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Konzept für die Umweltbildung

Dargestellt am Beispiel des Wasserwerks Trippstadt

Konzept für die Umweltbildung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Yvonne Brandt
  • Abgabedatum: September 2003
  • Umfang: 156 Seiten
  • Dateigröße: 6,8 MB
  • Note: 2,1
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Kaiserslautern Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8172-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8172-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8172-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Brandt, Yvonne September 2003: Konzept für die Umweltbildung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Natur und Landschaft, Umwelttechnologie, Fördermittel, Planungsbeispiele, Umwelteinrichtungen

Diplomarbeit von Yvonne Brandt

Zusammenfassung:

Der Begriff „Umweltbildung“ oder auch „environmental education“ bedeutet die Vermittlung von Informationen, Methoden und Werten in Bezug auf die Umwelt. Sie soll den Menschen dazu veranlassen, sich mit den Folgen seiner natürlichen, gebauten und sozialen Umwelt zu befassen und zu einem umweltgerechten Handeln bewegen.

Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Modelle und Ansätze entwickelt wie z. B. Naturerlebnisspiele, Umweltlernen, Rucksackschulen, etc. Später wurden UBZ gegründet, die die unterschiedlichsten Themen zum Bereich Umweltbildung beinhalten und versuchen ein besseres Umweltverständnis bei allen Altersgruppen zu fördern. Ein Grund für die Einführung der Umweltbildung war die dramatische Verschlechterung der natürlichen Lebensbedingungen. Aber auch der Aspekt der Nachhaltigkeit, also die Sicherung der natürlichen Ressourcen und Wahrung der Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen, spielte hierbei eine bedeutende Rolle. Umweltbildung findet sich nicht nur in außerschulischen Einrichtungen wieder, sondern auch in Schulen, Beruf, Hochschulen und der Weiterbildung z. B. UBZ.

In der BRD gibt es eine Vielzahl von UBZ mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten. Des Weiteren gibt es spezielle Umweltbildungsverbände wie beispielsweise ANU, BANU, BFN, BUND, DGU, DNR, IGU, NABU, etc. um nur einige zu nennen. Aber nicht nur durch eine angemessene Umweltbildung sollen die natürlichen Lebensgrundlagen gesichert werden, sondern auch das BNatSchG knüpft an Schutz, Pflege, Entwicklung und ggf. die Wiederherstellung von Natur und Landschaft im Hinblick auf zukünftige Generationen im besiedelten und unbesiedelten Bereich als zentrales Anliegen an.

Die Handlungsfelder des Naturschutzes unterscheiden vier wesentliche Teilbereiche:

- Gebietsschutz.

- Biotoppflege.

- Biotopvernetzung und - Artenschutzmaßnahmen.

Ein weiterer Bereich, der sich mit Maßnahmen zum Schutz der Umwelt beschäftigt, ist die Umwelttechnologie. Sie beinhaltet Maßnahmen, die Umweltschäden vermeiden oder entstandene reparieren soll. Hierzu gehören:

- Bekämpfung von Verschmutzung.

- Integrierte Techniken und umweltfreundliche Erzeugnisse sowie - Ressourcenmanagement.

Der Bereich der Umwelttechnologie befasst sich u. a. mit erneuerbaren Energien wie Sonnenenergie, Photovoltaik, Biomasse, Geothermie, Windkraft und Wasserkraft, aber auch mit additiven Umweltschutztechnologien und als ein weiterer wichtiger Bereich die Regenwassernutzung.

Im Hinblick auf die Planung von Projekten bezüglich der Umweltbildung stehen verschiedene Fördermittel auf Ebene der EU, des Bundes, der Länder und auf kommunaler Ebene zur Verfügung. Auf Ebene der EU handelt es sich um Programme zur Förderung der regionalen Entwicklung und des Natur- und Umweltschutzes:

- Ziel 1 und Ziel 2 Förderprogramme.

- LEADER +.

- INTERREG III und.

- IFE III.

Die Förderprogramme zur regionalen Entwicklung auf Bundesebene werden über die einzelnen Bundesländer abgewickelt.

