Arbeitszeitflexibilisierung und integrierte Zeitwirtschaft am Beispiel der Stahlwerk Thüringen GmbH
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Nicole Vorsatz
- Abgabedatum: September 2003
- Umfang: 100 Seiten
- Dateigröße: 1,0 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Hamburger Fern-Hochschule Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8001-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8001-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8001-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Vorsatz, Nicole September 2003: Arbeitszeitflexibilisierung und integrierte Zeitwirtschaft am Beispiel der Stahlwerk Thüringen GmbH, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Gleitzeit, Einführungsproblematik, Lösungsansatz, Modellentwicklung, Projekt
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Diplomarbeit von Nicole Vorsatz
Zusammenfassung:
Die vorliegende Arbeit verfolgt als Ziel die Entwicklung eines Konzeptes für die Einführung einer flexiblen Arbeitszeit und der damit verbundenen Zeitwirtschaft im Stahlwerk Thüringen, nachfolgend SWT genannt. Hintergrund dieser Untersuchung ist primär die Suche nach neuen Zeitsystemen, welche die Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft sichern, die Möglichkeit einer effektiveren Nutzung der Arbeitszeit durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer bieten und Lösungen für den zukünftigen Übergang in den Ruhestand aufzeigen können.
Zu Beginn erfolgt die Vorstellung des SWT. Die Entstehung, die Produktion und der Aufbau sind dabei Mittelpunkt der Betrachtung.
Im Teil C findet der Leser eine theoretische Abarbeitung zum Thema Arbeitszeitflexibilisierung bezüglich Geschichte, Definition, Gründe, mögliche Modelle, Rahmenbedingungen und Projektabläufe. Diese Verfahrensweise ist Grundlage für die anschließende praktische Abhandlung.
Das Projekt „Arbeitszeitflexibilisierung und integrierte Zeitwirtschaft im Stahlwerk Thüringen“ wird im Teil D der Arbeit dargestellt. Zur Schaffung des nötigen Problembewusstseins, findet im ersten Schritt eine Demonstration der Ausgangslage des Unternehmens und der Schwachstellen des derzeitigen Systems statt. Im folgenden Abschnitt zwei ist die Diskussion zukünftiger Ziele von Bedeutung.
Für die Durchführung eines erfolgreichen Projektes ist die Planung der Vorgehensweise unentbehrlich. Eine Auseinandersetzung bezüglich dieser Thematik wird im Abschnitt drei erörtert. Wichtig sind hierbei mögliche Strategien, der Aufbau der Projektgruppe, die Zielgruppe und ein gut durchdachter Zeit- und Rahmenplan.
Die Themen Arbeitszeitflexibilisierung und Zeitwirtschaft bieten eine Fülle von Quellen. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden diese gesichtet und aufbereitet, um anschließend im Abschnitt fünf eine Schilderung theoretischer Möglichkeiten vornehmen zu können. Die Betrachtung von Sollsituation, Tätigkeiten, Arbeitsabläufen und Personalstrukturen sind dabei Bestandteil der Darstellung.
Die eigentliche Modellentwicklung findet im Abschnitt sechs statt. Die ausgewählten Arbeitszeitsysteme werden hinsichtlich ihrer Tauglichkeit analysiert und anschließend auf die Bedürfnisse des SWT zugeschnitten. Eine Darstellung geeigneter Maßnahmen und notwendiger Veränderungen ist dabei unerlässlich.
Die Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle bedarf spezieller Einstellungen und Verhaltensweisen von Führungskräften, Betriebsrat und Mitarbeitern. Diese Problematik wird im Abschnitt sieben aufgezeigt und diskutiert.
Nachdem passende Möglichkeiten erörtert und vielseitige Untersuchungen demonstriert wurden, erfolgt im Abschnitt acht eine Abhandlung hinsichtlich der Entscheidungsfindung.
Teil E der Arbeit zieht ein Resümee für das SWT. Die Ergebnisse der durchgeführten Analysen werden zusammengefasst und für eine praktische Umsetzung bewertet.
