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Strategische Ausrichtung und Auswirkung von e-business in der Produktentwicklung

Herausforderungen und Konsequenzen für die Arbeitsprozesse

Strategische Ausrichtung und Auswirkung von e-business in der Produktentwicklung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Wolfgang Mändle
  • Abgabedatum: August 2003
  • Umfang: 217 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7666-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7666-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7666-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Mändle, Wolfgang August 2003: Strategische Ausrichtung und Auswirkung von e-business in der Produktentwicklung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Integration, Organisation, Engineering, Produkt, Netzwerk

Diplomarbeit von Wolfgang Mändle

Einleitung:

Die Globalisierung und der Wandel hin zur Informationsgesellschaft führen zu einem immer intensiveren Wettbewerb, der mit einem wirtschaftlich-technologischen Strukturwandel einhergeht. Wirtschaftliche Abläufe werden durch Digitalisierung und informations- und kommunikationstechnische Unterstützung der Arbeitsprozesse zunehmend beschleunigt, wodurch dem Faktor Zeit neben den klassischen Wettbewerbsfaktoren Kosten und Qualität in zunehmendem Maße ein herausragender Stellenwert zu kommt.

Die Globalisierung als Prozess weltweiter Verteilung und Vernetzung ökonomischer Ressourcen und Aktivitäten bietet den Unternehmen einerseits enorme Potentiale in Hinsicht auf Innovationsfähigkeit, Flexibilität, Kosten, Qualität und Zeit, andererseits stellt die tatsächliche Erschließung dieser Potentiale eine große Herausforderung in der unternehmerischen Realität dar. Vor dem Hintergrund des steigenden Wettbewerbsdrucks ist die Nutzung dieser Potentiale gerade für die Produktentwicklung als wertschöpfungsintensiver Bereich eines Unternehmens von besonderer Bedeutung, d.h. die Beherrschung von Produktentwicklungsprozessen wird zunehmend zu einem wettbewerbsentscheidenden.

Gang der Untersuchung:

Ziel dieser Arbeit ist, den Einsatz von e-business-Lösungen für die vollständig rechnerbasierte Produktentwicklung auf der Basis virtueller Produkte und durchgängiger, integrierter Prozesse aufzuzeigen, die informationstechnische Durchgängigkeit und unternehmensübergreifende Vernetzung aller Einzelaufgaben zu integrierten Prozessflüssen und die damit verbundenen organisatorischen Konsequenzen herauszuarbeiten. Die Maßnahmen zur Zielerreichung konzentrieren sich auf die Unterstützung kooperativer Arbeitsprozesse zwischen verschiedenen Personen, Abteilungen, Unternehmen und Fachbereichen durch den Aufbau geeigneter Organisations- und Arbeitsformen, die Verbesserung der Informations- und Kommunikationsflüsse sowie den Einsatz integrierter Produktentwicklungsmethoden.

Diese Arbeit soll einen Beitrag für einen effizienten Produktentwicklungsprozess liefern, um Entwicklungszeit und -kosten zu senken und gleichzeitig die Qualität der Prozesse und des Produktes zu erhöhen. Aufbauend auf dem Konzept der kooperativen und verteilten Produktentwicklung als konsequente Weiterentwicklung des Simultaneous-Engineering-Ansatzes soll gezeigt werden, wie sich der Einsatz von e-business-Lösungen im Sinne einer strategischen e-collaboration-Ausrichtung auf die Unternehmen und deren Umfeld auswirkt.

In Kapitel 2 werden zunächst die Grundlagen der Produktentwicklung und deren Handlungsfelder erläutert, um anschließend die Maßnahmen und Konzepte zur Verbesserung der Produktentwicklungsprozesse aufzuzeigen. Dabei soll deutlich werden, dass sich die Anforderungen an den Einsatz von e-business-Lösungen gerade bei dem Konzept der verteilten und kooperativen Produktentwicklung als besonders signifikant darstellen. Im Anschluss daran werden die spezifischen Eigenschaften des e-business im Umfeld der Internet-Ökonomie herausgearbeitet, um darauf aufbauend diejenigen Systeme zur Datenhaltung und –organisation sowie zu deren Verarbeitung vorzustellen, die e-business bei der Produktentwicklung unterstützen können.

