Teleradiologie in der diagnostischen und klinischen Radiologie
Grundlagen, aktueller Stand und betriebswirtschaftliche Aspekte in Deutschland
- Art: MA-Thesis / Master
- Autor: Christian Plathow
- Abgabedatum: Januar 2004
- Umfang: 57 Seiten
- Dateigröße: 6,5 MB
- Note: 1,8
- Institution / Hochschule: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8142-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8142-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8142-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Plathow, Christian Januar 2004: Teleradiologie in der diagnostischen und klinischen Radiologie, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Telerdiologie, Betriebswirtschaft, Medizin, Telekonsultation, Telemedizin
In den Warenkorb
38,00 €
MA-Thesis / Master von Christian Plathow
Einleitung:
Ziel der Telemedizin ist nicht die „Fernbehandlung“, sondern das Heranbringen des Arztes oder Spezialisten an den Ort, wo er gebraucht wird. Die Radiologie besitzt innerhalb der Telemedizin eine besondere Stellung. Technische Neuerungen und moderne Kommunikationstechniken fanden bereits in der Vergangenheit häufig über die Radiologie ihren Einzug in die Medizin und so überrascht es nicht, dass prozentual die Teleradiologie einen überproportional großen Anteil in der Telemedizin einnimmt.
Neue Informations- und Kommunikationstechnologien machen dabei vieles möglich, wovon Generationen vorher nur träumen konnten. Indem der Rat des Experten zum Patienten gebracht wird, erspart man diesem vermeidbare Belastungen durch Wartezeiten oder weite Transporte bei verbesserter Befundungsqualität.
Mit dieser Arbeit soll dem Leser ein Überblick über das weite Feld der Teleradiologie, dessen Grundlagen und betriebswirtschaftliche Aspekte nähergebracht werden, um so eventuell bestehende Ressentiments gegenüber dieser neuen Technik abzubauen.
Diesem Grundsatz folgend versucht der erste Abschnitt den Gegenstand dieser Arbeit, die Teleradiologie, in seinen wichtigsten historischen und aktuellen Aspekten in Deutschland darzustellen. Rechtliche und technische Aspekte - mit besonderem Fokus auf der Datensicherheit – werden im darauffolgenden Kapitel erfasst. Auf dieser Grundlage wird eine Einführung in Netzwerke und PACS Systeme gegeben und anhand des Teleradiologiesystems CHILI® eine typische teleradiologische Konsultation vorgestellt. Betriebswirtschaftliche Aspekte teleradiologischer Systeme werden im darauffolgenden Kapitel behandelt, und es werden anhand einer break-even Analyse die Möglichkeiten der teleradiologischen Befundung bei hauseigenem CT einer externen radiologischen Durchführung und Befundung und einer Befundung in einer hauseigenen radiologischen Abteilung gegenübergestellt.
Im letzten Kapitel wird kurz auf praktische Aspekte bei der Umsetzung und mögliche zukünftige Entwicklungen der Teleradiologie eingegangen.
Inhaltsverzeichnis:
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS SEITE | 6 | |
| SYMBOLVERZEICHNIS SEITE | 8 | |
| ABBILDUNGS-, TABELLENVERZEICHNIS SEITE | 8 | |
| Vorwort | 10 | |
| 1. | Kapitel - Einführung und aktueller Stand der Teleradiologie in Deutschland | 11 |
| A. | Historie | 14 |
| B. | Aktueller Stand der Teleradiologie in Deutschland | 15 |
| C. | Aktuelle teleradiologische Projekte in Deutschland | 17 |
| 2. | Grundlagen und Technik der Teleradiologie | 19 |
| A. | Begriffsdefinition, Indikation und Ziele | 19 |
| B. | Rechtliche Aspekte | 21 |
| I. | Röntgenverordnung | 21 |
| II. | Gesetzliche Grundlagen | 23 |
| 1. | Dokumentation | 23 |
| 2. | Patientendaten und Schweigepflicht | 23 |
| 3. | Mutmaßliche Einwilligung | 24 |
| C. | Datensicherheit | 24 |
| I. | Digitale Signaturen und Kryptographie | 24 |
| II. | Umsetzung in die Praxis | 26 |
| III. | Sicherheit von Verschlüsselungssystemen | 27 |
| D. | Netzwerktechnik | 27 |
| I. | Grundlagen der Netzwerktechnik | 27 |
| 1. | ISDN | 28 |
| 2. | LAN und WAN | 29 |
| 3. | TCP/ IP | 30 |
| 4. | DICOM | 30 |
| II. | PACS | 31 |
| III. | CHILI®-System | 32 |
| 3. | Kapitel - Betriebswirtschaftliche Aspekte in der Teleradiologie | 34 |
| A. | Kosten | 34 |
| I. | Personalkosten | 34 |
| II. | Sachkosten | 35 |
| B. | Erlöse | 37 |
| C. | Prozessabläufe | 37 |
| I. | Keine Radiologie und CT steht zur Verfügung | 38 |
| II. | Prozessablauf nach Einführung eines Teleradiologiesystems | 39 |
| III. | Eigene Radiologie und einfaches Teleradiologiesystem | 40 |
| D. | Betriebswirtschaftliche Bedeutung der Szenarien | 41 |
| I. | Keine Radiologie und CT steht zur Verfügung | 41 |
| II. | Nach Einführung eines Teleradiologiesystems | 42 |
| III. | Eigene Radiologie und einfaches Teleradiologiesystem | 43 |
| E. | Break-even Analyse und teleradiologische Konsile | 43 |
| I. | Formel zur Berechnung des break-even Punktes | 44 |
