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Wer gewinnt bei Unternehmensfusionen?

Börseneffekte von Unternehmenskäufen

Wer gewinnt bei Unternehmensfusionen?
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Wolfgang Walther
  • Abgabedatum: Januar 2003
  • Umfang: 129 Seiten
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Fridericiana Karlsruhe (TH) Deutschland
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7167-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7167-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Walther, Wolfgang Januar 2003: Wer gewinnt bei Unternehmensfusionen?, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Mergers & Acquisitions, Aktienkurse, Übernahmeangebot, Aktiengesellschaft, Fusion

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Diplomarbeit von Wolfgang Walther

Zusammenfassung:

Die Bekanntgabe von geplanten oder vollzogenen Zusammenschlüssen großer Unternehmen sorgt in den Wirtschafts- und Finanzrubriken der Medien regelmäßig für eine rege Berichterstattung. Oft rufen Meldungen dieser Art Angst vor einem Ausverkauf des Wirtschaftsstandortes Deutschland oder die Furcht vor bevorstehenden Massenentlassungen hervor. Nicht selten wird auch von einem Profitstreben der Konzerne auf Kosten der Kleinanleger gesprochen.

Spektakuläre Transaktionen wie das Zusammengehen der Daimler-Benz AG mit der Chrysler Corporation, die feindliche Übernahme der Mannesmann AG durch Vodafone AirTouch oder die Übernahme der Dresdner Bank durch den Allianz-Konzern haben das Geschehen auf den deutschen und internationalen Kapitalmärkten in den vergangenen Jahren geprägt. Zusätzliche Stimulation erfuhr der Markt für Unternehmenskontrolle durch das Bedürfnis zahlreicher Unternehmen aus traditionellen Industriebranchen, sich durch den Zukauf aufstrebender Firmen aus neuen Marktsegmenten wie Kommunikation, Biotechnologie, Medien oder Touristik vermeintlich zukunftsfähig zu positionieren.

Die dabei gezahlten Kaufpreise erscheinen aus heutiger Sicht nach Ende der Börseneuphorie der vergangenen Jahre nicht selten überhöht. Die daraus resultierenden Abschreibungen stellen oft eine erhebliche Belastung für die akquirierenden Unternehmen dar. Nicht selten gesellen sich zu diesen rein finanziellen Problemen auch Probleme bei der Festlegung einer gemeinsamen Unternehmens- und Marktstrategie, gravierende Widerstände bei der Zusammenführung der verschiedenen Unternehmenskulturen oder sonstige Integrationsschwierigkeiten.

Diese Arbeit stellt durch eine empirische Untersuchung fest, wie sich die Börsenkurse der beteiligten Unternehmen bei Ankündigung und Durchführung von Transaktionen auf dem deutschen Markt für Unternehmenskontrolle im Zeitraum von 1996 bis 2001 entwickelt haben. Auf diese Weise können wesentliche Erkenntnisse darüber gewonnen werden, ob Übernahmen und Fusionen von den Marktteilnehmern in diesem Zeitraum als schädlich oder gewinnbringend angesehen wurden.

Die zugrundeliegende Voraussetzung dieser Untersuchung ist, daß das akquirierende Unternehmen in Deutschland börsennotiert sein muß. Käufe ausländischer Aktiengesellschaften in Deutschland werden nicht betrachtet. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt bei der Betrachtung der akquirierenden Unternehmen. Es zeigt sich, daß es in Deutschland relativ wenig Transaktionen gibt, bei denen auch das übernommene Unternehmen an einer deutschen Börse notiert ist.

Die Arbeit ist in einen theoretischen und einen empirischen Teil untergliedert. Der theoretische Teil hat dabei die Funktion, den Leser über die ökonomischen und rechtlichen Grundlagen und Auswirkungen von Unternehmenszusammenschlüssen zu informieren. Er bildet somit die Grundlage für die folgende empirische Untersuchung.