Abschließend soll anhand von integrierten Kooperationsplattformen wie Business Portalen speziell an einem Beispiel aus der Automobilindustrie dargestellt werden, wie der Ablauf einer integrierten, verteilten und kooperativen Produktentwicklung (Collaborative Engineering) aussehen kann.

Kapitel 3 beschäftigt sich mit den Voraussetzungen, Anforderungen und Konsequenzen für die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit (Collaboration) innerhalb von Organisationen und in deren Umfeld sowie den Auswirkungen von e-business auf die Arbeitsprozesse. Dabei werden zunächst neue Modelle der Arbeitsstrukturierung vorgestellt und mittels Konzepten wie Teamarbeit sowie prozessorientierten und informations- und kommunikationstechnisch unterstützten Managementkonzepten erläutert. Anschließend wird der Wandel der Arbeitsformen, der damit einhergeht, und damit die Veränderung von Berufsbildern dokumentiert, um abschließend an der Bildung und Koordination von Unternehmensnetzwerken sowie den unterschiedlichen Ausprägungen virtueller Kooperationen die organisatorischen Konsequenzen und die Möglichkeiten zur Flexibilisierung von Organisationen darzustellen.

In Kapitel 4 werden zunächst aufbauend auf den Ansätzen der integrierten Produktentwicklung systematisch die intra- und interorganisationalen Voraussetzungen für den Einsatz von e-business-Lösungen herausgearbeitet. Dabei werden sowohl die Kundenorientierung hervorgehoben als auch die Möglichkeiten zur frühzeitigen Kundenintegration in den Produktentwicklungsprozess vorgestellt.

Anschließend werden die Erfolgsfaktoren des Collaborative Engineering anhand von personenbezogenen, organisatorischen und technischen Einflussgrößen untersucht. Mit Hilfe eines Anwendungsbeispiels einer umfassenden Software soll im Anschluss gezeigt werden, wie die vollständige Integration einer e-business-Lösung und deren Anwendung aussehen kann. Danach werden Probleme und Risken des Collaborative-Engineering-Konzepts sowohl in technischer als auch in personenbezogener Hinsicht erläutert.

