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"Online Brokerage" als effizientes Börsenhandelssystem

"Online Brokerage" als effizientes Börsenhandelssystem
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Marwan Shaif
  • Abgabedatum: November 2003
  • Umfang: 72 Seiten
  • Dateigröße: 453,7 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Helmut Schmidt Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8417-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8417-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8417-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Shaif, Marwan November 2003: "Online Brokerage" als effizientes Börsenhandelssystem, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: E-Business, E-Commerce, Wertpapierhandel, Internet, E-Finance

Diplomarbeit von Marwan Shaif

Einleitung:

„In recent years, the emergence of electronic finance – specially online banking and brokerage services, and new trading systems – has reshaped the financial landscape around the world.” Alle Analysten sind sich einig, dass die Art und Weise des geschäftlichen Verhaltens (the way business is conducted) durch die strukturellen Veränderungen, zu denen die derartigen Entwicklungen geführt haben, in allen Sparten neu zu definieren ist. Mit der Verbreitung des Internets, mit seinen Kostenvorteilen sowie des Geschäftsansatzes der Discount Broker hat das Online Brokerage in dessen Geburtsland, den USA, Ende der neunziger Jahre den Durchbruch zum Massengeschäft geschafft. Auch in Deutschland erlebt dieser Geschäftszweig ein starkes Wachstum.

Gegenstand dieser Arbeit ist, einen einführenden Überblick über das Online Brokerage und die Branche zu vermitteln sowie dessen Effizienz zu beurteilen. Die Effizienzbeurteilung erfolgt mit Hilfe ausgewählter Kriterien, die in der Literatur für die Effizienzbeurteilung des Wertpapierhandels genannt werden. Die Arbeit gliedert sich in zwei Hauptabschnitte. Der erste (Kapitel 2 und 3) bildet die theoretischen Grundlagen für die Ausführungen im zweiten Hauptabschnitt (Kapitel 4 und 5).

In Kapitel 2 werden die Handelsphasen einer Wertpapiertransaktion dargestellt und die Arten des Preisfindungsverfahrens beim Wertpapierhandel voneinander abgegrenzt. Anschließend wird die Automatisierung des Wertpapierhandels beschrieben, indem die bisherigen Entwicklungen der Handelssysteme im Hinblick auf ihre Computerisierung vorgestellt werden. In Kapitel 3 werden die verschiedenen Effizienzkriterien des Wertpapierhandels definiert und beschrieben.

Im zweiten Hauptschnitt wird in Kapitel 4 zunächst auf das Marktumfeld des Online Brokerage eingegangen, indem die wichtigsten Begriffe erklärt und voneinander abgegrenzt werden. Danach wird auf die Entwicklung des Internets und seine Attraktivität für den Wertpapierhandel eingegangen. Es folgt eine Vorstellung der Sicherheitsmechanismen beim Online Brokerage. Zum Abschluss des Kapitels werden einige Erläuterungen zur Orderabwicklung beim Online Brokerage gegeben.

