Möglichkeiten und Probleme von Aktienoptionen als Managemententlohnung in Deutschland
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Carsten Rappe
- Abgabedatum: Januar 1998
- Umfang: 111 Seiten
- Dateigröße: 5,8 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0821-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0821-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0821-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Rappe, Carsten Januar 1998: Möglichkeiten und Probleme von Aktienoptionen als Managemententlohnung in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Shareholder-Value, Agency-Theorie, Aktienoptionspläne, Bemessungsgrundlagen für leistungsgerechte Entlohnung
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Diplomarbeit von Carsten Rappe
Einleitung:
Mit dem Aufkommen des Shareholder Value-Gedankens rückte der Marktwert des Unternehmens als zentraler Erfolgsparameter zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses der Unternehmen und Aktionäre. Da eine Steigerung des Unternehmenswertes unmittelbar die Vermögensposition der Eigentümer bzw. Anteilseigner verbessert, gewann dieses Erfolgsmaß auch als Grundlage für Vergütungsverträgen rasch an Bedeutung. In den USA, Großbritannien und Frankreich ist die Vergütung von Vorständen und leitenden Angestellten mittels Optionen auf Aktien der eigenen Gesellschaft deshalb heute bereits weit verbreitet.
Auch einige deutsche Unternehmen haben in der jüngsten Vergangenheit entsprechende Vergütungsmodelle für ihr Top-Management eingeführt. Das primäre Ziel einer Entlohnung in Aktienoptionen ist die Anreizwirkung zur langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes und damit des Shareholder Value, da man durch die Vergabe von Bezugsrechten das Management an der Steigerung des Unternehmenswertes partizipieren läßt. Der erwarteten positiven Wirkung einer Verhaltenssteuerung im Interesse der Anteilseigner stehen aber die Risiken einer "Selbstbedienung" des Vorstands zu Lasten der Aktionäre gegenüber. Abhängig vom jeweiligen Standpunkt wird folglich die Ausrichtung der Unternehmensführung auf das Ziel der Börsenkursmaximierung als Anpassung an die internationale Praxis befürwortet oder als einseitige Durchsetzung von Interessen der Kapitalgeber kritisiert. Laut einer Umfrage des Deutschen Aktieninstitutes (1996) hemmen zivil- und steuerrechtliche Unsicherheiten derzeit eine weitreichendere Verbreitung dieses Vergütungsinstruments. Zumindest die fehlende zivilrechtliche Eindeutigkeit soll mit der geplanten Änderung des Aktiengesetzes im Rahmen der Einführung des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) beseitigt werden.
Vor diesem Hintergrund ist es Ziel dieser Arbeit, einerseits die Chancen, die sich mit der Implementierung von Aktienoptionsplänen für Unternehmen und Begünstigte ergeben können, aufzuzeigen, und andererseits die mit ihr verbundenen Probleme darzulegen. Beides wird anhand von Beispielen aus der bestehenden Praxis veranschaulicht. Darüber hinaus werden Lösungsvorschläge erarbeitet, die zu einer Akzeptanz von Stock Option Plänen durch Führungskräfte, Anteilseigner und Öffentlichkeit gleichermaßen führen sollen.