| II. | Berechnung des break-even Punktes für die 3 Szenarien | 44 |
| III. | Prozessablauf bei einer teleradiologischen Konsultation | 45 |
| IV. | Betriebswirtschaftliche Bedeutung einer teleradiologischen Konsultation | 46 |
| F. | Diskussion der Ergebnisse | 47 |
| 4. | Praktische Umsetzung und Vision der Zukunft | 51 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 53 | |
| INTERNETQUELLENVERZEICHNIS | 56 | |
| EHRENWÖRTLICHE ERKLÄRUNG | 57 |
- 27 III. Sicherheit von Verschlüsselungssystemen Sofern in den Medien von einer unbefugten Entschlüsselung berichtet wird, handelt es sich meist um ein Verfahren, bei dem das Internet und die globale Vernetzung dienlich gemacht werden. Die zunächst als unlösbar geltende mathematische Berechnung wird auf einer Internet-Seite in einzelne, kleinere Aufgaben unterteilt, die dann von den weltweit Interessierten abgerufen und gelöst werden können. Durch diese Verteilung der Rechenaufgaben ist es möglich, jede verschlüsselte Nachricht innerhalb von einigen Monaten zu entschlüsseln46. Somit scheint ein wirklich sicheres Verschlüsseln nicht möglich. Diese Betrachtungsweise ist allerdings zu pauschal. Zum einen kann nur jeweils eine einzelne Nachricht entschlüsselt werden, d.h. es wird gerade nicht der private Schlüssel berechnet, sondern der in ihr enthaltene Text. Es handelt sich also nur um eine einmalige Information. Zum anderen muss der Aufwand beachtet werden: Um eine einzelne Information zu erhalten, ist die Verteilung auf eine Vielzahl (Tausende) von Rechnern notwendig. Dieses Entschlüsselungsbeispiel zeigt daher die Sicherheit von Verschlüsselungssoftware und gerade nicht ihre Unsicherheit. [...]
- 26 II. Umsetzung in die Praxis Vorteil können des bei asymmetrischen einem vernetzten Systems ist, dass zwischen den Kommunizierenden kein Schlüsseltausch notwendig ist, neue Teilnehmer Teilnehmerkreis wie der Teleradiologie unproblematisch hinzugefügt werden. Aufgrund der Langsamkeit des Systems unter alleiniger Verwendung asymmetrischer Verfahren in der Praxis werden asymmetrische und symmetrische Verfahren in der Praxis kombiniert: Zunächst erfolgt die Verschlüsselung der Daten mit einem symmetrischen Verfahren. Anschließend wird dieser Sitzungsschlüssel zur Entschlüsselung der symmetrisch verschlüsselten Nachricht mit einem asymmetrischen System verschlüsselt. Zur Entschlüsselung der Nachricht wird dementsprechend zuerst der Sitzungsschlüssel mit Hilfe des privaten Schlüssels des asymmetrischen Verfahrens entschlüsselt. Dieser gewonnene Sitzungsschlüssel dient dann zur Entschlüsselung der übersendeten Daten. [...]
- 25 Dabei unterscheidet man symmetrische und asymmetrische kryptographische Verfahren. Symmetrische Verschlüsselungsverfahren verwenden im Gegensatz zu asymmetrischen nur einen Schlüssel zur Verschlüsselung und zwar den selben zur Ver- und Entschlüsselung. Deshalb sollte dieses Verfahren nur bei geschlossenen Nutzergruppen verwendet werden, da ansonsten die Datensicherheit nicht gewährleistet werden kann. Beim asymmetrischen Verfahren erhält jede Person ein Schlüsselpaar aus einem privaten und öffentlichen Schlüssel, die nicht voneinander abzuleiten sind, mathematisch aber voneinander abhängen. Es handelt sich folglich um eine Gleichung mit zwei statt einer Unbekannten (wie bei symmetrischen Verfahren), wobei das Berechnungsverfahren den jeweiligen Schlüsselinhabern bekannt ist. Das Verfahren ist derart sicher, dass der öffentliche Schlüssel allgemein zugänglich und bekanntgegeben werden kann. Der zweite Schlüssel, der private Schlüssel, bleibt hingegen geheim. Zur Übertragung verschlüsselt der Absender die Nachricht mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers und der Empfänger entschlüsselt sie mit seinem privaten Schlüssel. Bekanntestes asymmetrisches Verschlüsselungsverfahren ist der RSA Algorithmus41, den das allgemein für die Emailversendung und Teleradiologie benutzt Programm PGP (Pretty Good Privacy) verwendet42, 43. Beim RSA System wird zur Berechnung der beiden Schlüssel eine Primzahlzerlegung zugrundegelegt und die digitale Signatur mit den Verschlüsselungsverfahren kombiniert. Die digitale Signatur sichert die Integrität (Schutz vor Veränderung), nicht aber die Vertraulichkeit (Schutz vor Offenbarung), die asymmetrische Verschlüsselung hingegen sichert die Vertraulichkeit, nicht aber die Integrität der Information. Da bei der elektronischen Übertragung medizinischer Daten beide Kriterien erfüllt sein müssen, ist eine Verknüpfung beider Verfahren obligat44. [...]
In den Warenkorb
38,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832481421
Arbeit zitieren:
Plathow, Christian Januar 2004: Teleradiologie in der diagnostischen und klinischen Radiologie, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Telerdiologie, Betriebswirtschaft, Medizin, Telekonsultation, Telemedizin




