Der Lebensmitteleinzelhandel in München
Strukturuntersuchung und Standortbewertung durch Sekundärrecherche
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Marion Hofmeier
- Abgabedatum: Juni 1977
- Umfang: 110 Seiten
- Dateigröße: 11,8 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Weihenstephan Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8236-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8236-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8236-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Hofmeier, Marion Juni 1977: Der Lebensmitteleinzelhandel in München, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Bewertung, Standortanalyse, LEH, Standortpolitik, Standortmarketing
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Diplomarbeit von Marion Hofmeier
Zusammenfassung:
Die Standortpolitik ist ein sehr komplexes absatzpolitisches Instrument, welches in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewann. Deshalb beschäftigen sich heute viele Softwarehersteller und Marktforschungsunternehmen mit diesem Thema. So gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Programmen und Datenbanken zur Standortplanung und Standortanalyse, mit denen Standorte bezüglich Konkurrenzverhältnissen, demografischen Daten, etc. analisiert werden können. Dies ist jedoch mit erheblichen Kosten verbunden, und somit nur für große Unternehmen möglich.
So wurde es zur Zielsetzung dieser Arbeit, inwiefern eine Standortanalyse und -bewertung durch reine Sekundärrecherche machbar ist, ohne dabei auf kostenpflichtige Daten oder Programme zurückzugreifen. Als Untersuchungsraum wurde die Stadt München gewählt. Das wichtigste Rechercheobjekt stellte das Internet dar, wo die wichtigsten Unternehmensdaten und Filialstandorte recherchiert werden konnten.
Aufgrund der recherchierten Daten konnten folgende Untersuchungsschwerpunkte gewählt werden:
- Darstellung der Filialstruktur der größten Handelsunternehmen in der Stadt München.
- Auswertung der Daten anhand der soziodemografischen Gegebenheiten und Überprüfung von Zusammenhängen zwischen Standorten und sozialen Unterschieden.
- Des Weiteren wurde untersucht, in wiefern die Standortanforderungen der Handelsunternehmen an neue Standorte mit den vorhandenen Standorten in der Stadt München übereinstimmen, bzw. welche Bedeutung die Handelsunternehmen in der Stadt haben. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Standortfaktoren der Standortwahl.
In Kapitel 2 wird zunächst die Struktur der LEH in Deutschland aufgezeigt. Dieses Kapitel bildet die Grundlage dieser Arbeit, da die Handelsunternehmen und deren Betriebstypen im Einzelnen erklärt werden und die wirtschaftliche Bedeutung des LEH erläutert wird.
Kapitel 3 steckt den theoretischen Rahmen für die Kapitel 4 und 5 ab. Hier werden die wichtigsten Faktoren der Standortpolitik im LEH beschrieben.
Im 4. Abschnitt werden die Rahmenbedingungen des Standort München dargestellt.
In Kapitel 5 die LEH - Filialstruktur der Stadt dargestellt. Hier werden zunächst die Merkmale jedes Stadtsegments erläutert und anschließend die Unternehmenszugehörigkeiten und die Betriebstypen des jeweiligen Segments dargestellt und bewertet. Anschließend werden die Segmente nach den branchenüblichen Kennziffern bewertet und die Standortlagen mit den Standortanforderungen der Handelsunternehmen verglichen.