Auf Ebene der Länder besitzt jedes Bundesland ein eigenes Ministerium für Tourismus- und naturparkrelevante Förderprogramme. Den Gemeinden stehen auf kommunaler Ebene Finanzmittel aus dem eigenen Haushalt zur Verfügung, sowie die Fördermittel seitens der EU, des Bundes, der Länder oder auch durch Stiftungen, die sich mit dem Bereich des Umweltschutzes beschäftigen.

Ziel dieser Arbeit ist, unter Anwendung des Erarbeiteten und anhand ausgewählter Planungsbeispiele, die sich mit dem Bereich der Umweltbildung beschäftigen, am Beispiel des Wasserwerkes „Oberer Hammer“ nahe der Ortsgemeinde Trippstadt gelegen, ein sinnvolles Umnutzungskonzept zu entwickeln.

Inhaltsverzeichnis:

Kapitel A 1-3
1. Problemstellung 1
2. Anlass und Zielsetzung der Arbeit 2
3. Vorgehensweise 3
Kapitel B 4-49
1. Was bedeutet Umweltbildung? 4
1.1 Definition des Begriffs der Umweltbildung 4
1.2 Entwicklung der Umweltbildung 6
1.2.1 Historischer Abriss und aktuelle Trends 6
1.2.2 Zeitraum von 1970 bis 1975 8
1.2.3 Zeitraum von 1975 bis 1985 9
1.2.4 Zeitraum 1985 bis heute 10
1.3 Inhalt und Bedeutung von Natur- und Umweltbildung 12
1.3.1 Natur- und Umweltbildung als Querschnittsaufgabe 12
1.3.2 Erfolge von Natur- und Umweltbildung 13
1.3.3 Umweltbildung unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit 14
1.3.4 Zielgruppen der Umweltbildung 14
1.3.5 Formelle und informelle Angebote der Umweltbildung 14
1.3.5.1 Kindergärten 15
1.3.5.2 Schulen 15
1.3.5.3 Erwachsenenbildung 15
1.3.5.4 Informelle Einrichtungen der Umweltbildung 15
1.4 Umweltbildungszentren, Gesellschaften und Organisationen in der BRD 16
1.4.1 ANU 17
1.4.2 BANU 18
1.4.3 DGU 19
1.4.4 IGU 19
1.4.5 NABU 21
2. Natur und Landschaft 23
2.1 Begriffsbestimmung Natur und Landschaft 23
2.2 Rechtliche Integration von Natur und Landschaft 24
2.3 Eingriffe in Natur und Landschaft 26
2.3.1 Begriffsbestimmung Eingriff 26
2.3.2 Schutz von Natur und Landschaft 27
2.3.3 Ziele und Grundsätze des Naturschutzes und der Landschaftspflege 28
2.3.4 Die Schutzgüter im Einzelnen 29
2.3.4.1 Die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes 30
2.3.4.2 Die Regenerationsfähigkeit und nachhaltige Nutzungsfähigkeit der Naturgüter 31
2.3.4.3 Die Pflanzen- und Tierwelt einschließlich ihrer Lebensstätten und Lebensräume 32
2.3.4.4 Die Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie der Erholungswert von Natur und Landschaft 33
2.4 Natur- und Landschaftsschutz in der Landschaftsplanung 34
3. Exkurs: Umwelttechnologie 36
3.1 Definition des Begriffs der Umwelttechnologie 36
3.2 Inhalt und Bedeutung 36
3.2.1 Erneuerbare Energien 37
3.2.1.1 Solarthermie 37
3.2.1.2 Nachwachsende Rohstoffe (Biomasse) 37
3.2.1.3 Geothermie (Erdwärme) 40
3.2.1.4 Wasserkraft 40
3.2.1.5 Windkraft 42
3.2.2 Additive Umwelttechnologien 43