Inhaltsverzeichnis:
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | 4 | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | 5 | |
| TABELLENVERZEICHNIS | 6 | |
| TEIL A | ANLIEGEN DIESER ARBEIT | 7 |
| TEIL B | VORSTELLUNG DER STAHLWERK THÜRINGEN GMBH | 9 |
| TEIL C | GRUNDLAGEN DER ARBEITSZEITFLEXIBILISIERUNG | 11 |
| 1. | GESCHICHTE DER ARBEITSZEITFLEXIBILISIERUNG IN DEUTSCHLAND | 11 |
| 2. | DEFINITION | 12 |
| 3. | GRÜNDE FÜR ARBEITSZEITFLEXIBILISIERUNG | 12 |
| 4. | MODELLÜBERSICHT DER ARBEITSZEITFLEXIBILISIERUNG | 13 |
| 4.1 | ARBEITSZEITMODELLE | 13 |
| 4.2 | ZEITERFASSUNGSPARAMETER | 15 |
| 5. | RAHMENBEDINGUNGEN | 16 |
| 6. | PROJEKTVERLAUF | 17 |
| TEIL D | PROJEKT ARBEITSZEITFLEXIBILISIERUNG UND INTEGRIERTE ZEITWIRTSCHAFT IM STAHLWERK THÜRINGEN | 21 |
| 1. | SCHAFFUNG VON PROBLEMBEWUSSTSEIN | 21 |
| 1.1 | IST-SITUATION | 21 |
| 1.2 | SCHWACHSTELLEN DER IST-SITUATION | 24 |
| 2. | FORMULIERUNG DER ZIELE | 25 |
| 3. | PLANUNG DER VORGEHENSWEISE | 25 |
| 3.1 | STRATEGIEN ZUR EINFÜHRUNG VON ARBEITSZEITSYSTEMEN | 25 |
| 3.2 | AUFBAU DER PROJEKTGRUPPE | 31 |
| 3.3 | ZIELGRUPPE | 34 |
| 3.4 | ZEIT- UND RAHMENPLAN | 34 |
| 4. | INFORMATIONSBESCHAFFUNG | 35 |
| 4.1 | RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN | 35 |
| 4.1.1 | Gesetze | 35 |
| 4.1.2 | Tarifvertrag | 36 |
| 4.1.3 | Betriebsvereinbarungen | 38 |
| 4.1.4 | Arbeitsverträge | 38 |
| 4.2 | AUSGEWÄHLTE ARBEITSZEITMODELLE | 38 |
| 4.2.1 | Gleitzeit | 38 |
| 4.2.2 | Arbeitszeitkonten | 42 |
| 4.3 | ZEITWIRTSCHAFT | 43 |
| 4.3.1 | Gründe für Zeiterfassung | 43 |
| 4.3.2 | Vorüberlegungen | 46 |
| 4.4 | BEISPIELE ANDERER UNTERNEHMEN | 49 |
| 4.4.1 | Audi AG - ein Beispiel für flexible Arbeitszeiten | 49 |
| 4.4.2 | S-Bahn Berlin als Beispiel für die Einführung von Zeiterfassung | 51 |
| 5. | FESTLEGUNG SOLL-SITUATION | 52 |
| 5.1 | TÄTIGKEITEN, ARBEITSABLÄUFE, ORGANISATIONSSTRUKTUREN | 52 |
| 5.2 | PERSONALSTRUKTUREN | 53 |
| 5.3 | ANREIZ-BEITRAGS-SITUATION | 54 |
| 5.4 | EXTERNE EINFLUSSGRÖßEN UND INFRASTRUKTUR | 57 |
| 6. | MODELLENTWICKLUNG | 58 |
| 6.1 | BEWERTUNG AUSGEWÄHLTER ARBEITSZEITMODELLE | 58 |
| 6.1.1 | Gleitzeit | 60 |
| 6.1.2 | Sabbatical | 63 |
| 6.2 | BEWERTUNG EINES ZEITERFASSUNGSSYSTEMS | 64 |
| 6.2.1 | Anforderungen an Hard- und Software | 64 |
| 6.2.2 | Einspar- und Kostenanalyse | 66 |
| 6.3 | ANPASSUNG AN DIE UNTERNEHMENSSTRUKTUR DES STAHLWERK THÜRINGENS UND KOMPROMISSFINDUNG | 72 |
| 6.3.1 | Prüfung Tarifvertrag | 72 |
| 6.3.2 | Festlegungen für den Bereich Gleitzeit | 73 |