Nach einer Erläuterung der zum Verständnis der vorliegenden Arbeit wichtigen Begriffe im Abschnitt 2.1. behandelt der Abschnitt 2.2. die bei einem Zusammenschluß treibenden Motive und Zielsetzungen, vor allem des akquirierenden Unternehmens und seines Managements. Dabei kann es sich um finanzielle als auch um strategische oder machtpolitische Aspekte handeln. Der dritte Abschnitt des zweiten Kapitels beschäftigt sich mit dem Ablauf einer Übernahme. Dabei wird sowohl auf Finanzierung, Ausgestaltung und Abwicklung des Kaufangebots als auch auf die dabei möglichen Probleme eingegangen. Dieser auf die US-amerikanische Wirtschaft ausgerichtete Abschnitt gibt außerdem Auskunft über die dort geltenden rechtlichen Bestimmungen für Unternehmenszusammenschlüsse. Besondere Aufmerksamkeit richtet sich auf die Möglichkeiten des Zielunternehmens, eine feindliche Übernahme abzuwehren oder hinauszuzögern, da auf diese Weise erheblichen Einfluß auf den Übernahmepreis und auf die weiteren Kosten für das akquirierende Unternehmen genommen werden kann.

Abschnitt 2.4. enthält unter der Überschrift „Messung von Übernahmeeffekten“ eine Darstellung der verschiedenen zur Erfolgsmessung anwendbaren Modelle und der dabei zu beachtenden Besonderheiten. Daran schließt sich eine Zusammenfassung der Ergebnisse bisheriger Studien über Börseneffekte bei Unternehmenskäufen an, deren Schwerpunkt in den USA liegt. Der fünfte und letzte Abschnitt des zweiten Kapitels schließlich ist der Situation in Deutschland gewidmet. Nach einer Schilderung der gesetzlichen Grundlagen und Regelungen für den relevanten Zeitraum von 1996 bis 2001 folgt eine Übersicht über drei vorangehende Studien, die sich ebenfalls mit der Börsenrelevanz von Unternehmensübernahmen in Deutschland beschäftigt haben.

Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der empirischen Untersuchung von Unternehmenskäufen an deutschen Börsen notierter Gesellschaften in den Jahren 1996 bis 2001. Es handelt sich um eine kapitalmarktorientierte Untersuchung der Zusammenschlüsse, d.h. die Untersuchung erfolgt anhand der Reaktion der Kapitalmärkte zum Ereigniszeitpunkt.

Der erste Abschnitt im dritten Kapitel beschreibt die Erfassung der für die empirische Untersuchung notwendigen Daten. Im wesentlichen handelt es sich um die beteiligten Unternehmen und die Termine wichtiger Meilensteine im Übernahmeprozeß. Der Abschnitt 3.2. enthält eine genaue Beschreibung der Untersuchungsmethodik und der Vorgehensweise zur Auswertung der Ergebnisse. Eine graphische und textliche Darstellung der Ergebnisse erfolgt im Abschnitt 3.3. Der vierte und letzte Abschnitt des dritten Kapitels nimmt eine Interpretation der Resultate vor.

Die Arbeit endet mit einer abschließenden Betrachtung im vierten Kapitel.

