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Immobilien als Anlageklasse

Eine Analyse ausgewählter Immobilienanlagen hinsichtlich Chancen, Risiken und Diversifikationspotentialen

Immobilien als Anlageklasse
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Simon Alexander Eckardt
  • Abgabedatum: Oktober 2003
  • Umfang: 106 Seiten
  • Dateigröße: 777,0 KB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Frankfurt am Main - University of Applied Sciences Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8024-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8024-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8024-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Eckardt, Simon Alexander Oktober 2003: Immobilien als Anlageklasse, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Asset Allocation, Portfoliotheorie, Immobilienfond, Immobilienaktie, Anlagealternativen

Diplomarbeit von Simon Alexander Eckardt

Problemstellung:

Alltäglich sind Millionen von Menschen damit beschäftigt, unter Berücksichtigung ihrer subjektiven Ziele, das ersparte Kapital bei den vorherrschenden dynamischen Umweltbedingungen bestmöglich anzulegen. Aus Sicht eines Kapitalanlegers handelt es sich somit um relevante Entscheidungen hinsichtlich seiner finanziellen Zukunft durch die Zusammenstellung seines persönlichen Portfolios.

Das Gewicht dieser Aussage und somit die Thematik der vorliegenden Arbeit, gewinnt an Bedeutung, wenn man die Zusammensetzung, der privaten Geld- und Vermögensanlage betrachtet:

Ende 1997 belief sich das private Bruttogesamtvermögen der Bundesbürger umgerechnet auf insgesamt 7,1 Billionen Euro. Davon entfallen 3,6 Billionen Euro auf das private Immobilienvermögen was Immobilien zu der beliebtesten Form der privaten Vermögensanlage in Deutschland macht. Zum gleichen Zeitpunkt wurden von privaten Haushalten 2,6 Billionen Euro oder 37% des Gesamtvermögens in Form von Geldvermögen und 0,8 Billionen oder 12% in Gebrauchsvermögen gehalten.

Diese Vermögensverteilung belegt, dass Immobilien den Schwerpunkt in der Vermögensbildung darstellen. Diese herausragende Bedeutung, welche Immobilien in breiten Schichten der deutschen Bevölkerung einnehmen, ist mit darauf zurückzuführen, dass Anleger die Empfindung haben eine „werthaltige“ Sache zu besitzen. Neben der Überprüfung dieser weit verbreiteten und primär im Bereich der Direktanlage oft investitionsentscheidenden These, wird die Arbeit zusätzlich Wohnimmobilien und sog. verbriefte Immobilienanlagen (offene-, geschlossene und Immobilienaktien) analysieren. Dabei sollen die verschiedenen Investmentprodukte vorgestellt, die Charakteristika analysiert und die Vor- und Nachteile diskutiert werden. Der wichtige Gesichtspunkt, ob die finanzwirtschaftlichen Eigenschaften von Immobilien einen relevanten Beitrag zur Reduzierung des Gesamtrisikos im Portfoliokontext leisten können, soll ebenfalls untersucht werden.

In der Untersuchung sollen die Erkenntnisse aus den Arbeiten von Markowitz einbezogen werden, und durch die Anwendung der entsprechenden Analysemethoden überprüft werden, ob in Multi-Asset-Portfolios nutzensteigernde Rendite-/Risikokombinationen erreicht werden können. Der Vergleich erfolgt auf Basis der Vorsteuerrenditen der einzelnen Assets.

Die Ergebnisse der quantitativen Analyse, der im Rahmen dieser Arbeit betrachteten Anlagemöglichkeiten, werden mit qualitativen Betrachtungen aus der Literatur und der aktuellen Diskussion angereichert. Der Begriff und die Problematik der Anlageklasse Immobilie werden erläutert.