| 6.3.3 | Festlegungen für den Bereich Zeiterfassung | 77 |
| 6.3.4 | Betriebsvereinbarungen | 85 |
| 6.3.5 | Mitarbeiterinformation | 90 |
| 7. | DISKUSSIONSPHASE | 90 |
| 7.1 | FÜHRUNGSKRÄFTE | 90 |
| 7.2 | BETRIEBSRAT | 91 |
| 7.3 | MITARBEITER | 92 |
| 8 | ENTSCHEIDUNGSPHASE | 93 |
| TEIL E | RESÜMEE | 94 |
| QELLENVERZEICHNIS | 95 |
Im nächsten Schritt soll nun die Überprüfung des Modells Sabbatical vorgenommen werden. Für diese Darstellung kommt das oben erwähnte Schema nicht zur Anwendung. Arbeitszeitkonten werden in Form von Kurzarbeitszeitkonten im SWT bereits erfolgreich angewandt. Des Weiteren stellt sich die Frage nach dem Einsatz so genannter Lebensarbeitszeitkonten. Hierbei werden über einen längeren Zeitraum Zeiten angespart, um diese später für Urlaub, Qualifizierung, familiärer Beanspruchung oder den gleitenden Übergang in den Ruhestand in Anspruch zu nehmen. Der Aufbau dieses Kontos kann durch die Nutzung von Abweichungen zwischen Personaleinsatz und Vertrag, Plusstunden auf Basis eines Teilzeitarbeitsvertrages, Urlaubstage, Freizeitausgleich für Mehrarbeit, Zuschläge oder freiwillige Leistungen des Arbeitgebers erfolgen. Besonders der Übergang in den Ruhestand ist für das SWT von großem Interesse. Zurzeit wird das Modell der Altersteilzeit eingesetzt. Allerdings läuft dies Kraft Gesetz im Jahr 2009 aus und es sind neue Systeme zu suchen, um es älteren Mitarbeitern zu ermöglichen, ihr Arbeitsverhältnis vorzeitig zu beenden. Im Kampf zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften strebt die IG Metall in den nächsten Jahren die 35-Stunden-Woche an. Mitarbeiter hätten dann beispielsweise die Möglichkeit, ihre Wochenarbeitszeit bei 38 oder mehr Stunden zu belassen. Die zusätzlich geleisteten Stunden würden auf das so genannte Lebensarbeitszeitkonto fließen. Dieses Konto hat dabei folgende Eigenschaften: Ziel ist die Anpassung an längere Schwankungsintervalle, z. B. die Ansparung für Altersteilzeit. Das Zeitguthaben wird langfristig und ohne Ausgleichszeitraum aufgebaut. Es ist nur ein Aufbau des Kontos möglich und die Verwendung erfolgt nach Absprache. Der Betriebsrat hat dabei Mitbestimmungsrechte inne. Dies hat zur Folge, dass entsprechende Betriebsvereinbarungen zu schließen sind. Das Guthaben wird durch automatische Gehaltssteigerungen über mehrere Jahre verzinst. Für die Auszahlung oder Übertragung sind Regelungen zu treffen. Beim Ausscheiden eines Mitarbeiters erhält dieser den Betrag in Höhe des aktuellen [...]
