Entwicklung einer Controlling-Konzeption für eine Betriebskrankenkasse
Unter Berücksichtigung des Risikostrukturausgleichs
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Heiko Dilling
- Abgabedatum: April 2003
- Umfang: 96 Seiten
- Dateigröße: 931,5 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Göttingen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7519-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7519-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7519-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Dilling, Heiko April 2003: Entwicklung einer Controlling-Konzeption für eine Betriebskrankenkasse, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Krankenkasse, Controllingsystem, Budgetierungssystem, Betriebskrankenkasse, Einflussgröße
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Diplomarbeit von Heiko Dilling
Einleitung:
Krankenkassen sind insbesondere seit 1996 sehr starken Veränderungen unterworfen. Vor dieser Zeit hatten sie als Körperschaften des öffentlichen Rechts Behördencharakter. Die Einführung des freien Kassenwahlrechts für alle Zugangsberechtigten zur gesetzlichen Krankenversicherung hat zu drastischen Veränderungen geführt. Es hat sich ein Markt gebildet, der von Angebot und Nachfrage und nicht von Zuweisung von Versichertenpotenzialen per Gesetz bestimmt wird.
Gang der Untersuchung:
Dadurch ist ein marktwirtschaftlicher Verdrängungswettbewerb entstanden, der in erster Linie auf einen günstigen Beitragssatz abzielt. Unter diesen veränderten Rahmenbedingungen können Krankenkassen nur bestehen, wenn sie den veränderten Rahmenbedingungen durch geeignete betriebswirtschaftliche Steuerungsinstrumente Rechnung tragen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist daher die Entwicklung einer Controlling-Konzeption für Betriebskrankenkassen unter besonderer Berücksichtigung des Risikostrukturausgleichs.
Im zweiten Kapitel der Arbeit wird dazu zunächst auf das Wesen und die Merkmale von gesetzlichen Krankenkassen eingegangen und deren Wettbewerbssituation beschrieben. Dabei wird insbesondere auf die Bedeutung des Risikostrukturausgleichs – im Folgenden kurz RSA genannt – eingegangen, der das Handeln der Krankenkassen maßgeblich beeinflusst.
Das dritte Kapitel befasst sich mit dem Controllingbegriff. Zunächst wird kurz auf dessen historische Entwicklung eingegangen. In der Folge werden wichtige Konzeptionen des Controlling skizziert. Eine Abgrenzung der Begriffe „strategisches“ und „operatives“ Controlling schließt sich an.
Diese Grundlagen werden in Kapitel 4 zusammengeführt, in dem Ansätze für ein Controllingsystem in einer Betriebskrankenkasse vorgestellt und weiterentwickelt werden.
Hieraus werden Ansätze für ein effektives Leistungsmanagement abgeleitet. Die Basis bildet das Informationsversorgungssystem der Betriebskrankenkasse. Die daraus gewonnenen Informationen sind Grundlage für das Planungs- und Kontrollsystem sowie für ein Budgetierungssystem. Die Ermittlung und Beschreibung der größten Kostentreiber sowie die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen, mit denen das Ausgabenniveau beeinflusst werden kann, werden exemplarisch anhand des Bereiches Hilfsmittel dargestellt. Zum Ende des Kapitels finden sich zieladäquate und empfängerorientierte Berichte.
Mit einer Schlussbetrachtung, in der die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und kritisch gewürdigt werden, endet die vorliegende Arbeit.
Inhaltsverzeichnis:
| Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen | III | |
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Wesen, Merkmale und Wettbewerbsumfeld von gesetzlichen Krankenkassen | 3 |
| 2.1 | Wesen und Merkmale von gesetzlichen Krankenkassen | 3 |
| 2.1.1 | Versicherungspflicht | 3 |
| 2.1.2 | Finanzierung durch einkommensabhängige Beiträge | 4 |
| 2.1.3 | Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung und Sachleistungsprinzip | 5 |
| 2.1.4 | Selbstverwaltung | 6 |
| 2.1.5 | Organisatorischer Aufbau | 6 |
| 2.2 | Wettbewerbsumfeld | 8 |
| 2.3 | Bedeutung des Risikostrukturausgleichs für das Handeln einer gesetzlichen Krankenkasse | 11 |
| 2.3.1 | Zielsetzung des Risikostrukturausgleichs | 11 |
| 2.3.2 | Grundlagen und Begriffsklärungen zum Risikostrukturausgleich | 13 |
| 2.3.3 | Beispiel für die Wirkungsweise des Risikostrukturausgleichs | 19 |
| 2.3.4 | Auswirkungen auf das Ergebnis der Krankenkasse | 21 |
| 2.3.5 | Möglichkeiten der Ergebnisbeeinflussung | 21 |
| 3. | Entwicklung und Konzeption des Controlling | 23 |
| 3.1 | Historische Entwicklung des Controlling | 23 |
| 3.2 | Controlling-Konzeptionen | 24 |
| 3.2.1 | Controllingauffassung in der Literatur und im deutschen Sprachraum | 24 |
| 3.2.2 | Konzeptionstypen | 26 |
| 3.2.2.1 | Controlling als Informationsversorgungsfunktion | 26 |
| 3.2.2.2 | Controlling als spezielle Form der Führung | 27 |
| 3.2.2.3 | Controlling als Koordinationsfunktion | 28 |
