Interkulturelle Kompetenz als Wettbewerbsfaktor international agierender Unternehmen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Oliver Stark
- Abgabedatum: Mai 2004
- Umfang: 137 Seiten
- Dateigröße: 692,0 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Wiesbaden Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8219-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8219-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8219-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Stark, Oliver Mai 2004: Interkulturelle Kompetenz als Wettbewerbsfaktor international agierender Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Interkulturelles Management, Diversity Management, Interkulturelles Training, Internationale Handlungskompetenz, Globalisierung
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Diplomarbeit von Oliver Stark
Zusammenfassung:
Das Themengebiet der interkulturellen Kompetenz ist groß. Ziel dieser Arbeit ist es, einen verständlichen Überblick über die relevanten Aspekte interkultureller Kompetenz zu geben.
Globalisierung und Internationalisierung sind in den vergangenen Jahren mit erhöhter Intensität vorangeschritten und die Zunahme internationaler Geschäftstätigkeiten wird auch im 21. Jahrhundert als ein ungebrochener Trend bestehen bleiben.
Durch die Verflechtung unternehmerischer Wertschöpfungsprozesse in Form von Kooperationen, strategischen Allianzen oder Fusionen ist der Arbeitsalltag zunehmend von einer hohen Zahl interkultureller Kontaktpunkte gekennzeichnet, denn obwohl zwischen den Staaten keinerlei unüberwindbare Grenzen mehr zu bestehen scheinen, stößt man im internationalen Business nach wie vor auf kulturelle Differenzen, die es zu beachten gilt.
Solche interkulturellen Kontaktpunkte treten vermehrt sowohl innerhalb einer kulturell heterogenen Belegschaft, als auch im Außenverhältnis der Unternehmung auf.
In diesem Zusammenhang macht ein neues Schlagwort die Runde – interkulturelle Kompetenz.
Der Umgang mit kultureller Vielfalt und Heterogenität kann sich sowohl negativ als auch durchaus positiv bemerkbar machen. Es gilt, Risiken zu vermeiden, aber auch Synergiepotentiale und Chancen zu nutzen, und sich durch diese Fähigkeit einen Wettbewerbsvorteil zu beschaffen.
Im Rahmen der Diplomarbeit wird zunächst die Fähigkeit der interkulturellen Kompetenz definiert und aus verschiedenen Perspektiven auf ihre Relevanz für international agierende Unternehmen untersucht. Diese Untersuchung führt zu dem Ergebnis, dass kulturelle Kompetenz - die entscheidende Komponente internationaler Handlungskompetenz ist, - die Basis für interkulturellen Wissenstransfers stellt, - als operativer Werttreiber innerhalb der Organisation zur Wertsteigerung beitragen kann, - und die Möglichkeit bietet, - dauerhafte Geschäftsverbindungen aufzubauen, die sich für das Unternehmen als Wettbewerbsvorteil gegenüber drohender Konkurrenz auswirken.
Damit ist interkulturelle Kompetenz ein entscheidender Erfolgsfaktor im internationalen Geschäft.
Im Anschluss an die Diskussion werden die Bereiche erwähnt, in denen interkulturelle Kompetenz eine besonders wichtige Rolle spielt - sowohl im Innen- wie auch im Außenverhältnis der Unternehmung. Es wird deutlich an wie vielen Schnittstellen interkulturelle Kompetenz wichtig für effektives und effizientes wirtschaften ist.
Basierend auf dieser Erkenntnis geht es letztlich darum, interkulturelle Kompetenz zu erlangen. Der organisierte stufenweise Lernprozess beschreibt, wie Individuen durch gezieltes Training interkulturelle Kompetenz erlernen können. Es werden verschiedene Trainingstypen vorgestellt und in ihren Ansätzen beschrieben.
Des Weiteren werden aktuelle Trainingsangebote und deren Nachfrage, sowie individuelle Alternativmodelle betrachtet, um aufzuzeigen, welchen praxisrelevanten Stellenwert interkulturelle Kompetenz tatsächlich bei den Unternehmen einnimmt und wie sehr interkulturelle Kompetenz integrierter Bestandteil der Bemühungen ist.