Gang der Untersuchung:
In Kapitel 2 wird auf die besondere Bedeutung leistungsorientierter Entlohnung in einer Publikumsgesellschaft eingegangen. Dabei wird auch der den Aktienoptionsplänen zugrunde liegende Shareholder Value-Ansatz in seinen Grundzügen beschrieben. Kapitel 3 stellt dar, welche Faktoren die Leistungsbereitschaft von Führungskräften beeinflussen. In Kapitel 4 wird die Eignung der wesentlichsten Bemessungsgrundlagen für eine leistungsgerechte Entlohnung untersucht. Kapitel 5 definiert (Aktien-) Optionen, klärt die rechtliche Zulässigkeit von Aktienoptionsprogrammen in Deutschland, erörtert Vor- und Nachteile von Stock Option Plänen als erfolgsabhängiges Vergütungssystem und gibt einen kurzen Überblick über flexible Anwendungsalternativen. Kapitel 6 behandelt Gestaltungsprobleme bei der Vereinbarung der Optionsbedingungen. Im ersten Teil des 7. Kapitels werden die für Aktienoptionsprogramme relevanten Rahmenbedingungen in den USA und Deutschland miteinander verglichen, bevor im zweiten Teil zu den in Deutschland auftretenden recht-lichen Fragen Stellung bezogen wird. Nach einem Resümee geht Kapitel 8 abschließend in einem Ausblick auf die mögliche zukünftige Entwicklung von Aktienoptionsplänen in Deutschland ein.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Tabellenverzeichnis | VI | |
| Abkürzungsverzeichnis | VII | |
| 1. | Einführung und Vorgehensweise | 1 |
| 1.1 | Einführung | 1 |
| 1.2 | Vorgehensweise | 2 |
| 2. | Agency-Theorie und Shareholder Value | 3 |
| 2.1 | Agency-Theorie | 3 |
| 2.1.1 | Positive und normative Agency-Theorie | 3 |
| 2.1.2 | Das Delegationsproblem und die Principal-Agent-Theorie | 5 |
| 2.1.2.1 | Asymmetrische Informationsverteilung | 5 |
| 2.1.2.2 | Moral Hazard und Unsicherheit | 6 |
| 2.1.2.3 | Das Standardmodell | 7 |
| 2.1.2.4 | Optimale Gestaltung vertraglicher Beziehungen | 8 |
| 2.1.2.5 | Agency Costs als Effizienzkriterium | 8 |
| 2.1.3 | Voraussetzung für ein ergebnisorientiertes Entlohnungssystem | 9 |
| 2.2 | Shareholder Value-Ansatz | 10 |
| 2.2.1 | Zielsetzung | 10 |
| 2.2.2 | Grundzüge des Shareholder Value-Ansatzes | 11 |
| 3. | Beeinflussung der Motivation von Führungskräften | 12 |
| 3.1 | Bedeutung von Anreizsystemen für die Verhaltensbeeinflussung | 12 |
| 3.2 | Einfluß monetärer Anreize auf Motivation und Leistung von Führungskräften | 13 |
| 4. | Die Bemessungsgrundlage als entscheidendes Kriterium einer leistungsorientierten Vergütung | 14 |
| 4.1 | Begrenzte Aussagekraft klassischer Bemessungsgrundlagen | 15 |
| 4.1.1 | Gewinn - Manipulierbarkeit des buchhalterischen Gewinnausweises | 15 |
| 4.1.2 | Return on Investement (ROI) und Return on Equity (ROE) | 16 |
| 4.1.3 | Dividende und Gewinn pro Aktie | 17 |
| 4.2 | Aktienkurs als Bemessungsgrundlage einer "leistungsgerechteren" Entlohnung? | 18 |
| 5. | Aktienoptionen als Managementenlohnung | 19 |
| 5.1 | Definition der (Aktien-) Option | 19 |
| 5.2 | Rechtliche Zulässigkeit von Aktienoptionsplänen | 20 |
| 5.2.1 | Gesellschaftsinteresse und Shareholder Value | 20 |
| 5.2.2 | Vereinbarkeit mit § 86 Abs. 1 AktG | 21 |
| 5.3 | Aktienoptionen und Performance | 22 |
| 5.4 | Vorteile von Aktienoptionsplänen | 23 |
| 5.4.1 | Positive Anreizwirkung | 23 |
| 5.4.2 | Rekrutierung und Bindung von Führungskräften | 23 |
| 5.4.3 | Beseitigung des Unterinvestitionsproblems | 25 |
| 5.4.4 | Steuerrechtlicher Vorteil | 25 |
| 5.4.5 | Positive Kapitalmarktwirkung | 26 |
| 5.4.6 | Liquiditätsschonende Vergütung | 27 |