Die im Rahmen dieser Arbeit verwendeten empirischen Rohdaten sind nicht im Lieferumfang enthalten.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis VI
Tabellenverzeichnis VII
Abkürzungsverzeichnis VIII
1. Einleitung 1
1.1 Aufgabenstellung und –abgrenzung 1
1.2 Gang der Untersuchung 2
2. Betrachtung bisheriger Untersuchungen in den USA und in Deutschland 5
2.1 Grundlegende Begriffe 5
2.1.1 Der Markt für Unternehmenskontrolle 5
2.1.2 Arten von Unternehmenszusammenschlüssen 6
2.2 Gründe und Ziele für Unternehmenszusammenschlüsse 7
2.2.1 Synergieeffekte 8
2.2.2 Die Marktmacht-Hypothese 9
2.2.3 Wachstum und strategische Positionierung am Markt 10
2.2.4 Beseitigung von Ineffizienzen 10
2.2.5 Unterbewertung durch den Kapitalmarkt 12
2.2.6 Corporate Raiding 14
2.2.7 Theorie der überschüssigen Cash Flows 17
2.2.8 Selbstüberschätzung des Managements 18
2.2.9 Nichtmonetäre Ziele 21
2.2.10 Zugang zu den Kapitalmärkten 22
2.2.11 Zusammenfassung 23
2.3 Vorgang der Übernahme 24
2.3.1 Gestaltung eines Übernahmeangebots 24
2.3.2 Bezahlung der Übernahme 26
2.3.3 Übernahmeaufschlag 27
2.3.4 Aktienerwerb vor Angebotsabgabe 29
2.3.5 Das Trittbrettfahrer-Problem (free-rider problem) 30
2.3.6 Transaktionskosten der Übernahme 31
2.3.7 Übernahmen auf dem US-amerikanischen Markt 34
2.3.7.1 Die Bestimmungen des Williams Acts 34
2.3.7.2 SEC 13d 36
2.3.8 Abwehr von Übernahmeversuchen und ihre Auswirkungen 37
2.3.8.1 Maßnahmen zur direkten Verhinderung von Übernahmen 40
2.3.8.2 Maßnahmen zur Erhöhung der direkt mit einer Übernahme verbundenen Kosten 42
2.3.8.3 Maßnahmen zur Erhöhung der Folgekosten einer Übernahme für den Bieter 43
2.3.8.4 Verhinderung von Abwehrmaßnahmen 45
2.4 Messung von Übernahmeeffekten 46
2.4.1 Größen zur Erfolgsmessung 46
2.4.1.1 Marktmodell (Market and Risk Adjusted Returns) 48
2.4.1.2 Bereinigte Modelle 50
2.4.1.3 Capital Asset Pricing Model (CAPM) 50
2.4.2 Mögliche Probleme bei der Untersuchung 51
2.4.2.1 Auswahl eines geeigneten Modells zur Ermittlung von abnormalen Renditen 51
2.4.2.2 Statistische Signifikanz 51
2.4.2.3 Fehler 1. und 2. Art 53
2.4.2.4 Weitere zu berücksichtigende Punkte 53
2.4.3 Effekte bei nicht vollendeten Unternehmenszusammenschlüssen 55
2.4.3.1 Bei bietenden Unternehmen 55
2.4.3.2 Bei Zielunternehmen 56
2.4.4 Effekte bei erfolgreich durchgeführten Unternehmenszusammenschlüssen 58
2.4.4.1 Bei bietenden Unternehmen 58
2.4.4.2 Bei Zielunternehmen 60
2.4.4.3 Einflüsse auf das Fremdkapital 62
2.4.4.4 Volkswirtschaftliche Effekte 63
2.5 Unternehmenszusammenschlüsse in Deutschland 66
2.5.1 Deutsche Gesetzgebung 66
2.5.1.1 Das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) und die Pflicht zur Ad hoc-Publizität 66
2.5.1.2 Aktiengesetz (AktG) 68
2.5.1.3 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) 69
2.5.1.4 VW-Gesetz 72
2.5.1.5 Übernahmekodex 72
2.5.1.6 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz 74
2.5.2 Studien des deutschen Marktes 76
2.5.2.1 Bei bietenden Unternehmen 76
2.5.2.2 Bei Zielunternehmen 80
3. Empirische Untersuchung von Unternehmenszusammenschlüssen im deutschen Markt 82
3.1 Datenerhebung und Datenzusammensetzung 83
3.2 Systematik des Vorgehens 86
3.2.1 Event Studies 86
3.2.2 Vorgänge und Ereignisse 88
3.2.3 Ermittlung von Überrenditen 88
3.2.4 Überprüfung der statistischen Signifikanz 90
3.2.5 Datenauswertung 92
3.3 Ergebnis der empirischen Untersuchung 93
3.3.1 Ergebnis für akquirierende Unternehmen 93
3.3.2 Ergebnis für übernommene Unternehmen 100
3.4 Interpretation des Ergebnisses 107
4. Gesamtergebnis und Zusammenfassung 111
Literaturverzeichnis i

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Arbeit zitieren:
Walther, Wolfgang Januar 2003: Wer gewinnt bei Unternehmensfusionen?, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Mergers & Acquisitions, Aktienkurse, Übernahmeangebot, Aktiengesellschaft, Fusion

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