In dieser Untersuchung soll deshalb abweichend von der in der Vergangenheit oft angewandten Praxis, die oftmals Vermögensportfolios unabhängig von dem Immobilienvermögen analysierte, vorgegangen werden. Als Grund für dieses Vorgehen, kann die unbefriedigenden Datenlage für die Preisentwicklung dieser Anlagekategorie und Erkenntnissen über die Rendite- und Risikoeigenschaften gesehen werden. Um dennoch im Rahmen dieser Arbeit für eine definierte Zeitperiode eine belastbare Analyse auf Basis von geschlossene Daten über Ertrag, Risiko und Korrelation mit anderen Anlagevehikeln durchführen zu können, wurde der Beginn dieser Analyse- von der Erstauflage des DIX im Jahre 1996 abhängig gemacht. Die Einordnung der Analyseergebnisse soll dann, ergänzt durch die aktuelle Diskussion in den verschiedenen Medien und der Literatur zu diesen Themenfeld, erfolgen.

Das der Teilindex Wohnimmobilien des DIX als Performanceindikator für Wohnimmobilien verwandt wird, soll ebenfalls deutlich werden, dass es sich bei den betrachteten Anlageformen um Alternativen handelt, die der private Anleger bei der Mittelanlage in Betracht ziehen kann. Die detaillierten Eigenschaften der Direktanlage in Immobilien (Eigentumswohnung, Ein- bzw. Zweifamilienhaus, Reihenhaus), die es nachzuweisen gilt, bilden die Basis für die spätere Auseinandersetzung mit dem Begriff der Anlageklasse.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Abgrenzungen 3
1.3 Gang der Untersuchung 4
2. Charakteristika des Wirtschaftsgutes Immobilie 5
2.1 Anlagevarianten in Immobilien 5
2.2 Charakteristika des Immobilienmarktes 5
2.3 Phänomen Immobilienblase 7
2.4 Entwicklungsstand des Immobilien-Research 10
3. Asset Allocation und Assetklassen 12
3.1 Grundaussage der modernen Portfoliotheorie 12
3.2 Definitionen von Anlageklassen 16
4. Anlagealternativen 20
4.1 Charakteristika der Direktanlage in Immobilien 20
4.1.1 Mögliche Problemfelder 20
4.1.2 Potentiale und Erfolgsdeterminanten 27
4.2 Charakteristika offener Immobilienfonds 31
4.2.1 Mögliche Problemfelder 37
4.2.2 Potentiale und Erfolgsdeterminanten 41
4.3 Charakteristika geschlossener Immobilienfonds 43
4.3.1 Mögliche Problemfelder 48
4.3.2 Potentiale und Erfolgsdeterminanten 52
4.4 Charakteristika von Immobilienaktien 54
4.4.1 Mögliche Problemfelder 57
4.4.2 Potentiale und Erfolgsdeterminanten 62
5. Rendite/Risikoeigenschaften im portfoliotheoretischen Kontext 65
5.1 Benchmarkanforderungen 65
5.2 Direktanlage 66
5.3 Offene Immobilienfonds 69
5.4 Geschlossene Immobilienfonds 70
5.5 Immobilienaktien 73
6. Anlagenklassenbestimmung 75
6.1 Bestandteile als eigene Anlageklassen? 75
6.2 Direktvergleich der Anlagealternativen 76
7. Schlussbetrachtung 79
Literaturverzeichnis 81
Anhang XVII
Eidesstattliche Versicherung XXVV

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die gesetzlich vorgeschriebene Rücknahmeverpflichtung garantiert dem Anleger ein hohes Maß an Liquidität, im Falle eines angestrebten Verkaufs der Anteilsscheine.116 Börsentäglich müssen die Investmentgesellschaften Rücknahmepreise hierzu bekannt geben, die sich aus dem anteiligen Marktwert des Grundstücks-Sondervermögens ergeben. Die Wertangaben der Verkehrswerte beruhen auf Gutachterschätzungen.117 Die Rücknahme der Anteilsscheine kann zwar bis zu zwei Jahren verweigert werden, jedoch wurde von diesem Anrecht auf Seiten der Gesellschaften, seitdem die Vorschriften des KAGG für offene Immobilienfonds gelten, noch kein Gebrauch gemacht.118 Untermauert wird das Argument der Liquidität, bei Inbetrachtnahme der Zeitspanne auf die sich diese Feststellung bezieht. Im Jahre 1959 wurden die ersten offenen Immobilienfonds aufgelegt119 und zehn Jahre später den Gesetzten des KAGG unterzogen.120 Konstruktion des Sondervermögens Das KAGG maßregelt die Konstruktion des Fonds insoweit, als das nach dem Prinzip der Risikomischung bei der Anlage des Sondervermögens vorzugehen ist. Im Sinne des Anlegerschutzes121 sollen bei der Konstruktion des Sondervermögens die Verkehrswerte der einzelnen Grundstücke miteinbezogen werden. Alle Grundstücke, deren Einzelverkehrswert 10% des Sondervermögens übersteigt, dürfen in der Summe nicht mehr als 50% des Sondervermögens darf sich übersteigen. auf 15% Der des Einzelverkehrswert eines Grundstücks maximal [...]