| 5.5 | Nachteile von Aktienoptionsplänen | 28 |
| 5.5.1 | Möglichkeiten zur Aktienkursmanipulation | 28 |
| 5.5.2 | Probleme bei der Kostenbewertung von Aktienoptionen | 29 |
| 5.5.3 | Reduktion der Dividendenzahlungen | 30 |
| 5.5.4 | Die Begünstigten als Träger des Kursrisikos | 31 |
| 5.5.5 | "Windfall Profits" | 32 |
| 5.5.6 | Zusätzlicher Einfluß des Managements durch erworbene Stimmrechte | 36 |
| 5.5.7 | Verwässerungsproblematik | 36 |
| 5.6 | Flexible Anwendungsalternativen | 39 |
| 5.6.1 | Simultane Kauf- und Verkaufsoptionen | 39 |
| 5.6.2 | Forward | 39 |
| 5.6.3 | "Stock Appreciation Rights" | 40 |
| 6. | Die Optionsbedingungen - Gestaltungsprobleme | 41 |
| 6.1 | Aktienoptionen als Entlohnung für wen? | 41 |
| 6.2 | Einflußnahme auf Optionskonditionen | 42 |
| 6.3 | Die Festlegung des Basispreises | 44 |
| 6.4 | Festlegung der zu erreichenden Ziele | 45 |
| 6.5 | "Repricing" und "Option Swaps" | 48 |
| 6.6 | Verkauf und Hedging | 48 |
| 6.7 | Zeitpunkt der Optionsausübung | 49 |
| 6.8 | Verkauf der bezogenen Aktien | 49 |
| 6.9 | Verwässerung von Optionen | 50 |
| 6.10 | Beendigung der Vorstandstätigkeit und "Horizont-Problem" | 50 |
| 6.11 | Zwischenfazit und Vorschau | 51 |
| 7. | Rechtsbetrachtung von Aktienoptionsplänen | 51 |
| 7.1 | Situations- und rechtsvergleichende Betrachtung zu den USA | 51 |
| 7.1.1 | Unterschiede in der Managervergütung | 51 |
| 7.1.2 | Unterschiede in der Unternehmensstruktur | 53 |
| 7.1.3 | Unterschiede in den Offenlegungspflichten | 54 |
| 7.2 | Gestaltungsfragen von Aktienoptionen im deutschen Recht | 56 |
| 7.2.1 | Aktienoptionspläne als Bestandteil derVergütung | 56 |
| 7.2.1.1 | Wahrung der angemessenen Höhe | 56 |
| 7.2.1.2 | Bezug zu den Aufgaben des einzelnen Vorstands | 56 |
| 7.2.1.3 | Bezug zur Lage der Gesellschaft | 57 |
| 7.2.2 | Die Bereitstellung der Aktien zur Bedienung der Bezugsrechte | 57 |
| 7.2.2.1 | Erwerb eigener Aktien | 57 |
| 7.2.2.2 | Kapitalerhöhungen | 58 |
| 7.2.2.2.1 | Genehmigte Kapitalerhöhung | 58 |
| 7.2.2.2.2 | Bedingte Kapitalerhöhung | 59 |
| 7.2.2.2.3 | Die Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen | 59 |
| 7.2.2.2.4 | Die Ausgabe von "naked warrants" | 61 |
| 7.2.3 | Steuerliche Behandlung von Aktienoptionen | 65 |
| 7.2.3.1 | Steuerliche Behandlung aus Sicht des Begünstigten | 65 |
| 7.2.3.1.1 | Fungible Optionsrechte | 65 |
| 7.2.3.1.2 | Individuelle Arbeitnehmer-Aktienoptionen | 66 |
| 7.2.3.2 | Steuerliche Behandlung aus Sicht des emittierenden Unternehmens | 67 |
| 7.2.4 | Aktienoptionen und Insiderrecht | 67 |
| 7.2.4.1.1 | Der Regelungsrahmen des Wertpapierhandelsgesetzes | 68 |
| 7.2.4.1.2 | Einführung des Aktienoptionsplans | 68 |
| 7.2.4.1.3 | Die Zuteilung der Aktienoptionen | 69 |
| 7.2.4.1.4 | Die Ausübung der Aktienoptionen | 69 |
| 7.2.4.1.5 | Die Veräußerung der bezogenen Aktien | 70 |
| 8. | Abschließende Würdigung | 71 |
| 8.1 | Fazit | 71 |
| 8.2 | Ausblick | 72 |
| Anhang | 73 | |
| Literaturverzeichnis | 80 | |
| Verzeichnis der verwendeten Gesetze | 97 | |
| Verzeichnis der sonstigen Quellen und Hilfsmittel | 98 | |
| Ehrenwörtliche Erklärung | 99 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832408213
Arbeit zitieren:
Rappe, Carsten Januar 1998: Möglichkeiten und Probleme von Aktienoptionen als Managemententlohnung in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag
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Shareholder-Value, Agency-Theorie, Aktienoptionspläne, Bemessungsgrundlagen für leistungsgerechte Entlohnung