3.2.3 Regenwassernutzung 43
3.2.4 Photovoltaik 45
3.2.5 Fazit 45
4. Fördermittel auf verschiedenen Ebenen 46
4.1 Auf Ebene der EU 46
4.2 Auf Ebene des Bundes 47
4.3 Auf Ebene der Länder 48
4.4 Auf kommunaler Ebene 49
Kapitel C 50-88
5. Aufzeigen ausgewählter Planungsbeispiele 50
5.1 Biosphärenreservate 50
5.2 Ausgewählte Beispiele für Umweltbildung 50
5.2.1 Blumenberger Mühle 50
5.2.1.1 Die Idee der Planung 51
5.2.1.2 Die Bauökologie 53
5.2.1.3 Angebot der Blumenberger Mühle 55
5.2.1.4 Verkehrliche Anbindung/ Erreichbarkeit 56
5.2.1.5 Fazit 57
5.2.2 Biosphärenhaus Fischbach 58
5.2.2.1 Lage und Idee 58
5.2.2.2 Aufbau und Funktion des Baumwipfelpfades 59
5.2.2.3 Die Architektur 60
5.2.2.4 Die Heizungsanlage 61
5.2.2.5 Verkehrliche Anbindung/Erreichbarkeit 62
5.2.2.6 Fazit 62
5.2.3 Gut Sunder 63
5.2.3.1 Allgemeines 63
5.2.3.2 Angebote von Gut Sunder 64
5.2.3.3 Verkehrliche Anbindung/Erreichbarkeit 66
5.2.3.4 Fazit 67
5.2.4 „Netzwerk und Haus der Nachhaltigkeit“ Johanniskreuz 67
5.2.4.1 Ziel 67
5.2.4.2 Angebote 68
5.2.4.3 Projektträger 69
5.2.4.4 Fazit 69
5.2.5 Naturfreundehaus Finnsterbrunnertal 70
5.2.5.1 Angebote 70
5.2.5.2 Verkehrliche Anbindung/Erreichbarkeit 71
5.2.5.3 Fazit 72
5.2.6 Das Naturschutzzentrum Schleipfuhl 72
5.2.6.1 Lage und Idee des Naturschutzzentrums 72
5.2.6.2 Das Niedrigenergiehaus 73
5.2.6.3 Angebote 74
5.2.6.4 Verkehrliche Anbindung/Erreichbarkeit 75
5.2.6.5 Fazit 75
5.2.7 VUZ Leipzig 76
5.2.7.1 Allgemeines 76
5.2.7.2 Aufgaben und Ziele 76
5.2.7.3 Inhalte und Angebote 77
5.2.7.4 Unterstützung und Mitarbeit 78
5.2.7.5 Fazit 78
5.3 Beispiel eines Umwelttechnologieprojektes in Bayern 79
5.3.1 Das Gestaltungskonzept des Neubaus 79
5.3.2 Die Gestaltung der Außenanlage 80
5.3.3 Die Energieversorgung 81
5.3.4 Fazit 82
5.4 Vergleich der einzelnen Planungsbeispiele 83
5.4.1 Entwicklung eines idealen Umweltbildungszentrums 86
5.4.2 Fazit 88
Kapitel D 89-107
6. Planungsbeispiel Trippstadt 89
6.1 Ausgangssituation 89
6.1.1 Lage und Rahmenbedingungen 90
6.1.2 Die Außenanlage 90
6.1.3 Das Gebäude 91
6.1.4 Die nähere Umgebung 91
6.1.5 Tourismus 92
6.2 Bestandsaufnahme/-analyse 93
6.3 Entwicklung eines Leitbildes 94
6.4 Konzeptionelle Ausarbeitung 97
6.4.1 Gestaltung der Außenanlage 97
6.4.2 Umgestaltung des Gebäudes 99
6.4.3 Angebote und Projekte 101
6.4.4 Verkehrliche Anbindung und Erreichbarkeit 104
6.5 Konzeptansatz in Bezug zum BnatSchG 105
6.6 Umsetzungs- und Finanzierungsmöglichkeiten 105
6.7 Erarbeitung einer Marketingbroschüre 107
Kapitel E 108
7. Ausblick 108
Anhang I-XXV
Erläuterungen
I. Abbildungsverzeichnis I
II. Kartenverzeichnis X
III. Tabellenverzeichnis XI
Verzeichnisse
IV. Abbildungsverzeichnis XIV
V. Kartenverzeichnis XVI
VI. Tabellenverzeichnis XVII
VII. Literatur XVIII
VIII. Abkürzungsverzeichnis XXV