Kapitel 5 beginnt mit einer Darstellung des deutschen Marktes für Online Brokerage, einige Online Broker aus diesem Markt werden hier vorgestellt. Im Anschluss wird das große Leistungsangebot der Online Broker dargestellt und das Angebot der vier größten deutschen Online Broker verglichen. Kapitel 6 beendet die Arbeit mit einer kritischen Würdigung und Schlussbetrachtung, indem die Effizienz des Online Brokerage mit Hilfe der in Kapitel 3 dargestellten Effizienzkriterien beurteilt wird.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VII
1. Einleitung 1
2. Organisationsformen des Wertpapierhandels 3
2.1 Der börsliche Wertpapierhandel 3
2.2 Phasen des Wertpapierhandelsprozesses 3
2.2.1 Informationsphase 3
2.2.2 Orderroutingphase 4
2.2.3 Abschlussphase (Preisfeststellungsphase) 5
2.2.4 Abwicklungsphase 6
2.3 Verfahrensformen des Wertpapierhandels 6
2.3.1 Auktionshandel (order driven market) 6
2.3.2 Market-Maker-Handel (quote driven market) 8
2.3.3 Hybridhandel (Mischformen) 9
2.4 Automatisierung des Wertpapierhandels 10
2.4.1 Computerunterstützter Parketthandel 10
2.4.2 Computerunterstützte Handelssysteme (teilautomatisierte Handelssysteme) 11
2.4.3 Computerhandel (vollautomatisierte Handelssysteme) 12
2.4.3.1 Computerhandelssysteme (elektronische Handelssysteme EHS) 14
2.4.3.2 Computerbörsensysteme 14
3. Effizienzkriterien des Wertpapierhandels 15
3.1 Primärkriterien 15
3.1.1 Transaktionskosten 15
3.1.2 Liquidität 16
3.2 Sekundärkriterien 17
3.2.1 Marktransparenz 17
3.2.2 Informationseffizienz 18
3.2.3 Abwicklungseffizienz 19
3.2.4 Integritätskriterien 20
3.2.5 Sonstige Kriterien 21
4. Online Brokerage Marktumfeld 23
4.1 Begriffsbestimmungen 23
4.1.1 Direct Banking 23
4.1.2 Direct Brokerage 24
4.1.3 Discount Brokerage 24
4.1.4 Internet Banking 24
4.1.5 Online Brokerage 25
4.2 Das Internet als Vertriebsweg 26
4.2.1 Der Boom des Internets 26
4.2.2 Die Attraktivität des Internets für den Wertpapierhandel 26
4.3 Sicherheit beim Online Brokerage 27
4.3.1 Sicherheitsprobleme 27
4.3.2 Sicherheitsmechanismen 28
4.3.2.1 Verschlüsselung der Internetverbindung 28
4.3.2.2 Identifikations-Verfahren 29
4.4 Orderabwicklung und –erteilung 30
4.4.1 Zugangsweg 30
4.4.2 Erstellung einer Order 31
4.4.3 Limitierung und Orderzusätze 31
4.4.4 Bestätigung der Order 32
4.4.5 Teilausführung einer Order 33
5. Online Brokerage in Deutschland 34
5.1 Der deutsche Online Brokerage Markt 34
5.2 Die deutschen Player im Online Brokerage 34
5.2.1 Comdirect Bank AG 34
5.2.2 Cortal Consors S. A. 35
5.2.3 DAB Bank AG 36
5.2.4 Maxblue 37
5.2.5 Weitere Anbieter 37
5.3 Angebotsspektrum der Online Broker 38
5.3.1 Wertpapiergeschäfte 38
5.3.2 Spezielle Handelsangebote 38
5.3.2.1 Der außerbörsliche Wertpapierhandel (off board trading) 39
5.3.2.2 Intraday Trading 39
5.3.2.3 O&F-Trading 40
5.3.2.4 Zeichnung von Neuemissionen 40
5.3.2.5 Eigene Finanzprodukte und Anlagekonzepte 40
5.3.3 Serviceleistungen 41
5.3.3.1 Informationsangebote 41
5.3.3.2 Wertpapierkredit 42
5.3.3.3 Sonstige Leistungen 43
5.4 Online Broker im Vergleich 44
5.4.1 Konditionen/Preisverhältnis 44
5.4.1.1 Ordergebühren 44
5.4.1.2 Depot- und Limitgebühren 45
5.4.1.3 Guthabenzinssätze 46
5.4.2 Produktangebote 46
5.4.2.1 Investmentfonds und Fondssparpläne 47
5.4.2.2 Zugang zu den ausländischen Börsenplätzen 47
5.4.3 Serviceleistungen 48
5.4.4 Informationsangebote 49
5.4.5 Zusammenfassung 49
6. Kritische Würdigung und Schlussbetrachtung 51
6.1 Effizienzbeurteilung 51
6.1.1 Primärkriterien 51
6.1.2 Sekundärkriterien 52
6.2 Schlusswort 54
Literaturverzeichnis 55

Automatisiert erstellter Textauszug:

Neben der Depotführung gehört die Abwicklung der Wertpapiergeschäfte zu den Kerngeschäften eines Online Brokers. Aktien, Anleihen, Investmentfonds und Optionsscheine sind Finanzprodukte, die bei jedem Online Broker gehandelt werden können.192 Dem Anleger stehen hierbei in- und ausländische Börsenplätze193 zur Verfügung, deren Zahl bei jedem Online Broker verschieden ist. Der Schwerpunkt liegt meist bei den nationalen Börsenplätzen.194 Zu diesem Angebot gehört auch die Wertpapierverwaltung. Der Anleger kann jederzeit Einsicht in seine Wertpapierorders nehmen. In der Depotverwaltung kann er sich über die Status der erteilten Orders sowie die Details der Orderausführung (wie Datum, Kurs und Auftragsmenge) informieren. Dabei kann kontrolliert werden, ob der Auftrag wirklich ausgeführt, ob er geändert oder etwa gestrichen wurde. Des weiteren informiert der Online Broker den Kunden in der Regel mindestens einmal jährlich über seinen aktuellen Vermögensbestand bzw. dessen Entwicklung.195 [...]

Online Brokerage ist in Europa erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Anfänge sind mit der Gründung der ersten Discount Broker in Deutschland verknüpft. Die Direkt Anlage Bank und Consors (heute: Cortal Consors) wurden 1994 als reine Discount Broker gegründet. Danach folgten rasch weitere Unternehmen wie die Comdirect und Maxblue (früher: Brokerage24). Die deutschen Discount Broker waren von Beginn an sehr erfolgreich und verzeichneten große Umsatzsteigerungen. Seit 1997 bieten alle deutschen Discount Broker Online-Services an. Der Handel über das Internet wurde von den Kunden rasch angenommen, so dass von den rund 700.000 Kunden der deutschen Discount Broker 1999 bereits 400.000 das Online Brokerage nutzten.171 Deutschland ist durch den Technologieboom und den Neuen Markt der wichtigste Online-Börsenplatz in Europa geworden172 und ist inzwischen auch der mit Abstand größte Markt für Online Brokerage in Europa.173 Die großen deutschen Online Broker gehören deshalb auch zu den europäischen Marktführern. Mitte 2001 erhielten Comdirect, Consors, DAB, Maxblue und die Advance Bank zusammen 47 % der europäischen Marktanteile (Abb. 9).174 [...]

M. Shaif beim Verkauf genannt. Sie garantieren eine schnelle Auftragserfüllung, haben aber den Nachteil der Preisunsicherheit.162 Bei limitierten Orders unterscheidet man zwischen zwei Limitzusätzen:163 Stop Buy: Ein Kurslimit wird vom Anleger beim Kauf festgesetzt. Der Kaufauftrag wird billigst (also unlimitiert) zum nächsten Kurs, zu dem ein Geschäft zustande kommt, ausgeführt, sobald ein Bezahlt-Börsenkurs gleich oder höher als das angegebene Kurslimit ist. Das Stop-Buy-Kurslimit muss bei Orderaufgabe über dem aktuellen Kurs liegen. Ist dies nicht der Fall, wird der Kaufauftrag vom XETRA abgewiesen. Ein derartiger Kaufauftrag wird dagegen von den Parkettbörsen angenommen und mit dem nächsten Kurs in eine Billigst-Order umgewandelt. Stop Loss: Dieses Kurslimit wird dagegen vom Anleger beim Verkauf festgesetzt. Der Verkaufsauftrag wird bestens (also unlimitiert) zum nächsten Kurs, zu dem ein Geschäft zustande kommt, ausgeführt, sobald ein Bezahlt-Börsenkurs gleich oder niedriger als das angegebene Kurslimit ist. Das Stop-Loss-Kurslimit muss bei Ordererteilung unter dem aktuellen Kurs liegen. Ist dies nicht der Fall, wird der Kaufauftrag wie beim Stop Buy vom XETRA abgewiesen, dagegen von den Parkettbörsen angenommen und mit dem nächsten Kurs in eine Bestens-Order umgewandelt. Das Stop-Loss-Limit dient der Absicherung und Verlustbegrenzung. Für die Vormerkung eines Limits wird gemäß den jeweiligen Preisverzeichnissen eine Gebühr erhoben. Limitänderungen oder Orderstreichungen sind auch möglich.164 Diese werden nur dann angenommen, sofern der Auftrag noch nicht ausgeführt wurde.165 [...]

Arbeit zitieren:
Shaif, Marwan November 2003: "Online Brokerage" als effizientes Börsenhandelssystem, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
E-Business, E-Commerce, Wertpapierhandel, Internet, E-Finance

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