Die interkulturelle Kompetenz einzelner Mitarbeiter muss schließlich so koordiniert werden, dass auf dieser Basis eine interkulturell kompetente Organisation entsteht. Diese Koordination verlangt ein interkulturelles Management.
Im Abschluss der Arbeit wird daher über ein internes Management interkultureller Kompetenz nachgedacht, welches zukünftig dazu dienen soll, im Unternehmen interkulturelle Kompetenz erfolgreich zu erlangen, zu fördern und zu nutzen.
Dabei wird überlegt, wie ein interkulturelles Kompetenzzentrum als Unternehmenseinheit strukturiert sein könnte, damit es effektiv und effizient dauerhafte Wettbewerbsvorteile in dem neuen, durch globale Trends geprägten Umfeld generiert und so das Unternehmen im weltweiten Wettbewerb erfolgreich unterstützt.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | ||
| Abkürzungsverzeichnis | II | |
| Vorwort | III | |
| Ziel der Arbeit | IV | |
| Teil I. | Globalisierung – kulturelle Vielfalt | |
| 1.1 | Globalisierung und Internationalisierung – ein ungebrochener Trend | 01 |
| 1.2 | Kulturelle Vielfalt und Verschiedenheit trotz Globalisierung | 03 |
| 1.3 | Interkulturelle Kontaktpunkte aufgrund internationaler Geschäftsprozesse | 05 |
| 1.4 | Neue Anforderungen an Unternehmen und Mitarbeiter aufgrund globaler Trends | 06 |
| Teil II. | Kultur und interkulturelle Kompetenz | |
| 2.1 | Definition Kultur | 7 |
| 2.2 | Der Stellenwert von Kultur im Unternehmen | 9 |
| 2.3 | Kulturelle Überschneidungssituationen | 10 |
| 2.4 | Auswirkungen von Kulturunterschieden | 12 |
| 2.4.1 | Kulturschock | 12 |
| 2.5 | Interaktionskultur – Basis für interkulturelle Überschneidungen | 13 |
| 2.5.1 | Synergien durch kulturelle Vielfalt | 14 |
| 2.6 | Interkulturelle Kompetenz – ein Schlagwort, viele Umschreibungen | 16 |
| 2.6.1 | Geschichte der interkulturellen Kompetenz | 16 |
| 2.6.2 | Definition interkultureller Kompetenz | 17 |
| 2.7 | Interkulturelle Kompetenz – Modewort oder der Schlüssel zum Erfolg | 19 |
| 2.7.1 | Interkulturelle Kompetenz als Komponente internationaler Handlungskompetenz | 20 |
| 2.7.2 | Interkulturelle Kompetenz als Basis für interkulturellen Wissenstransfer | 24 |
| 2.7.3 | Interkulturelle Kompetenz als operativer Werttreiber | 27 |
| 2.7.4 | Interkulturelle Kompetenz als psychologische Marktbarriere | 28 |
| 2.7.5 | Fazit – Interkulturelle Kompetenz als Erfolgsfaktor internationaler Unternehmen | 29 |
| Teil III. | Anwendungsbereiche interkultureller Kompetenz | |
| 3.1 | Interkulturelle Kompetenz im Außenverhältnis der Unternehmung | 31 |
| 3.2 | Gezielte Personalauswahl | 31 |
| 3.3 | Verhaltensrelevante Unterschiede in den verschiedenen Kulturen | 33 |
| 3.3.1 | Abschlußorientiert versus beziehungsorientiert | 35 |
| 3.3.2 | Informelle versus formelle Kulturen | 37 |
| 3.3.3 | Zeitfixierte versus zeitoffene Kulturen | 38 |
| 3.3.4 | Expressive versus reservierte Kulturen | 39 |
| 3.4 | Keine Sicherheit im interkulturellen Handeln durch grobe Kategorisierung | 41 |
| 3.5 | Interkulturelle Kompetenz im Innenverhältnis der Unternehmung | 43 |
| 3.6 | Diversity Management | 44 |
| 3.6.1 | Diversity Management - ein wirklich neuer Ansatz? | 45 |
| 3.6.2 | Diversity Management in Deutschland | 47 |
| 3.6.3 | Cross Cultural Management – Diversity Management – Interkulturelles Management | 49 |