| 3.2.3 | Zusammenfassung der wichtigsten Merkmale des Controlling im funktionalen Sinne | 32 |
| 3.3 | Strategisches und operatives Controlling | 33 |
| 3.3.1 | Strategisches Controlling | 33 |
| 3.3.2 | Abgrenzung von operativem und strategischem Controlling | 37 |
| 4. | Entwicklung von Ansätzen für ein Controllingsystem einer Betriebskrankenkasse | 38 |
| 4.1 | Besondere Einflussgrößen auf das Controlling in Krankenkassen | 38 |
| 4.2 | Beschreibung des Ist-Zustandes von kleineren Betriebskrankenkassen | 39 |
| 4.3 | Ableitung von Zielen auf Basis strategischer Erfolgsfaktoren | 40 |
| 4.4 | Das Informationsversorgungssystem der Betriebskrankenkasse | 44 |
| 4.4.1 | Das Rechnungswesen der GKV | 44 |
| 4.4.2 | Statistiken | 46 |
| 4.5 | Das Planungs- und Kontrollsystem | 48 |
| 4.5.1 | Planungssystem | 48 |
| 4.5.2 | Kontrollsystem | 50 |
| 4.6 | Das Budgetierungssystem | 52 |
| 4.6.1 | Merkmale von Budgets | 52 |
| 4.6.2 | Funktionen von Budgets | 54 |
| 4.6.3 | Ermittlung relevanter Ausgabenbereiche | 55 |
| 4.6.4 | Ablauf der Budgetierung | 59 |
| 4.6.5 | Zuweisung von Verantwortlichkeiten | 64 |
| 4.7 | Beschreibung von Kostentreibern | 67 |
| 4.8 | Ableitung und Umsetzung von Maßnahmen | 75 |
| 4.9 | Berichtswesen entwickeln | 76 |
| 5. | Schlussbetrachtung | 80 |
| Literaturverzeichnis | 82 | |
| Verzeichnis der Gesetze und Verordnungen | 88 |
Seite 55 Kommunikationsfunktion: Voraussetzung für die Budgeterstellung ist, dass die Entscheidungsträger die übergeordneten Pläne kennen. Die Abstimmung der Budgets zwischen den verschiedenen Verantwortungsbereichen macht einen horizontalen Informationsaustausch erforderlich. formationen zu. Motivationsfunktion: Die Entscheidungsträger der dezentralen Einheiten sollen durch Budgets motiviert werden, sich zielorientiert zu verhalten. Budgets ermöglichen den Verantwortlichen zudem größere Entscheidungsspielräume als Pläne, die konkrete Maßnahmen vorschreiben. Die Zielerreichung kann darüber hinaus Grundlage für die Leistungsbeurteilung und die Bemessung der Vergütung (z. B. in Form von Prämien) sein. Kontrollfunktion: Mittels Gegenüberstellung von Soll- bzw. Plan- und Ist-Budgets sowie durch die Analyse der Abweichungen können die übergeordneten Pläne durch entsprechende Informationsaufbereitung beurteilt werden. Wie bereits geschildert, sind die Informationen von unten (von der einzelnen Leistungsart) nach oben (bis zur Beitragssatzrelevanz) zu verdichten. Auf der Basis der Ursachen für die Budgetabweichungen entstehen ggf. Anpassungen der dezentralen Entscheidungen und Maßnahmen in den Verantwortungsbereichen. 4.6.3 Ermittlung relevanter Ausgabenbereiche [...]
Die Abbildung zeigt die Struktur auf. Eine Verfeinerung der Kontenklassen 4 und 5 in Gruppen (s. o.) und Untergruppen bis auf die Ebene einzelner Konten gemäß dem GKV-Kontenrahmen ist sinnvoll. Ggf. sind Konten, die nur kleinere wertmäßige Beträge aufweisen, zu Untergruppen zusammenzufassen. Die Anlehnung an die KV 45-Statistik ist für eine kleinere BKK empfehlenswert, weil ein Vergleich auf Landesebene mit anderen BKK möglich ist. Größere Kassen wie etwa eine Landes-AOK haben hier einen Größenvorteil, da sie auf eigene Zahlen zurückgreifen können. Wie im späteren Verlauf der Ausführungen noch gezeigt wird, kommen Planwerte erst zustande, wenn das Controlling Informationen über entscheidende Einflussfaktoren gewonnen hat. Das Planungs- und Kontrollsystem gehört zu den Hauptbestandteilen eines Managementsystems. Wegen der für die Planung unabdingbare Ergänzungsfunktion der Kontrolle wird häufig auch nur von einem Planungssystem gesprochen. [...]
Seite 44 Jede einzelne Leistungsart des Vollversicherungsschutzes stellt ein eigenes Planungsobjekt dar. Gegebenenfalls sind mehrere kleinere Leistungsarten zu einer relevanten Gruppe zusammenzufassen. Aufgabe des Controlling ist es, die für die Planung notwendigen Plankennzahlen zu generieren und dem Management zur Verfügung zu stellen. Im weiteren Verlauf hat das Controlling dafür zu sorgen, dass bei der Umsetzung der Pläne die Informationen in entgegengesetzter Richtung verdichtet werden. Also von der Leistungsart als strategischem Erfolgsfaktor über die strategische Geschäftseinheit bis hinauf zur Beitragssatzrelevanz. Der Schwerpunkt wird in den nachstehenden Ausführungen weniger auf dem angesprochenen Verdichtungsprozess liegen. Vielmehr soll im Folgenden exemplarisch dargestellt werden, mit welchen Instrumenten Kosten gesteuert werden können. Dazu wird zunächst auf das Informationsversorgungssystem der BKK, das die Grundlage für die weitere operative Planung und Budgetierung bildet, eingegangen. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832475192
Arbeit zitieren:
Dilling, Heiko April 2003: Entwicklung einer Controlling-Konzeption für eine Betriebskrankenkasse, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Krankenkasse, Controllingsystem, Budgetierungssystem, Betriebskrankenkasse, Einflussgröße




