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Die verkehrsgeographische Struktur Estlands unter besonderer Berücksichtigung außenwirtschaftlicher Verflechtungen

Die verkehrsgeographische Struktur Estlands unter besonderer Berücksichtigung außenwirtschaftlicher Verflechtungen
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Kristina Pors
  • Abgabedatum: Dezember 2003
  • Umfang: 153 Seiten
  • Dateigröße: 2,0 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8377-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8377-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8377-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Pors, Kristina Dezember 2003: Die verkehrsgeographische Struktur Estlands unter besonderer Berücksichtigung außenwirtschaftlicher Verflechtungen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Direktinvestition, Industrie, Verkehrspolitik, Transit, Veredlung

Magisterarbeit von Kristina Pors

Einleitung:

Seit jeher unterliegt die Weltwirtschaft dem Wandel. Prägend für diese Dynamik wurde ab Mitte des 20. Jahrhunderts der Begriff der Globalisierung (weltweite Ausdehnung wirtschaftlicher Aktivitäten, wachsende Intensitäten bei den Waren- und Kapitalströmen, enge Verzahnung von nationalen Wirtschaften und globalen Märkten für Industriegüter und Dienstleistungen, Prozess-Innovationen, Zunahme der internationalen Arbeitsteilung, technologische Innovationen im Bereich der Kommunikation und des Transports, Liberalisierung und Deregulierung der Wirtschaft und der institutionellen Rahmenbedingungen).

Die in Stichworten beschriebene weltwirtschaftliche Situation hat somit auch Auswirkungen auf die Peripherie. Die zunehmende Globalisierung einerseits und der Transformationsprozess der Mittel- und Osteuropäischen Länder andererseits sind wohl die markantesten Phänomene der Weltwirtschaft im Zeitraum der letzten fünfzig Jahre. Infolge des Zusammenbruchs der UdSSR und der daran geknüpften Souveränitätserklärungen der einzelnen Teilrepubliken entstanden neue, raumwirksame wirtschaftliche Strukturen. Neue Bedeutung erlangten in diesem Kontext die Küstenregionen der Ostsee mit ihren Seehäfen. Dieser Raum wird heutzutage als eine der am stärksten wachsenden Regionen der EU betrachtet. Die neu entstandenen Handels- und Güterströme, der wachsende Umfang dieser und die zunehmende Interdependenz korrelieren dabei positiv mit einem Bedarf an Verkehrsinfrastruktur. Seit dem Zusammenbruch der UdSSR werden die Güterströme nicht mehr zentral aus Moskau reguliert und gesteuert, sondern die ehemaligen Teilstaaten fügen sich nun autonom als Transformationsländer in das marktwirtschaftliche System ein und werden aus der Notwendigkeit heraus Teil des internationalen Handels- und Produktionskettensystems. Nicht nur Anforderungen an Faktoren der materiellen Infrastruktur, sondern auch Anforderungen an Faktoren der institutionellen und personellen Infrastruktur bestimmen die Transitzeiten und damit auch die Kosten.

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verkehrsgeographie der Republik Estland unter expliziter Berücksichtigung außenwirtschaftlicher Verflechtungen. Die Arbeit ist folglich nach einer Einführung in die allgemeine Wirtschaftsgeographie Estlands in einen wirtschaftlichen und einen geographischen Teil gegliedert. Ziel der Arbeit ist es die Lage und wirtschaftliche Situation des EU-Beitrittskandidaten Estland als Bindeglied für den Güterverkehr zwischen Russland und Mitteleuropa zu erörtern. Es soll der Frage nachgegangen werden, was das Herauslösen des Landes aus der zentral gelenkten Staatswirtschaft der Sowjetunion für die EU aus wirtschafts- und verkehrsgeographischer Sicht bedeutet.

Abschließend möchte die Autorin folgende Thesen formulieren:

1. Der Ostseeraum wird durch den Beitritt der baltischen Staaten zur EU eine neue Dimension erfahren. Die verkehrstechnische Ost-West-Anbindung und Erschließung intensiviert den Handel. Estland wird sich dabei zum „Gateway-Ost“ für den Handel zwischen der EU und Russland entwickeln.

2. Die Aufwertung der verkehrsgeographischen Strukturen Estlands führt nicht nur Estland und das Baltikum, sondern Nordeuropa zu Wachstum.

3. Insbesondere die estnischen Seehäfen führen zu einer Aufwertung des Ostseeraums und der EU. Die Ostseeanrainerstaaten erfahren dabei eine Renaissance der Hanse.

4. Konkurrenz wird Estland als Industriestandort und Transitland für Finnland bedeuten.

Inhaltsverzeichnis:

I. Verzeichnis der Akronyme und Abkürzungen III-IV
II. Verzeichnis der Abbildungen V-VI
III. Verzeichnis der Tabellen VI-VII
IV. Verzeichnis der Karten VII
1. Einleitung 1
2. Aufgaben der Verkehrsgeographie 4
3. Estland zu Zeiten der Sowjetunion und der Sprung zum Transformationsland 5
4. Allgemeine Wirtschaftsgeographie Estlands 8
4.1 (Natur-) Geographische Einordnung 8
4.2 Demographie Estlands 11
4.3 Sektorale Gliederung Estlands 13
4.3.1 Kurzüberblick über die Landwirtschaft 15
4.3.2 Kurzüberblick über die verarbeitende Industrie Estlands 19
4.3.3 Kurzüberblick über ausgewählte Bereiche des Dienstleistungssektors 23
4.4 Kurzüberblick über den Arbeitsmarkt Estlands 27
5. Theoretische Betrachtung von Außenhandel und die Integration von Wirtschaftsräumen 31
6. Handelsabkommen Estlands 38
7. Formen der Versorgung von ausländischen Märkten, sachliche Abgrenzung 41
7.1 Der Außenhandel Estlands 42
7.2 Allgemeine Anmerkungen zu Direktinvestitionen 46
7.3 Ausländische Direktinvestitionen in Estland 47
7.4 Allgemeine Anmerkungen zur Veredlung 53
7.5 Veredlung in Estland 55
7.6 Allgemeine Anmerkungen zur Durchfuhr/ zum Transit 57
8. Das Zusammenspiel von Wirtschaft, Raum und Verkehr 58
9. Verkehrspolitik der Europäischen Union 65
9.1 Transeuropäische Netze 67
9.2 Die Verkehrsinitiative TINA (Transport Infrastructure Needs Assessment) 68
9.3 Gesamteuropäische Verkehrskorridore 69
10. Einleitendes zur Verkehrsgeographie Estlands 71
11. Die estnischen Häfen73
11.1 Die Seehäfen Tallinns 76
11.2 Organisation des Hafens 77
11.3 Der Hafen Muuga 78
11.4 Investitionen im Hafen Muuga 80
11.5 Der Hafen Paldiski 82
11.6 Investitionen im Hafen Paldiski 83
11.7 Der Hafen von Paljassaare 84
11.8 Der Altstadt-Hafen 85
11.9 Vorlandbeziehungen der Tallinner Häfen 85
12. Das Hinterland Estlands 87
12.1 Die Estnische Straßenbehörde 87
12.2 Das estnische Straßennetz 88
12.3 Zustand und Instandhaltung 92
12.4 Die Estnische Eisenbahnbehörde und die Organisation des Schienenverkehrs 96
12.5 Das Schienennetz 97
12.6 Zustand und Investitionen 99
13. Luftverkehr 102
14. Güteraufkommen und Transitverkehr Estlands 104
15. Schlussbetrachtung 113-122
Literaturverzeichnis 123-129
Eidesstattliche Erklärung
Anhang
Karten
Abbildungen A-B
Tabellen C-F

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Graphen der Abbildungen 26 und 27 untersc heiden sic vor allem durc ihre h h Konnektivität (Verbindungsfähigkeit), wobei Faktoren wie die Oberfläc henform oder mengenstatistisc Angaben weitgehend außer Betrac gelassen werden.203 he ht Als Maßeinheit für die Bewertung eines Verkehrsgraphen hinsic htlic seiner h Konnektivität bedient man sic des Beta-Index´ (B.I.), der die zu verknüpfenden h Orte in Relation zur Zahl der Pfade setzt (B.I. = Zahl der Pfade/Zahl der Orte). Die linke Abbildung in Abb. 26 zeigt einen Beta-Index von 0,33 (2/6), die mittlere einen von 0,833 (5/6) und die rec Abbildung einen von 2 (12/6). Offensic hte htlic h geht mit einem höheren Index eine bessere Ersc hließung des Verkehrsraums einher. [...]

mit sic bringt. Um von A nac F zu kommen, ist ein Umweg über B, C, D und E h h nötig. ht, Das Verkehrsnetz des T raveling Salesmans, das hier der Delta –Lösung entspric verfügt über die bei Paul Rever´ s Ride fehlende Kante und minimiert somit die Zahl der Umwege. Maximal ergeben sic bei diesem Netz Umwege von zwei h Zwisc henstationen (Bsp. A -> D). Das Verbindungsnetz verbindet alle Orte miteinander und stellt somit die teuerste Lösung beim Wegebau dar. Auf der Basis der Ypsilon-Lösung stellt das Sc hwerliniennetz einen Kompromiss zwisc hen den wegearmen Netzen (Paul Rever´ s Ride, T raveling Salesman) und dem Verbindungsnetz dar, da sic die durc hnittlic Wegelänge minimiert, h hsc he obwohl der Graph insgesamt länger ist als bei den wegearmen Netzen. Im Aufsc hlussnetz (= hub and spoke) dient ein einziger Knoten als Drehkreuz zur Ersc hließung der anderen Punkte. Der Ort, der als Drehkreuz fungiert, ist begünstigt entwic keln.202 und kann sic so zum hierarc h übergeordneten Marktort h hisc [...]

Landsc haftsstrukturmodelle wie die von T HÜNEN, CHRIST ALLER und LÖSCH leisten in Form des Entfernungsaspekts Beiträge zur Verkehrstheorie.192 “Die raumtheoretisc hen Konzeptionen [...] gründen si c wesentlic h h auf Entfernungen und deren Überwindung und damit auf die Minimierung des Verkehrsaufwandes, der sic aus T ransportkosten h und der häufig nic direkt in Kosten messbaren Überwindung des ht Distanz”widerstands” [...] zusammensetzt; damit wird die Optimierung des Einsatzes der jeweils zwec kentsprec henden Verkehrsmittel und die Optimierung der Distanzen zwisc hen den Produktionsstandorten und Markt angestrebt.” 193 Zunäc hst gilt es zwisc hen Festland und Wasserfläc zu untersc he heiden, da die Verkehrseignung der Erdoberfläc untersc he hiedlic ausgeprägt ist bzw. die Fläc h he nic homogen ist. In T onnenkilometern gerec ht hnet, kommt der Hoc hseetransport per Seesc hiff günstiger als der Landtransport auf der Straße oder Sc hiene. Aus diesem Preisvorteil leitet sic ab, “dass die billigste Route nic unbedingt eine h ht Gerade darstellt, sondern nac dem geringsten Widerstand suc und dabei h ht [...]

Arbeit zitieren:
Pors, Kristina Dezember 2003: Die verkehrsgeographische Struktur Estlands unter besonderer Berücksichtigung außenwirtschaftlicher Verflechtungen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
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