| 3.7 | Interkulturelles Management von Morgen | 49 |
| Teil IV. | Durch Training interkulturelle Kompetenz erlangen | |
| 4.1 | Vorsicht vor der „Fettnäpfchen-Philosophie“ | 53 |
| 4.2 | Organisierter stufenweiser Lernprozess | 53 |
| 4.2.1 | Grenzen interkultureller Kompetenz | 54 |
| 4.3 | Interkulturelles Training | 55 |
| 4.3.1 | Trainingsziele | 56 |
| 4.3.2 | Kognitive, affektive und verhaltensbezogene Auswirkungen interkulturellen Trainings | 57 |
| 4.3.3 | Trainingstypen / Trainingsinhalt | 58 |
| 4.3.4 | Kulturübergreifend versus Kulturspezifisch | 61 |
| 4.3.5 | Kombination aus kulturübergreifendem und kulturspezifischem Ansatz | 62 |
| 4.3.6 | Information versus Interaktion | 62 |
| 4.3.7 | Trainingsinstrumente und -methoden | 62 |
| 4.3.8 | Trainingsklima | 63 |
| 4.3.9 | Trainingsteilnehmer | 64 |
| 4.3.10 | Trainer | 66 |
| 4.3.11 | Sprache | 67 |
| 4.3.12 | Weitere Faktoren | 68 |
| 4.3.13 | Trainingsplanung | 68 |
| 4.4 | Aktuelle Trainingsangebote | 70 |
| 4.5 | Aktuelle Trainingsnachfrage | 71 |
| 4.6 | Trainingskosten | 71 |
| Teil V. | Interkulturelles Lernen als ganzheitlicher Unternehmensprozess | |
| 5.1 | Eigene Modelle von Deutsche Bank, Siemens, Bayer, DaimlerChrysler | 73 |
| 5.2 | Das „interkulturelle Kompetenzzentrum“ | 75 |
| 5.3 | Kontinuierliche Organisations- und Personalentwicklung | 77 |
| 5.3.1 | Lernmodule | 77 |
| 5.3.2 | Interaktionsorientierte Trainingseinheiten | 79 |
| 5.4 | Durchgängigkeit des Trainingsprozesses | 80 |
| 5.4.1 | On-the-job-Maßnahmen während der internationalen Zusammenarbeit | 80 |
| 5.4.2 | Nachbearbeitung in der Reintegrationsphase | 82 |
| 5.5 | Kompetenzaufbau durch Computertechnologie | 84 |
| 5.5.1 | Interkulturelle Personaldatenbank | 84 |
| 5.5.2 | Interne Länder-Datenbank | 85 |
| 5.5.3 | Expertennetzwerk | |
| 5.6 | Ausblick – Web Based Training, Learn Management Systeme, E-Learning | 89 |
| 5.6.1 | Hybridlernen | 91 |
| 5.6.2 | Technologische und menschliche Voraussetzungen | 91 |
| 5.6.3 | Kostenersparnisse | 92 |
| 5.7 | Zusammenfassung der Erkenntnisse und deren Berücksichtigung im interkulturellen Kompetenzzentrum | 93 |
| 5.8 | Vorteile eines interkulturellen Kompetenzzentrums im Unternehmen | 96 |
| 5.9 | Aufwendungen für ein IKZ | 98 |
| 5.10 | Struktur eines interkulturellen Kompetenzzentrums | 100 |
| 5.11 | Schlusswort | 102 |
| 5.12 | Nachtrag - Die Rolle der Medien bei der Verbreitung von multikulturellem Verständnis | 103 |
| Literaturverzeichnis | ||
| Bücher | I | |
| Zeitschriften | IV | |
| Zeitungen | VI | |
| Skripte | VI | |
| Unternehmensbroschüren | VI | |
| Internet | VI | |
| Online PDF | VIII | |
| Interview / Telefon / Email | IX | |
| Anhang | ||
| Anhang I | Interview mit Dr. Wilfried Kopp | A |
| Anhang II | Auszüge verschiedener Unternehmen bezüglich interkultureller Kompetenz | E |
| Anhang III | Fact-Sheets der Do’s and Dont’s in Australien | G |
| Anhang IV | Lebenslauf / Qualifikationsprofil eines interkulturellen Trainers | H |
| Anhang V | Tagesablauf – interkulturelles Seminar | J |
