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Einsatz derivativer Finanzinstrumente in der Portfoliooptimierung

Einsatz derivativer Finanzinstrumente in der Portfoliooptimierung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Stefan Biester
  • Abgabedatum: März 2004
  • Umfang: 85 Seiten
  • Dateigröße: 3,6 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: FernUniversität Hagen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8061-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8061-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8061-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Biester, Stefan März 2004: Einsatz derivativer Finanzinstrumente in der Portfoliooptimierung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Derivate, Portfolio, Optimierung, Aktien, Option

Diplomarbeit von Stefan Biester

Zusammenfassung:

Die Bedeutung der Kapitalmärkte für unsere Wirtschaft und Gesellschaft ist in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen. Immer mehr Unternehmen beschaffen sich ihr Kapital direkt an den Finanzmärkten. Auch die Nachfrage nach Kapitalmarktprodukten hat, vor allem in den letzten 10 Jahren, deutlich zugenommen. Man denke beispielsweise an den gestiegenen Bedarf privater Altersvorsorge, bedingt durch die demographische Entwicklung in unserem Land.

Während sich die Anleger in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts noch hauptsächlich an den Ertragserwartungen verschiedener Anlagemöglichkeiten orientierten, rückte später auch immer mehr der Risikoaspekt in den Mittelpunkt. In den 1950er Jahren entwickelte Harry M. Markowitz die moderne Portfoliotheorie und zeigte erstmals, wie mit Renditen und Risiko von Kapitalanlagen methodisch umgegangen werden sollte. Er fand heraus, daß durch eine geeignete Mischung eines Anlageportfolios eine systematische Risikoreduktion erzielt werden kann.

In den folgenden Jahrzehnten gewann der Aspekt der Risikosteuerung mehr und mehr an Bedeutung. Diesbezüglich wurde eine Vielzahl verschiedener Instrumente entwickelt, die sogenannten Derivate. Derartige Produkte sind jeweils an einen zugrundeliegenden Basiswert gekoppelt, wodurch eine gezielte Steuerung der mit der Anlage verbundenen Risiken möglich wird. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente hat in den 1980er Jahren eine unvergleichbar erfolgreiche Entwicklung erfahren. Die gewachsene Krisenanfälligkeit der internationalen Börsen gegen Ende der 80er Jahre hat schließlich zu deren Durchsetzung und weit verbreiteter Anwendung in der Praxis geführt.

In der vorliegenden Arbeit möchte ich den Einfluß derivativer Finanzinstrumente auf die optimale Zusammenstellung eines Aktienportfolios analysieren. Es soll untersucht werden, ob und wie durch einen gezielten Einsatz bestimmter Derivate die Portfoliostruktur im Hinblick auf Rendite und Risiko optimiert werden kann.

Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu überschreiten, muß eine Einschränkung der Thematik vorgenommen werden. Zunächst möchte ich meine Ausführungen auf ein reines Aktienportfolio konzentrieren. Man stelle sich beispielsweise vor, daß ein Portfoliomanager einen bestimmten Anteil seines verwalteten Vermögens gezwungenermaßen in Aktien investieren muß, weil der Fonds entsprechend strukturiert ist. Desweiteren soll der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließlich unter dem Aspekt der Portfolioabsicherung untersucht werden. Die Verwendung von Derivaten zu Spekulations- bzw. Arbitragezwecken ist nicht Gegenstand meiner Betrachtungen. Weiterhin erfolgt bei der Auswahl der Absicherungsinstrumente eine Konzentration auf Optionen, wobei diesbezüglich ausführlich auf verschiedene Strategien eingegangen wird. Auf eine zusätzliche Einbeziehung von Futures wird aus Platzgründen verzichtet.

Gang der Untersuchung:

Zur Einführung in das Thema dieser Arbeit werden in Kapitel 2 zunächst wichtige portfoliotheoretische Grundlagen vorgestellt. Anschließend folgen in Kapitel 3 einige grundlegende Ausführungen über börsengehandelte Derivate zur Portfolio-Insurance. Auf bedingte Termingeschäfte (Optionen) wird dabei im besonderen eingegangen. Darauf aufbauend werden in Kapitel 4 sämtliche, im weiteren verwendeten Modellannahmen definiert. Es wird ein Beispielportfolio vorgestellt, anhand dessen ich sämtliche Analysen dieser Arbeit illustrieren möchte. Schließlich erfolgen in Kapitel 5 ausführliche Betrachtungen und Analysen verschiedener Optionsstrategien zur Absicherung eines Aktienportfolios. Diese werden jeweils zunächst in der Theorie vorgestellt und deren Wirkungsweise anschließend anhand des gewählten Beispielportfolios illustriert. Die Ergebnisse werden abschließend einer kritischen Beurteilung unterzogen und hinsichtlich ihrer Effizienz miteinander verglichen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis IX
Symbolverzeichnis X
1. Einleitung 1
1.1 Einführung in die Thematik 1
1.2 Zielsetzung der Arbeit 1
1.2.1 Themeneingrenzung 2
1.2.2 Aufbau der Arbeit 2
2. Portfoliotheoretische Grundlagen 3
2.1 Modellansätze in der Portfoliotheorie 3
2.1.1 Das Markowitz-Modell 3
2.1.1.1 Rendite- bzw. Risikokennzahlen 3
2.1.1.2 Effiziente Portfoliokonstellationen 4
2.1.2 Auf Markowitz aufbauende Portfolio- und Kapitalmarktmodelle 5
2.1.2.1 Das Index-Modell 5
2.1.2.2 Das Capital Asset Pricing Model (CAPM) 5
2.1.2.3 Die Arbitrage Pricing Theory (APT) 6
2.2 Elemente der modernen Portfoliotheorie 6
2.2.1 Anlegeranalyse 7
2.2.2 Finanzanalyse 7
2.2.3 Risikoanalyse 8
2.2.4 Nutzenanalyse 8
3. Derivative Instrumente zur Portfolioabsicherung 9
3.1 Begriffsdefinition 9
3.2 Charakteristika von Termingeschäften 9
3.2.1 Unbedingte und bedingte Termingeschäfte 9
3.2.2 Börsengehandelte und OTC-Geschäfte 10
3.3 Standardisierte derivative Produkte 10
3.3.1 Futures 10
3.3.2 Optionen 11
3.4 Charakteristika von Optionen 11
3.4.1 Spezifizierung von Aktienoptionen 12
3.4.2 Optionspositionen 12
3.4.2.1 Kauf einer Kaufoption (Long Call) 12
3.4.2.2 Kauf einer Verkaufoption (Long Put) 13
3.4.2.3 Verkauf einer Kaufoption (Short Call) 14
3.4.2.4 Verkauf einer Verkaufoption (Short Put) 15
3.4.3 Preisbildung bei Optionen 16
3.4.3.1 Innerer Wert und Zeitwert einer Option 16
3.4.3.2 Determinanten des fairen Optionspreises 17
3.4.3.2.1 Restlaufzeit 17
3.4.3.2.2 Volatilität des Basiswertes 17
3.4.3.2.3 Erwartete Dividendenzahlung 18
3.4.3.2.4 Risikofreier Geldmarktzins 18
3.4.3.3 Bestimmung des fairen Optionspreises 19
3.4.4 Optionsstrategien 20
3.4.4.1 Spekulationsstrategien 20
3.4.4.2 Arbitragestrategien 21
3.4.4.3 Absicherungsstrategien 21
3.4.4.3.1 Protective Put 22
3.4.4.3.2 Participating Forward 23
3.4.4.3.3 Risk Reversal 24
4. Modellannahmen dieser Arbeit 25
4.1 Aufbau der Analysen 26
4.1.1 Modellportfolio 26
4.1.2 Definition des Anlagezieles 27
4.1.3 Grundsätzliche Vorgehensweise 27
4.2 Portfoliotheoretische Kennzahlen 27
4.2.1 Erwartungswerte der Renditen 27
4.2.2 Quantifizierung der Risiken 28
4.2.2.1 Risiken der einzelnen Anlagen 28
4.2.2.2 Korrelation zwischen den Anlagen 28
4.2.3 Nutzenfunktionen der Investoren 29
4.3 Optimierungsmodell 29
4.4 Derivatetechnische Kennzahlen 31
4.4.1 Allgemeine Annahmen 31
4.4.2 Absicherungsniveaus 31
4.4.3 Bestimmung der Optionspreise 31
5. Portfoliooptimierung 32
5.1 Portfoliooptimierung ohne Einsatz von Optionen 32
5.2 Portfolioabsicherung mit Protective Puts 34
5.2.1 Vorüberlegungen 34
5.2.1.1 Definition der abzusichernden Aktien 34
5.2.1.2 Definition der Absicherungsniveaus 35
5.2.2 Portfoliotheoretische Kennzahlen bei Absicherung 35
5.2.2.1 Rendite-Erwartungswerte 35
5.2.2.2 Varianz-Kovarianz-Matrizen 36
5.2.3 Analysen der Absicherungswirkung 37
5.2.3.1 Rendite- und Varianz-Analyse 37
5.2.3.2 Portfolio-Analyse 38
5.3 Portfolioabsicherung mit Participating Forwards 42
5.3.1 Portfoliotheoretische Kennzahlen bei Absicherung 43
5.3.1.1 Rendite-Erwartungswerte 43
5.3.1.2 Varianz-Kovarianz-Matrizen 44
5.3.2 Analysen der Absicherungswirkung 44
5.3.2.1 Rendite- und Varianz-Analyse 44
5.3.2.2 Portfolio-Analyse 45
5.4 Portfolioabsicherung mit Risk Reversals 47
5.4.1 Portfoliotheoretische Kennzahlen bei Absicherung 48
5.4.1.1 Rendite-Erwartungswerte 48
5.4.1.2 Varianz-Kovarianz-Matrizen 48
5.4.2 Analysen der Absicherungswirkung 48
5.4.2.1 Rendite- und Varianz-Analyse 48
5.4.2.2 Portfolio-Analyse 50
5.5 Vergleich der Absicherungs-Strategien 52
6. Abschließende Betrachtung 53
Anhang 54
Literaturverzeichnis 70
Eidesstattliche Versicherung 73

Arbeit zitieren:
Biester, Stefan März 2004: Einsatz derivativer Finanzinstrumente in der Portfoliooptimierung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Derivate, Portfolio, Optimierung, Aktien, Option

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