Abschließend werden die gegenwärtige und zukünftige Ausrichtung der Unternehmen an einer e-collaboration-Strategie sowie die technologischen Trends im Hinblick auf Netzwerke, Sicherheit und mobile Telekommunikationssysteme vorgestellt.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VII
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung 4
1.3 Aufbau der Arbeit 5
2. Neue Wege in der Produktentwicklung durch e-business 7
2.1 Ausgangssituation und historische Entwicklung 7
2.1.1 Charakterisierung und Einordnung der Produktentwicklung 9
2.1.1.1 Handlungsfelder der Produktentwicklung 12
2.1.1.2 Werkzeuge und Methoden der rechnerbasierten Produktentwicklung 17
2.1.2 Von der sequentiellen zur simultanen Produktentwicklung 21
2.1.3 Integrierte Produktentwicklung 26
2.1.4 Virtuelle, verteilte und kooperative Produktentwicklung 28
2.2 e-business : Die digitale Ökonomie 33
2.2.1 Abgrenzung der Begriffe und Funktionen 33
2.2.1.1 Interorganisationaler Datenaustausch mit EDI 34
2.2.1.2 Die Bedeutung von Daten, Informationen und Wissen 36
2.2.1.3 Bereitstellung und Organisation von Wissen 38
2.2.1.4 Charakteristika der digitalen Ökonomie 39
2.2.1.5 Definition und Klassifizierung des Terminus e-business 41
2.2.2 Netzwerke als Basis technischer Kommunikation 44
2.2.2.1 Begriffsabgrenzung und Aufbau von Netzwerken 44
2.2.2.2 Klassifizierung von Netzwerken 46
2.2.3 Chancen und Risiken durch e-business 48
2.3 Systeme zur Unterstützung von e-business bei der Produktentwicklung 53
2.3.1 Datenbank Management Systeme 54
2.3.1.1 Dokumenten Management Systeme 54
2.3.1.2 Data Warehouse 55
2.3.1.3 Online Analytical Processing 57
2.3.1.4 Produktdaten Management Systeme 59
2.3.2 Computer Supported Cooperative Work 62
2.3.2.1 Workflow Management Systeme 64
2.3.2.2 Groupware 66
2.3.2.3 Enterprise Resource Planning 67
2.3.2.4 Customer Relationship Management Systeme 68
2.3.2.5 Product Lifecycle Management Systeme 69
2.3.2.6 Agentensysteme 70
2.4 Portale als integrierte Kooperationsplattformen 75
2.4.1 Business Portale 78
2.4.2 Ziele und Potentiale von Business Portalen am Beispiel ENX 79
3. Innovative Arbeitsprozesse und Organisationsformen 87
3.1 Veränderung der Informationswege in der Arbeitswelt 89
3.2 Kommunikation als Schlüsselfaktor für innovative Arbeitsprozesse 93
3.2.1 Bedeutung und Einordnung der Kommunikation 94
3.2.2 Instrumente unterschiedlicher Kommunikationsformen 95
3.3 Neue Modelle der Arbeitsstrukturierung 98
3.3.1 Das Konzept der Teamarbeit 100
3.3.2 Neue Managementkonzepte 104
3.3.2.1 Workflow Management 104
3.3.2.2 Supply Chain Management 105
3.3.2.3 Business Process Reengineering 107
3.4 Der Wandel der Arbeitsformen 109
3.4.1 Formen und Dimensionen non-territorialer Arbeitskonzepte 110
3.4.2 Das Entstehen neuer Berufsbilder 113
3.5 Organisatorische Konsequenzen 116
3.5.1 Möglichkeiten zur Flexibilisierung von Organisationen 116
3.5.2 Unternehmensnetzwerke 121
3.5.3 Die Koordination in Unternehmensnetzwerken 123
3.5.4 Merkmale und Formen virtueller Kooperationen 128
3.5.4.1 Telekooperationen 128
3.5.4.2 Virtuelle Teams 129
3.5.4.3 Virtuelle Unternehmen 131
4. Vollständige Integration von e-business-Lösungen im Produktentwicklungsprozess 134
4.1 Integration als Voraussetzung für e-business-Lösungen 136
4.1.1 Fachbereichübergreifende Know-how-Integration 136
4.1.2 Integration externer Entwicklungspartner 137
4.1.3 Integration der Kunden 139
4.2 Erfolgsfaktoren des Collaborative Engineering 144
4.2.1 Personenbezogene und organisatorische Einflussgrößen 144
4.2.2 Technische Voraussetzungen 147
4.2.2.1 Gemeinsame Datenhaltung 147
4.2.2.2 Standardisierung der Datenaustauschformate 149
4.3 Anwendungsbeispiel: Beschreibung einer vollständig integrierten Collaborative-Engineering-Umgebung am Beispiel OneSpace Solution Suite 152
4.4 Problemfelder und Risiken des Collaborative Engineering 158
4.4.1 Aspekte der Technologie und Sicherheit 160
4.4.1.1 Systemintegration 160
4.4.1.2 Datenübertragung und Datenzugriff 161
4.4.1.3 Datenübertragungsraten 163
4.4.2 Aspekte der Unternehmenskultur 164
4.4.2.1 Know-how-Verlust 164
4.4.2.2 Vertrauen 165
4.5 Gegenwärtige und zukünftige Ausrichtung von e-business 167
4.5.1 Entwicklungsperspektiven von e-collaboration als Unternehmensstrategie 168
4.5.2 Technologische Trends 170
4.5.2.1 Netzwerke und Sicherheit 171
4.5.2.2 Mobile Telekommunikationssysteme 173
5. Resümee und Ausblick 181
Literaturverzeichnis XIII

Automatisiert erstellter Textauszug:

Das Wort „Kommunikation“ entstammt dem lateinischen „communicato“ und bedeutet übersetzt „Gemeinschaft“, „Verbindung“ oder „Mitteilung“ [TSMB97]. Kommunikation bedeutet demnach etwas die Menschen untereinander Verbindendes. Die Verbindung kommt dabei durch Informationsaustausch zu Stande. Informationen und Kommunikation bedingen sich i.d.R. wechselseitig. Kommunikation kann demzufolge als ein Prozess des Austausches von Informationen zwischen Kommunikationspartnern zum Zwecke der Verständigung angesehen werden. [KlKr83] Nach Meinung von Picot et al. ist vor allem die verbesserte Kommunikation unter- und miteinander der Hauptbeweggrund der Entwicklung hin zu einer digitalen Ökonomie. Es erwächst demnach aus der Vernetzung eine völlig neue Kommunikationsdynamik. Dabei beschleunigen die Digitalisierung und die Vernetzung nicht nur die Möglichkeiten der Kommunikation im Sinne von zielgerichteterem Austausch von Informationen, sie werden vielmehr zur neuen Determinante der Ökonomie [ECCR01]. Die Kommunikation in und zwischen Organisationen hat viele Formen. Wesentlich dabei ist zunächst die Erkenntnis, dass Organisation und Kommunikation untrennbar miteinander verbunden sind [ReMö98]. Ein nicht unerheblicher Teil von guter Führung und Organisation in einem Unternehmen beruht auf reibungslos und über alle Ebenen hinweg funktionierender Kommunikation. Den multimedialen Diensten kommt dabei die Aufgabe zu, diese Qualitäten erheblich zu verbessern. Hauptsächlich wird eine geschickte Medienkombination angestrebt, um die Kommunikation gleichermaßen vielschichtiger und einfacher zu gestalten. [Würg97] Die Herausforderungen durch die Intensivierung von Kooperationen und die zunehmende Globalisierung sind nur zu bewältigen, wenn den Mitarbeitern innerhalb und außerhalb des Unternehmens alle wichtigen Informationen jederzeit und an jedem Ort zur Verfügungen stehen. Die Kommunikation muss also durchgängig, zuverlässig, [...]

Hintergrund und Ursache der Veränderung Nach Picot et al. kommt den IuK-Technologien innerhalb der Wandlungs- und Umstrukturierungsprozesse ein besonderer Stellenwert zu. Die stetige Leistungssteigerung, Miniaturisierung und Integration dieser Technologien führen teilweise zu völlig neuen Anwendungspotentialen sowohl auf der Produkt- als auch auf der Prozessebene. Tiefgreifende Wandlungen sind durch den Verbund von Produktions-, Transport-, Werkstoff- und Energietechnik festzustellen, deren herausragendste Eigenschaften mit Begriffen wie „Kapazitätssteigerung“, „Mobilität“, „Zusammenarbeit“, „Integration“, „Offenheit“, „Verteilung“ und „Globalisierung“ zu beschreiben sind [PiRW96]. Wie bereits angesprochen, macht die Nutzung der IuK-Technologien eine Substitution oder gar eine Eliminierung von Prozessschritten möglich. Substitution bedeutet in diesem Zusammenhang, dass bisherige Informationsprozesse durch qualitativ verbesserte elektronisch gestützte Prozesse ersetzt werden. Als Beispiel hierfür kann die Substitution von physischen Informationsträgern durch den Einsatz der Internet-Technologie genannt werden. Dies begünstigt die schnellere Erreichbarkeit von Adressaten mit beliebig vielen Informationen und führt letztendlich zu einer Zeit- und Kostenreduzierung. Ebenso werden durch den elektronischen Austausch von Daten, Zeichnungen und Grafiken sowohl in als auch zwischen Unternehmen die Durchlaufzeiten von Arbeitsprozessen erheblich verringert. Da physische Transportvorgänge weitestgehend substituiert werden können, reduzieren sich folglich auch diese Kosten. Unter der Eliminierung von Prozessschritten versteht man in diesem Kontext, dass nicht-wertschöpfende Prozesse durch den Einsatz der IuK-Technologie vollständig entfallen können. Als Beispiel kann hier der Wegfall von Prozessschritten bei der Schulung von Mitarbeitern angeführt werden. Die Möglichkeit des Einsatzes von multimedialer Technik wie Videokonferenzen, e-learning oder Business-TV macht bisherige Prozessschritte wie Koordination, Trainerschulung, Anreise und Abreise irrelevant. [Clem01] Durch die zunehmende Dynamik des Unternehmensumfeldes sind die Anforderungen hinsichtlich der Gestaltung und Führung von Unternehmen ebenso gestiegen wie die Vorschläge zu neuen Formen des interorganisatorischen Zusammenwirkens. Im Mittelpunkt der Diskussion steht dabei in den letzten Jahren immer mehr eine fundamentale Kritik am Prinzip des Taylorismus. Zu dessen paradigmatischen Merkmalen gehören u.a. eine verrichtungsorientierte Arbeitsteilung, eine funktionale Spezialisierung und zentrale Entscheidungsbefugnisse in streng hierarchisch [...]

