
4.5.2 Der unstrukturierte Vorgang 60
4.6 Geschäftsgang 62
4.6.1 Eingangsbehandlung 62
4.6.1.1 Organisatorische Lösungsvorschläge 62
4.6.1.2 Papiereingänge 63
4.6.1.3 Scannen 63
4.6.1.4 Erfassen (Metadaten) 65
4.6.1.5 Registrieren 66
4.6.1.6 Aufgabenänderung in der Registratur(= Interner Informations-Service) 67
4.6.1.7 Elektronische Eingänge 68
4.6.1.8 Erfassen und Registrieren 69
4.6.1.9 E-Mail Postkorb Bearbeiter 69
4.6.1.10 Informationsbedarf des Vorgesetzten und Rolle des Eingangsempfängers 70
4.6.2 Technische Umsetzungsmöglichkeiten 70
4.6.2.1 Externe Eingänge in Papierform 70
4.6.2.2 Externe Eingänge in elektronischer Form 71
4.7 Bearbeitung 72
4.7.1 Organisatorische und technische Lösungsvorschläge 72
4.7.1.1 Entwurfserstellung und -abstimmung 73
4.7.1.2 Verfügungen 74
4.7.1.3 Bearbeitungs- und Protokollinformationen 75
4.7.1.4 Zeichnungsverfahren 75
4.7.1.5 Mitzeichnung 76
4.7.1.6 Zeichnung und Schlusszeichnung 76
4.7.1.7 Schnittstellen zu MS-Office 77
4.7.1.8 Recherche bzw. Suche nach Dokumenten 77
4.8 Postausgang 80
4.8.1 Verzicht auf Absendevermerk für Mail und Papier 80
4.8.2 Elektronische Signatur 80
4.8.3 Virtuelle Poststelle 83
4.8.4 Einfache E-Mail-Generierung 84
4.8.5 Ausgang der Daten im XML-Format 84
4.9 Archivierung. 85
4.9.1 Aussonderung von elektronischen Akten 85
4.9.2 Zurücklegen von Akten und Vorgängen in die elektronische Alt-Registratur 87
4.10 Einführungsszenarien 88
4.10.1 Stufenkonzept: Standard und Modifikation 88
4.10.1.1 Organisationsbezogene Einführung eines Vorgangsbearbeitungssystems 91
4.10.1.2 Prozessorientierte Einführung eines Vorgangsbearbeitungssystems 94
4.10.2 Einführung eines Vorgangsbearbeitungssystems im DIMDI 97
5. Schlussbemerkungen und Ausblick 100
Abkürzungsverzeichnis 103
Quellenverzeichnis 104
Internetquellenverzeichnis 106
Abbildungsverzeichnis 107
Tabellenverzeichnis 108
Anlagenverzeichnis 110

Automatisiert erstellter Textauszug:

Bei elektronischer Bearbeitung wird der Laufweg von Dokumenten, Vorgängen und Akten automatisch vom System protokolliert. Nachgewiesen werden Bearbeitungsstationen des Laufwegs sowie Verfügungen, Geschäftsgangvermerke, Zeichnungen, Kenntnisnahmen und sonstige Erledigungsvermerke jeweils mit Erstellungsdatum und Autor. Die Bearbeitung eines Vorgangs kann durch Angabe von Fristen und Terminen, die sich entweder auf einen Bearbeitungsschritt oder auf den Gesamtvorgang beziehen, gesteuert werden. Bei Termin- oder Fristüberschreitung kann der Bearbeiter und Vorgesetzte durch das System erinnert werden. Wiedervorlagetermine können mit Feiertagen, Wochenarbeitstagen und geplanter Abwesenheit des Bearbeiters (z.B. Urlaub, Fortbildung) abgeglichen werden. Für den Bearbeiter ist es u.a. vorteilhaft, wenn nur Arbeitstage, an denen er anwesend ist, als Termine vergeben werden können. Zu diesem Zweck sollte das Vorgangsbearbeitungssystem einen Kalender enthalten, in dem Wochentage, bundeseinheitliche und länderspezifische Feiertage (hier: Nordrhein-Westfalen) sowie persönliche Abwesenheitstage vermerkt sind. [...]

Die Bearbeitung eines Geschäftsvorfalls wird durch förmliche und abschließende gekennzeichnete Verfügungen eingeleitet, fortgeführt oder abgeschlossen. Bei der elektronischen Vorgangsbearbeitung werden die Verfügungen zu einem elektronischen Vorgang im System und nicht auf oder in einem Dokument festgelegt. Es können der Laufweg und die Bearbeitung von Dokumenten, Vorgängen und Akten durch Verfügungen (z.B. „zur Kenntnis“, „Wiedervorlage“ usw.) und Geschäftsgangvermerke gesteuert werden. Die Definition der Abläufe erfolgt bei unstrukturierten Vorgängen prinzipiell ad hoc, d.h, sowohl der Laufweg als auch die Art der Verfügungen ändern sich ggf. bei jedem Vorgang. Üblicherweise ähneln sich bei den meisten Bearbeitern die festzulegenden Laufwege. Daher können Bearbeiter Laufwege im System speichern und für andere Vorgänge nutzen. Bei strukturierten Vorgängen („Standardvorgänge“), die immer wieder auftreten (analog dem Instanzenweg im Travelmanagement-System84 bzw. der Bestellung von Büromaterial über die KLR-Sofware85), werden die Abläufe im System fest hinterlegt, um die einzelnen Arbeitsschritte beschleunigen zu können. [...]

Analog zur papierbasierten Bearbeitung erkennt die federführende Stelle durch die Bearbeitung eines Vorgangs die eigene Zuständigkeit an und übernimmt die Verantwortung für die Erledigung des Vorgangs. Die Unterscheidung in „Entwurf“ und „Reinschrift“ ist bei Nutzung der elektronischen Vorgangsbearbeitung und damit der elektronischen Akte weiterhin notwendig. Aufgrund der geforderten Nachvollziehbarkeit des Verwaltungshandelns ist auch bei der elektronischen Bearbeitung die Feststellung der Urheberschaft ggf. durchgeführter Änderungen an einem Vorgang notwendig. Um das zu erreichen, wird bei Änderungen an einem elektronischen Dokument eine neue Version dieses Dokuments in dem elektronischen Vorgang angelegt. Die Versionen eines Dokuments können zumindest mit Angabe des Datums und des Autors der Änderung dargestellt werden. Für MS WordDokumente kann ein automatischer Vergleich von Versionen mit Standard MS Word Funktionen durchgeführt werden. Die Versionen werden dazu über den MS WordBefehl: Dokumente vergleichen geöffnet und die Unterschiede über die Revisionskontrolle optisch markiert. [...]

Arbeit zitieren:
Middelhoff, Fabian Januar 2005: Einführung einer elektronischen Vorgangsbearbeitung im Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
DOMEA-Konzept, Aktenplan, Schriftgutverwaltung, Dokumentenmanagement, Registratur

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