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Psychosoziale Betreuung krebskranker Patienten mit ungünstiger Prognose

Psychosoziale Betreuung krebskranker Patienten mit ungünstiger Prognose
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Dina Niemeyer
  • Abgabedatum: Juli 2003
  • Umfang: 88 Seiten
  • Dateigröße: 383,3 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Ostfalia Braunschweig/Wolfenbüttel Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7719-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7719-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7719-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Niemeyer, Dina Juli 2003: Psychosoziale Betreuung krebskranker Patienten mit ungünstiger Prognose, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Hospiz, pallativ, Sterbebegleitung, Krebs, Sterbephase

Diplomarbeit von Dina Niemeyer

Zusammenfassung:

Krebserkrankungen machen nach den Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland aus. Nach Schätzungen liegt die Anzahl der Krebsneuerkrankungen hierzulande bei jährlich ca. 338.300, über 200.000 Menschen versterben pro Jahr an einer Krebskrankheit.

Die psychosoziale Betreuung und Begleitung dieser krebskranken Menschen mit ungünstiger Prognose, bei denen also die Schwere der Krankheit in absehbarer Zeit zum Tode des Patienten führt, wird im Rahmen dieser Arbeit behandelt. Sie beschränkt sich auf krebskranke Erwachsene, die spezielle Problematik krebskranker Kinder wird nicht behandelt.

Nach der Definition psychosozialer Arbeit und Betreuung im ersten Teil und der Vorstellung der Erkrankung im zweiten werden die Formen und Möglichkeiten lindernder Betreuung im dritten Teil der Arbeit beschrieben. Der vierte Teil befasst sich mit der Begleitung eines sterbenden Krebspatienten und seiner Angehörigen, wobei die Begleitung der Angehörigen in dieser Arbeit nicht erschöpfend dargestellt werden kann.

Zur besseren Lesbarkeit ist die Benennung ausschließlich in der männlichen Form, z.B. der Patient, der Begleiter usw. gewählt, er schließt natürliche alle weiblichen Personen wie Patientinnen, Begleiterinnen usw. ebenso mit ein.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort
1. Psychosoziale Arbeit und ihre Determinanten 1
1.1 Wesen und Inhalte psychosozialer Arbeit 1
1.2 Träger und Bereiche psychosozialer Betreuung 3
1.3 Psychosoziale Betreuung kranker Menschen 4
2. Krebs als andauernde und lebensbedrohliche Krankheit 6
2.1 Begriff, Arten und Verlauf von Krebserkrankungen 6
2.2 Ursachen von Krebserkrankungen 9
2.3 Folgen einer Krebserkrankung 12
2.3.1 Psychische Aspekte 12
2.3.2 Physische Aspekte 13
2.3.3 Soziale Aspekte 14
3. Lindernde Betreuung unheilbar krebskranker Patienten 15
3.1 Grundlagen der Hospizidee 15
3.2 Begriff und Träger der Palliativversorgung 17
3.3 Versorgung in Palliativeinheiten 19
3.3.1 Palliativversorgung im Hospiz 22
3.3.2 Ambulante palliative Versorgung 23
3.3.3 Palliative psychosoziale Betreuung 23
3.4 Beziehungsaspekte zwischen Helfer und Patient 24
3.4.1 Merkmal der Empathie 25
3.4.2 Merkmal der Wertschätzung 26
3.4.3 Merkmal der Kongruenz 27
4. Sterbebegleitung 30
4.1 Zur Situation Sterbender 31
4.1.1 Physische Bedürfnisse 32
4.1.2 Psychische Bedürfnisse 35
4.2 Der Prozess des Sterbens 39
4.3 Phasen des Sterbens und Sterbebegleitung 41
4.3.1 Abwehr 42
4.3.2 Auflehnung 46
4.3.3 Verhandlung 48
4.3.4 Depression 50
4.3.5 Annahme 52
4.4 Kommunikation in der Sterbebegleitung 54
4.4.1 Kommunikative Rahmenbedingungen 54
4.4.2 Formen der Kommunikation 58
4.4.2.1 Verbale Kommunikation 58
4.4.2.2 Beispiele für die Symbolsprache 60
4.4.2.3 Non-verbale Kommunikation 63
4.4.3 Lebensrückschau 65
4.4.4 Weitere Hilfestellungen 69
4.5 Betreuung der Angehörigen 70
5. Zusammenfassende Betrachtung 75
6. Literaturverzeichnis 77