Die Arbeit schließt ab mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse sowie einer Beurteilung des LEH der Stadt München.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einführung in die Thematik und Aufbau der Arbeit | 8 |
| 2. | Entwicklungen, Struktur und Veränderungen im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland | 11 |
| 2.1 | Entwicklung des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland | 11 |
| 2.2 | Struktur des Deutschen Lebensmitteleinzelhandels | 12 |
| 2.2.1 | Betriebstypen des Lebensmitteleinzelhandels | 14 |
| 2.2.2 | Entwicklungen der Betriebstypen | 16 |
| 2.2.3 | Entwicklung der Verkaufsflächen | 17 |
| 2.2.4 | Konzentration | 18 |
| 2.2.5 | Entwicklung der umsatzstärksten Handelsgruppen | 20 |
| 2.2.5.1 | EDEKA/AVA-Gruppe | 21 |
| 2.2.5.2 | ALDI - Gruppe | 22 |
| 2.2.5.3 | REWE - Gruppe | 22 |
| 2.2.5.4 | METRO Group | 23 |
| 2.2.5.5 | LIDL & Schwarz Gruppe | 25 |
| 2.2.5.6 | Tengelmann Unternehmensgruppe | 25 |
| 2.2.5.7 | SPAR Handels – AG | 26 |
| 2.2.5.8 | Sonstige Handelsunternehmen | 27 |
| 2.3 | Veränderungen und Trends in der Einzelhandelslandschaft | 28 |
| 2.3.1 | Veränderungen auf der Anbieterseite | 28 |
| 2.3.2 | Veränderungen auf der Nachfrageseite | 29 |
| 2.3.3 | Entwicklungstendenzen | 29 |
| 2.3.4 | Auswirkungen auf das Standortverhalten und die Kommunalentwicklung | 31 |
| 3. | Standortpolitik im Lebensmitteleinzelhandel | 32 |
| 3.1 | Der Begriff Standort | 32 |
| 3.2 | Prinzipien des Standortmarketings | 32 |
| 3.3 | Bestimmungsfaktoren für die Bewertung eines Standortes | 34 |
| 3.3.1 | Standortfaktoren im LEH | 34 |
| 3.3.1.1 | Kaufkraft- und Kundenstruktur im relevanten Marktgebiet | 35 |
| 3.3.1.2 | Einzugsgebiet | 35 |
| 3.3.1.3 | Aspekte des Kaufverhaltens | 39 |
| 3.3.1.4 | Örtliche Konkurrenzverhältnisse | 42 |
| 3.3.1.5 | Passantenfrequenz und Imageträchtigkeit eines Ortes | 43 |
| 3.3.1.6 | Infrastruktur und Verkehrsverhältnisse | 43 |
| 3.3.1.7 | Kapitalverfügbarkeit | 44 |
| 3.3.1.8 | Rechtliche Rahmenbedingungen | 44 |
| 3.3.1.9 | Stadtmarketing | 45 |
| 3.3.2 | Standortanforderungen | 46 |
| 3.3.3 | Erklärungsmodelle der Standortwahl | 49 |
| 4. | Standortprofil München – Analyse und Bewertung der Rahmenbedingungen | 50 |
| 4.1 | Geografische Lage und Einordnung in die Landesplanung | 50 |
| 4.2 | Städtebauliche und versorgungsstrukturelle Versorgung | 51 |
| 4.3 | Ziele des Stadtmarketing | 52 |
| 4.4 | Kaufkraft- und Kundenstruktur in München | 55 |
| 4.4.1 | Bevölkerungsstruktur und Einwohnerdichte | 55 |
| 4.4.2 | Haushaltsgrößenverteilung | 56 |
| 4.4.3 | Altersstruktur | 57 |
| 4.4.4 | Beschäftigte und Pendler | 58 |
| 4.4.5 | Arbeitslosenquote und Armutsdichte | 58 |
| 4.4.6 | Pro-Kopf-Ausgaben, Kaufkraftkoeffizient | 59 |
| 4.4.7 | Einzelhandelsrelevante Kaufkraft | 60 |
| 4.4.8 | Bindungsquote | 62 |
| 4.4.9 | Konsumgewohnheiten | 62 |
| 5. | Strukturuntersuchung des Lebensmitteleinzelhandels in München | 64 |
| 5.1 | Methodische Anlage der Untersuchung | 64 |
| 5.2 | Filialistenstruktur der Gesamtstadt | 69 |
| 5.2.1 | Regionale Shopping - Center | 72 |
| 5.3 | Segmentelle Beurteilung | 73 |
| 5.3.1 | Münchner Norden | 74 |
| 5.3.1.1 | Merkmale des Segments | 74 |
| 5.3.1.2 | Unternehmenszugehörigkeit und Betriebstypen | 75 |
| 5.3.1.3 | Bewertung nach Kennziffern | 75 |
| 5.3.1.4 | Bewertung der Standortlagen | 76 |
| 5.3.2 | Münchner Osten | 79 |
| 5.3.2.1 | Merkmale des Segments | 79 |
| 5.3.2.2 | Unternehmenszugehörigkeit und Betriebstypen | 80 |
| 5.3.2.3 | Bewertung nach Kennziffern | 81 |
| 5.3.2.4 | Bewertung der Standortlagen | 81 |
| 5.3.3 | Münchner Süden | 84 |
| 5.3.3.1 | Merkmale des Segments | 84 |
| 5.3.3.2 | Unternehmenszugehörigkeit und Betriebstypen | 85 |