zu Beginn mit Sicherheit einige Probleme aufwerfen, die sich im Laufe der Zeit von selbst eliminieren werden. 2) soziale Effizienz a) objektiv messbare Kriterien Die Einstellung der Belegschaft zum Thema Gleitzeit spaltet sich in zwei Gruppen. Während die erste Gruppe eine Veränderung des Arbeitszeitsystems ablehnt, findet sie bei der zweiten Gruppe große Zustimmung. Das Problem hierbei ist die Umgestaltung bereits langfristig existierender Regelungen. Offensichtliche Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, z. B. ein effektiver Zeitgewinn in Bezug auf Familie, Bildung usw., werden nicht von allen Betroffenen sofort erkannt. Jeder Mitarbeiter im Zeitmodell Gleitzeit kann sich die Arbeit in gewissen Grenzen frei einteilen. Die Anzahl und Intensität entstehender Konflikte zwischen den Arbeitskräften ist dabei abhängig von der jeweiligen Arbeitseinstellung. Absprachen sind als fester Bestandteil in das Zeitsystems zu integrieren. b) subjektiv messbare Kriterien Gleitzeit führt im Allgemeinen zu einer Verbesserung der Arbeitszufriedenheit. Durch einen erweiterten Handlungsspielraum wächst das Gefühl der Selbstbestätigung und somit auch der Umgang mit Vorgesetzten und Kollegen. Arbeitsbedingungen werden besser akzeptiert, da jeder für seine eigene Belastung und den daraus resultierenden Stress im gewissen Rahmen selbst verantwortlich ist. Anhand der eben durchgeführten Nutzungsanalyse kann festgestellt werden, dass Gleitzeit als neues Arbeitszeitsystem für das SWT geeignet ist. Doch eine Einführung der Gleitzeit kommt nur in Verbindung mit einer Zeitwirtschaft in Frage, deren Vorteile bereits im Kapitel 4.3.1 erläutert wurden. Welche Festlegungen diesbezüglich zu treffen sind, wird im Rahmen dieser Arbeit noch erläutert. [...]
werden. In diesem Zuge besteht auch die Möglichkeit einer Vereinfachung der Regelungen für Mütter. Momentan erhalten sie spezielle Vereinbarungen, in denen Beginn und Ende der Arbeitszeit nach hinten verlagert wird. b) Produktivitätskriterien Da sich die Einführung der Gleitzeit auf die Verwaltung bezieht, werden sich in diesem Bereich keine signifikanten Veränderungen ergeben. c) Integrationskriterien Die derzeitige Arbeitszeit von 7.30 bis 16.00 Uhr bzw. 6.00 bis 14.30 Uhr bietet hinsichtlich der Koordinierung keine Flexibilisierungsmöglichkeiten. Gerade für die Abstimmung mit der Produktion ist es oftmals erforderlich, dass Ansprechpartner in einem größeren Zeitintervall zur Verfügung stehen. Die Vorgesetzten können im Rahmen der Gleitzeit die Kontrolle ihrer Schichten und die Lösung von Problemen besser gestalten, ohne dies über Mehrarbeit realisieren zu müssen. d) Flexibilitätskriterien Eine Veränderung von Durchlaufzeiten und Lieferfristen wird nicht eintreten. In den Bereichen Reaktionszeiten auf Kundenanfragen und –wünsche und der Dauer von Kommunikations- und Abstimmungsprozessen zwischen den Abteilungen sind Verbesserungen zu erwarten. Beispielsweise variieren die Arbeitszeiten der Verwaltung in luxemburgischen Konzernunternehmen aufgrund anderer Lebenseinstellungen gegenüber denen in Deutschland. Die Verlagerung der Arbeit erfolgt oftmals in den späten Nachmittag. Durch die Einführung von Gleitzeit können die Abstimmungsprozesse zwischen Deutschland und Luxemburg diesbezüglich erleichtert werden, da nun auch Mitarbeiter in Deutschland bis 18 Uhr zu Verfügung stehen können. Die Koordination zwischen den Abteilungen innerhalb des Unternehmens muss neu überdacht werden. Gleitzeit bedeutet nicht völlig freie Zeiteinteilung für den Mitarbeiter. Es ist zu gewährleisten, dass Zuarbeiten termingerecht durchzuführen und Anwesenheitszeiten betrieblichen Bedürfnissen anzupassen sind. Dies wird [...]
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Vorsatz, Nicole September 2003: Arbeitszeitflexibilisierung und integrierte Zeitwirtschaft am Beispiel der Stahlwerk Thüringen GmbH, Hamburg: Diplomica Verlag
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Gleitzeit, Einführungsproblematik, Lösungsansatz, Modellentwicklung, Projekt