einer großen Verantwortung und einem gewissen Risiko behaftet und benötigen einen innovativen Anstoß.72 Wollen Unternehmen heute und in Zukunft von der Globalisierung und der kulturellen Vielfalt profitieren, müssen solche überwiegend mentalen Barrieren überwunden werden. Ein Paradigmenwechseln muss stattfinden und das in den Köpfen aller Betroffenen - vom einzelnen Mitarbeiter der im multikulturellen Team arbeitet bis zum „Diversity Manager“, der gezielt die Vielfalt in der gesamte Belegschaft koordiniert.73 Angesichts der fortschreitenden Globalisierung und Professionalisierung von internationalen Aktivitäten jeglicher Art gilt es, im interkulturellen Management zukünftig ständig neue Ziele zu setzen, um eben in dieser Entwicklung auch weiterhin alle internationalen Erfolgspotentiale bestmöglich ausschöpfen zu können. Folgende Graphik von Reineke und Fussinger weist entscheidende Entwicklungsschritte im internationalen Management auf: [...]
Schwierigkeiten auf, wird der Kulturbegriff als Residualgröße für Probleme und missbraucht. Unvereinbarkeit Rechtfertigung genutzt, um gezielte Schuldzuweisungen abzublocken, da präzise ex-ante Informationen bezüglich eventueller interkultureller Probleme und deren Einfluss nicht vorliegen können. Dieses „Schlupfloch“ der Verteidigung wollen sich viele Mitarbeiter und Führungskräfte nicht von vornherein nehmen lassen. 2. Oftmals wird im interkulturellen Management nur der Verhaltens- und Kommunikationsaspekt gesehen. Ein übertriebenes Harmoniebedürfnis drängt dabei den eigentlichen, zielgerichteten ökonomischen Nutzen in den Hintergrund – dabei ist es gerade dieser Aspekt, der für Unternehmen besonders relevant und interessant ist. 3. Zwar ist die Relevanz einer interkulturellen Orientierung durchaus vorhanden, doch reicht dieses „Global Mindset“ noch nicht aus, um eine konsequente und engagierte Neuausrichtung der Unternehmenskultur, Personalpolitik sowie der Managementsysteme zu erreichen. Veränderungsprozesse sind immer mit [...]
Das zeigen sowohl die Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Personalführung GmbH (DGFP) und verschiedene Literaturangaben, als auch meine persönlichen Erfahrungen bei der Kontaktaufnahme mit deutschen, weltweit agierenden Unternehmen im Rahmen dieser Arbeit. Ford, Siemens, Linde, DaimlerChrysler, Bayer und Nestlé sind nur einige der Unternehmen, die mir sehr positives Feedback bezüglich der Relevanz von Diversity bzw. Interkulturellem Management in dem jeweiligen Unternehmen gegeben haben, auch wenn es teilweise noch an konkreten Gestaltungs- und Implementierungsmaßnahmen mangelt. Auch eine Studie des Institutes für Interkulturelles Management (IFIM) zeigt, dass der Sinn eines interkulturellen Trainings für Personal und Führungskräfte zwar keinesfalls angezweifelt wird, es aber selten zu konkreten Umsetzungsmaßnahmen kommt.70 Trotz der Relevanz der Thematik tritt sie in der Top-Management-Ebene meist erst auf, „wenn substantielle Probleme auftreten und die Kosten der Vernachlässigung kultureller Faktoren damit offensichtlich werden.“71 Für dieses deterministische Verhalten gibt es vor allem drei Thesen: 1. Treten Konflikte zum aller Beispiel Art bei internationalen Kulturelle Fusionen überraschend wird als [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832482190
Arbeit zitieren:
Stark, Oliver Mai 2004: Interkulturelle Kompetenz als Wettbewerbsfaktor international agierender Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Interkulturelles Management, Diversity Management, Interkulturelles Training, Internationale Handlungskompetenz, Globalisierung