Automatisiert erstellter Textauszug:

4.1.1. Physische Bedürfnisse Sterbenskranke Menschen haben verschiedene körperliche Bedürfnisse, allen voran steht i.a. das Bedürfnis nach Schmerzfreiheit. In kaum einem anderen Bereich körperlichen Geschehens „hängen Körper und Seele so wechselseitig zusammen wie beim Schmerzerleben. Auch bei Schmerzen, die eindeutig von fassbaren somatischen Störungen wie beim Krebs hervorgerufen werden, sind psychosomatische Ursachen feststellbar.“1) Der Krebsschmerz ist ein körperliches Symptom, das durch psychische und soziale Einflussgrößen verstärkt oder gemindert werden kann.2) Da also das Empfinden körperlicher Schmerzen auch von psychosozialen Faktoren abhängig ist, reicht die nur körperlich orientierte, medikamentöse Schmerztherapie nicht aus. Menschliche Nähe und Zuwendung und begleitende Methoden wie Entspannungstechniken, Meditation oder auch die Klärung bestehender Konflikte können dabei helfen, die Anteile des psychischen Schmerzes zu lindern.3) Psychologische Faktoren beim Krebsschmerz [...]

Während des Sterbens als finalem Stadium im Lebenslauf eines Krebspatienten können beim Patienten eine Reihe körperlicher und seelischer Abläufe beobachtet werden. Diese folgen keiner festen Zeitbegrenzung. Sie müssen eher als grobe Schemata verstanden werden, da der Sterbeprozess eines Menschen wie sein Leben ein individuelles Ereignis ist, das „u. a. vom Krankheitsbild, der bisherigen Lebensgeschichte des Sterbenden sowie unterschiedlichen Persönlichkeitsmerkmalen beeinflusst wird.“1) Der körperliche Verfall krebskranker Menschen unterscheidet sich nach der Art der Krebserkrankung. Bei einigen Patienten verschlechtert sich der körperliche Zustand langsam und kontinuierlich bis zum Todeseintritt, teilweise werden im Sterbeprozess sogar zeitweilige Verbesserungen des körperlichen Zustands erreicht, andere krebskranke Patienten können sich bis kurz vor Eintritt des Todes in einer guten körperlichen Verfassung befinden, die sich dann in kürzester Zeit rapide verschlechtert. Während des Sterbeprozesses häufig zusätzlich auftretende Erkrankungen, wie z.B. Infektionskrankheiten beschleunigen bzw. führen unmittelbar zum Tod.2) Krebskranke sterbende Patienten erleiden Einschränkungen der gesamten körperlichen Aktivität. Die Fähigkeit des Gehens und Stehens reduziert sich zumeist vorerst auf Sitzen und wechselt dann zu hauptsächlichem Liegen. Es können Probleme, z.B. beim Halten von Gegenständen entstehen bis hin zum völligen Verlust aller motorischen Möglichkeiten.3) [...]

3.3.1. Palliativversorgung im Hospiz Aufnahmekriterien für Hospize sind: 1. der betroffene Mensch leidet an einer der vier folgenden Krankheiten: Krebserkrankung mit Metastasierung Vollbild der Infektionskrankheit HIV / AIDS Erkrankung des Nervensystems mit unaufhaltsam fortschreitenden Lähmungen Endzustand einer chronischen Nieren-, Leber-, Herz- oder Lungenerkrankung 2. die Lebenserwartung beträgt noch höchstens 6 Monate1) Bei der Aufnahme ins Hospiz wünschen der Patient, seine Familie und möglichst auch der zuletzt behandelnde Arzt keine eingreifenden Untersuchungen oder Therapieversuche mehr, sondern die Konzentration der weiteren Behandlung erfolgt auf reine Linderung der Beschwerden.2) Gerade für alleinstehende Patienten bieten sich die Hospizhäuser als Möglichkeit menschenwürdigen Sterbens an.3) Trotz des beschriebenen Unterschieds von Palliativstationen oder -einheiten in einem Krankenhaus und den eigenständigen Hospizen sehen sich die beiden institutionellen Versorgungsformen dem gleichen Prinzip verpflichtet.4) [...]

Arbeit zitieren:
Niemeyer, Dina Juli 2003: Psychosoziale Betreuung krebskranker Patienten mit ungünstiger Prognose, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Hospiz, pallativ, Sterbebegleitung, Krebs, Sterbephase

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