Vielmehr erlauben die Entwicklungen im Bereich der Iuk-Technologien im Gegenteil eine Steigerung der inner- und außerbetrieblichen Kommunikation [Wüst00]. Die wesentlichen wirtschaftlichen Effekte durch e-business liegen also in Kostenersparnissen und der Beschleunigung von Arbeitsprozessen [Magn00]. Der elektronische Austausch von Daten ist als Folge der digitalen Verknüpfung mit weniger Übersetzungs- und Transportleistung verbunden. Beispielsweise entfällt die mühsame manuelle Neueinangabe von Bestellungen per Fax, Telefon oder Brief in das herkömmliche Warenwirtschaftssystem bei elektronischen Bestellsystemen völlig. An Stelle von langsamen und auch teuren Briefen oder Katalogen können sekundenschnell elektronische verarbeitbare Nachrichten versendet werden. Die dadurch entstehenden schnittstellenarme Informationsflüsse bewirken nach Bauer verkürzte Durchlaufzeiten und reduzieren gleichzeitig etwaige Informationsverluste. Voraussetzungen für vereinfachte und schnittstellenarme Prozesse sind demzufolge die Integration von Funktionen und dezentrale Organisationseinheiten. Es sollen also zusammenhängende Aufgaben möglichst komplett bearbeitet werden. [Baue96] Es kann gerade durch den Einsatz der IuK-Technologien auf sämtlichen Stufen der Wertschöpfungskette zu Veränderungen der Strukturen und Prozesse kommen. Nach Clement besteht somit die Möglichkeit, dass einzelne Wertschöpfungsstufen miteinander verschmelzen, substituiert werden oder gar nicht mehr in Betracht kommen. Dadurch können sowohl neue Formen der inner- und zwischenbetrieblichen Kooperation als auch veränderte Formen der Informationsverarbeitung, der Kundenbindung oder des Marketings und Vertriebs entstehen. Prinzipiell ist es erstrebenswert, dass entlang der Wertschöpfungskette eine engere Verknüpfung stattfindet, da nur so ein lückenloser Informationsfluss zwischen allen Beteiligten, also Zulieferern, Herstellern, Händlern, Logistikunternehmern oder Endkunden, gewährleistet werden kann. Es sind demnach auch hier die technologischen Innovationen als die treibende Kraft für die Veränderung von Wertschöpfungsprozessen anzusehen [Clem01]. Durch neue IuK-Technologien wird die schrittweise Auflösung räumlicher und zeitlicher Gebundenheit der wirtschaftlichen Wertschöpfungsprozesse ermöglicht. Somit können auch neue Freiräume für organisatorische Innovationen geschaffen werden. [ReMö98] [...]

Arbeit zitieren:
Mändle, Wolfgang August 2003: Strategische Ausrichtung und Auswirkung von e-business in der Produktentwicklung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Integration, Organisation, Engineering, Produkt, Netzwerk

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