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Gesundheit von Mitarbeitern unter besonderer Berücksichtigung des Führungsverhaltens

Gesundheit von Mitarbeitern unter besonderer Berücksichtigung des Führungsverhaltens
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Nadine Geisser
  • Abgabedatum: Januar 2004
  • Umfang: 86 Seiten
  • Dateigröße: 461,9 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Coburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7865-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7865-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7865-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Geisser, Nadine Januar 2004: Gesundheit von Mitarbeitern unter besonderer Berücksichtigung des Führungsverhaltens, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Fehlzeiten, Stress, Arbeitszufriedenheit, Betriebsklima, Soziale Kompetenz

Diplomarbeit von Nadine Geisser

Einleitung:

Die meisten Menschen verbringen einen Großteil ihres Lebens am Arbeitsplatz. Aber auch Gesundheit nimmt in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert ein. Deshalb ist es wichtig, dass sich beides so gut wie möglich miteinander vereinbaren lässt. Erheblichen Einfluss darauf haben die Führungskräfte. Oft sind sie sich jedoch der Tragweite ihres Handelns nicht bewusst. Dies kann unter Umständen auch daran liegen, dass in der Literatur dieses Thema bisher eher vernachlässigt wurde. Es konnte keine Publikation ausfindig gemacht werden, die sich ausschließlich und ausführlich mit der gesundheitlichen Situation von Mitarbeitern unter dem Einfluss eines bestimmten Führungsverhaltens befasst. Dennoch war es möglich, wichtige Erkenntnisse zu liefern, die Einblicke in die verschiedensten Zusammenhänge gewähren. Es wird dabei jedoch nicht beabsichtigt, Führungskräften die alleinige Verantwortung für die Gesundheit der Mitarbeiter zuzusprechen. Diese wird auch durch das Individuum selbst erheblich beeinflusst.

Wenn im Folgenden von Führungskräften bzw. Vorgesetzten die Rede ist, so sollen diese Begriffe als Synonyme betrachtet werden.

Das Interesse für vorliegende Arbeit entstand während des Jahrespraktikums in der Betrieblichen Gesundheitsförderung der AOK Bayern. Dort wurde im Rahmen von Krankenstandsanalysen des Öfteren deutlich, dass Führungskräfte durch ihr Verhalten wesentlich zum Wohlbefinden und damit zur Gesundheit der Mitarbeiter beitragen. Aber auch Arbeitsbedingungen, deren Gestaltung der Mitverantwortung von Vorgesetzten unterliegen, wirken sich auf die Gesundheit der Mitarbeiter aus.

Es wäre wünschenswert, wenn diese Arbeit einen Beitrag dazu leisten könnte, Führungskräfte für die gesundheitliche Situation ihrer Mitarbeiter zu sensibilisieren und sie darüber zu informieren, welche Einflussfaktoren ihrer Mitverantwortung unterliegen. Darauf aufbauend wäre es wichtig, durch konkrete Maßnahmen den hohen Wert der Gesundheit auch im Bereich der Arbeit entsprechend zu würdigen.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung 3
1. Gesundheit im Arbeitsleben 4
1.1 Begriff Gesundheit 4
1.2 Fehlzeiten und Krankenstand 6
1.3 Wandel der Anforderungen und Belastungen 10
2. Führung und Gesundheit 12
2.1 Begriff Führung 12
2.2 Führungsverhalten 15
2.3 Die Person der Führungskraft 21
2.4 Relevanz des Führungsverhaltens für die Gesundheit 22
3. Einflussfaktoren auf die Gesundheit der Mitarbeiter 25
3.1 Psychosoziale Rahmenbedingungen 25
3.1.1 Arbeitszufriedenheit 25
3.1.2 Betriebsklima 30
3.2 Stress durch physische und psychische Belastungen 34
3.2.1 Konsequenzen für Mitarbeiter und Betrieb 34
3.2.2 Ansätze zur Vermeidung 44
3.2.2.1 Gestaltung der Arbeitsbedingungen und des Führungsverhaltens 44
3.2.2.2 Bereitstellen von Ressourcen 49
3.3 Soziale Kompetenz 54
3.3.1 Begriff der Sozialen Kompetenz 54
3.3.2 Kommunikation und Information 57
3.3.3 Motivation 65
3.3.3.1 Begriffsbestimmung 65
3.3.3.2 Erteilen von Lob, Anerkennung und Kritik 72
4. Resümee 77
Literaturverzeichnis 78