| 5.3.3.3 | Bewertung nach Kennziffern | 85 |
| 5.3.3.4 | Bewertung der Standortlagen | 86 |
| 5.3.4 | Münchner Westen | 88 |
| 5.3.4.1 | Merkmale des Segments | 88 |
| 5.3.4.2 | Unternehmenszugehörigkeit und Betriebstypen | 89 |
| 5.3.4.3 | Bewertung nach Kennziffern | 89 |
| 5.3.4.4 | Bewertung der Standortlagen | 90 |
| 5.3.5 | Münchner Innenstadt | 93 |
| 5.3.5.1 | Merkmale des Segments | 93 |
| 5.3.5.2 | Unternehmenszugehörigkeit und Betriebstypen | 93 |
| 5.3.5.3 | Bewertung nach Kennziffern | 94 |
| 5.3.5.4 | Bewertung der Standortlagen | 94 |
| 6. | Fazit | 97 |
| 7. | Schlussbemerkung | 100 |
In der Landeshauptstadt waren 2002 etwa 696.000 Menschen beschäftigt, rund 75 % davon im Dienstleistungssektor. Etwa die Hälfte aller Beschäftigten sind Einpendler. In der gesamten Region, also der Stadt einschließlich ihrer Umlandgemeinden, arbeiten rund 1,1 Millionen Menschen (Landeshauptstadt München 2002a, S. 175 f.). Das Bildungsniveau der Bevölkerung ist hoch. Zum einen verfügt München über ein hervorragendes kommunales Schulwesen, das als Teil des bayerischen Bildungswesens sehr gute PISA - Beurteilungen erhalten hat; zum anderen weisen über 18 % aller Beschäftigten einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss vor. Zusätzlich bildet das in München vor 100 Jahren eingeführte duale Bildungssystem auf hohem Niveau Fachpersonal für Industrie und Gewerbe aus (Landeshauptstadt München 2004). [...]
Betrachtet man die in Abbildung 6 dargestellte Alterstruktur, so ist festzustellen, dass zum einen der Anteil an Kinder und Jugendlichen geringer ist als in den ländlicheren Regionen im Umland und Bayernweit. Gründe hierfür sind, dass viele Junge Familien zur Familiengründung in ländlichere Bereiche ziehen. Darüber hinaus leben in der Stadt überdurchschnittlich viele Haushaltsund Familiengründer im Alter zwischen 18 und 34 Jahren. Diese Gruppe gilt als besonders konsumfreudig, da sie, sofern sie noch keine Kinder haben, das höchste durchschnittliche Nettoeinkommen aller Einkommensgruppen aufweisen. Dies begründet zudem den hohen Anteil an Ein- und Zweipersonenhaushalte in der Stadt (Landeshauptstadt München 2003a, S. 32 f.). Dass der Anteil der 35-54 jährigen so hoch ist, lässt sich damit begründen, dass sie zu den geburtenstarken Jahrgängen gehören. Diese werden die Senioren der Zukunft sein. Deshalb sollte auf diese Gruppe ein bestimmtes Augenmerk gelegt werden. [...]
Aufgrund des angestiegenen Bevölkerungszahl, hat auch die Zahl der Privathaushalte zugenommen. Ende 2002 gab es in der Stadt München 768.099 Privathaushalte. Wie in Abbildung 5 zu sehen ist, sind 54,4 % davon Einpersonenhaushalte. So leben rund ein Drittel der Münchner bereits allein. Zu beachten ist jedoch, dass es sich bei diesen Haushalten nicht nur um junge Leute handelt, sondern zu großen Teilen auch um ältere Personen. Die Zunahme der Einpersonenhaushalte hat sich in den letzten Jahren verlangsamt. Gründe hierfür sind zum einen der steigende Ausländeranteil sowie die Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Situation. Nicht jeder Einpersonenhaushalt ist zwingend ein Single - Haushalt. Ein Single – Haushalt wird dadurch definiert, dass er „allein wirtschaftet“ (Landeshauptstadt München 1995b, S. 15). Bei etwa ein Viertel der Haushalte handelt es sich um Zweipersonenhaushalte. Die restlichen sind Dreiund Mehrpersonenhaushalte. Nur 15,7 % der Privathaushalte, also etwa 120.000, haben Kinder. 63 % davon sind deutsche Familien, 19 % deutsch-ausländische Familien und 18 % ausländische Familien (Landeshauptstadt München 2003a, S. 38). [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832482367
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