Automatisiert erstellter Textauszug:

5.2.1.4 Verkehrliche Anbindung/ Erreichbarkeit Anreise mit dem PKW Die Anreise mit dem PKW erfolgt aus Richtung Berlin kommend über die A 11, Abfahrt Joachimsthal/Angermünde, dann auf der B 198 nach Gölsdorf in Richtung Prenzlau. Die Anfahrt ist ab den Autobahnabfahrten gut ausgewiesen: „Naturerlebnis Blumenberger Mühle”. Parkmöglichkeiten In unmittelbarer Nähe zum Infozentrum befindet sich ein kostenloser Parkplatz für 100 PKW und vier Reisebusse.143 Anreise mit der Bahn Mit der Bahn ab Berlin – Fahrten erfolgen im Stundentakt – erreicht man den Bahnhof Angermünd mit den Regionalbahnen RE und RB in ca. 60 Minuten. Von dort aus bringt die Biberbahn (Stadtbus) die Besucher mit einer Fahrzeit von zehn Minuten zur „Blumenberger Mühle“. Dieser Buszubringer verkehrt vom 30. März bis 1. November 2003 täglich von 9:20 – 18:20 Uhr. Die Rad- und Wanderwege zur Blumenberger Mühle sind ab dem Bahnhof gut ausgewiesen. Die Entfernung vom Bahnhof zur Blumenberger Mühle beträgt ca. 4,5 km. [...]

Das Mauerwerk besteht aus Kalksandstein, der Ausstellungsteil aus einem Holzständerwerk und Lehmwänden, die Holzfenster sind mit einer Wärmeschutzverglasung ausgestattet und die Wärmedämmung aus Recyclingpapier (Isofloc), das in alle Hohlräume der Außenwand und des Daches eingeblasen wurde. Aber auch außerhalb des Gebäudes wurden ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt, wie beispielsweise die Zufahrtsstraße zum NABU - lnformationszentrum in Form einer altuckermärkischen Feldstein-Pflasterstraße. Anstoß hierfür waren kulturhistorische Argumente, der verhältnismäßig geringe Grad der Flächenversiegelung und die Haltbarkeit. Der Erdkeller neben dem Gebäude ist ebenfalls aus Feldsteinen, Kalksandstein und Lehmziegeln gebaut. Erdkeller waren in der Uckermark und anderswo vor Erfindung des Kühlschrankes ideale Vorratsräume. Ihre natürliche Kühlung hält das ganze Jahr eine Temperatur von ca. 5° C - 7° C und wird aus Gründen des Energiesparens für Kühlzellen im Bereich der Gastronomie genutzt. [...]

Insgesamt wurden 15 Sonden in die Erde eingebracht, um die Thermalwärme zu nutzen. Über die gleichen Sonden kann von der Sonne erwärmtes Wasser in die Erde gepresst werden, die so als natürlicher Energiespeicher genutzt wird. Weiterhin ist das Gebäude mit einer hochwertigen Dämmung versehen. Die Dachbegrünung des Gebäudes verhindert einen hohen Wärmeverlust im Winter und hält das Gebäude im Sommer kühl. Der Anteil der Flächenversiegelung durch das Gebäude soll mit einem Gründach zum Teil kompensiert werden. Bei der Innenausstattung (s. Abb. 12) wurde auf die Verwendung von Produkten mit einer guten Ökobilanz geachtet. Alle Gegenstände wurden hinsichtlich Produktion, Material auf Recyclingmöglichkeiten geprüft und ausgewählt. So bestehen beispielsweise die meisten Fußböden, Türen und Möbel aus chemisch unbehandelten, heimischen Naturhölzern, während die notwendigen Anstriche ausschließlich unter Verwendung von Biofarben durchgeführt wurden. Die Auswahl der technischen Ausstattung unterlag den gleichen Kriterien. [...]

Arbeit zitieren:
Brandt, Yvonne September 2003: Konzept für die Umweltbildung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Natur und Landschaft, Umwelttechnologie, Fördermittel, Planungsbeispiele, Umwelteinrichtungen

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