maximal zehn institutionelle Anleger beschränkt bleibt,101 können die Anteile von Publikumsfonds von jedermann erworben werden.102 Anlagehorizont Die Entscheidung in einen offenen Immobilienfonds zu investieren, kann auf Grund der hohen Ausgabeaufschläge in Relation zum Ertrag nur bei einem langfristigen Anlagehorizont als sinnvoll erachtet werden.103 Gerade der Ausgabeaufschlag, von üblicherweise 5 Prozent, wird neben der Deckung von Vertriebskosten auch dazu benutzt, um kurzfristige Anlagen in Immobilienfonds unattraktiv zu machen.104 Gesellschaftsvermögen und Depotbank Im Vorfeld der Auflage eines offenen Immobilienfonds sammelt die Kapitalanlagegesellschaft die Gelder der Anleger ein.105 Diese darf die Mittel nicht selbst verwahren, sondern muss damit eine Depotbank beauftragen, die diese dann auf eigens dafür eingerichteten Sperrkonten verwahrt. Weiterhin ist die Depotbank für die Ertragsausschüttungen, die Anteilspreisberechnung sowie die Ausgabe- und Rücknahme der Anteilsscheine zuständig.106 Seit dem Inkrafttreten des 4. Finanzmarktförderungsgesetzes, am 1. Juli 2002, darf die Depotbank für die Verwahrung auch eine Wertpapierservicebank beauftragen.107 Das bereitgestellte Kapital bildet das Grundstücks-Sondervermögen,108 welches den offenen Immobilienfonds darstellt und von der Kapitalanlagegesellschaft verwaltet wird. Infolgedessen findet eine strikte Trennung zwischen diesem Vermögen und dem Vermögen der Gesellschaft statt.109 Anlagepolitik und Immobilienmarkt Bezüglich der Anlagepolitik setzt die überwiegende Mehrheit der Fondsmanager beim Erwerb auf Büro- und Einzelhandelsimmobilien,110 die somit den wertmäßig [...]

Absolut betrachtet liegt die Preissteigerung von Eigentumswohnungen von 26 Jahren, nur zehnmal über der Inflationsrate und in 16 Jahren sogar darunter. Bei den Reihenhäusern verlief die absolute Preisentwicklung im Vergleich nur leicht positiver: In 14 Jahren wurden Preise über der Inflationsrate erzielt, jedoch in 12 Jahren entfiel die Preisentwicklung geringer als die Inflation aus. Auffällig ist, dass in deflationäreren Perioden (1982-1986 und 1993-1999) der Immobilienpreis bedingt durch Nachfragerückgang, unter die Inflationsrate fällt. In Perioden wo die Inflationsrate anstieg (1979-1981 und 1987-1992), konnten die Preise der beiden Immobilienarten teilweise Preise oberhalb der Inflationsrate erzielen. Von Inflationsschutz in diesem Betrachtungszeitraum kann demnach nicht gesprochen werden, da in den überwiegenden Fällen die Inflationsrate über der Preissteigerung von den beiden Immobilienanlagen lag. [...]

Arbeit zitieren:
Eckardt, Simon Alexander Oktober 2003: Immobilien als Anlageklasse, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Asset Allocation, Portfoliotheorie, Immobilienfond, Immobilienaktie, Anlagealternativen

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