Automatisiert erstellter Textauszug:

Da genannte Studie sich auf Büroangestellte beschränkt, führt der Autor weitere Untersuchungen an, die sich auch auf andere Arbeitsbereiche beziehen und die ebenfalls bestätigen, dass psychische Belastungen sich negativ auf die Gesundheit auswirken (a.a.O., S. 117-118.). Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse sollten Führungskräfte sensibel für Befindensbeeinträchtigungen ihrer Mitarbeiter werden. So kann z.B. gereiztes Verhalten des Mitarbeiters ein Indikator dafür sein, dass belastende Arbeitsbedingungen vorliegen, die langfristig erheblich die Gesundheit beeinträchtigen können. Die Führungskraft sollte spätestens ab diesem Zeitpunkt die vorliegenden Bedingungen überdenken und darauf folgend auf eine gesundheitsgerechte Gestaltung hinwirken. Leitner (1999, S. 123) weist jedoch darauf hin, dass eine Anpassung der Arbeitsbedingungen dahingehend nicht sofort positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Mitarbeiter zeigt, sondern dass dies unter Umständen mehrere Monate oder länger dauern kann. Osterholz (2000, S. 156-157) untersucht, welchen Einfluss psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz auf die Entstehung von Muskel- und Skeletterkrankungen wie [...]

Daraus wird ersichtlich, dass die dargestellten Faktoren miteinander verknüpft sind und sich auch gegenseitig bedingen. So kann z.B. eine mangelnde Informationsweitergabe im Betrieb dazu führen, dass Stress erlebt wird. Die Mitarbeiter fühlen sich demzufolge verärgert, frustriert und demotiviert. Diese Stimmung beeinträchtigt wiederum das Betriebsklima (a.a.O., S. 200). Stress wird somit nicht nur durch diese Faktoren erzeugt, sondern wirkt sich wiederum negativ auf diese aus, was zu weiterreichenden Konsequenzen führen kann. Andererseits können die genannten Stressoren auch direkt aufeinander wirken bzw. sich gegenseitig beeinflussen. So kann z.B. die Führungskraft durch ihr Verhalten auf die Gestaltung der Arbeitsorganisation oder auch auf die Kommunikation im Betrieb Einfluss ausüben. „Die Gesamtheit aller erfaßbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und psychisch auf ihn einwirken“ (Kuhn 2000, S. 31) wird als psychische [...]

Untersucht wurde auch, in wie weit sich Arbeitsbedingungen für die befragten Mitarbeiter innerhalb eines Zeitraumes von zwei Jahren verändert hatten. Dabei zeigten sich in erster Linie negative Entwicklungen ab. Neben der körperlichen Belastung wurde von den meisten eine Zunahme an Stress, Arbeitsdruck und fachlichen Anforderungen genannt, wobei ein Anstieg des einen Faktors auch mit einer Erhöhung der anderen beiden einhergeht. Neben weiteren negativen Entwicklungen, wie z.B. eine Zunahme von Überstunden oder verstärkte Kontrolle durch Vorgesetzte, sind auch positive Tendenzen erkennbar. Diese zeigen sich u.a. in Arbeit, die interessanter geworden ist und selbst eingeteilt werden kann. Der Autor weist jedoch darauf hin, dass vorliegende Ergebnisse auch z.B. in Zusammenhang mit einem Arbeitgeberwechsel oder der eigenen Berufskarriere entstanden sein können. Des weiteren wurde durch die bereits erwähnte Befragung versucht, arbeitsbedingte Gesundheitsbeschwerden zu eruieren. Bei nur 35% der Mitarbeiter traten weder während der Arbeit noch gleich danach Beschwerden auf. 65% jedoch fühlten sich in ihrer Gesundheit beeinträchtigt. Am häufigsten wurden dabei Schmerzen im Rücken, Nacken- und Schulterbereich genannt gefolgt von Müdigkeit, Erschöpfung sowie Kopfschmerzen. Dabei ist auch häufig eine Kumulation von Beschwerden vorhanden. Bezogen auf die physischen sowie psychischen Belastungen der Arbeit lässt [...]

Arbeit zitieren:
Geisser, Nadine Januar 2004: Gesundheit von Mitarbeitern unter besonderer Berücksichtigung des Führungsverhaltens, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Fehlzeiten, Stress, Arbeitszufriedenheit, Betriebsklima, Soziale Kompetenz

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